LiFePO4 Erweiterung

  • Für mein Camper.: Ich habe seit ca. 3 Jahren die Bigblock 302 Ah LiFEPO4 verbaut. besonders im Frühling und Herbst ist das für mich NICHT ausreichend. Ich möchte meine Kapazität um 100 -200 AH erweitern. Kann man das (Bigblock 302 Ah beibehalten) , Wenn ja wie ? Was gibt es für Lösungen und sinnvolle Varianten ? Was braucht es alles auf was müsste man achten? Danke für Infos und Ratschlage. Freundliche Grüsse Stefan



  • st.waldisberg

    Hat den Titel des Themas von „LiFePO$ Erweiterung“ zu „LiFePO4 Erweiterung“ geändert.
  • Ja, das ist überhaupt kein Problem: Einfach eine zweite 12V-LiFePO4-Batterie beliebiger Kapazität parallelschalten und schon erweitert sich die Kapazität zur Summe beider Batterien.

    Allerdings wird es nicht viel bringen, wenn man dem großen 300Ah-Bigblock nur eine relativ kleine 100Ah-Batterie zuschaltet. Die meisten Kunden schalten deshalb in solchen Fällen einfach noch einen zweiten Bigblock dazu und verdoppeln so dessen Kapazität, was natürlich sofort zu einer erheblich vergrößerten Reserve führt. 8)


    Grüße, Tom

  • Also mit meiner 302 Micro Charge könnte ich die MicroChareg LiFePo4 12,8V 280 AH Indigo parallel verkabeln .


    Alle Verbraucher und auch alle Lademodule gehen jetzt auf den Plus und Minus der 302AH. Ich würde nun einfach die + Pluspole und die - Pole miteinander verbinden. Sollte man nun z.B. alles was an dem Minuspole der einzelnen 304AH Batterie hängt auch umlegen auf den Minuspol der neuen zusätzlichen Batterie oder kann man das sein lassen. ? Die Verbindungskabel der neuen Batterie zur alten ist etwa 50 - 60 cm (Platzbedingt).

  • Also mal ganz grob:

    Man kann jede 12V Batterie mit jeder anderen 12V-Batterie parallel schalten. Dabei spielen weder die Marken eine Rolle, noch ob es sich um Bleibatterien oder LiFePO4-Batterien handelt. "Das ruckelt sich hin." Was soviel heißen soll, dass man sich keine unnötigen grauen Haare wachsen lassen soll. :S


    Je nachdem wie hoch parallel geschaltete Batterien belastet werden, also wie hoch der maximal fließende Strom ist, muss man auf eine gute Symmetrierung achten. Das ist um so wichtiger, je höher die fließenden Maximalströme werden. Schließlich sollen sich diese großen Ströme möglichst gleichmäßig auf die parallel geschalteten Batterien verteilen! Um das zu erreichen, sind möglichst kurze Verbindungskabel mit großen Querschnitten und saubere Anschlussklemmen bzw. Kabelschuhe erforderlich, weil schon kleine Übergangswiderstände zu erheblichen Asymmetrien bei den Stromflüssen führen können. Leider hat der Fragesteller keinerlei Angaben zum maximal erwarteten Stromfluss gemacht, so dass auch nur grundsätzlich auf die Fragen geantwortet werden kann.

    Manfred Kramer : Du meinst sicher das hier:


    Genau so ist das gedacht: Beide Batterien teilen sich die Kabellängen in etwa gleich (je ein kurzes und ein langes Kabel). Denn wenn eine Batterie über zwei kurze und die andere über zwei lange Kabel mit dem Bordnetz verbunden wird, hat man gleich wieder die schönste Asymmetrie gebaut, weil die Batterie mit den kurzen Kabeln dann vermutlich 80% des Stroms tragen muss, die mit den langen Kabeln aber nur 20%. :pinch:


    Natürlich gibt es auch Asymmetrien, wenn man verschiedene Batterietypen parallel schaltet, das ist nicht zu vermeiden. Aber machen kann man das. Es spricht jedenfalls nichts Grundsätzliches dagegen. Schwierig ist es dagegen, wenn man sehr große Lasten versorgen will, wo dann die saubere Aufteilung der Ströme wichtig ist, damit einzelne Batterien nicht überlastet werden. Da muss man dann beim Aufbau solcher parallelen Batterienetzwerke mit Verstand vorgehen, um eine möglichst optimale Symmetrierung zu erreichen. Man kann aber auch bewusst asymmetrisch ausgeführte Verkabelung gezielt dazu verwenden, um schwächere Batterien mit stärkeren zu verbinden, mit dem angestrebten Hintergrund, dass die schwächeren immer nur kleinere Ströme tragen müssen als die stärkeren. Dann würde man also z.B. so ein Schema wie das links im Bild verwenden und die stärkere Batterie oben und die schwächere unten anschließen. :whistling: Wie stark sich solche Effekte auswirken, kann man sehr gute mit Stromzangen messen, während man zugleich starke Verbraucher einschaltet. Dann weiß man genau, wie die Last- und Stromverhältnisse im Einzelfall sind.


    Grüße, Tom

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