"Hochspannungsladung" von Bleiakkus

  • Hey Tom,


    ich kann dir gar nicht genug danken! Finde ich echt klasse, dass du so meine Fragen so geduldig und kompetent beantwortest! :)


    Ich weiß noch gar nicht, was ich jetzt machen soll. Diese Pulser finde ich auch interessant, die gibts schon ab ein paar Euro aus China aus den bekannten Quellen. ;) Allerdings ist meine Batterie im Kofferraum verbaut und die jedes Mal abzuklemmen stelle ich mir nicht so prickelnd vor. Außerdem weiß man nicht, was man da eigentlich kauft; im Grunde ist das doch ein Kondensator, der einen Stromimpuls auslöst, ist das richtig? Dann würde da aber wieder auf die Batterie gehen. Gewalt ist im Leben selten gut. ;)


    Dann hatte ich überlegt eine größere Solarzelle unter die Windschutzscheibe (oder auf den Carport) zu legen,damit die Batterie ständig ein bisschen geladen wird. Hier kommt man aber wohl nicht auf 15V, oder? Ich habe bei dem Wagen aber leider kein Dauerplus, deswegen könnte ich das nicht einfach über den Zigarettenanzünder einspeisen. Du siehst, bin noch ganz am Anfang der Thematik.


    Geht beim gasen eigentlich nur Wasser verloren oder auch Säure? Kann ich meine Varta irgendwie öffnen oder ist das nicht so sinnvoll? Die ist mindestens 5 Jahre alt.


    Nochmal tausend Dank! :-)


    LG Alex

  • Pulser ist nicht gleich Pulser, da muss man schon genau hinschauen:


    • Die einfachsten Pulser sind Entladestrompulser. Das bringt bzgl. der Sulfatierung nichts, bzw. macht es eher noch schlimmer. Ist aber technisch sehr einfach zu realisieren. Also davon die Finger lassen.
    • Dann gibt es verschiedene Bauformen von Ladestrompulsern. Das ist schon in etwa das, was man zum Sulfatabbau braucht, denn dafür muss das Bleisulfat, welches ein Entladeprodukt ist, ja aufgeladen werden. Also muss man zwingend Energie zuführen. Was mit Pulsern wie dem bekannten "Münchhausen" Megapulse natürlich schon mal nicht möglich ist, wenn nicht zugleich eine Stromquelle angeschlossen wird.
    • Also wird man sich auf einen Pulser beschränken, der ein Ladestrompulser ist und ein Netzteil mitbringt. Hier eignet sich z.B. mein Ladestrom-Desulfatierer für Bleibatterien, Artikel-Nr. 1260. Der arbeitet induktiv, hier wird also über eine Spule induktiv eine "Hochspannung" erzeugt (naja, etwa 50V...), um diese Hochspannungsimpulse dann auf die Batterie aufzuschalten. Früher hat das mein Power-Pulsar ebenso erledigt, nur war der wegen des hohen Anteils an Handarbeit bei der Herstellung ziemlich teuer. Heute haben die Chinesen etwas ähnliches für kleine Münze im Programm, das tut es ebenso.

    ladestrom-desulfatierer-fuer-bleibatterien.jpg


    Mit Gewalt hat das Pulsen übrigens nichts zu tun. Es geht einfach darum, dass man die elektrochemisch trägen, weil übergroßen Bleisulfatkristalle, irgendwie wieder laden muss, was mit der normalen Ladespannung nun mal nicht mehr möglich ist. Man muss daher zwingend mit höheren Ladespannungen arbeiten. Genausogut könnte man auch 20V Dauerspannung an die Batterie anlegen, nur kommt man damit nicht sehr weit, weil die Batterie dann naturgemäß zu gasen und zu korrodieren beginnt. Aus diesem Grund verwendet man sehr kurze Spannungsimpulse, da gast und korrodiert dann noch nichts.


    Ich bin über die Jahrzehnte aber wieder vom Pulsen abgekommen und arbeite lieber mit normalen Netzteilen wie meinen Ladewutzeln (Artikel-Nr. 2020 und Artikel-Nr. 2030), um die Batterie über 48h mit 15,5V zu laden. Das hat sich bei "normal" sulfatierten Batterien als sehr wirksam und zugleich bequem erwiesen, schon weil es deutlich schneller geht als wochenlang mit einem Pulser zu desulfatieren, wobei dann ja auch die Batterie vom Bordnetz getrennt werden muss.


    Bei der Gasung wird nur der Wasseranteil in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt, der Säureanteil bleibt zurück und konzentriert sich deshalb auf. Man muss eine Batterie aber schon sehr lange und mit hohem Strom in die Gasung btreiben, dass merklich Wasser zerlegt wird, dass dann hinterher fehlt und die Batterie heizt sich dabei auch merklich auf. Das geht also nicht so schnell.


    Batterien mit verschweißtem Deckel zu öffnen ist immer eine Sauerei und führt fast nie zum Ziel, weshalb ich dir rate, es bleiben zu lassen. Diese verschweißten Batterien besitzen einen vergrößerten Elektrolytvorrat als Batterien mit Schraubstopfen, so dass der Vorrat sehr lange hält. Wenn bei solchen Batterien die Platten trockenfallen ist es längst zu spät zum Auffüllen. Also spare dir besser die Mühe.


    Grüße, Tom

  • Yo Tom,


    nochmal besten Dank! :-) Muss da noch mal paar Wochen googeln und dann entscheiden, was ich mache. Wäre super, wenn ich meine Batterie retten könnte. Ist ja auch besser für die Umwelt. Kannst du auch defekte Tesla-Batterien reparieren/Zellen austauschen? Habe noch keinen, aber könnte irgendwann passieren.


    LG Alex

  • Hallo Tom


    Mit Hochspannung habe ich deine Beiträge gelesen, da ich auch schon viel mit meine VW T6 Akku durch habe.

    Habe neuerdings (weil ich nicht immer an eine 230V Steckdose für mein Ctek10 Lader stehe) ein umgebauten

    E Bike Li Ion Akku mit 36V 13Ah mit angeschlossenen DC-DC Wandler mit regelbaren Strom/Spannungseinstellungen

    zum Laden angeschlossen. Zur Info der Akku wurde eine Standart BMS gegen die von Bosch getauscht, damit man

    ohne Fahrrad auch Strom entnehmen kann . Es ist praktisch wie ein Labornetzgerät , Dc-Dc Wandler kann bis 15A ab.

    Strom auf 10 A begrenzt und Spannung auf 14,5V . Funktioniert Prima.

    Nun zur eigentlichen Frage:

    Mein neuer von VW eingebaute Moll Akku 74 AH 12V EFB 82074 ist erst 1/2 Jahr alt, aber im angeschlossenen Zustand

    mit topp Ruhestrom von nur c.a. 15mA (schwankt zwischen 5-22mA) , doch nach c.a. 3 Wochen von 12,85 auf 12,45V runter.


    Nun habe ich heute nach deinen Beitrag gelesen , nach dem laden die Batteriespannung auf 15,5V erhöht !

    Ladestrom ging darauf noch mal hoch auf c.a. 2 A und viel dann ganz normal auf bis 200mA, dann hab ich das Auto

    verlassen, Batterietemp. überwacht, blieb kalt. OK Heute Abend nach 8 h noch mal kontrolliert, kalt , Spannung 15,35V

    an den Batterieklemmen , dann Ohr an die Batterie gelegt......knistern zu hören, sie gaste also und das sollte doch

    noch nicht passieren oder ????

    Nach Abstecken meine "Ladeanlage" Viel die Spannung dann auf 13,05V , das knistern-helles blubbern war auch weg.


    Oder ist das "Hochspannungsladen" nur für sufatierte ältere Akkus gedacht und hier eher schädlich ?????


    Das Tom ist mein heutiges Problem und bitte mal um Deine fachliche Aufklärung !


    VG Pauli

  • Hallo Pauli,

    Gasung ist nicht gleich Gasung. Natürlich ist es nicht wünschenswert, wenn ein Bleiakku blubbert wie ein Wassertopf beim Eierkochen. Das ist im Akku zwar gut zur Durchmischung des Elektrolyten, aber natürlich schlecht für alles andere. Wie alles anderer auf der Welt auch, das ja immer erwünschte wie gleichzeitig auch unerwünschte Folgen hat.


    Die Wasserzersetzung im Bleiakku ist aber auch in Ruhe normal, nur eben ganz, ganz langsam. Das ist einfach eine unerwünschte Nebenreaktion der Bleiakkuchemie und hängt größtenteils von der Spannung ab, sowie von den Bestandteilen der Plattenlegierung. Und natürlich von der Reinheit des Elektrolyten.


    Weshalb man sich keine Sorgen machen muss, nur weil es beim Laden etwas blubbert. Dass man bei 15,5V Ladespannung bei Zimmertemperatur der Gasungsschwelle deutlich näher kommt als bei einer normalen Ladung mit 14,2V, braucht überdies nicht zu verwundern.


    Es gibt ein deutliches Zeichen für eine zu starke Gasung und das ist die Temperaturerhöhung eines Bleiakkus beim Laden, denn Gasung erzeugt Wärme. Wenn die deutlich spürbar wird, sollte man in der Ladespannung herunter gehen. Aber Laden muss man natürlich trotzdem, auch wenn der Akku dabei warm wird, denn man will ihn ja benutzen.


    Die Ruhespannung eines Bleiakkus ist eine Funktion der Elektrolytkonzentration: Da die Dichte des Elektrolyten beim Laden ansteigt, steigt zugleich auch seine Klemmenspannung. Und natürlich sinkt seine Klemmenspannung nach der Ladung auch wieder, was völlig normal ist. Es wäre außerdem falsch zu glauben, dass eine besonders hohe Ruhespannung Ausdruck eines besonders guten Akkus ist. Eher ist es so, dass eben wegen der - unvermeidlichen - Gasung der Elektrolyt aufgrund des Wasserverlustes im Laufe seines Lebens in der Dichte ansteigt und damit steigt dann auch seine Ruhespannung.


    Ein Gerät wie von Dir gebaut wird übrigens oft angefragt, weil natürlich nicht alle die Möglichkeit haben, ein Stromkabel zum Auto zu legen. Das Ganze ist aber wegen der Batterie mit einigem Energieinhalt, dem BMS und der zusätzlichen Beschaltung nicht so ganz billig. Wenn man wie Du eine sowieso vorhandene Batterie als Energiespeicher zu Versorgung des Laders verwendet, kann man natürlich einige Kosten einsparen.


    Grüße, Tom

  • Ich habe unter anderem aus 4 Stück kostengünstigen 40136 LiFePo4 Zellen eine 12,8V 20Ah Powerbank angefertigt, womit man beispielsweise auch ein SKYRC S100neo Modellbauladegerät längere Zeit versorgen kann.



    Dieser LFP Energiespeicher wiegt inkl. Kabeln, BMS und Gehäuse unter 2Kg. und 250 Wattstunden als mobile Powerbank sind gar nicht so wenig!

  • nach c.a. 3 Wochen von 12,85 auf 12,45V runter.

    Servus Pauli,

    startet er noch?

    Mein VW Euro 6 90kW TDI von Sept. 2023 hat da ganz andere Werte,

    ein Bildschirmbild ist beigefügt. Das Bild ist von einem externen Voltmeter, nicht vom Fahrzeug eigenen BMS.

    Die ganze Laderei mit externem Akku und Zeituhr und DC/DC Wandler habe ich abgebaut, sobald der Motor gestartet wird, wird die Ladung durch den Euro 6 Regler sofort wieder abgesenkt. Wie ich mir das vogestellt hatte, auf Vorrat im Winter zu laden, funktioniert nicht. Die Batteriespannung steigt nur bei Schiebebetrieb oder grossem Stromverbrauch bei niedrigem Ladestand wieder an. Dann geht die Spannung auf 15V.

    Gestartet hat er bisher immer, auch bei grosser Kälte. Die Meldung im Auto mit zu niedriger Ladung hatte ich bisher nicht. Im Gegensatz zu einem Kollegen, der durch oftmaliges Öffnen der Türen am Campingplatz eine Warnung angezeigt bekam, starten liess er sich normal.

    Ich habe jetzt einen guten Jump Starter dabei, verwendet hat ihn nur ein Kollege, ich habe den noch nicht benötigt.

    lg

    Manfred

  • Hallo Manfred

    Ja natürlich startete er noch. Ich bin mit der ganzen Sachlage das das vw Akku Management

    , das er die 100% Ladung beim Fahren wieder absenkt usw. betraut.

    Mir gehts wie vielen anderen sicher darum, das

    ein Camper auch über längere Zeit abgestellt steht und da her möglichst immer gut voll geladen da steh um die Akkusulfatierung Ausfall

    aufzuhalten!!!!

    Die herkömmlichen Automatik Lader können das nicht, wie von Tom genug beschrieben.

    Ich habe noch ein 2. Parkplatz mit 230V Steckdose für den Automatiklader Cetek 10,aber es ist so, mit dem selbst einstellbaren Strom Spannung (also das der Akku beim Erreichen der Endspannung von 14,4 V nicht gleich abgeschaltet bzw. auf 13,5V Erhaltungsladung runtergeschaltet wird) , dauert es c. a. einige Wochen länger bevor er wieder ans Ladegerät muss.

    Also zur Erklärung, ich habe noch ein Pkw da her liegt bei mir die Wichtigkeit der Akkuerhaltung.


    Lg Pauli

  • Erreichen der Endspannung von 14,4 V nicht gleich abgeschaltet bzw. auf 13,5V Erhaltungsladung runtergeschaltet wird

    Servus Paul,

    ich dachte bisher, die hohe Spannung führt zu Gitterkorrosion und letztlich zum Ausfall der Batterie, und sollte nur kurz anliegen. So wie es Euro 6 macht ist nicht ganz verkehrt. Ich lerne gerne dazu.

    Am Campingplatz bei langen Stehzeiten habe ich dann doch wieder einen DC/DC Wandler, gespeist von der Aufbaubatterie, im Einsatz, mit 2A und 12.8V. Die 15V kommen sofort wieder, wenn ich auf der Heimfahrt den Berg hinunter rolle.

    lg

    M.

  • Guten Morgen Manfred


    Leider doch, die "Euro 6 macht leider alles verkehrt" ! Sie lässt den Akku nur max ! auf 80% Ladung zu wodurch die Sulfatierung vorprogrammiert ist, da Akku nie voll . Sie betrügt die Kunden mit Ökoanschein, aber in Wirklichkeit wird

    die paar Liter Einspaarung im Jahr mit teueren häufigen Wechsel der gestorbenen Akkus teuer erkauft. Handel und Industrie

    sowie der "Regierung" freuts , Umsatz ,Wirtschaft !!!! Alles auf kosten der Umwelt, die doch so hoch da stehe soll !

    Nicht der Berg runter machen die 15 V sonder dein Fuß vom Gaspedal lässt dies in dem Moment und NUR dann zu ! Lach,

    Dein DC Wandler mit 2A Begrenzung nehm ich an denn wenn er nur 2 A ab kann (Der Akku bestimmt den Strom, viele

    denken immer noch der Strom also Ladestrom bestimmt das Ladegerät,Netzteil o.ä. !!!) würde er schnell heiß werden.

    Allerdings nicht mit 12,6 V Ladespannung, damit passiert nämlich fast nichts bzw. viel zu wenig fürn Akku.


    LG schön Sonntag P.

  • Hallo Tom

    Danke für Deine wie immer ausführliche Abhandlung. Ich werde beim nächsten normalen Laden 14,5V mal

    auch den Akku abhören, ob er da auch dieses "Prickeln " nicht Blubbern macht. Gestern Abend hatte ich ja

    das Laden abgeklemmt nach 1h 13,05 V Ruhespannung und heute ebend immer noch 12,95 V , das war

    sonst nach einer Nacht weniger so bei 12,85 V.

    Aber ich habe verstanden, das ein hoher end Ruhestrom nicht "Alles" ist !!!


    Leider hast Du aber meine Frage zum Schluss nicht angesprochen, ob diese "Hochspannungsladung" evtl.

    doch was für schon sulfatierte Kandidaten ist ? Also ältere Akkus ?


    LG. Pauli

  • Ich habe unter anderem aus 4 Stück kostengünstigen 40136 LiFePo4 Zellen eine 12,8V 20Ah Powerbank angefertigt, womit man beispielsweise auch ein SKYRC S100neo Modellbauladegerät längere Zeit versorgen kann.



    Dieser LFP Energiespeicher wiegt inkl. Kabeln, BMS und Gehäuse unter 2Kg. und 250 Wattstunden als mobile Powerbank sind gar nicht so wenig!


    Braucht das dann ein BMS, oder geht es auch ohne?

  • Für kleinere 4 zellige LiFePo4 Akkus, kann man auch sehr kostengünstige BMS mit integrierten passiven Balancer nützen.


    https://www.ebay.at/itm/333997775867


    Deren Balancerströme arbeiten zwar mit ca. 60 mA sehr moderat, aber trotzdem noch besser als ohne Balancer. Wem das nicht reicht, der kann zusätzlich für kleines Geld einen kompakten aktiven Balancer dazuschalten.


    https://www.ebay.at/itm/395376231727


    Ohne BMS wäre keinesfalls empfehlenswert, weil sowohl vor dem Ladeschluß und auch Entladeschluß garantiert mindestens eine Zelle von der Spannungslage abhaut und folglich beschädigt oder zerstört würde!

  • Hallo Ewald


    Bezüglich deinen akkubetriebenen SKYRC Modellbau Lader, das habe ich auch schon durch:


    der hatte (meiner) nur max 5 A da er nur 60W hat und viel schlimmer er gab im Blei Akku Modus

    max 13,5V keine 14,4 geschweige 14,8 V (AGM) raus !

    Damit läd der 12 V Starter Akku ein bischen aber keinesfalls was der Akku wirklich bräuchte.


    Da her mein 36 V Bosch LI Akku 560 Watt wird im EINSTELLBAREN DC-DC Wandler Step Down 15A

    von 36V ,auf mein Starter Akku VW Moll EFB 74Ah 12V , auf Ladestrombegrenzung rund 10A

    und Ladespannungsendwert 14,5V eingestellt. Das ganze für 24h dran gelassen, das wars

    ohne 230V Steckdose !

    Das ganze zu Anfang überwacht mit Stromzange/ Multimeter. Ladestrom 10A läuft c.a. (beim Nachladen)

    1-2 h , dann fällt der Strom kontinuierlich ab im Amperbereich für c.a. 5h , dann im mA Bereich 200mA

    bis 100mA , dann lass ich was die Automatiklader nicht können, die schalten sofort beim Erreichen der

    Ladeentspannung meist 14,4 V sofort ab bzw. au 13,5 V um , den Akku den Rest der Zeit/Nacht an den

    14,5 V dran . Da erfolgt noch keine Gasung/Wärme o.ä.

    Der Akku hat dann bessere stabilere länger anhaltende Ruhespannung.

    Die leider nicht ewig hält, das der T6.1 Camper (selbst aus Transporter umgebaut) ein Ruheverluststrom von

    c.a. 15mA hat und dadurch täglich c.a. 30mV verliert. Einzig beste Mittel da gegen, Akku im Saisonpause/Winter

    nach Aufladung ABKLEMMEN.


    VG Pauli

  • Hallo Pauli,


    SKYRC vermarktet zahlreiche Modellbaulader in unterschiedlichen Leistungsklassen, wobei ich dem klassischen original IMAX B6 sogar früher die billigen China Fälschungen zu Einstandspreisen zwischen 10 bis max. 20 Euro bevorzugte. Bei Lithium Ionen oder Lipo gibt es in meinem Haus nur einzellige Exemplare mit max. 10 Wattstunden Kapazität, denn mir ist vor langer Zeit ein dreizelliger Lipo von einem Laptop hochgegangen. Den konnte ich zwar noch rechtzeitig aus dem Fenster katapultieren, der machte aber auch im Garten eine üble Sauerei. Deshalb sind für mich nur eigensichere LiFePo4 Energiespeicher vertrauenswürdig, LTO`s wären von der möglichen Langzeit Haltbarkeit eine feine Sache aber bisher noch immer unbezahlbar!


    Weil meine Hauptanwendungen noch überwiegend einspurige Kraftfahrzeuge mit kleineren Blei und NiCd Akkus sind, brauche ich keine höheren Ladeströme. Altgediente Motorrad Batterien kann man mit höheren Ladeströmen ohnehin niemals volladen, weil dann der Lader schon nach kleinen eingeladenen Energiemengen automatisch abschaltet. Lädt man allerdings eine 12 Vol 7 Ah AGM Batterie langsam mit 100mA bei 14,7 Volt Ladeschlußspannung, kann diese auch wie erwartet ausreichend Ladung aufnehmen.


    Ein großer Fehlgriff von SkyRC war der IMAX B6 Nachfolger E-680 mit irrsinnig vielen Softwarefehlern, das einzige was dort einigermaßen funktioniert sind Lithium Ionen Akkus und der integrierte Balancer. Beiakkus und Ni-xx kann man damit komplett vergessen. Der Nachfolger S100neo für bezahlbare 50 Euro, welcher auch mit dem Charger-Master kommuniziert hatte deutlich weniger Softwarefehler und in den letzte 3 Updates wurden auch mehrere ursprüngliche Fehler korrigiert. Man kann mit dem integrierten Netzteil bis zu 100 Watt laden, was in den meisten Fällen auch ausreichend ist. Mit externer Versorgung und max. 30 Volt Eingangsspannung sind bis zu 200 Watt und max. 12 Ampere Ladestrom möglich, folglich ist auch der durchschnittliche Marktpreis von 50 Euro gerechtfertigt. Was aber im Bleiakku Lademodus auch sehr schlecht gelöst wurde ist die Tatsache, dass er bei aktuell eingestellen Ladestrom bei erreichen der Ladeschlußspannung schlagartig abschaltet. Man muss anschließend nochmal mit einen kleinen sehr Ladestrom nachstarten und dann lädt er wirklich wie erwünscht weiter bis kaum noch nennenswerter Ladestrom fließt, im LiFepo4 Lademode funktioniert das deutlich besser aber auch nicht ganz zufriedenstellend, siehe folgendes Beispiele:




    Das funktioniert bei uralten IMAX B6 Fälschungen deutlich besser, weil diese den Ladestrom kontinuierlich verringern und erst bei unterschreiten von 0,2 Ampere den Ladestrom unterbrechen. Für diverse Motorradfahrer (welche auch bei Elektrotechnik etwas mitdenken) sind Einstandspreise Preise zwischen 20 bis 50 Euro gerade noch akzepabel und sie können damit auch alle üblichen Energiespeicher, Laden, Entladen und deren mögliche Speicherkapazität messen. Andere (für welche zwei Kabel schon eines zu viel ist) kaufen irgend ein möglicht billiges CTEC (Bleiakku Ladegerät für Dummies) wo sie das Hin erst gar nicht einschalten müssen!


    Meine Fahrzeuge betreibe ich überwiegend mit Altbatterien und permanet angesteckten Erhaltungslader, (das sind umgerüstete energiesparende Einpuls Sperrwandler mit max. 13,4 Ausgangsspannung). Die derzeit älteste 12V 70Ah Billig-Starterbatterie welche ich im April 2007 neu kaufte arbeitet noch immer einwandfrei im alten AUDI 80 TDI von meiner Frau, dieses Fahrzeug mit Wechselkennzeichen wird pro Jahr max. 2000 Kilometer bewegt und steht meistens zwischen Dezember bis März (Streusalzmonate) unbenützt in der Garage.

  • Ja braucht es, denn LiIon Akkus müssen

    gegen Tiefenentladung streng geschützt werden, da sie sonst schnell den Heldentot sterben ;)


    Ist das alles? Da mein Unterwegs-Lagegerät ohnehin bei Eingangsspannung 12,0V und darunter aussteigt, wäre zumindest diese Gefahr in meinem Fall praktisch ausgeschlossen. Ich hätte aber gedacht, dass das BMS vor allem beim Laden und nicht beim Entladen seine Wirkung entfaltet. Ist dem nicht so?

  • Beim laden kann man mehrzellige LiFePo (ohne BMS) am schnellsten zerstören, wenn die Zelle mit den höchsten Ladezustand unerwartet mit der Spannung nach oben abhaut und weiterhin Ladeströme fließen. Ähnlich funktioniert auch der Tiefentladeschutz, weil dann die anderen Powermosfet im Minuspfad öffen und nur noch laden aber kein entladen mehr möglich ist.



    Ohne Balancer ist das ganze eher unkritisch, solange die einzelnen Zellen baugleich und gut ausgeglichen sind. Kleinere LIfePo4 Akkupacks verzichten häufig auf integrierte Balancer, weil dann unter anderem auch die Selbstentladung bei längerer Lagerung niedriger ausfällt. Dazu gibt es auch ein informatives Video von Eremit, wo überwiegend sehr kleine LiFePo4 Akkupacks vermarktet werden.



    Fazit: Ohne Balancer kann man in vielen Fällen problemlos arbeiten, weil bei möglichen größeren Spannungsunterschieden das BMS (sowohl bei zu hohen oder zu niedrigen Zellenspannungen) automatisch abschaltet, ohne BMS sollte man mehrere in Reihe geschaltete LFP Zellen nicht betreiben!

  • Hey Leute,


    wollte vor ein paar Tagen mal wieder die Batterie richtig voll laden und habe dabei etwas beobachtet, was ich so bisher nicht kannte. Normalerweise hänge ich das Ladegerät ("dummes" Einhell, auf ~14V eingestellt) zumindest über Nacht an und am nächsten Tag ist dann der Strom soweit abgesunken, dass die Stromanzeige des Geräts nicht mehr ausschlägt und ich mittels Zange nachmesse. Diesmal stand es allerdings (nach etwa 16h) bei 2A und lud munter weiter.
    Habe hier schon gelesen, dass dies entweder ein Zeichen für einen Defekt oder auch eine noch nicht vollgeladene Batterie sein kann.
    Um einen Defekt des Ladegerätes auszuschließen hing ich gestern ein kleines Labornetzteil, auf 14,4V eingestellt, ran und beobachtete dasselbe. Auch nach einigen Stunden viel der Ladestrom (~14,4V waren an den Klemmstellen im Motorraum bereits erreicht) nicht unter 2A. Ich beendete den Ladevorgang und ließ das Auto über Nacht, etwa 12h, unangetastet, die Spannung beträgt jetzt 13V?!

    Kann mir jemand Entwarnung geben bzw erklären, was genau passiert (ist)? :D


    LG

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