Beiträge von Gerry

    Hallo Tom!

    Ich habe auch schon gehört, dass eine Ladung mit geringem Strom auch bei Minustemperaturen möglich sein soll.

    Was aber ist noch ein geringer Strom?

    Wenn ich die Ladekurve von meinem Victron auslesen beginnt die Ladung morgens je nach Wetterlage mit ganz unterschiedlichen Strömen.

    Das sieht man auch auf dem Screnschott.

    An trüben Tagen sind es gerade mal 30 Watt. Das ginge wohl noch.

    Wenn die Sonne scheint können das aber auch gut mal 100 Watt sein. Das erscheint mir deutlich zu viel zur schonenden Ladung bei Frost.

    Eine Parallelschaltung schadet weder dem Blei- noch dem LiFePo-Akku. Das ist klar. Aber grau ist alle Theorie. Ein betriebsbereites Wohnmobil ist kein Bleiakku der am Labornetzteil hängt. Sowohl im Wohnbereich, als auch am Basisfahrzeug gibt es Verbraucher die ständig geringe Ströme ziehen. Die einzelnen Ströme hören sich immer niedrig an, summieren sich aber dann doch. Im Wohnbereich sind es die Trumaheizung, der Kühlschrank, der Wechselrichter und die Bedieneinheit mit Elektrozentrale die auch ausgeschaltet immer etwas Strom ziehen. Am Basisfahrzeug ist es der Bodycontroller und in meinem Fall noch eine Ultraschallmarderscheuche, die aber wenig verbraucht, auf die ich aber auch im Winter nicht verzichten will. Dazu kommt die Selbstentladung der Batterien.

    Ich hab gerade mal über die App des Solarladereglers die eingeladene Energie in den letzten Tagen ausgelesen. 80-90 Wattstunden am Tag. Also 6-7Ah.

    Ohne Nachladung mit Solar wird die Parallelschaltung der LiFePo die Entladung nur verzögern. Fraglich ob man eine leere LiFePo wirklich will. Es muss also über Solar nachgeladen werden. So lange die LiFePo im Spiel ist muss aber auch die Ladung bei unzulässig niedrigen Temperaturen verhindert werden.

    Ich würde deshalb an Rolands Stelle die LiFePo über Winter abklemmen. Dazu reicht es die Hauptsicherung an der Batterie zu ziehen. Eventuell kann man sie dann noch auf 70% kontrolliert entladen, so mache ich es zumindest. Mit dem Solarpaneel kann er dann die Starterbatterie bei Laune halten. Ein Laderegler ist allerdings auch hier angeraten. Die Starterbatterie sollte nicht dauernd über 13,7V geladen werden. Die Gasungsspannung liegt zwar höher, über 13,7V beginnt jedoch die Zersetzung der Platten durch Gitterrost.

    Parallel schalten ist keine gute Idee, weil das Spannungsniveau der LiFePo etwas höher ist und man auf jeden Fall die versehentliche Entladung der Starterbatterie vermeiden sollte.

    Es gibt aber preiswerte Standby-Lader mit denen eine Erhaltungsladung der Starterbatterie möglich ist.

    Wer etwas bastelafin ist nimmt eine Schottkydiode die den Rückstrom von der Starterbatterie in die Aufbaubatterie verhindert und schaltet zur Strombegrenzung eine 21W-Birne in Reihe. Das funktioniert bei mir seit einigen Jahren perfekt.

    Hallo Kirk,

    so einfach ist es leider nicht. Du verwendest vermutlich Spektrumakkus und ein Spektrumladegerät.

    Spektrumakkus sind smart, das heißt es ist in jedem Akku ein kleiner Microprozessor eingebaut.

    Der überwacht die einzelnen Zellen und sendet die Information an das Ladegerät oder an den Regler, je nachdem wo der Akku gerade angeschlossen ist.

    Diese Information wird über die dritte dünne Ader gesendet.

    Das gibt es so nur in der Spektrumwelt. Deshalb sind die Akkus auch relativ teuer.

    Alle anderen mir bekannten Ladegeräte erwarten einen Balanceranschluss zur Überwachung der Einzelspannung der Zellen während des Ladevorgangs.

    D.h. die Akkus haben kein eingebautes BMS, das BMS sitzt im Ladegerät. Die Anzahl der Adern am BMS-Stecker hängt von der Zellenzahl des Akkus ab.

    Pro Zelle ist eine Ader notwendig, zusätzlich eine Masseleitung. D.h. ein 2-zelliger Akku hat ein 3-adriges Balancerkabel, ein 4-zelliger Akku ein 5-adriges.


    Du kannst zwar einen Fremdakku kaufen und mit einem EC5-Stecker versehen, Polung beachten, aber die Samrtfunktion ist nicht mehr gegeben.

    D.h. du brauchst dann zwingend das zusätzliche Balancerkabel. Anschluss mit nur einer zusätzlichen Ader ist nicht möglich.

    Grüße Gerry

    Er schreibt aber:


    Auch habe ich festgestellt, dass die Ladung nun deutlich schneller geht. Früher hat es mit dem Ladebooster mit max. 20 A schon ca. 5 - 6 Std. gedauert, bis der Akku wieder voll war. Nun zeigt er nach nicht einmal 2 Std. bereits wieder einen 100% soc.

    Das war keine Vermutung sondern seine Aussage. Es wird also doch geladen. Ansonsten stimmt die Anzeige 100% soc nicht.

    Um das zu verifizieren sollte er nach Ladeende die Zellspannungen überprüfen. Alles andere, auch dass gar nicht geladen wird, sind Vermutungen.

    Wenn der leere Akku, nach den Einzelspannungen auf dem Screenshot war er völlig entladen, bei einer Ladung mit 20A nach weniger als 2 Stunden voll ist, dann sind die Zellen hinüber. Es wäre dann nicht mal ein Drittel der Nennkapazität eingeladen. Nach 3 Jahren wäre das allerdings untypisch.

    Ich würde mal die Einzelspannung der Zellen nach Ladeende checken.

    So handhabe ich das auch. Es ist mir einfach zu umständlich die Akkus immer erst direkt vor der Verwendung zu laden.

    Auf Lagerspannung bringe ich sie erst vor der Winterpause wenn sie monatelang nicht verwendet werden.

    Wichtiger ist die Lipos nicht zu tief zu entladen, das nehmen sie sofort übel.

    Typische Anzeichen sind aufgeblähte Zellen, höherer Innenwiderstand und nachlassende Kapazität.

    Wenn man das beherzigt halten die Lipos in der Regel auch 5 Jahre durch.

    Ein Denkfehler. Du musst das andersrum denken.

    Das "zündungsplusgesteuerte Schaltgerät" soll ohne Ansteuerung seitens Zündungsplus eine direkte Verbindung zwischen Aufbaubatterie und Starterbatterie herstellen, welche es bei Einschalten der Zündung sofort wieder unterbrechen soll. Hierfür hatte ich ein Relais empfohlen, weil es keinen Spannungsabfall erzeugt, einfach zu installieren ist und nur wenig kostet. So war mein Gedankengang und das würde natürlich auch funktionieren.


    Jedenfalls wenn man einen verwendet. 8o


    Grüße, Tom

    Aufbau- und Starterbatterie sind im Stand bei allen Wohnmobilen aus gutem Grund getrennt.

    Die Startfähigkeit des Fahrzeugs soll erhalten bleiben.

    Dein zündungsgesteuertes Schaltgerät kann aber nicht erkennen ob sich das Fahrzeug in Winterruhe befindet oder ob gerade im normalen Betrieb diverse Verbraucher die Aufbau- und damit dann leider auch die Starterbatterie leernuckeln.

    Wenn man das Fahrzeug länger in einer stromlosen Tiefgarage parkt dann wäre die LiFePo ein Lösungsansatz.

    Um die nicht mehr ganz taufrische AGM in meinem PKW bei Laune zu halten lade ich über den Zigarettenanzünder. Um die Spannung bei 13,2 Volt zu halten benötige ich knapp 200mA Ladestrom. Anfangs mehr weil es sich um ein Fahrzeug mit intelligenter Lichtmaschine handelt, d.h. die Batterie ist bei Fahrtende nicht voll geladen.

    Eine 20Ah LiFePo wäre also spätestens nach 4 Tagen leer.

    Parkt man auf der Straße dann ist das Mittel der Wahl ein flexibles Solarpaneel mit Saugnäpfen das man an der Südseite an einer Scheibe befestigt. Die Dinger kosten nicht die Welt und man braucht sich nicht um die Nachladung einer LiFePo kümmern.

    Alle modernen Fahrzeuge haben auch in Ruhe eine bestimmte Stromaufnahme. Geht man dann noch ab und zu in das Fahrzeug ohne auch zu fahren, dann wacht bei Betätigung der Zentralverriegelung einiges an Stromverbrauchern auf.

    Die Ursche für die nach längerer Standzeit leere Batterie lässt sich deshalb leider nicht beseitigen.

    Standby Charger gibt es im Campingbedarf auch fertig zu kaufen. Außer einem Kaltleiter und einer Diode ist für 30 Eiro aber nichts in dem Wunderkästchen enthalten.

    Ein zündungsplusgesteuertes Schaltgerät bringt während der Winterstandzeit des Wohnmobils nichts. Damit wird lediglich der Ladebooster für die Aufbaubatterie aktiviert.

    Eine vollwertige Ladung findet mit der Dioden-Birnenkombination natürlich nicht statt.

    Aber die schädliche Entladung der Starterbatterie wird wirksam verhindert.

    Nein kein Denkfehler, das funktioniert.

    Ich habe statt dem Hochlastwiderstand eine 21 Watt-Birne verwendet und eine Schottkydiode vorgeschaltet.

    Der kurze Stromanstieg bei Einbruch der Spannung der Starterbatterie entfällt dadurch.

    Auch sonst kann es keinen unzulässig hohen Strom geben, er wird durch die Glühbirne wirksam begrenzt.

    Außerdem hat eine Glühbirne ähnliche Eigenschaften wie ein Kaltleiter.

    Bei nkon.nl wäre ich vorsichtig. Da wird viel refurbishder und sonstiger Schrott vertickt.

    Ich würde mal eher ergründen warum dein Akku plötzlich ein Problem hat.

    Manchmal liegt es nur an einer gebrochenen Punktschweißung. Das ist halt alles Billigkram der schnell zusammgedengelt wird.

    Nu mal so als grundsätzliche Überlegung

    Wenn du statt LithiumIonen LiFePo also Lithiumeisenphosphat nehmen würdest wäre die Teilung in 4 Blöcke kein Problem.

    Ob die Teilung in Blöcke Sinn macht ist eine andere Frage. Wenn der Akku im Mofa geladen werden kann würde ich ihn nicht teilen.

    Wenn du das Budget niedrig halten willst besorg dir einen defekten 48V Ebike-Akku und verwende das BMS. Auch das zugehörige Ladegerät wäre verwendbar.

    Die Ladung dauert nur etwas länger.

    Genau du musst den Wert für die maximale Ladezeit in den allgemeinen Einstellungen korrigieren oder den Ladevorgang nochmals starten.

    Bei der Einstellung Pb ist die Ladeschlussspannung 14.7 Volt.

    Dürfte aber nicht so schlimm sein da das BMS des Akkus dann irgendwann den Ladevorgang beendet.

    Alternativ kannst du die Einstellung LiFePo mit 4 Zellen nehmen und ohne den Balanceranschluss laden. Dann lädt das Gerät bis 14,4 Volt.

    Das Einstellungsmenü ist leider etwas unübersichtlich bei dem Lader.

    Hallo Tom!

    Die Ladeschlussspannung lässt sich bei diesem Gerät nicht einstellen. Sie ist fix bei 2,45V pro Zelle.

    Eingestellt werden kann bzw. muss nur die Anzahl der Zellen. Hier also 6 Zellen.

    Es müsste aber trotzdem funktionieren.

    Das BMS des Akkus wird wohl den Ladestrom ausschalten wenn die Zellen voll sind.


    Grüße Gerry