Beiträge von Max_22

    Ok, also habe ich zusammengefasst, so wie ich das sehe, folgende Optionen:


    - Neue Batterie, mit der Gefahr, dass die auch wieder nur ca. ein Jahr hält


    - Anderen Regler mit höherer Spannung verbauen und Batterie möglichst häufig nachladen


    - Zweite Batterie mit anderer Technologie nur für den Betrieb der Standheizung verbauen


    Was ist denn von dieser Wohnmobilbatterie zu halten? Ist das nur Marketing oder könnte das auch noch eine Möglichkeit sein?


    Viele Grüße


    Max

    Hallo zusammen und frohe Weihnachten!


    Erstmal zur Beantwortung der aufgekommenen Fragen: Die Batterie befindet sich im „Wasserkasten“, also unterhalb der Scheibenwischer. Zum Motor hin gibt es noch ein Trennblech. Den Ruhestrom habe ich auch gemessen, dieser liegt bei 62mA. Also deutlich mehr als die hier genannten 20 – 30mA. Ich habe aber noch nicht getestet, ob es einen einzelnen Verursacher gibt, der dafür verantwortlich ist. Allerdings ist das Fahrzeug trotz des Alters relativ umfangreich ausgestattet (Standheizung, Freisprecheinrichtung, Funkempfänger…), weshalb ich mir derzeit noch nicht ganz sicher bin, ob die 62mA nicht vielleicht doch „normal“ sind.


    Deine Batterie ist eine STARTER-Batterie (!), keine Heizungsbatterie, keine Radiohörenbatterie bei der Arbeit, usw! Also bitte nicht mißbrauchen.



    Ja… da stellt sich dann die Frage, wo Missbrauch anfängt und normaler Gebrauch aufhört. Das ist jetzt natürlich meine persönliche Meinung, aber der Hersteller hat das Auto ja so gebaut und verkauft. Wenn ich dann trotz nur gelegentlicher Nutzung der Standheizung und Mittel- bis Langstrecke jedes Jahr eine neue Batterie brauche, ist das für mich eher eine Fehlkonstruktion als Missbrauch.


    Aber es scheint ja auch nicht unbedingt die Regel zu sein, da die bisherigen Batterien ja wie gesagt deutlich länger gehalten haben. Das waren allerdings auch keine AGM. Die AGM Batterie habe ich nur deshalb genommen, da sie vom Händler aufgrund der Standheizung empfohlen wurde. Ich habe mich vorher mit den verschiedenen Batterietypen ehrlich gesagt nicht wirklich auseinander gesetzt. Sollte es andere / bzw. bessere Alternativen geben, bin ich auch dafür offen. Die Varta Batterie aus dem Wohnmobil zum Beispiel ist zwar auch AGM, nennt sich aber „Professional Dual Purpose“ und soll zumindest angeblich Starter- als auch Versorgungsbatterie sein. Anscheinend hat sie das ja nicht sooo schlecht gemacht, da sie fast 8 Jahre alt ist und immer noch funktioniert. Ich werde sie morgen auf die gleiche Weise testen wie die andere Batterie und die Ergebnisse mitteilen. Wäre so eine Batterie gegebenenfalls zu empfehlen? Wo liegen die Unterschiede zu einer normalen AGM – Starterbatterie?


    Viele Grüße


    Max

    Hallo zusammen!


    Vielen Dank für eure Antworten! Ich werde den Ruhestrom des Fahrzeugs mal überprüfen. Wenn die gemessenen Werte für eine ein Jahr alte Batterie im Rahmen des Üblichen liegen, frage ich mich, gibt es bei den Batterien so große Qualitätsunterschiede, dass einige andere Batterien deutlich länger halten? Die zuvor verbaute Batterie war keine AGM und hat auf jeden Fall bei gleicher Nutzung mehrere Jahre gehalten. Wie lange genau und welche Batterie es war, kann ich leider nicht mehr sagen.


    Bezüglich des Ladereglers habe ich Bosch mal angeschrieben. Verbaut ist ein BR MFR 14V 1 986 AEO 113. Leider habe ich bis jetzt auf die Schnelle da nichts mit höherer Spannung gefunden. Überhaupt sind die technischen Angaben bei den Reglern sehr spärlich. Aber ich warte mal die Antwort von Bosch ab.


    Ein regelbares Netzteil wäre Vorhanden für so einen „Wiederbelebungsversuch“. Was mich aber noch mal interessieren würde – wie bestimmt man die noch vorhandene Kapazität korrekt? Also bis zu welcher Spannung soll die Batterie entladen werden?


    Ich habe nun vorübergehend eine gebrauchte Varta aus einem Wohnmobil verbaut, diese ist fast 8 Jahre alt und scheint vom Gefühl her auf jeden Fall nicht schlechter als meine ein Jahr alte Batterie zu sein. Eher sogar besser. Mit dieser werde ich meinen Test auch noch mal durchführen!


    Viele Grüße


    Max

    Hallo zusammen, ich bin auf der Suche nach einer Möglichkeit meine vor gut einem Jahr gekaufte Autobatterie zu überprüfen auf dieses Forum gestoßen. Ich habe bereits viel gelesen und gelernt, würde mich aber trotzdem über eine Einschätzung von euch Experten freuen.


    Zunächst zum Fahrzeug, es ist 22 Jahre alt und hat dementsprechend kein BMS und auch kein Start – Stop. Allerdings eine Standheizung, weshalb die Entscheidung für eine AGM Batterie getroffen wurde.


    Das Fahrprofil liegt bei 30km Weg zur Arbeit (eine Strecke) und gelegentlich Strecken von ca. 100km. Kürzere Strecken nur sehr selten. Die Standheizung hat, seit die Batterie eingebaut ist, vielleicht 10 bis maximal 15 mal gelaufen für eine Zeit von je 15 – 30 Minuten.


    Das Auto sprang bisher immer problemlos an, die Batterie wurde nie tiefentladen, bei kalten Temperaturen hatte ich aber gelegentlich den Eindruck, dass sich der Anlasser schon etwas quält. Vor einigen Wochen hat sich die Standheizung nach kurzer Laufzeit mit Unterspannungs-Fehlermeldung abgeschaltet.


    Ich habe die Spannung der Lichtmaschine überprüft, diese liegt bei 14,4V. Dann die Batterie ausgebaut und mit einem CTEK Ladegerät im AGM und RECOND – Modus geladen.


    Direkt nach dem Laden lag die Spannung der Batterie bei über 13V. Dann die Batterie für 24h stehen gelassen und erneut gemessen. Die Spannung ist auf 12,71V gefallen. Ist das noch im Rahmen? Mir kommt das etwas wenig vor.


    Um dann einen Eindruck über die noch vorhandene Kapazität zu bekommen, habe ich die Batterie mit zwei Lampen a 60W, also 120W gesamt belastet und die Spannung überwacht. Direkt nach dem anschließen der Last ist die Spannung auf 12,31V gefallen und ist die ersten 10 Minuten auch in diesem Bereich geblieben. Danach ist die Spannung kontinuierlich weiter gesunken, bis sie nach 2 Stunden 11,97V erreicht hat. Da habe ich den Test beendet. Nach dem Abklemmen der Last ist die Spannung direkt auf 12,15V gestiegen und hat sich in den nächsten Stunden noch auf 12,26V erholt.


    Der Test wurde bei Raumtemperatur durchgeführt. Die Batterie ist eine HIPOWER AGM und mit 12V, 100Ah und 1000A angegeben. Sie wird mit 24 Monaten Garantie, als absolut wartungsfrei und zyklenfest beworben.


    Mir fällt es leider schwer, meine Testergebnisse einzuordnen. Rechnerisch komme ich bei meinem Test gerade mal auf 20Ah. Aber mir ist auch nicht klar, wie die Angabe 100Ah auf der Batterie zu verstehen ist, bzw. bis zu welcher Spannung ich die Batterie entladen müsste, um auf 100Ah zu kommen.


    Ich hoffe, Ihr könnt mir bei der Einschätzung etwas helfen. Ich kann gerne auch noch weitere Tests durchführen, sofern es mir möglich ist. Hauptsächlich stellt sich mir die Frage, ob ich die Batterie reklamieren sollte oder ob der Zustand für eine ein Jahr alte Batterie normal sein kann.


    Schon mal vielen Dank fürs Lesen!


    Gruß


    Max