So einfach ist das gar nicht abzuhandeln, die kleine Ladespule für Brix&Stratton wird auch kaum über 10 Watt Spitzenleistung erzeugen? Die Hauptschuld für derartige Fehlkonstruktionen tragen in erster Linie unerfahrene Designer, welche oft viel zu wenig Ahnung von der Praxis haben. Mein direkt angrenzender Nachbar besitzt seit ungefähr 4 Jahren einen kleinen Schneepflug mit Zweitaktmotor und 12 Volt 35 Watt Arbeitsscheinwerfer, welcher mit Wechselstrom vom Magnetzündergenerator versorgt wird. Aus meiner Meinung nicht nachvollziehbaren Gründen ist dieser kleinvolumige Zweitakter zusätzlich mit einem Elektrostarter und handelsüblichen 12 Volt 4 Ah AGM Rollerakku bestückt.
Mein Nachbar präsentierte mir damals mit großen Stolz seine Neuanschaffung und ich meinte ironisch "warten wir mal bis zum nächsten Winter"! Tatsächlich war auch ein Jahr später der kleine Akku tiefentladen und irreparabel sulfatiert, was aber dank zusätzlichen Seilzug-Starter kein wirklich schwerwiegendes Problem war. Weil aber an dieser Maschine auch ein Billigsdorfer AC/DC Spannungs/Laderegler "Made in China" montiert ist, flackerte in diesem Zusammenhang auch der Arbeitsscheinwerfer sehr nervös. Viele derartige Kompakregler benötigen eine kleine asymetrische Belastung der negativen Halbwellen (vom DC Laderegler zum Akku), damit auch der AC Regler (welcher bei Überspannung die negativen Halbwellen kurzschließt überhaupt erst sauber regeln kann.

Diesen Winter kaufte er schon den zweiten neuen Akku und vor zwei Monaten legte ein Kabel von meiner Erhaltungsladestation zu seinem Geräteschuppen, neben meiner Kellermauer.

Mit einer verpolungssicheren Steckverbindung ist auch keine zusätzliche Arbeit erforderlich, und die wenigen Milliampere Erhaltungsladestrom verursachen keine nennenswerten Energiekosten. Ein HAWKER 0819-7178SE 12 V 2.5 Ah 0512 Rundzellen Akku ist auch niederohmiger wie klassische Starterbatterien, wenn aber der langsamlaufende Viertaktmotor einen schwachen Ladegenerator antreibt, wird nicht viel Ladestrom herauskommen. Das ist nach meinen Erfahrungen ungefähr vergleichbar mit dieser Configuration, wo ich einen eher schlecht geladenen 12 Volt 7Ah Bleiakku am Ladeausgang angeschlossen habe.

Der 12 Volt 7Ah Bleiakku würde bei den moderaten Ladeströmen anhand dieses Beispiels schon einige Zeit brauchen, bis er allmählich auf 14 Volt hochklettert. Umrüsten auf Brückengleichrichtung ist in vielen ähnlichen Fällen gar nicht möglich, weil der Wicklungsanfang von kombinierten Licht/Lade-Generatorwicklungen direkt mit Masse verbunden ist. Deshalb den kleinen Hawker Akku mal fachgerecht aufladen und falls er schon an erhöhter Selbstentladung leidet, dann eben einen energiesparenden Erhaltungslader parallelschalten. Andere und vor allem auch wirtschaftliche Lösungen, kann ich mir bei derartigen Problemen gar nicht vorstellen. An Schönwetterfahrzeugen welche man eher selten bewegt gibt es auch kaum andere geignete Alternativen, wenn man jederzeit damit ausfahren will, ohne vorher noch herumzuschrauben.









