Beiträge von Ewald

    Vermutlich geht Deine Starterbatterie thermisch durch und erwärmt sich mit 2 Ampere Ladestrom auch ganz erheblich?


    Ich hatte so etwas erst letztes Jahr beim Roller meines Nachbarn festgestellt, in Echtzeit sieht dieser unerwünschte Effekt so ähnlich aus!



    So etwas funktioniert dann als "Kurzstecken Batterie" und bei kühlen Umgebungstemperaturen, bei Sommerhitze und längeren Fahrten aber nicht der große Hit!:evil:

    Erfahrungsgemäß erhält man sehr selten mangelhafte Bleiakkus als Neuware, außer sie lagerten schon 2 Jahre (ohne nachladen) beim Händler und haben dann beim Kauf bestenfalls noch 12,3 Volt Leerlaufspannung.


    In meiner Garage steht unter anderem ein AUDI 80 B4 TDI von 1994, welchen meine Frau maximal 2000 Kilometer pro Jahr bewegt. Deshalb habe ich auch bei letzten Tausch der "Billig Starterbatterie" im Frühjahr 2007 ein energiesparendes Netzladegerät mit 13,4 Volt Ausgangsspannung dauerhaft parallelgeschaltet. Diese mittlerweile übere 18 Jahre alte Starterbatterie startet den guten alten TDI noch immer einwandfrei und der Audi hat in den vielen Jahren nur ungefähr 30000 Kilometer zurückgelegt!


    Auch meine Motorräder werden selten bewegt und deshalb auch alle mit max. 13,4 Volt Erhaltungsladespannung versorgt, dort hatte ich in den vergangenen 20 Jahren keine einzige AGM Starterbatterie welche nicht mindestens 10 Jahre hielt!

    Am SkyRC S100neo befindet sich eine XT 60 Steckverbindung zum laden oder entladen, wenn Du willst kannst Du auch beliebige Zwischenadapter anfertigen wie beispielsweise XT60 auf Deans Stecker und am Ende noch Kroko Klemmen oder etwas anderes.



    Weil aber XT 60 Steckverbindungen nicht teuer sind, kann man die benötigten Komplett-Adapter auch individuell für den benötigten Batterietyp anfertigen. Balancerkabel für mehrzellige in Reihe geschaltete Lixx Akkus, sind häufig mit passenden Normsteckern extra ausgeführt.



    Bei Deinem ein oder mehrzelligen 3,7 Volt Energiespeicher gibt es nichts zum balancieren, auch wenn 10 Zellen parallelgeschaltet wären gilt das elektrisch immer als Einzelzelle mit beispielsweise 3,7 Volt Nennspannung!

    Den 60er habe ich auch schon lange hinter mir.


    Es geht in erster Linie darum, dass man als Anfänger die Unterschiede von einzelligen oder mehrzelligen Parallel oder auch in Reihe geschalteten mehrzelligen Lixx Akkus unterscheiden und auch eindeutig zuornen kann. Aufmerksames lesen folgender Beiträge, kann in diesem Zusammenhang sehr lehrreich sein.


    https://www.mikrocontroller.net/topic/18656


    Wenn man mit erweitertem integrierten BMS (welches über ein drittes Kabel zusätzliche serielle Datenkommunikation erfordert) nichts anfangen kann und trotzdem den Zustand der einzelnen Zellen analysieren will, dann wird die klassische "Leichenöffung und zusätzliche Leitungsverlegung" zielführend sein!


    Ein einfacher NTC Temperaturfühler an 1S bzw. mehreren parallelgeschalteten Zellen als zusätzlicher Mittelanschluss, steuert stattdessen häufig nur die Zuschaltung oder thermische Notabschaltung für die Ladestromzufuhr an diversen Wandlern. Das gibt es teilweise sogar an manchen leistungsstärkeren Taschenlampen mit fest eingebautem Lipo Akku, welche über USB Kabel geladen werden. Billigsdorfer Ausführungen haben stattesen häufig nur eine Siliziumdiode und einen niederohmigen Strombegrenzugs-Widerstand in Reihe geschaltet, so begrenzen sie die zugeführte 5V USB Ladespannung auf ca. 4,3 Volt.

    Ich führte bisher in den meisten Fällen "Leichenöffnungen" durch, wenn ich unklares Innenleben analysieren wollte! Modernere Brocken haben häufig ein zusätzliches kleines Platinchen integriert, wo man manchmal auch Datenblätter zur Funktion der integrierten Bauteile findet!


    https://www.mikrocontroller.net/topic/18656


    Wenn solche zusammengeklebte Brocken mal freigelegt sind, dann kann man problemlos beliebige Leitungen zu die Einzelzellen verlegen und diese dann komfortabel mit dem Modellbaulader überprüfen.


    Auf der anderen Seite repariere ich schon lange keine Fremdgeräte mit Problemen an LiPos oder Lithium-Ionen Rohrbomben mehr, weil ich nicht für mögliche spätere kritische Folgeschäden verantwortlich sein will! Deshalb gibt es bei mir auch nur noch eigensichere LiFePo4 Energiespeicher und zahlreiche ungefährliche Klassiker wie Blei, NiFe, NiCd, oder NiMh Akkus. Vereinzelte Ausnahmen sind einzellige Lipo und Lithium Ionen Rundzellen bis max. 8Wh Speicherkapazität, welche ausschließlich an schwachen 5 Volt DC Ladestromquellen wie Standard USB geladen werden.


    Auch LiFePo4 Akkus muss man in den meisten Fällen öffnen um deren Einzelzellen richtig zu analysieren, anders kommt man selten zum erwünschten Ziel.


    Es gibt auch zahlreiche 7,4V 2S Lipo mit integrierter Schutzschaltung und Balancer, dort sind meistens nur 2 dickere Anschlußkabel zum Stecker ausfeführt.


    https://www.hrc-parts.nl/de/se…3000mah-mit-balancer.html


    Deshalb immer über das jeweilig Innenleben informieren, bevor man möglicherweise gefährliche Experimente durchführt. Zweizellige 3,7 Volt Lipos mit höherer Kapazit bestehen überwiegend aus zwei parallelgeschalteten Einzelzellen, dafür braucht man auch keinen Balancer. Weiters gibt es noch Lithium-xx Technik welche über eine eigene serielle Datenleitung mit dem Lader oder den jeweiligen Geräten kommunizieren kann. Dort wird dann meistens die Stromversorgung erst gar nicht freigegeben, bevor keine richtige Datenübertragung erfolgt!

    Das kostengünstige S100neo von SkyRC gibt es auch bei Ali nicht wesentlich günstiger, als bei vertrauenswürdigen Modellbauläden!


    https://www.d-m-t.at/ladegerae…lipo-1-6s-10a-100w-detail


    für mehrzellige Lixx Akkupacks (2S bis 6S) kannst Du den integrierten Balancer-Connector nützen, falls am jeweilgen Energiespeicher (ohne integriertem BMS wie an vielen Laptop Akkus) die nötigen Kabel ausgeführt sind!


    PS: Ich habe schon ausgediente einzellige 3,7V Lipo mit 3 Kabeln geöffnet, wobei sich das weiße als sinnvoller NTC Temperatursensor entpuppte!


    https://www.reddit.com/r/batte…a_single_cell_lipo/?tl=de

    Ich würde Dir einen kostengünstigen Modellbaulader (Preisklasse ca. 50 Euro) empfehlen, welcher unter anderem auch komfortabel bedienbar und zusätzlich in Echtzeit über ein kostenloses Monitorprogramm (wie SkyRC Charger-Master) mit USB Kommunikation am PC mitschreibt.



    12v2ah_entladen.png


    Stärkere Geräte für hohe Entladeleistungen, liegen in den meisten Fällen über 200 Euro Einstandspreis!

    In Deutschland waren früher so gut wie alle 25 und 45 Km/h Mopeds werksseitig mit Dauerabblendlicht ausgerüstet und Rücklicht bzw. Instrumentenbeleuchtung mit der 6V 15 Watt Scheinwerferlampe parallelgeschaltet, wenn dort die Hauptlast ausfällt leben die zusätzlichen kleinen Lämpchen naturgemäß nicht lange. Brennt stattdessen bei alten deutschen Kleinkrafträdern der Fernlichtfaden durch, dann ist nur das Kontrollämpchen für das Fernlicht ein armes Schwein, weil Rücklicht und Instrumentenbeleuchtung nicht von der Lichtspule mitversorgt werden.

    Der Mittelanschluß von den originalen 6V Lichtspulen war sehr ungünstig gewählt und auch das Wicklungsende (Ladewicklung) etwas zu lange übersetzt.



    Mit einem gut gewählten Mittelanschluß bei kombiniertem AC/DC Bordnetz, kann man etwas höhere Ladeströme erreichen.



    Nützt man stattdessen moderne LiFePo4 Akkus kann man auf den Mittelanschluß für das AC-Fahrlicht verzichten, denn diese Energiespeicher ziehen deutlich höhere Ladeströme als Bleiakkus bei niedriger Entladetiefe. Fließen beispielsweise an einem zarten 12V 3Ah Bleiakku nur noch homäopatische Ladeströme,



    so zieht ein kompakter 12V 2Ah LiFePo4 Energiespeicher so viel Ladestrom wie er aus den positiven Halbwellen vom Generator nur irgendwie bekommen kann.



    Bei erzwungener Resonanz in Reihenschaltung mit dem Fernlichtfaden der Scheinwerferlampe darf man keinen Spannungsbegrenzer im Stromkreis einfügen, sonst raucht die Lichtspule. Anders bei klassischer Selbstregelung nach dem Konstantstromprinzip, wenn man mit einer 6V 35 Watt Lichtspule eine 12V 60/55 Watt H4 Lampe mit Wechselstrom versorgt.



    Dann erhöht sich bei der Resonanzfrequenz die Betriebsspannung vom Fernlichfaden erheblich, was vor allem bei niedrigen Motordrehzahlen sehr nützlich ist! Dieser kostengünstige Scheinwerferumbau (beispielsweise an einer Zündapp KS 50) leuchtet bei hohen Motordrehzahlen sehr hell, kein annähernder Vergleich zu den werksseitig installierten 6V 35/35 Watt BA20d Biluxlampen.

    Hallo Tom,


    an alten Honda CB 50 und CY 50 Vietraktmopeds habe ich öfter die Generatorspule umgewickelt, damit funktionierte das ganze recht gut mit einem kombinierten AC/DC Spannungs/Laderegler.



    In deren kleinen Batteriekästen konnte man vor 20 Jahren 10 handelsübliche NiMh AA Zellen in Reihenschaltung recht passgenau montieren.


    cb50j_links.jpg


    Die guten SANYO Eneloop 1900, Ikea Ladda 1900, oder gar LiFepo4 Energiespeicher, waren damals noch Zukunftsmusik! Der alte Blinkgeber musste selbstverständlich auch gegen ein zeitgemäßes lastunabhängiges Exemplar ersetzt werden.

    Hallo Tom,

    unsere alten japanischen 50 ccm Mopeds aus den 70er Jahren missbrauchten damals die kleinen Bleiakkus allgemein als Spannungsregler, das konnte selbstverständlich nie lange gut gehen. Vor nicht langer Zeit habe ich wieder eine alte Suzuki Chappy LB 50 auf zeitgemäßen 12,8V 6Ah LFP Akku und kombinierten AC/DC Spannungs/Laderegler umgerüstet, das war sogar noch eine Ausführung ohne Blinkleuchten. Der erste Schaltplan zeigt das abschreckende japanische Beispiel wie man es niemals machen sollte, mit einem zarten 6V 2Ah Nassakku als Spannungsbegrenzer.



    Der kompakte 12,8V 6Ah LFP Energiespeicher passt von den Abmessungen auch wunderbar in die kleinen Batteriekästen, von japanischen Klassikern.



    Kleine Bleiakkus waren damals vermutlich noch deutlich billiger als thyristorgesteuerte Laderegler, aber diesen werksseitigen Schwachsinn gibt es zum Glück seit Mitte der 80er Jahre nicht mehr.

    Analoge Gossen Metrawatt Messgeräte haben früher allgemein viel Geld gekostet, wie beispielsweise mein alter Isolationsprüfer aus den frühen 90er Jahren.



    Damit kann man auch Sperrspannungen bzw. Leckströme von Gleichrichterdioden, Hochspannungstransistoren usw. zuverlässig überprüfen.


    Bei zahlreichen vollautomatischen Computerladern störte mich schon immer ihr häufig fragwürdiges Eigenleben, der denkbar grösste Mist war vor über 15 Jahren ein Bleiakku Lader welcher sich "Akku Jogger" schimpfte. Damit wurden permanent automatische Lade/Entadezyklen ausgeführt und gute Bleiakkus nachhaltig geschädigt, An einem modernen Lader will ich jederzeit die wichtigsten Parameter wie aktueller Lade/Entladestrom, Klemmenspannung, eingeladene oder entnommene Kapazität, Betriebsmodus usw. sehen, nur mehrere blinkene LED, Pfeile oder Balken finde ich irgendwie lächerlich und keinesfalls erstrebenswert!

    Mit Ausnahme für Laboranwendungen kann man sich mittlerweile die Eichung von Multimetern sparen, kostengünstige DMM aus China (beispielsweise von ANENG) sind schon ausreichend genau für die meisten Messungen.



    Vor 20 Jahren hat man zu Messtechnik aus China noch gesagt "auspacken und ab in die Tonne"! oO)

    Hallo Peter,

    an einem älteren Optimate Automatiklader habe ich vor langer Zeit mal 13,7 Volt Erhaltungsladespannung gemessen, was meiner Meinung auf Dauer eindeutig zu viel des "Guten" ist! Mir sind im allgemeinen Modellbau-Ladegeräte mit individuellen Einstellmöglichkeiten wesentlich lieber wie Ladevollautomaten für "Dummies", welche deren Anwender nur anstecken und nicht mitdenken müssen. Ein Nachbar von mir besitzt einen 125er Honda Roller wobei ihm eines Tages bei reinigen nach einer längere Ausfahrt auffiel, dass die sich Batterieabdeckung überdurchschnittlich erwärmte. Das ist auch schon seine zweite Starterbatterie und zusätzlich besitzt er einen Ladeautomaten von Ctek, welchen ihm ein Bekannter irgendwann empfohlen hatte.


    Diese noch eher junge Starterbatterie von Banner neigte stark zum thermischen durchgehen, was ihm vorher am Automatiklader (vermutlich bei kühlen Kellertemperaturen) niemals aufgefallen ist.



    ich ließ diese AGM Batterie mal mehrere Stunden abkühlen, der Innenwiderstand war sehr gut und die Leerlaufspannung lag knapp über 12,8 Volt. Dann noch kurz mit 1 Ampere Ladestrom an den Modellbaulader, welcher nach wenigen Minuten die Ladung automatisch bei 14,6 Volt abschaltete. Anschließend führte ich eine Entladung mit kleinen Strömen durch und die vorhandene Ladung entsprach ungefähr den Werten welche ich erwartete.



    Nach der erneuten Ladung mit 1 Ampere Ladestrom bei 14,6 Volt Ladschlußspannung, stieg gegen Ladeschluß unerwartet die Stromaufnahme wieder stark an und der Energiespeicher heizte sich auf ca. 50°C auf.



    Möglicherweise schaltet der Ctek Automatiklader von meinem Nachbarn die Ladung schon viel zu früh ab, sont hätte er dieses Problem irgendwan erkennen müssen? So viel zu meiner persönlichen Meinung über diverse Ladevollautomaten, wo man nicht mitdenken muss!


    PS: Die eher seltene automatische Aktivierung vom Kühlventilator (bei moderaten Ladeströmen), wurde beim letzten Software-Update endlich korrigiert. Der Hersteller SkyRC hatte vorher offensichtlich keine Probleme, mit gerösteten Elkos im Netzteil?


    Wenn Du kostenlos Tischnetzteile zum ümrüsten als Erhaltungslader benötigst kann ich Dir welche zukommen lassen, denn bei mir liegen noch Unmengen davon herum.


    Hallo Peter,


    mit 140 MilliOhm Innenwiderstand kannst Du möglicherweise noch 50 ccm Zweitaktmotor starten, vermutlich stimmt Deine Berechnung nicht! Um beispielsweise den Innenwiderstand von Energiespeichern, ESR von Elkos und Kondensatoren, oder Übergangswiderstände von Klemmen, Leitungen, Steckverbindungen usw. ohne zeitaufwendige Kalibrierung zu messen, kann ich dieses chinesische MilliOhmmeter der 50 Euro Preisklasse empfehlen.



    Der abgebildete Prüfkandidat ist ein uralter, ausgedienter 5 zelliger NiCd Akkublock, welcher schon mit kleinen Glühlampen seine Grenzen erreicht. Frische und intakte Zellen von Sanyo und Panasonic, sind stattdessen sehr niederohmig.



    Früher stellten viele Automatiklader für Bleiakkus, üppige 13,8 Volt Ausgansspannung für die Erhaltungsladung bereit. Das machte erfahrungsgemäß zahlreichen Motorradbatterien schon nach 2 bis 3 Jahren den unerwarteten Garaus! Mit max 13,4 Volt gibt es auch bei wärmeren Umgebungstemperaturen kaum noch nennenswerten Ladungsdurchsatz, deshalb erfolgt auch die schädliche Plattenkorrosion oder mögliche Austrocknung von AGM Batterien vielfach langsamer!



    Zur Erhaltungsladung von Bleiakkus nütze ich ausgediente 12V 5A Burst-ModeTischnetzteile mit sehr niedrigem elektrischen Energieverbrauch, an denen habe ich den Spannungsteiler vom Präzisions-Shuntregler geändert und somit die ursprüngliche Ausgangsspannung etwas erhöht.



    Ich hatte vor über 15 Jahrer auch Ausführungen mit Umschaltung von wahlweise 13,4 und 14,4 Volt Ausgangsspannung unter das Volk verteilt, damit hat aber einmal ein Biker vergessen auf die niedrigere Spannung umzuschalten und über den Winter seine Starterbatterie zerstört.



    Deshalb besser bei max. 13,4 Volt Ausgangsspannung bleiben, dann kann auch bei sommerlichen Temperaturen in der Garage nichts passieren. So ähnlich sehen meine energiesparenden Erhaltungslader aus, von deren ursprünglichen Netzteilen für Flachbildschirme ich immer noch Unmengen herumliegen habe.



    PS: Ob es vergleichbare handelsübliche Fertigprodukte gibt weiß ich nicht, denn ich kann von meinen kostenlosen Teilespendern noch sehr lange aus dem "vollen" schöpfen!

    Diese eher großen Agm Starterbatterien von Yuasa sind mit ihren hohen Mondpreisen völlig überbewertet, eine von der Baugröße passende (XT20L) von Varta oder noch billigere Chinesen Starterbatterie (Preisklasse ab ca. 50 Euro) funktioniert erfahrungsgemäß auch. An meinen privaten Motorräder arbeiten schon seit vielen Jahren nur noch billige China AGM Starterbatterien und ich bin leistungsmäßig auch zufrieden damit. An meinen Honda CN 250 Rollern hielten diese (Dank permanenter Erhaltungsladung mit max. 13,4 Volt) durchnittlich 15 Jahre, obwohl die Fahrzeuge jede Saison mindesten 7 Monata unbenützt in der Garage stehen.



    Der Innenwiderstand ist naturgemäß auch stark vom Ladezustand abhängig, siehe zum Beispiel eine kostengünstige (und nicht mehr ganz frische) 12 80Ah Nassbatterie.



    Bei ca. 75% Entladetiefe habe ich 7,5 MilliOhm Innenwiderstand gemessen, mit 15% Entladetiefe verbesserte sich dieser Wert auf 4,5 Milliohm was man auch an der Anlasserdrehzahl vom 1.9L TDI Motor recht deutlich merkt. Ich hatte schon viele unterschiedliche AGM Batterien mit brauchbarer Kapazität aber leider viel zu hohem Innenwiderstand, die konnte man noch gut als Verbraucherbatterien aber nicht mehr zum starten von Viertaktmotoren wie Zweizylinder Brixx&Stratton Rasenmäher-Traktoren brauchen.


    Deine teure 12V 20Ah Agm Batterie von Yuasa hatte im Neuzustand vermutlich um die 10 MilliOhm Innenwiderstand und kann im intakten Zustand auch problemlos 500 ccm Zweizylinder Dieselmotoren von Kubota, Lombardini usw. bei winterlichen Temperaturen starten. Falls sich der Innenwiderstand über dies Jahre auf beispielsweise 20 MilliOhm verdoppelte, würde das zum erfolgreichen anlassen von hoch verdichteten und großvolumigen Zweizylinder Dampfhammern wie Harley, Buell... sehr eng bis unmöglich!

    Für kleinere LFP Akkus bis ca. 6½ Ah Nennkapazität sind passive Balancer mit durchschnittlich 65 mA Balancerstrom noch in Ordnung, beim manuellen ausgleichen mit dem Labornetzteil sollte man eine durchschnittliche Zellenspannung zwischen 3,4 bis max. 3,5 Volt wählen.



    Trotzdem wird es bei bescheidenen 65mA mindestens 15 Stunden dauern, bis 1Ah Schieflage ausgeglichen ist. Nach meinen Erfahrungen driften einzelne Zellen ganz erheblich, wenn der Akkublock mal länger als 6 Monate nicht benützt wurde. So kann man anstelle von ursprünglich 4000 mAh Nennkapapazität nur noch bescheidene 3675 mAh entladen, auch wenn der Energiespeicher erst 5 Zyklen durchlaufen hat.



    Moderne kompakte Gegentaktwandler Labornetzteile haben den Vorteil, dass deren Wirkungsgrad auch bei moderaten Lasten meistens noch über 70% liegt.

    Ich öffnete mal "wiederwillig" einen alten (damals ca. 3½ Jahre alten) 18 Volt Philips Akku-Staubsauger von einem ehemaligen Arbeitskollegen und überprüfte die Speicherkapazität der integrierten Lithium Ionen Rohrbomben. Die waren zwar alles andere als gut, speicherten aber noch ca. 60% ihrer angegebenen Nennkapazität bei deutlich erhöhtem Innenwiderstand. Der schwerwiegende Fehler war aber ein Anker mit Windungsschluß, deshalb ab in die Tonne weil sinnlose Materialverschwendung!


    Möglicherweise arbeitet auch Dein Ladegerät nicht richtig, deshalb würde ich mal mit einem Modellbaulader einen vollständigen Lade/Entladezyklus fahren und dessen Messwerte aufzeichnen!