Ja, klar, das geht nur mit Pz-Elektrode, was ja bei Ortsfest kein Problem ist. Gi-Elektroden liegen bei maximal 600 Zyklen, was technisch bedingt ist. Man rechnet grob bei:
Starter: 100 Zyklen
Kleintraktion naß: 200-300 Zyklen
AGM: 400-600 Zyklen
GEL: 600-800 Zyklen
Die LiFePO4 ist nicht nur elektrisch geladen, sondern auch emotional recht stark, wie das bei allen neuen Sachen ist. Die Sonne scheint senkrecht, Schatten sind kaum auszumachen. Ich bin da etwas verhalten und beurteile eben auch nach dem Zweck der Sache.
- Der Einsatz der LiFePO4 im Konsumerbereich (Handy, Laptop, Akkuschrauber, usw) ist unbestritten von Vorteil.
- Auch beim Fahrrad hat sich die LiFePO4 sehr gut bewährt.
- Als Starter im Motorrad sieht es differenzierter aus: Suzuki lehnt sie angeblich ab und mein Suzuki-Autohauskunde will nichts davon wissen. Die Begründung liegt bei der geringen Kapazität, wofür die Batterie nichts kann, sondern deren Hersteller. Auch der bundesweit agierende Batteriehändler "Panther" hat sie aus dem Programm genommen.
Also als Motorradstarter gibt es teilweise Probleme, die ich selbst mit meinen Kunden schon hatte und deshalb nur die große LiFePO4 verkaufe oder auf das Geschäft verzichte. (GEL verkaufe ich auch nicht - eine Überladung und die Batterie ist Schrott.)
Wer also für`s Motorrad LiFePO4 möchte, sollte tiefer in die Tasche greifen und nur die Große nehmen. Heißt: Mit der LTX20CH-BS, 6 Ah und 360 A (oder die Leistungsgesteigerte 7 Ah und 420 A) kann man die AGM-Typen mit 8, 10, 12, 14, 18 Ah ersetzen, da diese Batterie in der Garnitur der 8 Ah - Type (YTX9BS) gefertigt und mit Aufsteckleisten an die größeren Typen angepaßt wird.
- Als Starter im Auto ist die Batterie Unfug, weil zu teuer und nur etwas für Liebhaber. Wobei, eine kleine Ausnahme gibt es: Wer gewerblich nur Kurzstrecke fährt, dort macht sie auf Grund ihrer besseren Ladungsaufnahme Sinn. In den reichen Bundesländern wird der Verkauf vielleicht laufen, aber schon bei uns hier in Dunkeldeutschland verdrehen die Kunden die Augen, wenn sie den Preis hören und fragen, ob da ein Grundstück mit dabei ist. Rein vom Preis hat sich die LiFePO4 in 30-40 Jahren rentiert.
- Für den Wohnmobilbereich ist die LiFePO4 wieder sehr zu empfehlen, weil pflegeleichter. Mal abgesehen von den rund 500 Zyklen der Bleibatterie hat ihre Pflege, die der Nutzer ihr gibt, einen großen Anteil an der Lebensdauer einer Bleibatterie. Erlebe ich bei Motorrad und Rasenmäher regelmäßig.
- In ortsfesten Anlagen (und hier geht`s richtig um Geld) muß halt entsprechend der Nutzung, wie Du, Tom, schon erläutert hast, entschieden werden: Für den zyklischen Betrieb ist die LiFePO4, vorausgesetzt sie schafft wirklich die 5000 Zyklen (?) besser. Im Bereitschafts-Parallelbetrieb nur die Bleibatterie, denn diese kann mit Volladung gelagert werden, die LiFePO4 hingegen nur mit 50 % Ladung. Bei einem Netzausfall fehlen dann schon 50 % Leistung, was bei Deiner (Tom) Batterie kein Problem ist. Hast immer noch 700 Ah. Deine Batterie steht im vermutlich nicht beheiztem Lager. Kälte soll den LiFePO4 angeblich nichts ausmachen (?).
Rainer.