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Kundenanfrage

Akku-Gott

  • »Kundenanfrage« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 321

Registrierungsdatum: 15.04.2010

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1

09.09.2010, 12:12

Zellenschluss? Zellenunterbrechung? Wie erkennen?

Hallo tom,

ich habe deine seiten mit begeisterrung gelesen,alles super verständlich erklärt.man merkt daß du mit sachverstand und spass an deiner arbeit solche seiten schreibst.ich wäre dir dankbar wenn du mir erklären würdest wie ich genau feststellen kann ob die batterie einen zellenschluß oder zellenunterbrechung hat,ich glaube das geht mit einer 21 watt glühbirne.im vorraus danke und weiterhin viel spass bei deiner arbeit.

Gruß

Tom

Moderator

Beiträge: 1 798

Registrierungsdatum: 27.02.2010

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2

09.09.2010, 12:32

Hallo und vielen Dank!

Ein Zellenschluss ist recht einfach durch eine Spannungsmessung zu erkennen. Wenn ein 12V-Bleiakku trotz vorheriger Aufladung eine Leerlaufspannung (damit ist die Spannung gemeint, die sich nach einer Ruhepause von wenigstens 10 Minuten ohne jede Ladung oder Entladung einstellt) von unter 12V besitzt, ist mit großer Wahrscheinlichkeit eine Zelle kurzgeschlossen. Oft wird auch das Ladegerät durch den Zellenschluss überlastet und der Akku erhitzt sich beim aufladen auch stark. Meist gesellt sich auch noch ein Geruch nach faulen Eiern (Schwefeldioxid aus dem Elektrolyten) dazu... Dabei kann es sich um einen "harten" Zellenschluss handeln (der 6-zellige 12V-Akku verhält sich dann auch unter Last etwa so wie ein 5-zelliger 10V-Akku), oder auch um einen sogenannten Feinschluss, der eher wie eine sehr starke Selbstentladung einer einzelnen Zelle wirkt: Kaum ist der Akku geladen, sinkt seine Spannung doch schon wieder unter 12V... In beiden Fällen ist der Akku ein Fall fürs Recycling.

Zellenunterbrechungen sind in der Regel nicht so leicht zu diagnostizieren. Ist der Akku einfach nur hochohmig, kann er nämlich auch stark sulfatiert und damit "taub" sein. Solche Akkus haben eine Klemmenspannung von Null oder bestenfalls einigen Volt, die aber unter der geringsten Last sofort zusammenbricht. Hier sollte man die "Geschichte" des Akkus betrachten: Stand er mehrere Jahre irgendwo unbenutzt herum, ist er mit Sicherheit komplett sulfatiert und taub. In vielen Fällen kann man durch lang anhaltendes bepulsen (aber bitte unter Ladestromzugabe, z.B. mit dem Power-Pulsar ) den Akku wieder regenerieren. Manchmal sind aber Zellenschlüsse die bleibende Folge, verminderte Kapazität oder erhöhte Selbstentladung. Auch ein Blick auf die Gehäuseseiten des Akkus bringt oft Aufschluss über den Zustand im Innern: Wenn ein Bleiakku so aufgeblähte "Backen" macht wie der im Bild, ist er meist kaputt.



Die Platten wachsen bei der Entladung, weil das Entladeprodukt Bleisulfat mehr Raum einnimmt als Blei bzw. Bleidioxid. Bei einer Tiefentladung wachsen die Platten dann so stark, dass sich das Gehäuse verzieht. Wenn es erst mal so weit ist, sollte man den Akku verschrotten.

Aber zurück zu den Unterbrechungen: Gemein sind zeitweilige Unterbrechungen der Zellenverbinder, wenn z.B. durch starke mechanische Stöße Pletten oder Plattensegmente abgerissen sind, durch normales aufeinander liegen aber doch meist noch miteinander in Kontakt stehen. Nach solchen Defekten sucht man bisweilen recht lange. ?( Im Zweifelsfalls Akku ausbauen, Prüflampe (21W-Glühlampe ist eine gute Idee) anschließen und dann den Akku schütteln. Dann merkt man's schon.

Grüße, Tom