Beiträge von Reiner106


    ich lass immer bis 15V bepulsen
    geht aber nur bei Batterien mit gutem (kleinen) Innenwiderstand

    Ich hab hier ein paar gelbe 24aH 12V AGM "universal" Akkus - die krieg ich mit dem Pulsar nicht auf 14V, selbst nach drei Wochen noch (vorher aufgeladen)... Die Akkus sind mit "for Standby Use" beschriftet - könnte es sein, dass diese Typen anders "eingestellt" sind als "zyklenfähige AGM"? Oder ist da eine Zellschädigung am Start, weswegen die nicht über 14V rausgehen? Innenwiderstand laut Datenblatt sollte 16 Ohm sein, ich messe etwas um die 50 Ohm..
    Mache ich das Gleiche mit einer 105Ah AGM, die in einer USV drin war, hat die auch 50 Ohm, kommt aber mit dem Pulser auf 14,8V nach Wochen..

    Dieser "Test" ist ein Prima Beispiel für die oben schon angesprochene "Affiliate" Technik - das werden ausschliesslich Datenblätter miteinander verglichen und irgendwelches Halbwissen in "klug klingende" Sätze verpackt, um Kauflinks zu Amazon mit Provsion zu generieren. So was gibt es teilweise sogar automatisiert. Da hat wahrscheinlich nie auch nur irgendwer eine der Batterien in der Hand gehabt, geschweige denn mit dem Thema viel zu tun gehabt - so was machen oft "Redakteure", die einen Tag Zeit haben sich ein bischen "einzulesen" und dann per Copy&Paste was zusammenwurschdeln. Das Prinzip gibt es seit Jahrzehnten schon in Boulevardpresse - keine "frühjahrsiät" oder "Nagellackiertips für über 40 jährige" Artikel ist je von "Fachleuten" geschrieben worden, da werden soweilen die Azubis hingesetzt und klatschen was zusammen. Hauptsache man hat ein paar Aufhänger für Werbekunden usw...


    Das Schlimme ist, dass die allermeisten User / Zeitungsleser / Infosuchenden das nicht wissen - und mit solchen Tests dann Kaufempfehlungen herausposaunt werden, denen man folgt... Eigentlich sollte da "Werbung" drüber stehen - aber den Trick gibts in der Printpresse auch schon lange: Verpacke Werbung in einen angeblich redaktionellen Inhalt.


    Perverser wird das Ganze noch bei Youtube, wo Influencer von den Herstellern gesponsored werden (was an sich nichts neues ist) - und die ganzen Kids finden das dann geil, dass die tollen Vorbilder im Stream "das Beste" geschenkt bekommen, "nur weil sie zocken" .... "das will ich auch".... Da wird weder kapiert, dass das Werbung ist, noch dass es für den Hersteller um Längen billiger ist einen "Gamerstuhl" zu spendieren als auch nur eine Anzeige zu schalten und dass der gezeigte Stuhl auch nicht "der Beste", sondern nur "der eine, den man gesponsored bekommen hat" ist - hat keiner auf dem Schirm. Oft nicht mal die Youtuber selbst. Völlig reflexionsfreie, kritiklose, naive Konsumwelt...


    Ich plädiere für Ethik, Hauswirtschaft und Medienbildung als Pflicht Schulfächer weltweit und zu Weihachten gibts vom Bildungsministerium für alle eine Tüte Hirn. (Oder besser von Tesla, made in Brandnburg? Ach ne, das wird ja doch nix.... Das wird dem Elon zu aufwändig - lieber in Polen bauen... ok, ich schweife ab..)

    Ich hab da eine evtl. zum Thema passende Beobachtung:
    Neben so einem china-batterietester hab ich auch noch eine china-Messzange mit einem fingerdicken Heiz"draht" drin - also einfach ein Spannungsmesser und ein fetter Widerstand...
    Während das "prozessorgesteuerte" Ding mir manch alten Akku als "hinüber" attestiert, lässt die gepulste, gewartete, aufgepeppelte 8 Jahre alte Batterie den Heizdraht genau so schnell aufglühen wie die quasi neue Varta irgendwas vergleichsbatterie...
    Das ist mir schon mehrfach aufgefallen bei diversen Kandidaten...
    Und ich bin bisher nicht ganz dahinter gestiegen, woher genau das kommt... Das Gerät gibt CCA seperat aus und bezieht z.B. die Volt nicht mit ein, die es misst (die sind sowieso quatsch, denn mein Gerät meint nur "batterie zu 100% voll", wenn man den Akku gerade frisch vom (Über)lader genommen hat und sie mit 15V an den Tester klemmt...


    In einem anderen Thread wurde ja gemutmaßt, das das auf den Kopf stellen die Säureschichtung auflösen könne...was logisch klingt, und auch bestimmt funktioniert..


    Mir ist mal eine Studie untergekommen, in der man die Säureschichtung in AGM Akkus untersuchte und feststellte, dass es auch dort zur Schichtung kommt... Gravitation tut Ihren Dienst. In dieser Studie wurde auch untersucht, was passiert, wenn man die Akkus auf den Kopf stellt - und in der Tat tat die Gravitation auch wieder Ihren Dienst. Das war für mich insofern aufschlussreich, als dass ich bis dahin dachte, AGM Akkus seien völlig unberührt (oder zumindest vernachlässigbar) von diesem Phänomen - das bei "Nasszellen" ja längst bekannt ist.


    Jetzt war das aber eine Studie - und auch wurde dort keine auf 10 Jahre angelegte Testzeit angesetzt und die qualitative Auswertung, wie viel Unetrschied denn diese Schichtung bei AGM in Punkto Kapazität, Lebensdauer, etc... hat... Wie überall - eine Studie macht noch keine anerkannte Lehrmeinung und "die Warhheit" gibt es nicht...


    Zurück zu Deiner Frage:
    Die meisten Autobatterien haben einen gemeinsamen Schlammraum. Manche Industriezellen haben mechanische Kniffe, um den Schlammraum aufzuteilen. Dann gibt es noch Typen, die das Elektrolyt umwälzen, umpumpen, durch Bewegung "rühren" usw... Man kann es also nicht alles über einen Kamm scheren bei den Nasszellen...


    Bei den allermeisten würde ich mich aber zu folgender Aussage hinreissen lassen:
    Durchmischung durch schütteln, rühren, kippen, usw... tut der Säureschichtung definitiv gut.
    Sollte schon so viel totes Material vorhanden sein im Schlammraum, dass dieses beim heftigen umrühren sich auf die Platten verteilt - ist der Akku eh schon relativ stark "dem Ende nahe"... Aber wenn der Forschergeist durchkommt und man gern "das letzte noch rausholen will" - habe ich es so gemacht: nach heftigem rühren und co den Akku erst mal wieder gerade hinstellen und dann parallel zur Plattenausrichtung leichte "hin und her schwenks" gemacht - Ich versprach mir davon, dass die säure wie in einem wellenbad parallel zu den Platten evtl. dort festhängende Partikel wieder nach unten befördert, in dem sie durch die Welle bewegt werden und dann zurück fallen.. Dann Akku stehen lassen, damit sich alles absetzt - vorsichtig laden - wenn alles gut geht, überladen durch blubbern für ein paar minuten... Das ist "meine Version der Forschung"....


    Sollten die Platten schon aufgebläht sein, irgendwo doch was festsitzen,
    usw.... hilft aber alles nix, dann kann man den Akku auch schon
    schrotten...
    Eine "wartungsarme" Nasszelle auf den Kopf stellen wird bei heutigen Gehäusen sicher nicht zum sofortigen Auslaufen der kompletten Säure führen - in den Deckeln sind aber Abluftkanäle drin, die sich dann mit Säure füllen - ich würds nicht machen..... Wenn du den Deckel mechanisch abbekommst, kannst Du ja Stopfen drauf machen und dann umkippen...
    Alles schon versucht...
    Am Ende bin ich dazu übergegangen:
    Grob abschätzen, wie weit man den Akku kippen könnte, ohne das Säure auslaufen würde.
    Langsam den Akku in diese Lage kippen und ihn dann schneller wieder zurück in Ausgangslage drehen. Das Ganze einige Male (10 bis 20 mach ich) wiederholen. Kippen in die Richtung, wie die Platten zeigen...
    Bei einer "normalen" Autobatterie (60Ah), die lange im Regal stand, aber regelmässig aufgeladen wurde, hab ich zwischen den Kippzyklen mit dem Säureheber durchaus einen Unterschied messen können, habs mir aber nicht notiert.

    Hallo Tom,


    vielen Dank für "Danke" :) Ich seh das genau so wie Du, es gab schon immer Quellen der Desinformation und nicht jeder "Experte" ist auch wirklich einer - aber das Internet hat da noch mal einen oben drauf gepackt - und wir als Konsumenten haben noch einiges nachzuholen an Aufklärung. Und da hapert es meiner Meinung nach extrem - im privaten Umfeld sind einige aus dem "Lehrkörper" und ich habe Kontakte in und zu Schulen... Mir würden spontan einige neue Fächer einfallen, die "uns" vom Konsumvieh weg zum wieder mündigen Bürger bringen würden.. Für jeden Mist sind Milliarden übrig, aber Bildung ist und bleibt ein Sparprogramm. Hoffentlich fliegt uns das nicht all zu sehr um die Ohren in Zukunft (und deswegen blubber ich wenigstens meine Kinder am laufenden Band mit solchen Themen zu.. Mal sehen, wie viel hängenbleibt...)


    Ein entfernter Bekannter von mir sitzt bei Elektor (in Holland in dem Fall) und das ist noch einer vom alten Schlag, der an allem rumbaut, der auch noch in der Lage ist eine defekte Schaltung auseinander zu nehmen und mit Bauteilen für 50 Cent zu reparieren, statt das gesamte Gerät in die Tonne zu kloppen oder sich vom "Fachhändler/Werkstatt" eine Ersatzteil einbauen zu lassen, dass den Gebrauchtwert des Gerätes um das Doppelte übersteigt.. Der berichtet ähnliches (und die sinkenden Verkaufszahlen von Printmedien machen es da nicht einfacher...). Wenn ich mir anschaue, wie viel Elektromüll produziert wird und wie die Hersteller in den letzten Jahrzehnten zu "Einwegartikeln" geschwenkt sind, die oft gar nicht mehr reparierbar sind - kann ich nur hoffen, dass die momentane "Bewegung" in Richtung Umweltschutz, Nachhaltigkeit, etc... noch viel mehr Fahrt aufnimmt. Aber wenn (fast) die ganze Welt in diesem Modus ("nur Wachstum (von Geld und Konsum) bringt uns weiter") unterwegs ist - puh... harte Nuss..... (wer sich für so was interessiert: "Right to repair" ist ein großes Thema in den USA aktuell - Louis Rossman Videos könnte man sich anschauen...)


    Beruflich hab ich hin und wieder mit Herstellern aus China zu tun (Audio gedöns, nix Akkus) - die haben dort noch nicht mal eine Idee von dem, worüber wir hier gerade sprechen - und China ist längst nicht mehr das ultraniedriglohnland, in dem das täglich Brot jedem näher ist als die Umweltverschmutzung durch Industrie... Und wenn die das nicht mal wirklich interessiert - wie will man diesen "Wahnsinn" den anderen Milliarden auf dem Planeten beibringen (Vorbildrolle der Industriestaaten wäre eine Möglichkeit - aber die muss man sich leisten können - ob wir das noch hinkriegen... hm...)


    Oh, ich schweife noch mehr ab, sorry.. ....


    Danke jedenfalls an Dich, dass Du hier eine Bastion des fachkundigen Wissensaustausches aufrecht erhältst und für Deine Art, Geschäfte zu machen. Mögen genug Kunden das zu schätzen wissen und Dir Dein Auskommen sichern !


    Ach, den Elektro Artikel gabs übrigens als Aufguss noch mal in 2001
    https://www.elektormagazine.de/magazine/elektor-200109/1262


    Für mich liest es sich ein bischen so, als ob die bei Megapulse (oder andresrum) abgeschaut haben - aber auch egal - Dein Pulser ist so wie er ist einzigartig und super (Ich mach jetzt kein Bild von meiner Akkusammlung, sonst unterstellt man mir gleich an Sammelwahn zu leiden... hihi..)


    Grüße
    Reiner



    Ach ja, einen Beitrag zum eigentlichen Thema hab ich noch anzubieten: Von Diamex (oder wars tremex?) gibts den "Sweepy", der als aktives "Akkuaufrischding" sich von den passiven Entladepulsern abhebt... Als das Ding rauskam, dachte ich: "Na, mal sehen was das kann".... Und hab es zwei Wochen später nach "kann nix" wieder mit einer ausführlichen Mail zurückgeschickt... Das Ding lädt an sich mit schwachem Strom (erst mal ok), pulst dann und variiert diese Pulse (klingt auch erst mal gut) . Man kann zwischen drei Stärken Umschalten (klingt auch super).... Jetzt misst das Ding irgendwas (Innenwiderstand vielleicht?) und überlegt sich dann, wann es fertig ist und dank des schönen Displays zeigt es das dann auch an... Wow (dachte ich).. Also uraltanalogoszi rausgekramt, eine garantiert sulfatierte Batterie dran (starterbatterie zum Aufschrauben - man sah es förmlich.. Die stand aber einfach nur zu lange rum, war ansonsten noch nicht alt oder erfroreren, Rettung erschien mir möglich).. Natürlich vorher aufgeladen mit irgend einem dieser KFZ Lader und mit Labornetzteil noch mal nachgeladen...


    Zu Anfangs sah man am Oszi auch schöne Pulse... Die Variierten in der Frequenz (in der BA wurde was davon behauptet, dass das Oszilieren das eigentliche Gehemnis sei - oder so..) und die Spannung ging auch schön nach oben (irgendwas 15 Volt) innerhalb ein paar Stunden - und am nächsten Morgen war dann Schluss. "Habe fertig" meldet das Gerät... Ich kürz das ab hier jetzt ab - egal mit welchem Akku, welche Einstellung, ob vorher regulär Aufladen oder nicht - das Gerät meinte einfach immer viiiel zu schnell fertig zu sein und die Pulse wurden auch so schnell so schwach (die Kabel waren sowieso fraglich lang und dünn)... Da passierte schlicht NIX....


    Also zurückgeschickt und Deinen Pulser als "Vergleich" an die Testkandidaten gehangen... Dauerte eine Weile, aber da tat sich dann nach Tagen sogar optisch was (Färbung der Bleiplatten), Säuredichten stiegen langsam.... Die Akkus waren also nicht der Grund, warum der Sweepy nich so machte wie er sollte.. Allen Testkandidaten konnte irgend eine Besserung bescheinigt werden, wo der Sweepy nach wenigen Stunden schon aufgab.


    Nachdem das Ding zurück war, hat wohl jemand meinen Kommentar ernst genommen:


    https://www.ebay.de/i/28227483…_X9G-ECiuLasaAuz0EALw_wcB


    :)


    Inzwischen taucht das Ding aber wieder (unverändert, vermute ich) überall auf. ELV und Co verkaufen es..... Der Glaube versetzt Berge (oder Geld... aber kein Bleisulfat)..


    Uff, Schreibflash..

    CTEK MXS 5.0 Test 2019

    "...das dank automatischer Temperaturkompensation auch in kalten Umgebungen bis zu -20 Grad Celsius beste Ladeleistung liefert"
    Muss gestehen, diese Werbeaussage kapiere ich nicht, habe ich noch nie verstanden. Kann mir jemand mal sagen was die damit meinen?

    Je nach Akkutemperatur sollte man die Ladespannungen angleichen - das macht das CTEK (ob gut oder nicht hab ich nicht geprüft, es wirbt damit). Sofern Ladegerät und Akku die gleiche Temp haben, ist das besser als NIX, aber klar ist ein Ladegerät, dass von der Heizung geholt in der prallen wintersonne einen tiefgefrorenen Akku laden soll mit seiner Messung erst mal eine ganze Weile "daneben"... Ich lege meines immer auf den Akku und lasse es erst mal (wenn nötig) aklimatisieren...

    "Im Vergleich zu vielen anderen Ladegeräten besitzt das MXS 5.0 eine Diagnose-Funktion, die die Batterie dahingehend analysiert, ob sie die Ladung überhaupt noch aufnehmen und auch halten kann."
    Aha, in ein paar Sekunden stellt diese lächerliche Funktion also fest, ob eine Batterie die Ladung halten kann - lächerlich :motz:

    3 Minuten warten, ob die Batterie unter 12V fällt.. Besser als nix.

    Hier könnte man noch viele weitere Stellten zitieren - mein "Best-Of-Mumpitz" im Artikel ist aber zweifellos diese Aussage des Schreiberlings:

    "Schade ist, dass es keine Anzeige oder Auskunft über die noch verbleibende Dauer des Vorgangs gibt."

    Ja klar, "Gerät XY" hat ja diese Funktion, die auch soooo sinnvoll ist :cursing: Wie wir hier wissen, kann es eine solche Anzeige bei Bleibatterien gar nicht geben, da kein Ladegerät das Nutzungsschema der Batterie kennt. Und sich die Aufladedauer sehr stark danach richtet, ob die zu ladende Batterie schnell oder sehr langsam (Selbstentladung) entladen wurde....

    Stimmt :)
    Wahrscheinlich hat sich der Autor gedacht, dass die im Handbuch angegebenen maximalzeiten für jede "Phase" ja mit einem timer runtergezählt werden könnten... Sinnvoll is das aber natürlich auch nich.


    Von Fachkenntnis zeigen auch diese Absätze:


    • patentiertes Entsulfatisierungsprogramm (nix Patent - und nix Desulfat - nur "aktivierungsanfangsphase" für einige Minuten..
    • AGM-Option zur Steigerung der Batterie-Lebensdauer (Ach so, AGM steht für mehr Lebensdauer - wieder was gelernt, gleich mal die Nassbatterie mit AGM..)
    • Ausgangsleistung 14,4 V/14,7 V/15,8 V (Verdammt, Leistung ist Volt? Schon wieder hab ich was falsch verstanden)
    • Startspannung 2,0 V (hätte er das Ding benutzt, wüsste er, dass bei 2V das Gerät schlicht gar nix macht, sondern einen defekten Akku annimmt).

    usw... das geht durchweg so weiter, da werden Phrasen gedroschen...
    Ich versuche meinen Kindern beizubringen, dass nur, weil etwas im Internet als "Vergleichstest" oder "Test" betitelt wird, dass eben nicht heisst, dass dort ein fachkundiger Mensch sein Wissen teilen möchte und mit vollem Marktüberblick eine Einschätzung zu Gunsten des Verbrauchers abliefert. Nur, weil man 1000 positive Bewertungen eines Produktes hat, heisst das nicht, dass es gut ist, wenn alle "tester" jugendliche Erstkäufer sind, die noch nie in ihrem Leben was anderes gesehen haben, sich jetzt tierisch über Ihren Kauf freuen und natürlich nicht zugeben könnten, dass es Müll ist, was sie erstanden haben... Und oben verlinkte Portale leben vom Affiliate Bonus, wenn sie die Produkte verlinken - jeder "Test" ist ein Kaufanreiz....
    Ich weiche etwas ab - aber "Medienkompetenz" sollte eigentlich in der Schule gelehrt werden... aber lassen wir das... Bald Wochenende...

    Zitat

    Jetzt muss ich aber doch nochmal was konkret nachfragen: Was meinst du mit 70% Kapazität und 75% Starterverhalten ?(

    Die Batterie hat ja die Fähigkeit, einen gewissen Maximalstrom zum Starten des Motors zu liefern. Ist bei den meisten als CCA angegeben, in meinem Fall nach ENG. Mit einem China-08/15 Digitalmessgerät wie zum Beispiel so einem hier:
    https://www.amazon.de/ANCEL-Ba…hvtargid=pla-831273162936
    kann man messen, wie stark die Batterie beim Belasten einknickt, ergo wie viel Cold Cranking Amps sie liefern kann.
    Die Messung ist gerade bei so billigteilen natürlich mit Vorsicht zu geniessen und natürlich prüft so ein Leichtgewicht nicht wirklich, wie viel Ampere bei so einem Startvorgang wirklich möglich sind - die leiten das ab durch eine Vergleichsmessung (Spannungsabfall unbelastet und dann belastet). Das Exemplar, dass ich hier habe, habe ich an diversen naglneuen Starterbaterrien geteset und es liefert zumindest bei meinen Akkus Werte, die grob in der Hausnummer dessen liegen, was auf der Starterbatterie verzeichnet ist.
    Zusätzlich habe ich noch so ein analoges Ding mit einem dicken Heizwiderstand drin, dass ich zum Vergleich ranziehe. So was:
    https://www.amazon.de/GYS-TBP-…Cautomotive%2C160&sr=8-29
    Das ist einfach ein Zeigerinsrument, dass die Spannung misst, ein Schalter und ein dicker Heizstab und dicke Kabel... Der Heizstab hat einen sehr geringen Widerstand - betätigt man den Schalter, wird der Heizstab vom Akku schön aufgewärmt - bei einer 45Ah Starterbbaterie dauert es nur sekunden, bis merklich Wärme zu vernehmen ist, kurze Zeit später fängt das Ding sogar an zu glühen :)
    Die Anzeige stimmt auch so Pi mal Daumen mit dem überein, was auf einer neuen, guten Starterbatterie aufgedruckt ist...


    Mit beidem bewaffnet plus ein bischen Erfahrungswerte messe ich, wie gut das Startervermögen dieser Autobatterie ist - und nehme das als Vergleichswerte zwischen meinen Hobby-Desulfatierungs-Ladeversuchen..


    Die 70% Messung entspringen in dem Fall einer 5 Jahre alten Autobatterie, die das Auto, aus dem sie stammt, noch prima starten konnte, auch noch bei Minusgraden.


    Kapazität: 1/20C Entladen.... Über die Sinnhaftigkeit bei einer Starterbatterie die Kapazität zu messen und die Schädigung einer solchen Prozedur für den Akku hat Tom hier schon viel geschrieben - mir gings ums Forschen.... Von den aufgedruckten 45Ah kamen ca 30Ah bei 1/20C aus dem Akku, Endspannung hab ich nicht mehr im Kopf, ich meine es waren 1,9Volt pro Zelle, da mag ich mich irren... Oft geht es hier auch eher im Größenordnungen denn um einen total fixen Wert... Dass eine Starterbatterie für Zyklenanwendungen nix ist, ist klar, ich wollte mit den beiden Werten oben nur untermauern, dass der Testakku eben nicht völlig im Eimer ist.

    Guten Morgen,


    stimmt, das hatte ich vergessen zu erwähnen. Da ich mir nicht sicher war, wie schnell das mit der Schichtung geht und wie viel von den Mikrobläschen dazu beitragen gründlich zu mischen, hatte ich auch mal mit dem Labornetzteil 30 Minuten blubbern provoziert (kein Orkan im Glas, aber genug, dass wenn man die Stopfen abmachte, dass größere Tropfen vereinzelt den Weg nach draussen schafften)... Ich bin mir bewusst, dass man das an sich vermeiden soll - aber um der Forschung Willen... 30 min... So weit ich bei Dir jetzt mitgelesen habe, dürfte das dem Akku als Einzelmassnahme nicht wirklich schaden (zumal das Handbuch meiner geerntetetn Hoppecke OgiBloc zur Reanimation derselben auch Werte aufweist, die deutliches blubbern hervorrufen.. Scheint also das kleinere Übel zu sein und "ab und zu mal" vertretbar).


    Die erhoffte, deutliche Steigerung des Säuredichte-Messwertes stellte sich nur bei einem Kandidaten ein, der vermutlich so lange schon rumstand, dass ich hier den Zusammenhang vermute - bei den anderen waren es eher homöopathische Änderungen.


    Ach ja - bei manchen Kandidaten hatte ich auch den schon erwähnten "Recond" Modus des CTEK 5 missbraucht, der auch schön maximal 2 Stunden blubbern lässt (die meisten Kandidaten im Testfeld sind Starterbatterien zwischen 45 und 60 Ah, da passt das zum Blubbern).


    Ich setze aktuell auf Deinen Tipp "Nutzungsverhalten" und lade mit höherer Ladeendspannung.


    Wenn ich mir das alles so durch den Kopf gehen lasse: Ich habe vier 230Ah Nasszellen als Solarspeicher (so "Energie" Dinger mit angeblich dickeren Platten, keine Startberbatterien) - noch warten die auf Einsatz, aber wenn die an die Solaranlage kommen, sollte ich die dann vermutlich auch eher "wie eine AGM" behandeln (salopp gesprochen)... Man wird sehen :)


    Wie immer Danke für Deine Hilfe !


    Gruß
    Reiner

    3. Bei starker Tiefentladung sinkt die Säuredichte so stark ab, dass Bleisulfat im Elektrolyt löslich wird. Wird die Batterie nun wieder geladen, fällt Blei in Form von Dendriten aus dem Elektrolyt aus und sinkt zu Boden. Besonders bei AGM-Akkus fällt jedoch auch Blei in Dendritenform im Glasvlies aus, was dort zu Kurzschlussbrücken zwischen positiven und negativen Platten führt.

    Würde das im Wasser/Säuregemisch gelöste Bleisulfat bei Ladung nicht wieder an die Bleiplatte in Form von Blei wandern? Welcher Ladestrom wäre sinnvoll, um hier möglichst wenig Ausfällung zu produzieren - eher niedrig oder eher hoch? Oder "aufpeppeln mit dem Pulser vor Aufladen" ?

    Zum Säurelevel: Ich hatte die Batterie vor dem Entladezyklus einige Zeit am Powerpulser. Da es eine offene Starterbatterie ist, konnte ich die Säuredichte gut messen und die war ok nach dem langen Pulsen. Da mein Ziel war, die Desulfatierung noch besser zu entfernen, bin ich dem Tipp aus alter (Varta Blei Akku) Literatur gefolgt und habe eine langsame Entladung (bis 1,9Volt pro Zelle) vorgenommen und dann direkt wieder aufgeladen mit deutlich höherem Strom als die Entladung vorher. Danach war die Säuredichte wieder stark im Keller. Und erst, als ich dann noch mal kräftig nachgeladen und nachgepulst hatte, war sie wieder im grünen Bereich.

    Jetzt denke ich mal, ich verstehe zumindest was du meinst: Du misst die - geladene - Batterie mit einem Akkusäure Prüfer, indem du die Zellenstopfen aufdrehst?

    Genau. Ich messe die Säüredichte, siehen oben.

    Wenn es das ist, dann ist deine Beschreibung aber nicht korrekt. Nicht die Säure verändert sich und ist demnach "ok" oder "nicht ok" sondern so ein Aräometer basiert darauf, dass die Säuredichte in g/ml je nach Ladezustand der Batterie wechselt. Bei Werten von 1,26 - 1,30 g/ml gilt eine Batterie als voll geladen, bei 1,10 - 1,14 ist sie entladen. Dazwischen gibts unterschiedliche Werte für teilgeladen.

    Lies noch mal genau oben :) Ich schreibe Säuredichte, das sollte verständlich sein :) Verzeih mir, dass ich nicht die exakten Dichtewerte hingeschrieben habe - tut der Grundaussage aber ja keinen Abbruch.. Vor dem versuch war sie bei 1,27, nach dem Versuch bei 1,18. So besser für Dich verständlich?

    Unabhängig davon dass die Batterie vermutlich schon geschädigt ist wirft dieses Batterieverhalten aber kein gutes Licht auf dein verwendetes CTEK Ladegerät, da es offenbar lange vor erreichen einer "Voll-Ladung" die Spannung abschaltet und dem Akku somit die weitere Stromaufnahme verweigert. So wie bei deinem CTEK-Lader verhalten sich übrigens die meisten Automatiklader (viele sind nochmals deutlich schlechter und schalten bereits bei Erreichen der 14,40 Volt Spannung ab, womit gerade langsam entladene Batterien - wie das der Fall ist wenn ein Wagen zu lange rumsteht - niemals eine Chance haben jemals voll geladen zu werden) - dass ist etwas was der Forenbetreiber in seinen Beiträgen gebetsmühlenartig wiederholt :D

    Ja, weiss ich - man liest ja mit und ich habe selber hier eine Reihe "Automatiklader", die sich da ungünstig verhalten. Ich will um Gottes Willen das CTEK jetzt auch nicht verteidigen, aber eine 8h Absorptionsphase bei 14,4 Volt mit von 5A abnehmender Stromstärke ist doch weitaus besser als das sofortige Abschalten bei Erreichen der Zielspannung. Dass das CTEK 5 bei größeren oder stark sulfatierten Akkus dann nicht reicht - stimmt. Darum gings ja aber auch gar nicht.

    Deine Antwort wirft jedoch eine weitere Frage auf: Was meinst du mit "langsame Entladung"? Dir ist bewusst, dass der Entladestrom immer in Relation zur Batteriekapazität eingestellt werden muss? So sind zum Beispiel 2 Ampere Last auf einer 12 Amperestunden Motorradbatterie sehr viel, bei einer 90 Amperstunden fassenden großen Nassbatterie aber sehr wenig (und demnach sehr langsam).

    Yepp, ist bekannt. 1/20C wars in dem Fall, wenn ich mich recht erinnere.

    Auch wenn ich die Publikation nicht kenne: Ich kann mir nicht vorstellen, welchen Sinn es machen sollte eine Batterie möglichst langsam zu entladen ?( Sicher, man gewinnt etwas mehr entnehmbare Kapazität (siehe auch Peuckert-Gleichung). Aber gerade bei Starterbatterien, die ja nunmal immer im "Standby-Use" betrieben werden (und ansonsten sehr hohe Ströme zum Start des Motors abgeben müssen!) ist ein praxisnaher Kapazitäts-Check bei den herstellerseitig verwendeten Werten von C/20 einfach nützlicher um noch die restliche Verwertungsmöglichkeit abzuschätzen.

    Wenn Du den anderen Thread gelesen hast, hast Du dort auch die Antwort auf deine Frage gelesen: Ich zitiere mal Sinngemäß aus dem Varta Handbuch für Bleiakkumulatoren: "Nach Desulfatierung durch "überladen" muss unbedingt eine langsame Entladung mit anschliessender gründlicher Volladung erfolgen, um die volle Kapazität wiederzugewinnen". Der Sinn dahinter soll der sein, dass man durch das langsame Entladen größere Kirstallstrukturen bekommt, die dann kontakt zu sonst losem PlattenMaterial bekommen und dadurch dieses wieder reaktivieren können. Soweit die Theorie - Tom sieht das auch so und hier und da findet man Publikationen, die das Stützen - und so weit ich mit meinen Versuchen bin, bestätigt sich das auch.


    Mein Fragezeichen im anderen Thread bestand jetzt darin, dass selbst nach gründlichem Volladen die Säuredichte nie ansatzweise in einen "voll" Bereich ging - erst nach taaaagelangem Nachpulsen erholte die sich. Verwunderung meinerseits besteht darin, dass ich dieses verhalten so krass nicht vermutet hätte - und der Grund nicht ausschliesslcih darin liegen kann, dass zu wenig vollgeladen wurde - denn ein weiterer Versuch mit einem Labornetzteil, das sich bei Erreichen von 14,4 Volt dann fast einen Tag gegönnt hat, um mit sinkender Stromstärke weiterzuladen (Abbruch bei 0,1 A) brachte die Säure nicht wieder ein "voll" Bereiche...


    Tom gab dann das Stichwort "Nutzungsverhalten" wieder ins Spiel - ergo probiere ich das Ganze (Starterakku 42Ah in dem Fall) jetzt mit höheren Endspannungen: Also powerpulser laaaange (2 Wochen, Batterie vorher gründlich vollgeladen, Zustand relativ gut, 70% Kapazität, 75% Starterverhalten) dran, 1/20C leersaugen, dann mit 20A (mehr kann ich nich aktuell) volladen bis 15,5V, dann abnehmende Stromstärke, bis 0,1A erreicht... Dann mal schauen...