Beiträge von Reiner106

    Völlig egal ob normale Nassbatterie oder die genannten AGM/Gel. Tiefentladung ist auch bei AGM und Gel schädlich. Der Vorteil hierbei ist lediglich, dass das Aktivmaterial aufgrund dem anderen mechanischem Aufbau nicht so leicht/schnell ausfällt.

    Also wenn ich früher zum Test Starterbatterien genommen habe um ein E-Kettcar anzutreiben, sind die seehr schnell gestorben - schaue ich mir die AGM TRAC BloCk Akkus in der Putzmaschine in der Firma an, halten die hunderte Zyklen aus... Da gibt es schon Unterschiede, wie die Akkus konzipiert sind - ob als Starterbatterie oder für tiefere Zyklen - so ganz egal ist das also nicht.

    Zitat

    Das sehe ich ganz und gar nicht so, da die Antriebe
    moderner E-Fahrzeuge durchweg mit Li-Ionen Batterien gespeist werden.
    Das ist eine völlig andere Technologie, die entsprechend angepasste
    Behandlung bedarf.

    Von LiIon war ja nicht die Rede, sondern von der Art der Nutzung eines Bleiakkus. Es gibt ja auch heute noch eine Menge Antriebsbatterien (z.B. in Elektrorollstühlen, Putzmaschinen, etc..) die auf Bleibasis daherkommen - und ältere "richtige" Autos fuhren/fahren auch mit Blei (oder NICD, hab ich z.B. hier)... Mir gings nicht darum, ob die Majorität der E-PKWs/LKWs mit Li-X läuft, sondern welchem Nutzungsschema die Prozedur gleicht (im Vergleich z.B. zur Notstromversorgung ohne tägliche große Zyklen).

    Zitat

    Das ist zum einen dem sogenannten BMS (Batteriemanagementsystem) geschuldet, zum Teil vieler Verbraucher.

    Nimmt man das Wort BMS wörtlich, ist natürlich auch ein Laderegler irgendwie ein "Management"... Aber BMS als üblicher Begriff ist etwas, was bei Li-X Akkus zum Einsatz kommt - mit mehr oder weniger Funktionen, die mehr oder weniger gut umgesetzt sind (je nach BMS). Da wird sich um das Balancing gekümmert, Tiefentladung und Überladung werden beachtet, usw... Handelsüblich habe ich das für Blei oder NICD noch nirgends gesehen, natürlich gibts aber hier und da Bastler, die sich da was zusammen bauen.

    Hallo Torsten,


    war beruflich ein paar Tage unterwegs, daher etwas delay mit meiner Antwort :)


    Ich meine mich zu erinnern, dass in meinem Beispiel 15,2 Volt das Maximum war... Der geringe Strom bei dieser Batteriegröße reichte nicht aus, um im Zeitintervall, den das CTEK automatisch setzt, die Spannung höher laufen zu lassen. Bein einem kleineren Akku oder einem größeren Strom oder längerer Zeit wäre das sicher anders.


    Zum Säurelevel: Ich hatte die Batterie vor dem Entladezyklus einige Zeit am Powerpulser. Da es eine offene Starterbatterie ist, konnte ich die Säuredichte gut messen und die war ok nach dem langen Pulsen. Da mein Ziel war, die Desulfatierung noch besser zu entfernen, bin ich dem Tipp aus alter (Varta Blei Akku) Literatur gefolgt und habe eine langsame Entladung (bis 1,9Volt pro Zelle) vorgenommen und dann direkt wieder aufgeladen mit deutlich höherem Strom als die Entladung vorher. Danach war die Säuredichte wieder stark im Keller. Und erst, als ich dann noch mal kräftig nachgeladen und nachgepulst hatte, war sie wieder im grünen Bereich.


    Beantwortet das Deine Frage ?

    Hat mich auch gewundert. Ich hatte zum Check noch den Innenwiderstand der Akkus getestet, der lag bei 3 bis 5 mOhm - eine zum Vergleich recht neu gemessene 70Ah Starterbatterie war recht ähnlich am gleichen Messgerät, so dass ich das für "plausibel und ok" empfand. Laeinhaft vermute ich einen Zusammenhang zwischen "erhöhter Selbstentladungsrate" und Innenwiderstand. Oder irre ich da?

    Danke für die Anregungen. Vor kurzem habe ich den umgekehrten Fall untersucht: Vier 6 Volt 80Ah stationäre Beliakkus habe ich in Reihe (24V) geschaltet, ordentlich vollgeladen, Säure geprüft (im unteren "ok" Bereich) und dann in Reihe an den Power Pulser gehangen für ein paar Wochen... Irgendwann dachte ich, es sei genug, hab die Säure kontrolliert - und siehe da, die war deutlich niedriger als vorher. Also 12V Päarchen gebildet, konventionell aufgeladen und einige Tage gepulst mit meinen beiden Pulsern an je 12V... Das klappt prima.
    Offensichtlich war die Selbstentladungsrate höher als das, was der Pulser an Impulsen einbrachte - eine "Stützladung" hätte vielleicht geholfen - jedoch habe ich nichts hier, was garantiert nicht mit dem Pulser agiert - da scheinen überall Dioden drin zu sein, die (laut Oszi messung 08/15) die Impulse sofort wegbügeln, wenn der Pulser parallel zum Ladegerät dazu kommt. (Ich vermute dass - je kleiner der Akku - die 24V Variante besser funktionieren würde).. Verbinder waren übrigens Original starre Kupferstreifen, also richtig dickes Material, Gesamtwege so kurz wie nur geht.


    Also bleibe ich doch erst mal bei 12V Puls Betrieb, das scheint für meine Anwendungen sicherer zu sein

    Ich habe mit dem CTEK5 mal einen Versuch gemacht:


    Bei einem 40Ah Akku (Starterbatterie, offen, Flüssiges Elektrolyt), der nach normalem Aufladen nur unzureichenden Särelevel hatte, hab ich das CTEK so eingestellt:


    - AGM Recond "kleiner Akku" - in dem Modus fährt es mit max. 0,8A auf bis zu 14,7 Volt (temperaturkompensiert) hoch (max 8h) und hängt dann eine 6 Stunden 15,8V / 0,3A Phase dran.


    Nach zwei solcher "überladezyklen" hatte sich die Säure fast vollständig erholt, jetzt häng ich noch einen dritten Zyklus dahinter.


    Eine Behandlung mit dem Powerpulser wäre auf Dauer wohl schonender für das Gittermaterial. Aber für "grad nix anderes da" und "auf die Schnelle" scheint diese Methode aber zumindest bei diesem 40Ah Akku zu funktionieren..

    Guten Morgen Tom,


    vielen dank, dass Du Dir immer so viel Zeit nimmst für die Antworten.


    Ich habe jetzt aufmerksam gelesen und nachgedacht. Du hattest ja schon oft "nutzungsart" vs "Akkutyp" erwähnt - den Punkt hab ich mir noch mal im Oberstübchen rotieren lassen und komme für mich zu folgendem:


    - das sanfte, lange entladen nach dem Desulfatieren mit Deinem PowerPulser mache ich, weil "die Literatur" dies empfiehlt, um auch die letzten Sulfatrückstände zu "erwischen" -> leichte Ausdehnung der aktiven Masse, "lockerung" - alles bekommt "kontakt" und ein gründliches Aufladen unmittelbar danach soll dann alles wieder desulfatieren ("Kapazität gewinnen sie nur zurück, wenn sie diese zyklen fahren")...


    -> Da so ein Prozedere einer Starterbatterie aber weit weniger gut tut als einer AGM oder GEL, sollte man das wirklich icht zum Regelfall werden lassen.


    -> Diese Prozedur ähnelt einer Nutzung mit hohen Zyklen (wie z.B. Antrieb eines E-Fahrzeugs) -> hier muss man danach dann richtig dolle Aufladen -> höhere Spannungen sind zwingend nötig...


    Ich reime es mir also so zusammen, dass man "zyklenfeste Akkus" so designed (oder bewirbt), dass sie dieses "überladen" öfters mitmachen. Evtl. steht deswegen auf den AGM und Co die erhöhte Voltzahl... Aus Interesse habe ich mal ein Päarchen TracBlock von Hoppecke im eingebauten Zustand einer Putzmaschine vermessen - die wird da mit fast 16 Volt geprügelt beim Laden (ist eine AGM) - und das jede Woche vier Mal seit 6 Jahren.... Inzwischen deutlich weniger Kapazität als Anfangs.. ALso schliesse ich, dass man hier quasi den Kompromiss in die Richtung verschiebt: "Lieber immer voll, um die Kapazität abrufen zu können und Sulfatierung zu vermeiden - dafür eben erhöhte Gitterkorrosion, evtl. auch Antimonvergiftung (weiss nich, wie die aufgebaut ist)... Also eben "Schäden", die aber einkalkuliert werden zu Gunsten von "Nutzungsverhalten")....


    So langsam machts Klick im Oberstübchen...


    So lange meine Starterbatterie also "nur starten muss", dabei nur ein bischen Kapazität verliert und danach sofort wieder "normal gründlich" aufgeladen wird (14,4 Volt Grenze), macht sie das gut und lange mit... Sobald sie aber mal tiefer entladen wird ("Orgeln", Stehenlassen, 12Verbraucher, etc..) bräuchte sie eigentlich mal eine "Refreshkur" zum richtig voll werden (=100%desulfatiert)... Könnte man durch "überladen" manuell anstossen (=Schädigung inklusive) oder eben mit Power Pulser (=weniger Schaden)... Da eine Lima das aber nicht macht, bleibt der Akku auf einem "weniger als 100% voll" Status verdammt - und damit wird er schleichend immer schlechter...


    Wie ich das schreibe erinnere ich mich an einen alten Post von Dir, wo dU erwähnst, dass Du zwei Autobatterien nutzt - während die eine auf Reise geht, wird die andere bepulst...


    Hab ich noch Denkfehler?

    MOrgen Tom,
    das heisst ja dann aber im Umkehrschluss, dass eine 45Ah Starterbatterie nach


    - Volladen mit IU bis 14.4
    - Nachladen nach Pause mit CTEK (was bei 14,8V Minimum 2h nachlädt)
    (Bis hierhin entspricht das ja ziemlich genau dem, was hier empfohlen wird und was auch Deine Ladegeräte als Methode benutzen - oder ? )


    - und 4 Tagen "Nachsulfatieren"
    Erst voll ist. Jetzt bin ich doch einigermassen verwirrt.


    Mein "postdesulfatierungsentlademarathon" würde ja grob einem Zyklus entsprechen, denn man sonst eher einer AGM zumuten würde.


    Liegt die "Ursache", dass Hersteller AGM quasi dazuernd empfehlen zu überladen, vielleicht genau da drin? Weil ohne ein "Überladen" (nach klassischer Lehrmeinung) das DIng einfach nicht wirklich voll wird?
    Ich vermutete die Ursache im Ladestrom - ist es eher die zu geringe Spannung beim Aufladen? Hier wird ja überall empfohlen, es NICHT blubbern zu lassen - d.h. ab 14.4 (temp kompensiert) müsste man I stark reduzieren. NUr welches Ladegerät macht das? Welcher Laderegler im Auto?


    Ums zu komkretisieren: In meinem Laborbeispiel war die Säure Vor dem Entladen auf 1,9V / Zelle bei 1,25, nach dem "sehr gründlichen" Aufladen (s.o.) dann bei 1,13. Vier Tage nachpulsen: Säure: 1,24
    So krass?

    Hallo Tom,
    ich würde es auch nicht riskieren wollen, dass was ausläuft :)
    Interessant fand ich aber das Ergebniss, dass die Gravitation bei einem AGM eben wohl doch einen Einfluss auf die Schichtung haben soll. Ich habe gerade mal gesucht, finde die Untersuchung aber nicht mehr. Oh well - eine Untersuchung macht auch noch keine Wahrheit aus :)
    Gruß
    Reiner

    Ich habe auf meiner Forschungsreise durch das Akkuland eine Untersuchung gefunden, in der die Säureschichtung von AGM/Flies Akkus untersucht wurde. Festgestellt wurde auch dort, dass es diese gibt - sie durch "auf den Kopf stellen" aber auch wieder beseitigt werden kann. Die Autoren haben aber nichts darüber geschrieben, ob Ihnen beim Laden "auf dem Kopf" Flüssigkeit aufgefallen ist. Entweder wurde das unter den Tisch gekehrt - oder sie hatten Akkus, wo eben nicht genug flüssiges drin war :) Leider finde ich spontan die Untersuchung dazu nicht, sonst würde ich sie verlinken.

    Hall Tom,


    danke für die Antwort :)


    "mehr raus als rein" - könnte natürlich auch den Einstellungen des Junsis 4010 geschuldet sein. In dem Fall das Standard Pb Programm, dass bis 14,4V konstant I macht, dann I reduziert bis auf 1/10 der Ursprungsstärke.. Kann man alles umstellen.


    Ich versuchs anders zu formulieren: Beim Entladen geht Ah X raus... Beim Wiederaufladen dann weniger rein. (Zyklusprogramm vom Junsi in Standard Einstellung).. Entladestrom 1/20C, Ladestrom ca. 1/2C... Vorher: Säure ok. Nachher: Säure deutlich zu niedrig. Selbst stehen lassen und noch mal "nachladen" mit CTEK5 hebt Säure nicht deutlich an, wobei Gesamt Ah dann schon mehr sind als rausgelutscht ursprünglich.


    Witzigerweise ist das Starverhalten durchaus ein bischen besser geworden.


    Erst, wenn ich den Powerpulsar noch mal für 4 tage dran hänge, ist die Säure wieder "ok"..


    Ist es möglich, dass eine Starterbatterie einem den post-desulfatierungszyklus "krumm" nimmt und gar nicht komplett die Säure wieder umwandelt?
    Oder hat das was mit der stärkeren Ladestärke im vergleich zum Entladen zu tun?
    Oder ist das ein Hinweis auf eine Schädigung der porösen Masse (vielleicht verbleiuung und deshalb erschwerter Säureaustausch)?


    Danke für Mitdenken :)


    PS: Das "trainieren" von NICD/NIMH durch starkes Laden/Entladen sehe ich für mich sogar als erwiesen an - die mögen es definitiv, wenn sie mal "ran dürfen"... Bei Blei bin ich mir unsicher inzwischen.. Siehe oben..

    Ich habe auch ein CTEK. Im Recond Modus fährt es einfach die Voltzahl hoch und je nach Modell lässt es diese dann zwischen 2 und 8 Stunden "stehen".. Bei meinem Modell macht es das mit bis zu 5A... Das lässt die Akkus ordentlich blubbern. Allerdings ist der Zeitraum meines Achtens viel zu kurz um wirklich zu Desulfatieren - und die Stromstärke zu hoch.. Besser wäre eine relativ kleine Stromstärke und dann wesentlich länger "überladen".. Durchaus auch mal ein paar Tage... So zumindest meine Beobachtungen bis jetzt.

    Ich klinke mich hier mal ein mit meinen Beobachtungen und einer Frage:


    Bei 08/15 Starterbatterien (um die 50Ah), die ich teilweise von Bekannten als "will nich mehr so recht" oder vom Schrott bekommen habe (4V waren noch drin) habe ich mit folgender Prozedur gearbeitet:


    - Ein paar Tage Anfangspulsen (ich verspreche mir ein "Auflockern" von Sulfat davon)
    - Dann mit einem Ctek komplett Voll laden (ohne blubberblubber Regenrierung)
    - Dann laaaange Bepulsen, bis die Säure sicher im grünen Bereich ist


    Eine CCA 540 (e) Batterie kam dann z.B. auf ca 13mOhm Innenwiederstand und erreichte ungefähr 250A CCA. Spannung war ok.


    Soweit so gut... Dann kommen die Zyklen:



    - Langsames Entladen auf 1,9Volt pro Zelle mit 1/20 C. Es kamen rund 24Ah raus
    - Aufladen bis 14,4Volt mit 16A (drüber wurden die Kabel zu warm :) ), Bei 14,4 dann abnehmende Stromstärke. Es gingen jedoch nur 20Ah rein..


    - Danach gabs 330 CCA. JEdoch war die Säure dann wieder relativ niedrig... Also Stehenlassen für ein paar Stunden und noch mal Nachladen mit einem Ctek5.
    - Säure war dann schon wieder etwas besser - der Pulser musste aber dann wieder 5 Tage ran, erst dann war die Säure wieder ok.


    In einem zweiten verusch mit einer sehr ähnlichen Batterie habe ich den Ladestrom auf 6 A begrenzt. Dieses Mal ging rund 3% mehr rein als rauskam...




    Ich habe hier gelernt, dass "schnelles Aufladen" die Kristallstruktur begünstigen soll, weil sich eher kleine Kristalle bilden und die Oberfläche der Platten sich vergrößert durch kleinere Strukturen. Auch lese ich öfters (auch hier), dass man einen Bleiakku quasi mit "so viel wie geht" vollpumpen kann (bis Gasungsspannung usw..) Auch mein Handbuch von Hoppecke von Stellwerksakkus sagt das...


    Jetzt lese ich aber in einem relativ alten Handbuch von Varta über Bleiakkus was von innerer und äusserer Säure und meine das dort alles so zu verstehen, dass ein "zu schnelles Aufladen" zu einem unvollstöänigen Umwandeln von sulfat führen kann - Stichwort Nachladen.. oder ?


    Meine Beobachtungen scheinen eine Regelmässigkeit zu offenbaren: Lade ich mit sehr viel Ampere, geht immer weit weniger rein, als rauskam - Lade ich mit 1/10C, ist das nicht so...


    Frage also: Ist das Volladen mit hohem Strom dem "wieder erreichen einer kleinen Kristalstruktur" wirklich zuträglich (rückgewinn von Startfähigkeit bei einer Starterbatterie)? Wäre ein langsames Aufladen diesbezüglich ungüsntiger? ISt bei einem schnelladen eine Nachladephase immer nötig (wie macht die Lima das dann?).


    Danke schon mal für Eure Gedanken und das Durchlesen :)

    Ich wollte mal Rückmeldung geben:


    Leider klappt das nicht. Die
    tiefentladenen NimH sind alle tot und bleiben es auch. NiCD lassen sich
    zum Großen Teil wiederbeleben, aber das klappt auch ohne Pulser. Ein
    sanftes "Forming" mit ca., 1,2 facher Kapazität und anschliessend 2 bis 4
    Zyklen und sie sind wieder fit (sofern nicht andersweitig
    geschädigt...).


    Danke fürs "midtenken" beim Experiment.


    Zur
    Sinnhaftigkeit: Klar, wirtschaftlich ist das alles nicht unbedingt -
    aber darum geht es primär auch gar nicht. Ein bischen Nachhaltigkeit,
    Forschergeist und "schade ums wegschmeissen" sind dabei - und nebenher
    sind für die kleinen RC Fahrzeuge noch ein paar wieder verwendbare NICD
    Akkus bei rausgekommen... Der Nachwuchs freut sich.

    Inzwischen stolpert man hier und da über Infos und Werbung zu LTO Akkus.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Lithiumtitanat-Akkumulator
    http://zukunftswerkstatt-verke…akku-lithium-titanat.html


    Neben Zellen aus China bin ich vor kurzem auch drauf gestossen, dass es auch einen europäischen Konzern gibt, der die Zellen sogar in Deutschland herstellt.


    https://www.leclanche.com/


    Versprochen werden extreme Robustheit, weitgehende Unempfindlichkeit gegen Tiefentladung und brennen sollen sie auch nicht. Die maximal erreichbare Zyklenanzahl liegt um ein vielfaches über der von LiFePo4, einzig die Energiedichte ist etwas ungünstiger als bei LiPo/LiFePo4... Maximale Entladeströme sind auch sehr gut (und somit auch für E-Autos etc.. gut nutzbar)


    Die Anschaffungspreise sind aktuell noch einiges über den anderen Li-Typen und BMSe gibts auch noch nicht wie Sand am Meer an jeder Ecke - rechnet man aber die hohe mögliche Zyklenzahl (sofern das stimmt, was behauptet wird) rein, steigt die Wirtschaftlichkeit schon wieder um einiges an.


    Hat jemand schon Erfahrungen mit solchen Zellen ?

    Hier mal eine kleine Rückmeldung:


    Bei 6V sind die Impulse des Pulser weit geringer ausgebildet als bei 12V Akkus (sagt zumindest mein uraltes 08/15 Philips Oszi) - gefühlt habe ich also keinen Unterschied zwischen "0,1A Ladestrom aus dem Labornetzteil" und "powerpulser dran" bemerkt... 2 x 6 Volt in Reihe klappte hingegegn wie gewohnt gut.


    Die komplett tiefentladenen Akkus konnte ich zu rund 20% wieder auf "gut" hochpeppeln, ca 30% waren "naja, für minisolar reichts" und der Rest war "dahin"...


    In den erfolgreichen Fällen hatte der Powerpulsar jeweils am Anfang des Aufladens geholfen, damit die Akkus überhaupt wieder irgendwas angenommen hatten und die Spannung dann auch ein paar Tage hielten... Dann war ein Aufladen mit Ladegerät möglich... Dann weiteres Pulsen - dann 3 Zyklen fahren mit langsamen entladen und wieder komplettem Aufladen mit Pulsen nach dem Aufladen... Das hat sich als gangbar herausgestellt...

    Hallo Tom,


    danke für Deine Nachricht :)


    Meine Überlegung geht dahingehend: Ich bilde mir ein, dass der hohe Innenwiderstand dadurch zustande kommt, dass die Strukturen im Inneren des Akkus zu grob geworden sind - zumindest lese ich das aus diversen Quellen so heraus. Ein kurzzeitiges "Shoken" mit einem starken Strom soll wohl bei einigen NimH ein "Erwachen" bringen, so dass man sie dann wieder laden kann. Das Auffrischen an sich geschieht dann durch langsames Entladen mit anfänglich sanftem, dann immer stärker werdendem Aufladen in mehren Zyklen... Also wohl ähnlich wie "memory Effect bei NICD beseitigen"...
    Der Power Pulser fungiert hier als "kurzzeitschocker", der das anfängliche Auladen erst möglich macht...


    Jetzt hing der 7,2V Akkupack ein paar Stunden am Pulser - Zellen zwischen 1,3 und 1,45 Volt aktuell... Ich kenne leider die maximalspannung nicht, ab wann die Akkus leiden würden, aber 1,5V scheint mir noch ok zu sein - schaue ich mir die meisten Ladekurve NimH Diagramme im Netz an, geht es dort teilweise bis knapp unter 1,6 volt pro Zelle...


    Jetzt früh werde ich die Zellen mit sanftem Strom bei 1,5V (CV) am Laborladegerät einzeln mal ein bischen "füttern", dann sanft auf 0,8V pro Zelle entladen und dann Zyklen fahren - bin gespannt :)

    Hallo zusammen,


    hat jemand bereits Erfahrungen gesammelt, ob man NIMH Rundzellen (4200mAh) aus dem Modellbaubereich erfolgreich bepulsen kann?


    Mit Sohnemann habe ich die alten Autos aus dem Keller gezogen. Uralte Sanyo NICD Akkus konnte ich relativ simpel wieder aufladen und nach ein paar Zyklen hatten die wieder "wumms"... Ein paar damals sehr teure und gute NIMH Zellen waren ebenfalls durch die Lagerung komplett leer (bis auf ein paar mV hier und da)... Sobald man hier Spannung anlegt, reissen manche Zellen schon bei 0,3A Ladestrom in die Höhe und gehen weit über 3 Volt hinaus.... Eingelagert wurden sie damals in "TipTop Zustand" (ob voll oder nicht weiss ich nicht mehr).


    Es sind Packs zu 7,2V (6 Zellen).