Zulässige Einbaulage von CATL-Zellen 302Ah

  • Hallo Tom,


    bei der EVE Zelle (105AH) ist laut Beschreibung die Einbaulage stehend oder liegend möglich.


    Bei der CATL Zelle (302AH) wird darüber nichts gesagt.


    Müssen diese dann stehend verbaut werden?


    Beste Grüße,


    Lars

  • Hallo Lars,


    bei allen mir bekannten prismatischen LiFePO4-Zellen ist die Einbaulage beliebig. Sie können sogar auf dem Kopf stehend eingebaut werden, wenn es nicht weiter stört, dass bei Defekten, durch die das Zellenventil öffnet, dann zwangsläufig Elektrolyt austritt. Aus rein technischer Sicht spricht aber nichts gegen eine beliebige Einbaulage.


    Grüße, Tom

  • Hallo zusammen,


    ich würde das Thema gerne nochmal kurz aufgreifen.

    Hatte mir den großen Bausatz mit 4 CATL 314Ah-Zellen bestellt, heute schon angekommen. Tom : Erstmal vielen Dank für die super schnelle Lieferung.

    Und die Tetris-Gummibärchen sind der Knaller, kannte ich noch nicht ^^


    Nun zu meiner eigentlichen Frage: wenn ich die Zellen von der stehenden Position um 90 Grad auf "liegend" drehe, gluckert es in den Zellen hörbar. Vor paar Jahren hatte ich bei Dir bereits den 280Ah-Satz bestellt, da war mir das nicht aufgefallen - vielleicht habe ich nur nicht drauf geachtet. Ist das ein Problem oder vollkommen normal?

  • Das ist normal.


    Die Zellen behalten computergesteuert immer ein Gaspolster vor der Versiegelung, damit der Innendruck bei Temperaturänderungen nicht so stark schwankt, weil andernfalls im Extremfall das Überdurckventil öffnen könnte. Das Gaspolster gleicht also den Innendruck aus, während der flüssige Elektrolyt selbst ja nicht komprimierbar ist. Je nachdem wie viel Gas sich in den Zellen befindet, plätschert es beim Schütteln mal mehr oder mal weniger. Also alles gut. :)


    Grüße, Tom

  • Danke für die schnelle Antwort! Jetzt nur noch eine kurze Frage, die vllt. bisschen off topic ist: ist es unbedingt erforderlich, zwischen die Zellen diese Epoxy- oder Gummiplatten, die Du in Deinem Shop anbietest, zu legen? Hatte bei meinem vorherigen Selbstbau ca. 1mm dicke Gummimatten gelegt, hatte irgendwo mal gelesen, das wäre von Vorteil - aber sicher bin ich mir nicht mehr, ist schon paar Donnerstage her...

  • Die Zellengehäuse bestehen aus Aluminium, leiten also Strom. Da der Elektrodenwickel und der Elektrolyt mit dem Aluminiumbecher des Gehäuses in direktem Kontakt stehen, besteht natürlich auch eine elektrische Verbindung. Zur Isolierung sind die Zellen deshalb äußerlich mit Kunststofffolie beklebt, die elektrisch isolierend und sehr stabil ist. Unter normalen Umständen kommt man damit problemlos aus.


    Wenn man aber vorhat, die Zellen mit irgendwelchen Vorrichtungen seitlich mit 3000N Pressdruck zusammen zu pressen, sollte man besser Epoxy- oder Gummiplatten dazwischen legen, um eine sichere Isolation zwischen den Zellen auch dann zu erreichen, wenn die Plastikfolie aus irgendwelchen Gründen beschädigt wurde. Andernfalls kann es zu einem Kurzschluss zwischen zwei Zellenbechern kommen. Das funkt zwar nicht, führt aber dazu, dass die Balancierung der Zellen u.U. unmöglich gemacht wird.


    Grüße, Tom

  • 3000N war jetzt nicht der Plan - aber habe gerade gesehen, dass ich noch ausreichend Hartgummi-Platten im Keller habe, werde vorsichtshalber dann diese verwenden. Danke für die ausführliche Erklärung :)

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