Alles klar. In diesem Fall bitte mit Rechnungskopie und Fehlerbeschreibung zurückschicken, dann kümmere ich mich umgehend darum.
Mal schauen, woran es liegt.
Grüße, Tom
Alles klar. In diesem Fall bitte mit Rechnungskopie und Fehlerbeschreibung zurückschicken, dann kümmere ich mich umgehend darum.
Mal schauen, woran es liegt.
Grüße, Tom
Danke Tom
Ich würde gerne anders verfahren wollen da das BMS in Ungarn ist und ich es im Oktober dort installiert habe. Leider bin ich erst im Frühjahr wieder vor Ort. Ich würde daher ein BMS bei dir kaufen und es dann zunächst hin schicken zum tauschen. Anschließend schicke ich dir das "defekte" welches du dann bearbeiten kannst. Es wäre natürlich toll wenn wir das gegenrechnen können, ansonsten behalte ich dann das reparierte/ getauschte Gerät.
Lieben Dank
Olli
Das können wir so machen, nur kriege ich die Rücknahme des defekten Gerätes unter voller Erstattung des Kaufpreises nicht hin, weil ich das Gerät ja nicht mehr als neu weiter veräußern kann. Das müsstest du dann also behalten.
Allerdings glaube ich ehrlich gesagt noch nicht an einen Defekt, sondern eher an einen Konfigurationsfehler:
Ist denn die Konfiguration des BMS vielleicht mal geändert worden? Ich meine, die Nennkapazität muss natürlich korrekt eingetragen werden, aber der Rest kann im Normalfall so bleiben, wie ich die Geräte hier zum Versand an die Kunden vorkonfiguriert habe. Nicht selten finde ich bei Reklamations-rücksendungen unsinnige Konfigurationen vor, die dann erst zu den Problemen führen, wegen der die Geräte reklamiert wurden. Daher die Frage.
Manchmal ist es auch ein gangbarer Weg, wenn der Kunde einfach mal den Inhalt des Fehlerspeichers an meine eMail-Adresse tom@microcharge.de schickt (in der Smartfon-App unter: /Parametereinstellungen/Systemeinstellungen/Datenberichterstattung/ und dann eMail-Adresse eingeben, dann wird die Datei übers Internet an mein Postfach geschickt). Oft kann ich dann schon aus der Ferne sagen, wo sich da was verhakt hat.
Grüße, Tom
Ich habe eigentlich nur die Kapazität verändert. Der Rest war schon vernünftig eingestellt. Ich lasse mir den Bericht mal zusenden und leite ihn dir weiter.
Danke für deine Bemühungen.
Gerne. Hauptsache es hilft. ![]()
Grüße, Tom
Moin Tom
Ich hatte bei dir ja ein weiteres 300A BMS gekauft und es zu meinem Kunden geschickt. Nach meinen Vorgaben wurde es dann getauscht und das Phänomen bleibt weiterhin bestehen. Bei erreichen der Ladeschlussspannung schalten sowohl Ladung als auch Entladung ab. Die Entladung kommt nach wenigen Sekunden (1-3 Sek.) wieder. Die Ladung schaltet nach Unterschreiten der Öffnungsspannung wieder ein. Entweder hat das BMS das gleiche Problem, oder es liegt ein anderes derzeit nicht klar ersichtliches Problem vor.
Ich habe an dem BMS lediglich die Kapazität eingestellt. Alles andere ist noch auf "Vorgabeeinstellung" von dir.
Ich habe acht 314Ah Zellen verbaut, wovon immer zwei parallel sind. Es hat bei beiden BMS für ca. zwei Tage wohl ohne Probleme funktioniert bis das Problem dann aufgetreten ist. Die Logdateien geben auch keinen Hinweis auf Fehler. Geladen werden die Zellen über zwei Victron MPPT Regler die zusammen maximal 170A liefern können. Das ist aber nur unter idealen Bedingungen möglich. Die höchste Leistung war bisher etwa 140A um die Mittagszeit meine ich. Das sollte das BMS doch locker verkraften.
Mein Kunde hilft sich derzeit damit, kurz vor Vollladung, seine Solarpanele abzuklemmen damit die Batterie nicht an die Ladeschlusspannung kommt und dann wieder abschaltet. Das ist ja auch nicht so förderlich für die Lebensdauer seiner angehängten Geräte. Er hat nur einen Wechselrichter (2KW) dran der alles versorgt. 12V seitig gibt es nur die beiden MPPT mit je maximal 85A. Die Ladeschlussspannung der MPPT ist auf 14,4V eingestellt. Selbst damit schafft es eine Zelle immer voll zu werden, da die Differenzspannung hin und wieder bei ca. 0,24V liegt. Ich habe noch den großen 8A Balancer von dir eingebaut.
Ich verstehe nicht wo hier das Problem sein soll. Gibt es eventuell ein Problem mit der Firmware? Oder hat das 300A BMS eventuell einen Bug ab Werk? Bin da jetzt überfragt. Kann aber auch nicht vor Ort messen, da ich erst mitte März wieder bei meinem Kunden bin.
Danke für deine Hilfe
LG Olli
Bei dem von Dir geschilderten Verhalten, dass bei Erreichen des Ladeschlusses kurioserweise auch die Entladestromrichtung abgeschaltet wird, sollten sich in jedem Fall entsprechende Einträge im Fehlerspeicher finden lassen. Was steht denn da drin?
Grüße, Tom
Mein Kunde hat Schwierigkeiten den Fehlerspeicher auszugeben. Es wird vom BMS scheinbar immer nur eine Datei ausgegeben. In der Datei der Gerätedatenprotokollierung finden sich aber keine Fehler sondern nur Gerätedaten wie etwa die aktuellen Werte.
Das Gerät ist schon auf dem Weg zu mir. Ich schicke es dann direkt weiter an dich. Eventuell schaffst du ja dann die Fehler auszulesen.
Mein Kunde meinte dass sogar vor erreichen der Volladung der Fehler schon mal aufgetreten sei. Ich vermute dass hier der Temperaturschutz angesprungen ist. Die Geräte sind draussen in einer isolierten Kiste. Allerdings war es zwischenzeitlich so kalt das die Isolation wohl nicht mehr ausgereicht hat. Dann erfolgte die Abschaltung der Ladung und die Entladung wurde auch wieder kurz mit ausgeschaltet.
Ich habe inzwischen das Gefühl, da das neue Gerät das gleiche Phänomen hat, dass hier eventuell eine fehlerhafte Charge des BMS vorliegen könnte. Aber das gilt es halt zu überprüfen.
Ich habe dir mal ein paar Screenshots des alten BMS angehängt. Leider lassen sich die Fehler wohl nicht als Datei ausgeben.
Mit der Smartfon-App kommt man hier nicht weiter. Der Fehlerspeicher lässt sich nur mit der Windows-Software auslesen.
Bild 1: Daly BMS Fehlerspeicherauszug mit BMSTool-V1.14.64.
Die Seite geht nach rechts noch weiter, es passt nicht alles auf einmal auf den Bildschirm. Da stehen dann u.a. noch die Spannungen der Einzelzellen, Temperturangaben und einiges weiteres. Ich habe jetzt ganz bewusst die Spalten nicht so weit aufgezogen, dass man die Spaltenüberschriften komplett lesen kann, sonst hätte nicht genug auf den Bildschirm gepasst. Das sollte man bei der Analyse aber tun, damit man versteht, welche Bedeutung die einzelnen Werte haben.
Vermutlich sollte mal jemand eine Abhandlung über den BMS-Fehlerspeicher, seine Anwendung bei Fehleranalysen und die genaue Bedeutung aller Punkte erstellen, damit seine Verwendung zukünftig öfter erfolgt. Denn die paar Daten, welche die Smartfon-App liefert, lassen ja bestenfalls eine grobe Analyse in Echtzeit zu. Nur: Wenn gerade mal was nicht so läuft wie es soll, guckt man garantiert gerade nicht hin...
Und ob die Zusammenhänge von unerwarteten Abschaltungen dabei in jedem Fall klar werden, darf auch bezweifelt werden. In solchen Fällen kommt man also ohne Windows-PC und BMS/USB-Adapter nicht aus.
Dass es sich bei dem geschilderten Phänomen um einen baureihenübergreifenden Serienfehler handelt, erscheint mir aber nicht wahrscheinlich. Das hätte zwischenzeitlich sicher schon jemand bemerkt. Ich vermute deshalb ein Problem mit der Konfiguration, oder der umgebenden Installation. Man muss immer daran denken, dass es sich bei solchen BMS nicht um eine einfache Glühlampe oder einen Fußball handelt, sondern um ziemlich komplizierte Steuer- und Regeltechnik, eine frei konfigurierbare zumal. Das ist DIY-Technik in Hochkultur, sprich, solche Systeme sind nicht zwingend auf den ersten Blick intuitiv verständlich. Der Teufel steckt da sprichwörtlich im Detail. Und Details gibt es hier eine ganze Menge, wie man sieht. Und es ist ja oft nicht das BMS allein! Da gibt es noch Verbraucher, Wechselrichter, Solarregler, Ladebooster oder sonstige Ladestromquellen und dergleichen mehr. Und vieles davon besitzt selbst Steuer- und Regeltechnik und konfigurierbare Software und eins interagiert mit dem anderen. Da wird es schnell kompliziert. Frag nicht, woher ich das weiß... ![]()
Obwohl: In einem Fußball steckt ja auch viel mehr "Technik", als man ihm auf den ersten Blick ansehen kann. Denn wäre der so einfach, wären wir alle Bundesligaspieler. ![]()
Also am besten erst mal den Fehlerspeicher auslesen und dann versuchen zu verstehen, was da genau passiert ist.
Grüße, Tom
Servus Tom,
ich möchte mich nur ungern einmischen,
das ist ja dein Kunde, der das Produkt weitergegeben hat.
Ich mache es doch
:
Ich lese hier im screenshot: Spannung hoch 3.59V
Ladung zum Schutz der Batterie unterbrochen
Ich würde dem Subkunden raten, diesen blauen MPPT von Spannung und Strom etwas runterdrehen, um den Dali nicht in den Schutz zu treiben. Oder besser, von 4S2P auf 8S1P gehen.
Und nur einen verwenden. Das System geht bei hohem SOC und hohem Ladestrom 140A aus der Balance.
240mV ist schon beachtlich, eine Zelle auf 3.59 eine andere auf 3.35
Hoher Strom ist nicht ganz so gut für die Lebenserwartung.
Bei ca. 2kW PV Ladeleistung sind wir bei der 2fachen Leistung von Balkonkraftwerken, da werden meist 16S 54V als Speicher verwendet.
Ein screenshot des ersten Bildschirms der Dali App sollte das zeigen.
Wie wir schon einmal festgestellt haben, ist die Hysterese zum Wiedereinschalten relativ hoch.
Meine Meinung, welche sich nicht mit der Meinung anderer decken muss und wird.
lg
M.
Die 240mV sind kein wirkliches Problem. Natürlich spreizen sich die Zellenspannungen im Nahbereich des Ladeschlusses auseinander, aber zusätzlich treten bei hohen Strömen auch erhöhte Spannungsabfälle (die im Fall von Ladeströmen natürlich eher "Spannungsanstiege" sind) auf, die dann solche hohen Abweichungen zur Folge haben. Schädlich sind diese aber nicht.
Sie können aber Abschaltungen auslösen, wenn die konfigurierten Grenzen für die maximal zulässigen Spannungsdifferenzen zwischen den Zellen überschritten werden![]()
Wobei ein BMS natürlich nicht erkennen kann, woran eine solche Überschreitung der Zellen-Differenzspannung liegt. Denn das kann einerseits eine Spannung sein, die bei hohem Strom am Innenwiderstand einer Zelle abfällt (bzw. beim Laden ansteigt), diese Spannung kann aber auch an Zellenverbindern, Verschraubungen oder bei mangelnder Kontaktgüte abfallen. Sogar wegen Kontaktproblemen an Balancerkabeln kann es zu solchen Schwierigkeiten kommen, oder weil Leute in ihrer Einfalt die kleinen Ringkabelschüchen der Balancerkabel als erstes ganz unten auf dem Batteriepol, noch unter den Zellenverbinder oder Speisekabel-Kabelschuh gelegt haben. Die wenigsten wissen auch, dass die auf die Zellenpole geschweißten Stahlgewinde den Strom ganz wesentlich schlechter leiden, als die Polkontaktflächen der Zellen. Diese elektrotechnischen und programmlogischen Zusammenhänge haben nur die wenigsten Batteriebetreiber auf dem Schirm, so dass meist als allererstes der Ruf nach einem BMS-Defekt ertönt, und der nach kostenloser Ersatzlieferung für den zuvor gelieferten Schrott sogleich folgt. ![]()
Ich war gerade vor zwei Tagen wegen eines eng verwandten technischen Problem mit einem Daly-BMS gegen einen Kunden vor Gericht und weiß nach einigen Jahren Handel mit BMS und dem damit verbundenem Support inzwischen, wo die meisten Kunden das BMS drückt und wie begrenzt deren Verständnis für die technischen Zusammenhänge regelmäßig ist. ![]()
Hohe Ströme sind für moderne LFP-Zellen überhaupt kein Problem mehr. Die Lebensdauer wird durch sie kaum negativ beeinflusst, soweit sie nicht gerade bei eiskalten (5°C oder darunter) Zellen "exekutiert" werden.
Bei den beigelegten Screenshots der Smartfon-App fallen immer wieder "Fehlermeldungen" wie "Spannung zu hoch" auf. Über dieses Thema habe ich mit dem Hersteller schon vor Jahren intensiv korrespondiert, weil weil das Adverb "zu" in Verbindung mit dem Adjektiv "hoch" den Empfänger der Nachricht regelmäßig komplett in die falsche Richtung führt. Denn ob ein voller Tank nun "voll", oder "zu voll" ist, ist ja ein ganz wesentlicher Unterschied! Wenn er voll ist, ist das ein meist wünschenswerter Zustand. Aber "zu voll" mag man ihn nicht haben, denn "zu voll" bedeutet ja immer, dass hier ein Problem besteht, weshalb ein Tank tunlichst nur voll, aber nicht zu voll gefüllt werden sollte (ein Tank könnte ja vielleicht überlaufen oder gar platzen...).
Das Adverb "zu" bei "zu hoch" führt also im Zusammenhang mit der o.g. Statusmeldung (um eine solche handelt es sich im engeren Sinne und nicht um eine Fehlermeldung!) meist zu ganz erheblicher, sinnloser Verunsicherung, weil Zellenspannungen und Gesamtspannung ja eben nicht "zu hoch" sind, sondern klar innerhalb des als noch zulässig konfigurierten Spannungsbereichs liegen. Sie sind einfach nur "hoch", sonst aber nichts. Das Verständnis der Funktion des Wortes "zu" bei "zu hoch" fehlt den Chinesen leider größtenteils noch. Sie haben sich deutschsprachlich aber schon sehr verbessert, denn die gröbsten Schnitzer der deutschen Übersetzung sind nach meinen ersten Bemühungen um eine Verbesserung der App-Verständlichkeit vor etwa zwei Jahren schon beseitigt worden. Aber ein paar Sachen sind leider noch nicht optimal.
Man muss sich also hauptsächlich die nackten Daten anschauen und nicht so sehr auf die Formulierungen achten! Allein die Daten geben wirklich Auskunft darüber, wenn etwas nicht stimmt und was nicht stimmt. Und das kann der Fehlerspeicherauszug der Windows-Software doch deutlich besser, als die Smart BMS Smartfon-App.
Grüße, Tom
Servus Tom,
ja, die chinesischen KI Übersetzungen sind manchmal ungewohnt,
ich lege nicht jeden Ausdruck auf die Waagschale, oder auf english umschalten.
240mV sind für mich eine grosse Imbalance, Dali schaltet ab wegen 3.59V Spannung hoch, und die 3.3V Zelle verhungert, bei jeden Ladevorgang etwas mehr. Da gibt es eine gute Animation von microcharge.
Beim 140A hilft ein 8A Balancer nicht wirklich. Wobei Balancen wegen dem flachen Spannungsverlauf nur bedingt hilft. Wenn dann bei nahe 100% SOC, aber da macht das Dali eine Level 2 Notabschaltung, um weiteren Schaden zu vermeiden.
140A Ladestrom ist für mich schon eine ganz ordenliche Belastung, lieber Spannung hoch und Strom runter. Dann sinkt die Belastung auf / um die Hälfte, und die allseits gefürchteten Übergangswiderstände spielen auch nur mehr die halbe Rolle. Kupferpaste und Kiloschlüssel gibt es bei microcharge.de
Am letzten Bild der Screenshotserie Beitrag #28 ist die Fehlermeldung zu sehen.
Da kann ich auch kein Spannung zu hoch lesen, dort steht Spannung hoch 3.64V bei 60A Ladestrom.
Ladekanal ist noch offen, ich würde bei 3.60V zumachen.
Da brauche ich keine Software, da reicht die app am Tablet.
Selbst da ist die Gefahr gross, sich zu verlaufen. Viele Herstelle sperren da zu.
Warum das Dali jetzt mit grossem Aufwand getauscht werden soll?
Da fällt mir nix ein ![]()
Eher auf 24V gehen, die 8Zellen sind ja schon da, wenn noch nicht vorgeschädigt.
Und mit der vorgeschriebenen Kraft verspannen, falls nicht schon geschehen.
steht alles auf microcharge.de
Sorry und Entschuldigung für Besserwisser![]()
Meine Erfahrung
Meine Meinung
m2ct.
lg
M.
Servus Tom,
ja, die chinesischen KI Übersetzungen sind manchmal ungewohnt,
ich lege nicht jeden Ausdruck auf die Waagschale, oder auf english umschalten.
Das freut mich, aber viele, wenn nicht die meisten Batterie-Anwender, kommen bei solchen "alarmistischen" Formulierungen schnell ins Schwitzen. Was ich verstehen kann, denn wenn man gerade für teures Geld eine Batterie gekauft oder gebaut hat, dann möchte man nicht lesen, dass eine Spannung "zu hoch" sei. Man geht einfach davon aus, dass das BMS der Batterie schon dafür sorgt, dass genau das eben nicht eintritt.
Zitat240mV sind für mich eine grosse Imbalance, Dali schaltet ab wegen 3.59V Spannung hoch, und die 3.3V Zelle verhungert, bei jeden Ladevorgang etwas mehr. Da gibt es eine gute Animation von microcharge.
Beim 140A hilft ein 8A Balancer nicht wirklich. Wobei Balancen wegen dem flachen Spannungsverlauf nur bedingt hilft. Wenn dann bei nahe 100% SOC, aber da macht das Dali eine Level 2 Notabschaltung, um weiteren Schaden zu vermeiden.
Es ist wieder die Sache mit dem Verständnis der Zusammenhänge: Wenn das nicht gegeben ist, dann kommt man auf unzutreffende Spekulationen.
Weil wir genau mit diesen Fragen
A. bis zu welcher Grenze Unbalancen zwischen Zellen normal sind und
B. ob untereinander abweichende Zellenspannungen tatsächlich immer Unbalancen anzeigen
jeden Tag zu tun haben, möchte ich gern noch einmal zu einer Erklärung ausholen.
Diese Grafik kennen sicher die meisten hier:
Bild 1: Spannungsverlauf einer LiFePO4-Zellen über den Ladezustandsbereich 0-100% (SoC).
Man sieht oben, dass 240mV Spannungsunterschied am Ladeschluss nur wenige Prozent SoC-Unterschied ausmachen, während derselbe Spannungsunterschied im mittleren Ladungsbereich durchaus über 90% SoC-Unterschied ausmachen können. Die Kennlinie ist eben nicht gerade. Besonders nicht an den Enden.
Bild 2: Spannungsverläufe von vier etwas unterschiedlichen Zellen in einer 4S-Reihenschaltung
In Bild 2 sind die Spannungsverläufe der vier Einzelzellen einer vierzelligen 12,8V LiFePO4-Batterie über den Ladezustand (SoC) übereinandergelegt eingezeichnet. Schaut man sich den rot umrandeten Bereich des Ladeschlusses rechts an, bemerkt man, dass die (rote) Zelle Nr. 4 schon auf 3,6V in der Spannung angestiegen und damit voll ist, während die (blaue) Zelle Nr. 1 zur selben Zeit noch immer auf etwa 3,4V liegt (das ist jetzt nicht 100% maßstabsgetreu gezeichnet, so genau habe ich es nicht hinbekommen).
Das ist aber keine Unbalance, sondern die Zelle Nr. 4 mit der geringsten Kapazität aller vier Zellen ist einfach etwas früher voll als die stärkste Zelle Nr. 1 mit der größten Kapazität. ![]()
Wir erinnern uns: In einer Reihenschaltung ist der Strom an jeder Stelle zu jeder Zeit gleich groß!
Wenn also alle vier etwas verschieden großen Zellen exakt denselben Ladestrom über exakt dieselbe Zeit bekommen, ist es natürlich unvermeidlich, dass die schwächste Zelle auch zuerst voll ist. ![]()
Entsprechend ist das auch kein Fehler, sondern ganz genau das, was man jeden Tag im Bereich des Ladeschlusses von LiFePO4-Reihenschaltungen sehen kann: Die Zellenspannungen spreizen sich zum Ende der Ladung sehr schnell und überraschend stark auseinander.
Genau dasselbe sehen wir auch bei der Entladung: Immer ist eine einzelne Zelle die erste, die in der Spannung gegenüber den anderen Zellen absackt. Sie ist einfach früher leer, weil ihre Kapazität etwas geringer ist als die der anderen Zellen. Und das ist schon das ganze Geheimnis.![]()
Es ist auch sinnlos, diesem alltäglichen Phänomen mit einem Balancer oder Equalizer entgegenwirken zu wollen. Zwar würde man mit einem starken Equalizer bei geringen Lade- und Entladeströmen dieses auffällige Verhalten etwas abmindern können. Aber was würde das wirklich bringen? Man würde doch nur ständig hin-und-her umladen. ![]()
Wenn bei Daly-BMS bei Erreichen der Level 2 Zellenspannung abgeschaltet wird, würde ich auch nicht das Wort "Notabschaltung" verwenden wollen, weil das nur signalisiert, dass diese Abschaltung möglichst nicht jeden Tag 17 Mal vorkommen sollte - wegen der "Not". Zumindest ich assoziiere mit "Notabschaltung" immer die Notabschaltung eines Kernreaktors, damit der nicht in den Super-GAU einer Kernschmelze läuft. ![]()
Ich dagegen empfehlen meinen Kunden immer, genau dieses zuzulassen! Lasst doch das BMS entscheiden, wann die Batterie (oder die erste Zelle...) voll ist. Das BMS kann das ja viel besser, weil ihm alle Daten zu den Zellen vorliegen - die Ladestromquelle "sieht" dagegen nur die Gesamtspannung der Batterie. Die einzelnen Zellenspannungen kann es sich allein aus der Gesamtspannung aber nicht zusammenreimen.
Das BMS die Abschaltung wegen Erreichen des Ladeschlusses vornehmen zu lassen, hat auch noch einen ganz entscheidenden Vorteil:
Die Ladezustandsanzeige (SoC) wird dabei garantiert immer auf 100% gesetzt!
Genau das passiert aber oft leider nicht, wenn man die Ladeschlussspannung der Ladestromquelle niedriger legt, als die Abschaltspannung der BMS: Dann wird der Ladestrom zum Ende der Ladung langsam immer kleiner, die volle Aufladung dauert also immer deutlich länger, als wenn bis zur Abschaltung durch das BMS komplett durchgeladen wird. Und der Ladestrom kommt dann irgendwann mal komplett zum Stehen, weil der Potentialunterschied zwischen Ladestromquelle und Batterien Null geworden ist. Ab hier fließt dann nix mehr. Wenn man Glück hat, ist dann der SoC vom BMS schon auf 100% gesetzt worden. Wenn man Pech hat, ist das aber nicht passiert. Das hängt von der Ladeschlussspannung der Ladestromquelle ab, sowie von den Konfigurationseinstellungen des BMS.
Viele Kunden haben genau dieses Problem, dass das BMS am Ende der Vollladung den SoC nicht auf 100% setzt und die habe ich dann am Telefon. Immer ist es genau dieses Problem. ![]()
Tut mir echt leid, dass meine Postings Euch immer die Zeit stehlen, aber ich versuche immer möglichst genau zu erklären, was ich vermitteln möchte. Und das braucht dann immer Platz und Zeit.
Grüße, Tom
Die MPPT sind schon auf 14,4V eingestellt. Mir ist schon bewusst das der Strom recht hoch ist, allerdings sind hier immer zwei Zellen parallel geschaltet. Ich bin zudem auch kein Anfänger oder Laie. Ich habe über 30 Jahre elektrotechnische Erfahrung und verdiene damit auch meinen Lebensunterhalt. Fehler passieren natürlich auch mir, das ist manchmal einfach so. Aber meine Erfahrung sagt mir auch dass es kein Installationsfehler zu sein scheint. Ich habe mit Tom vorher über das Projekt gesprochen und mir eine technische Einschätzung von ihm geholt. Einfach um sicher zu sein ob meine Planung passt. Wir waren uns einig dass der Akku mit acht Zellen und einem BMS funktionieren sollte.
Was jetzt das Problem sein könnte, kann ich derzeit nicht sagen, da ich nicht vor Ort sein kann. Das BMS ist auf dem Weg zu mir und dann kann der Fehlerspeicher ausgelesen werden. Entweder bei mir oder bei Tom. Eine eingehende Prüfung ist aber notwendig und diese kann mein Kunde nicht leisten mangels Expertise. Im März kann ich dann nochmal alles vor Ort prüfen. Eventuell baue ich aus den acht Zellen auch zwei Akkus, da ich ja dann zwei BMS habe. Wenn Tom schnell genug mit der Prüfung ist, kann ich das "reklamierte" Gerät dann ja mitnehmen. Auf jeden Fall wird der Fehler gefunden werden. Und ich bin niemand der irgendwen vor Gericht zieht wegen einer Reklamation. Wir sollten alle vernünftig genug sein, um eine Lösung zu finden. Aber nun schauen wir erstmal ob überhaupt etwas festzustellen ist und vor allem was das Problem sein kann.
An gut balancierten 4S LFP Akkus, sieht der Verlauf und die eingeladene Ladungsmenge erfahrungsgemäß so ähnlich aus.

Schlechte Balancierung an länger herumstehenden LiFePO4 Akkus merkt man häufig an fehlender Gesamtkapazität imzuge von Lade/Entladezyklen. Das kann man wiederum in einem bestimmten oberen Spannungsbereich automatisch ausgleichen, wenn man das Labornetzteil mehrere Tage laufen lässt!
Das kann man wiederum in einem bestimmten oberen Spannungsbereich automatisch ausgleichen, wenn man das Labornetzteil mehrere Tage laufen lässt!
Servus Ewald,
genau, so ist es.
Wenn viele A hineingeballert werden, funktioniert das so nicht.
Wobei bei dem derzeitigen Wetter mit wenig PV sich viele Anlagen von selber heilen.
V rauf und A runter.
In einigen Anleitungen steht geschrieben, dass ab- und zu die max Spannung erreicht werden soll. Hausspeicher machen das selbsttätig. Da wundert man sich, dass alle 3Wochen 100% geladen wird obwohl 85% eingestellt ist. Wobei % von interessierten Laien nicht so gern gesehen werden, die mögen lieber V oder Ah. Wobei wiederum die Ah auch nicht konstant sind, und sich über die Jahre langsam verändern.
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Wie immer, Meine Erfahrung, Meine Meinung, m2ct, guter Mod, gutes Forum
lg
M.
Mein Kunde hat jetzt nochmal einen Test gemacht mit einem Ladegerät. Dieses lädt mit einer AGM Ladekurve bei ca. 50A. Der Fehler trat hierbei anscheinend nicht auf. Somit steht zu vermuten das ein zu hoher Ladestrom das Phänomen auslösen könnte. Das BMS schaltet aber eigentlich erst bei 450A ab. Also dürfte gerade jetzt im Winter hier kein Problem entstehen. Ich vermute das bisher kaum jemand mit so hohen Strömen seinen Akku geladen hat. Ich werde im März mal einen Versuch machen bei welchen Strömen das Problem auftritt. Aber normal sollte das nicht passieren das für ca. eine Sekunde auch der Ausgang abgeschaltet wird bei diesen Strömen.
Der Grund wird sich mit Sicherheit diagnostizieren und dann das Problem durch geeigneten Eingriff vermeiden lassen. Gerade bei hohen Strömen kommt es aus den o.g. Gründen gern zu Fehlfunktionen durch erhöhte Übergangswiderstände. Da man solche erhöhten Übergangswiderstände aber im normalen Betrieb bei geringen Strömen gar nicht bemerkt, ist es völlig normal, dass sie dann bei höheren Strömen plötzlich und unerwartet auftreten.
Nanu? Was ist das denn?? ![]()
Grüße, Tom
Moin Tom
Ich habe nun das BMS bei mir. Da ich für einen Kunden bei dir zwei 105Ah Akkus gekauft hatte, habe ich das 300er BMS daran angeklemmt um den Fehlerspeicher auszulesen. Ich konnte auch auf das BMS zugreifen, jedoch gelang es mir nicht den Fehlerspeicher auszulesen. Ich habe auf Read geklickt und nichts passierte. Habe ca. 30 Minuten gewartet. Auch mehrfach versucht. Beide Tools die du als Download anbietest hatten keinen Erfolg irgendwelche Fehler auslesen zu können.
Da ich den Kunden nicht unnötig warten lassen wollte, habe ich das Vorhaben dann irgendwann abbrechen müssen. Keine Ahnung warum das nicht funktioniert hat. Ich konnte alle Werte in Echtzeit sehen, aber Fehler sah ich keine.
Das Ersatz-BMS ist inzwischen auch installiert. Dieses macht jedoch den selben Fehler. Da ich Anfang März wieder bei meinem Kunden in Ungarn bin, schaue ich mir das selbst vor Ort nochmal an. Dort werde ich auch mehr Zeit haben den Fehlerspeicher auszulesen, falls es denn irgendwie klappt. Meine Idee ist dann aus den acht Zellen zwei Akkus zu bauen, da ich ja nun zwei 300A BMS habe. Ich vermute erstmal das hier kein Fehler im BMS vorliegt. Bei zwei Akkus sollte ich möglicherweise auch weniger Probleme mit kurzen Unterbrechungen bekommen, da beide ja unterschiedlich (vor allem zeitlich) reagieren aufgrund von geringen Unterschieden im SoC und zeitlich unterschiedlichem Abschaltverhalten bei SoC=100%.
Ich schicke morgen noch ein Paket auf die Reise zu dir, da du mir in der letzten Lieferung zwei BMS zuviel geschickt hast. Eventuell hast du Sie ja auch schon vermisst. ![]()
Viele Grüße
Olli
Bei einigen Classic-BMS gab es in der Tat Probleme mit dem Auslesen des Fehlerspeichers mit der Windows-Software, das hatte ich auch diverse Male. Soweit ich dem nachkriechen konnte, scheint es sich wohl um Inkompatibilitäten zwischen BMS und der jeweiligen Windows-Software zu handeln. Leider kann ich nicht vorhersagen, welche Software diesbezüglich zu welchem BMS passt. Da müsste ich mich selbst an Daly wenden, damit die aufgrund der genannten Hardware- und Firmware-Versionen dann die dazu passende Software ermitteln und schicken. Bei den neuen HKMS-BMS sind mir diese Probleme bisher aber noch nicht begegnet.
Meine Empfehlung geht weiterhin in die Richtung, die Zellenanschlüsse und Zellenverbinder ganz genau unter Last zu untersuchen. Da sind mir schon die absurdesten Fehler vorgekommen, wie wild gestapelte und übel hingebastelte Ringkabelschuhe, kein Muttern-Anpressdruck mehr, weil nur noch 1,5 Gewindegänge sichtbar und die auch beschädigt waren, selbst gebastelte Zellenverbinder aus Baumarkt-Aluprofilen oder gar Bandstahl, die kleinen Ringkabelschuhe der Balancer-Leitungen unter(!) den Zellenverbindern, Korrosion durch Einwirkung von Salzwasser und solche Sachen. ![]()
Sehr "erhellend" ist auch eine Temperaturprüfung: Nach einer Weile unter höherer Last einfach mal mit der Wärmebild-Kamera draufhalten. Da wird man sich gar nicht selten wundern, wo es dann plötzlich hell leuchtet.
Grüße, Tom
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