Mythos Ladespannung AGM Batterie - Praxiserfahrungen... + Kombination mit Winston LiFePO4

  • Eine Parallelschaltung mit 4 preiswerten 3,2V 20A LiFePO4 Zellen von EVE und passiven 6 Euro BMS mit einer klinisch toten Banner 12V 74Ah Starterbatterie funktionierte über 1 Jahr wunderbar an einem Passat 35i 1,9TD von 1993, bis ich den Test als erfolgreich beendete.



    Derzeit teste ich eine 12V 70 Ah LiFePO4 Starterbatterie von Ingeoselli, welche für bezahlbare 190 Euro angeboten wurde.



    Nach der ersten kalten Nacht mit Minus 1°C hatte ich daran am Morgen deutlich über 2,5 MilliOhm Innenwiderstand gemessen, was aber für den alten 1,9 Liter Turbodiesel noch deutlich mehr als ausreichend ist, immerhin ließ ich den Anlasser (bei abgesteckten Magnetventil der Einstritzpumpe) ca. 2 Minuten orgelb, ohn dass sich seine üppig hohe Drehzahl verringerte. interessant wird das ganze bei Minus 15°C Außentemperatur, die Frage ist nur ob wir derat niedrige Temperaturen überhaupt erreichen!


    Die kompakten LiFePo4 Zellen hatte ich mit ausreichend langen Leitungen mit der toten Banner Starterbatterie parallelgeschaltet, damit bei niedrigem Ladezustand keinesfalls 20 Ampere Ladestrom fließen können. Diese Leiche in voll geladenem Zustand habe mit 8 Ampere entladen, wobei die verwendete elektronische Last nach knapp über 2 Ah entnommene Ladung, bei 10,8 Volt abschaltete.



    Die kleine parallelgeschaltete 12V 20Ah LFP Verbraucherbatterie wirkte als Erhaltungslader und man konnte folglich jederzeit 2 bis 3 mal erfolgreich den alten Selbstzünder anlassen, auch wenn er eine Woche oder länger nicht genützt wurde! Vor allem war es mit diesem Gespann niemals problematisch, am Parklatz mehrere Stunden das Autoradio laufen zu lassen oder mal über Nacht das Parklicht nicht auszuschalten.

  • Generell falsch ist diese Behauptung mit den 30% Leistung im Leerlauf also nicht. Sie stimmt nur nicht in jedem Fall.

    Oder eben genau umgekehrt.

    Die generelle Behauptung, eine LiMa würde im Leerlauf kaum Leistung bringen, ist - völlig - falsch.

    Dennoch wird es sicher Fahrzeuge geben (oder gegeben haben) - wo es zutrifft.

    Mein Kfz ist Bj. 2010, aber Technik eher jenseits 2000.

    Und dort ist es eben ganz im Gegenteil so, dass selbst die - warme - LiMa am Stand schon fast volle Leistung liefert:



    166A von 180A.


    Ich denke, viele sehen sich - wenn überhaupt - einfach die Stromwerte an die eben gerade "anliegen" und schließen darauf auf den Maximalwert.

    Sehr oft ist es auch kaum möglich, genug Verbraucher im Auto einzuschalten um die LiMa an die Grenze zu bekommen.

    (Was ja auch völlig klar ist, denn die ist ja gewöhnlich so ausgelegt, zusätzlich noch die Batterie zu laden...)


    Wenn also die Batterie bereits voll ist und kaum mehr Ladung aufnimmt, kann die LiMa schnell zu viel Leistung haben, um sie überhaupt noch ausreitzen zu können.

    Bei mir ist das - trotz aktuell 180A LiMa - der Fall (Ohne Sound Amp´s).

    Und das, obwohl ich alleine mit 50A Frontscheibenheizung + Heckscheibe + Spiegel + 2 Gebläse (vorne + hinten) schon viele Verbraucher haben. Dazu noch Sitzheizungen, alle Lichter, Scheibenwischer usw. :)

    Glaub mir, ich hab´s versucht.

    Die - originale - 140A LiMa was dann aber schon etwas zu wenig, die Bordspannung sank auf AGM Niveau.


    Ich tendiere dann eben schon zu dem, was überwiegend zutrifft.

    Mann müsste glaube ich schon wirklich nach einer LiMa suchen, die technisch intakt ist und am Stand dennoch kaum Leistung liefert.

    Ich würde dann (ohne es besser zu wissen) sogar eher von einem Defekt ausgehen.


    Aber klar, geben wird es das womöglich.


    Man stelle sich folgendes Szenario vor:


    Die Startbatterie ist leer, der Wagen wird fremdgestartet.

    Nun läuft der Motor, die Starthilfekabel werden abgeklemmt.

    Nun laufen aber in dem nun gestarteten Wagen auch viele elektrische Verbraucher mit, außerdem zieht sich die Bleibatterie nun ordentlich Ladung (abhängig von deren Zustand usw. natürlich)

    Wenn nun die LiMa wirklich kaum Leistung abgeben würde, wäre der Motor in dem Szenario vermutlich direkt wieder aus (weil sich wohl nur die Bleibatterie bei ausreichend tiefer Spannung "zurücknehmen" würde, die elektrischen Verbraucher nicht)


    Hattest du bisher schon mal so einen Fall?

    Ich nicht, weder bei PKW - noch bei LKW - noch bei Bussen.


    Aber wenn ich mal daran denke muss ich beim Pannenhelfer nachfragen, ob der schon mal sowas hatte.

  • Kann dazu jemand was sagen?


    Ich habe auch noch eine Pulser mitbestellt:




    Soll ich die Varta Black - trotz blubbern - am Ladegerät laden mit 14,4V?

    Wenn ja, mit 0,8A oder 3,8A?

    Und wie lange?


    Mit, oder ohne Pulser?

  • Die Gasungsspannung einer Blei-Kalziumbatterie liegt bei 15,8 V. Je älter eine Batterie wird und natürlich, je höher ihre Temperatur, um so niedriger sinkt die Gasungsspannung. Gasungsspannung bedeutet, daß sich ein festgelegter Wasserverbrauch einstellt. Eine neue Batterie gast auch schon über 15 V ganz minimal. Aber bei 14,4 V kann man sagen, daß die Batterie nicht mehr in Ordnung ist.


    Noch mal zum Eingang dieses Themas, was immer nicht ganz klar ist: Die Starterbatterie hat die Aufgabe, wie es der Name schon sagt, den Motor zu starten. Nach einer Fahrt von etwa 20 Minuten hat sie ihre verausgabte Kapazität von der Lima zurückerhalten. Eine weitere Aufgabe der Starterbatterie besteht darin, bei einem Zwangshalt im Dunkeln auf der Straße, die elektrische Anlage mit Strom für Standlicht und ggf. Warnblinkanlage zu versorgen (Notversorgung). Das ist alles - mehr nicht!!!


    Standheizungen, Musikanlagen, Radio hören bei der Gartenarbeit, u. a. müssen aus einer separaten Stromquelle gespeist werden! Das ist nun mal so.


    Rainer.

  • Aber bei 14,4 V kann man sagen, daß die Batterie nicht mehr in Ordnung ist.

    Ja ok, aber wie geht es weiter?


    Ich komme auch nicht wirklich weiter mit der Unterscheidung "blubbern" "gasen" "kochen"

    Sind das unterschiedliche Sachen?

    Oder unterscheiden sie sich nur in der Intensität?


    Teilweise lese ich "ein wenig blubbern ist normal"

    Aber hier nun eben das ist nicht normal.


    Soll ich die einfach trotzdem mal laden, denn eine LiMa würde es ja nicht anders machen?


    Oder nur den Pulser dran?


    Oder beides?

  • Standheizungen, Musikanlagen, Radio hören bei der Gartenarbeit, u. a. müssen aus einer separaten Stromquelle gespeist werden! Das ist nun mal so.

    Ja, im Idealfall schon.


    Aber in der Praxis sieht es meistens anders aus...


    Oft (nicht immer) verbauen die Hersteller bei original Standheizung ja auch eine 2. Batterie.

    Macht ja auch Sinn, denn dann kann deren Funktion die Startfähigkeit nicht beeinträchtigen.


    Andererseits:


    Das Grundproblem, nämlich ausreichend schnell ausreichend viel Ladung in die Batterie zu bekommen - insbesondere bei Kurzstrecke - bleibt dann nicht nur erhalten, es wird sogar noch verschärft damit.

    (Längere Kabel, i.d.R. kleinerer Querschnitt, weitere Kontaktstellen = höherer Übergangswiderstand = tendenziell geringere bzw. langsamere Ladung)


    Ich hatte ja viele Jahre Lang Standheizung + (eine) AGM Startbatterie + (sehr kurze) Kurzstrecke.

    Nach Wechsel auf AGM Batterie lief das völlig problemlos ohne externe Ladung!

    Selbst bei - im Extremfall - 1h Heizzeit / 10min Fahrzeit.


    Klar ist aber auch:


    Die AGM Batterie ist dann auf dem Wege nie vollgeladen, pegelt sich aber auf eine gewisse Entladetiefe ein.

    Das ist nötig, um in dieser sehr kurzen Zeit ausreichend Strom aufnehmen zu können.

    (Um die 70-80% rum)


    Oberhalb sind die Ladeströme zu gering, um die etwa 10Ah wieder in so kurzer Zeit nachladen zu können.


    Ähnlich läuft es ja auch bei der milden Rekuperation:


    Auch hier wird die Startbatterie - absichtlich - im teilgeladenen Zustand gehalten.

    Einerseits natürlich, weil sonst kein Platz wäre für Energie die im Schubbetrieb nachgeladen wird.

    Andererseits aber auch (was wohl noch wichtiger ist) um überhaupt schnell Ladung aufnehmen zu können.


    Für die Lebensdauer der AGM Batterie ist beides natürlich schlecht. Bzw. sehr schlecht.


    Aber wenn man damit das Nutzungsverhalten erreicht, dass man anstrebt, ist ja alles gut...


    Für mich war es immer wichtiger, die Sachen so nutzen zu können wie ich das möchte - auch wenn es auf die Lebensdauer geht...

  • Wenn ein Bleiakku mal so eine ähnliche Charakteristik zeigt, dann ist er bestenfalls noch als Briefbeschwerer brauchbar!



    Dieser Brocken hat nur ca. 3 Jahre in einer kleinen USV seine Dienste verrichtet und erwärmte sich in letzter Zeit sehr stark!

  • Ich habe jetzt mal die 90Ah Varta Black am Ladegerät angeschlossen mit 14,4V.

    Aber mit 0,8A Ladestrom - nicht mit 3,8A.

    Bei 3,8A fängt die quasi direkt laut zu brodeln an und die Spannung steigt hoch auf fast 15V.


    Bei 0,8A brodelt die hingegen nur leise und die Spannung bleibt auch unten auf etwas über 13V steigend.

    Dann soll die mal so laden...


    Den Pulser habe ich an die 95AH Varta LA95 AGM geklemmt.

    Mittels Stromzange und Multimeter konnte ich weder einen Strom, noch eine Spannungsänderung messen.


    Aber mit dem Oszi konnte ich wenn es piept min. Spannungsschwankungen sehen - also zumindest irgendwas macht es offenbar.


    Ob es was ändern wird?

    Keine Ahnung.

    Ich lasse es einfach mal angeklemmt...

  • Bei Bleiakkus sinkt im Alter die Gasungsschwelle, damit ist diejenige Spannung gemeint,bei welcher zunehmend Gasentwicklung auftritt. Die Gasungsschwelle beginnt bei neuen Bleiakkuzellen (OK, bleiben wir mal bei sechszelligen Bleibatterien, da haben wir die Spannungswerte alle im Kopf) erst bei 15,5 bis 16V, also einer Spannung, die normalerweise nicht erreicht wird (außer natürlich bei der "milden" Rekuperation, wo alles reingepresst wird, was geht).


    Im Betrieb der Batterie fließen Ionen zwischen den Elektroden und dem Elektrolyten, der an den Umsetzungsreaktionen auch teilnimmt, hin und her. Dabei werden, wenn ich es jetzt recht erinnere, in geringen Mengen von Legierungsbestandteilen der positiven Elektrode zur negativen transportiert, die sich dann an der negativen Elektrode ablagern. Diese Legierungsbestandteile, die eigentlich zur positiven Elektrode gehören, führen an der negativen Elektrode nun dazu, dass sich die Gasungsschwelle vermindert, weil sich Wasserstoff dort schon bei deutlich geringerer Spannung bildet. Das ist natürlich unerwünscht, denn man möchte ja die Batterie laden und nicht Knallgas erzeugen. Um diese Gasung zu verhindern, müsste man die Ladespannung deutlich senken, was natürlich oft nicht möglich ist und selbst dann, wenn man es bewerkstelligen könnte, zu erheblich schlechteren Ladeeigenschaften der Batterie führt. Deshalb gilt eine Bleibatterie, deren Gasungsschwelle in den normalen Bereich der Ladespannung abgesunken ist, als verschlissen. Man kann diesen Effekt auch nicht anders wieder zurückführen, als die Elektroden zu recyceln: Einschmelzen, Schmelze reinigen und neue Elektroden gießen.

    Achso, dies noch: Ich schrieb oben von Alterung, welchen diesen Effekt bewirkt. Genau genommen ist es aber nicht der Lauf der Zeit, sondern der Ladungsdurchsatz. Stark gezykelte Bleibatterien entwickeln diesen Effekt also erheblich schneller als welche, die kaum Ladung durchgesetzt haben und nur herumstanden.


    Grüße, Tom

  • Man kann diesen Effekt auch nicht anders wieder zurückführen, als die Elektroden zu recyceln: Einschmelzen, Schmelze reinigen und neue Elektroden gießen.

    Ok, vielen Dank.

    Das ist mir persönlich dann aber zu viel Aufwand - was würde der Service bei dir kosten wenn ich sie zu dir sende?

    Ich bin dafür auch nicht eingerichtet.

  • Ich weiß leider nur, wie man in Pakistan aus alten Bleibatterien wieder neue macht. Es würde mich mal interessieren, was Rainer dazu sagt. ^^



    Das ist übrigens der erste, der Gummihandschuhe bei der Arbeit benutzt. Normalerweise arbeiten die Pakistani gern mit vollem Körpereinsatz... =O


    Edit: Interessant übrigens, dass im Video nur die negativen Elektroden wiederverwendet werden. Die positiven sind ja zerfallen und ausgesondert worden. Zum Ausgleich kommen dann eben weniger Elektroden und mehr Füllmaterial in die Zellen rein. :P


    Was nicht viel macht, denn wenn die am Ende mit der richtigen Polarität formiert werden, dann funkschioniert der so "recycelte" Plunder erstmal wieder.


    Also kann es gut sein, dass ich in meiner Beschreibung des Vorgangs der Elektrodenvergiftung durch Transfer von Legierungsbestandteilen schlicht positiv mit negativ verwechselt habe. Ich weiß es leider selbst nicht mehr genau. Vor 40 Jahren hatte ich mal ein Fachbuch, wo dieser Effekt beschrieben wurde, aber das existiert leider nicht mehr und das Internet gibt nicht viel dazu her, außer dieser blödsinnigen KI, die aber immer munter drauflos phantasiert....


    Grüße, Tom

  • Ich weiß leider nur, wie man in Pakistan aus alten Bleibatterien wieder neue macht.

    Vielen Dank, dann werde ich mich mal an Muhammad Ali wenden.


    Schon genial, wie hier Batterien "runderneuert" werden ;)


    Leider ist das alte Handwerk der Batterierestauratoren bei uns ja mittlerweile völlig ausgestorben...?(


    Was sehr schade ist, wäre das doch wirklich praktisch...


    Aber Hauptsache an jeder Ecke ein Handyladen oder mehrere...


    Aber wenn man sieht wieviel know how, vor Allem aber auch Spezialequipment und auch Sicherheitsvorkehrungen dafür nötig sind - wundert es nicht.


    Geniale Sache:thumbup:


    Vielleicht schlage ich doch noch mal eine völlig neue Richtung ein... 8o

  • Hier ist übrigens schön gezeigt, wie Bleibatterien normalerweise hergestellt werden:

    Wahnsinn.

    Die gesamte Fabrik wie ein riesiger Reinraum, mit höchsten Sicherheitsvorkehrungen für alle Mitarbeiter:thumbup:



    Macht aber auch Sinn, kann ja auch sehr schnell was passieren...


    Dort wird das Arbeitsinspektorrat vermutlich generell viel strenger agieren als hier.


    Tom


    Vielen Dank für die videos und generell deine Beiträge!!!

  • Ja, man kommt schon ins Grübeln, wenn man diese Arbeitsbedingungen sieht. SO hätte ich mir MEIN Leben jedenfalls nicht vorgestellt. ;(


    Die Trabant-Fabrik von Sachsenring in Zwickau hat vor der Wende aber auch nicht viel anders ausgesehen (bitte nicht als Ost-Schmähung verstehen, denn ich bin selbst viele Jahre mit großem Genuss Trabant gefahren und mich hat dieses Thema einfach immer schon sehr interessiert. Ist aber auch ein wenig wie Geisterbahn-Fahren...):



    Schon schräg, wenn man sieht, dass man in heutigen Automobil-Fabriken vom Boden essen kann. Meistens jedenfalls. -|-



    Grüße, Tom


    PS, @ Manfred: Ist doch alles OK hier. Ich hab jedenfalls keinen Grund mich zu beklagen. Aber über deine Beiträge freue ich mich auch immer sehr. :) Und zwar gehört mir dieser Bauchladen, aber ich bin hier auch zugleich der einzige, der die Arbeit macht. oO)

  • Leider ist das alte Handwerk der Batterierestauratoren bei uns ja mittlerweile völlig ausgestorben...

    Gott sei Dank! Bloß gut! Glücklicherweise.

    Wenn Du selbst mal Batterien repariert hättest (ich habe es 10 Jahre lang gemacht), wärst Du auch froh, daß es diesen Quatsch nicht mehr gibt.


    Was viele nicht wissen – Batterien kann man nicht regenerieren, sondern nur reparieren. Das liegt daran, daß die Hauptkomponenten einer Batterie alle Verschleißteile sind:


    Pluselektrode: Sie verschleißt (insbesondere durch ihre mechanische Bewegung bei Entladen/Laden) stark und ist letztlich Schrott.


    Minuselektrode: Sie verschleißt mechanisch kaum, wurde aber bei den Antimonbatterien im Batterieleben durch Antimon vergiftet. Der Hersteller hat uns immer wieder davor gewarnt, sie keinesfalls für ein zweites Batterieleben einzusetzen, auch wenn sie noch so gut aussieht.


    Separatoren: Diese setzen sich zu, sind durch Bleiteile durchwachsen und nicht mehr verwendbar.


    Säure: Diese ist ebenfalls verunreinigt und erreicht nicht mehr ihre Dichte, muß also erneuert werden.


    Hartgummi-, Holz- und Glasbatterien hat man innerhalb von 2, höchstens 3 Jahren repariert. Das betraf meist defekte Zellen oder beschädigte Gehäuse. Die heutigen PP-Batterien lassen sich nicht mehr reparieren – sie sind Einwegware.


    In Krisenzeiten, wie z. B. nach dem 2. Weltkrieg, hat man natürlich aus zwei, drei, vier... Batterien eine wieder brauchbare zusammen gefriemelt, ohne jegliche Gewähr, wie lange sie in Funktion bleibt.


    Klar geht das, was die Inder machen. Nur hat solch eine Batterie eine hohe Selbstentladung. Denn die Zellen müssen untereinander getrennt sein. Bei der PP-Batterie sind alle Kammern Spiegelverschweißt, was hier, nach dem Neuaufbau, nicht gemacht wird, bzw. nicht geht.


    Rainer.

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