LiFePo Akku lässt sich nicht mehr richtig laden

  • Moin in die Runde,

    ich habe bisher im Forum immer nur gelesen und auch einige gute Tipps mitgenommen, Danke schon mal dafür.


    Nun zu meinem Problem.

    Ich habe für unserem Camper eine Batterie aus 8 310er Zellen mit einem Daly BMS 8S/24V/200A zu einem 24V Akku gebaut.

    Diese wird über Solar mit einem Victron Smartsolar MPPT 75/15, mit Landstrom über ein Victron Energy Blue Smart IP22 24-V 16 A oder die LiMa mit einem Ective SBB25 geladen.

    Das ganze hat ein halbes Jahr ziemlich gut funktioniert.


    Seit ein paar Wochen habe ich das Problem, dass ich nicht mehr mit voller Leistung laden kann. Das Victron IP22 lädt nicht in Bulk, es springt sofort auf Absorption. Da lädt es eine Weile und schaltet nach 1-1,5 Std. ab.

    Beim SBB25 ist es ähnlich. Wenn ich damit lade, bekomme ich die Anzeige "Batterie voll" und es wird mit vermindertem Strom geladen. Was wahrscheinlich das gleiche Verhalten, mit anderer Bezeichnung ist.

    Solar kann ich im Moment leider nichts zu sagen. Mit dem flachen Panel auf dem Dach und der wenigen Sonne, kammt da nichts aussagekräftiges zustande.


    Ich hatte die Vermutung, dass die Geräte sich gegenseitig beeinflussen und die wechselseitig abgeklemmt. Das Verhalten des verbliebenen Geräts war aber leider gleich.

    Bin im Moment ziemlich ratlos, wo ich hier weiter nach einem Fehler suchen kann.

    Das ganze lief ja schon problemlos und ich habe an der Konfiguration und der Verkabelung der einzelnen Geräte nichts verändert.


    Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wo ich hier weiter suchen kann.


    Vielen Dank und Grüße

    Elko

  • Hallo,


    das ist leicht: Du solltest mal nachsehen, welche Statusmeldungen dir das Daly BMS gibt. Dort kannst Du auch die Zellenspannungen, die Gesamtspannung und den jeweils fließenden Strom ablesen. Mit den aus der App erhaltenen Messdaten kann man dann leicht eine Fehleranalyse durchführen, was der Kern des Problems ist und an welcher Stelle sich der Fehler vermutlich befindet.



    Am besten postest Du hier einmal das Bild der App, wobei der obere Teil mit der großformatigen Anzeige des Ladezustandes (in Prozent SoC, State of Charge) aber eher irrelevant für eine Fehleranalyse ist.


    Wichtig sind wie gesagt die echten Messwerte wie

    • Zellenspannungen
    • fließender Strom und insbesondere die
    • Statusmeldungen

    Die Statusmeldungen beziehen sich natürlich immer auf Vorgänge in Echtzeit. Wenn also gerade kein "außergewöhnlicher" Zustand vorliegt, dann wird - wie im Bild oben - auch kein Status angezeigt. Dann müsstest Du den Zustand herbeiführen, bei dem das beschriebene Ladestromproblem stattfindet und dann einen Screenshot machen.


    Grüße, Tom

  • Hallo Tom,

    ich danke dir, für deine schnelle Antwort.

    Als ich gerade dabei war, den Ist-Zustand für dich zu dokumentieren, habe ich den Fehler gefunden.

    Auf dem Weg vom Ladegerät zur Batterie gingen 2,5V verloren. Da ja alles paralell geschaltet ist, kann das ja eigentlich nicht sein. Bei der Kontrolle aller Verbindungen zwischen Ladegerät und Batterie ist mir dann aufgefallen, dass auf der Hauptstromschiene auf der einen Seite 27V anliegen und auf der anderen nur 26,1. An der Stelle mit 27V war die Verbindung, an der das Ladegerät auf die Hauptstromschiene trifft. Und die war lose. Ich dachte zwar, schon alles nachgemessen zu haben, diese Stelle war mit aber wohl entgangen. Der Kabelschuh war da auch schon etwas angeschmort. Zum Glück ist das alles recht massiv ausgeführt. So kann man sich auch den Bus abfackeln.


    Auch wenn du mir nicht direkt geholfen hast, so hast du mir hier auf die Sprünge geholfen, den Fehler aufzuspüren, danke dafür und generell für dieses Forum, das für mich eines der wenigen ist, in dem Infos zu finden sind und nicht nur Meinungen.

    Viele Grüße

    Elko

  • Ich würde Dir zusätzlich ein gutes MilliOhmmeter empfehlen, welches mittlerweile nicht mehr viel kostet und trotzdem sehr genau anzeigt!


    https://www.elektormagazine.de…nternal-resistance-tester


    Damit kann man auch sehr einfach zu hohe Übergangswiderständen an Kabeln, Steckverbindungen usw. analysieren! Allerdings sollte man auf die Polarität achten, wenn höhere Spannungsunterschiede auftreten können.

  • Unter anderem kann man damit auch sofort erkennen, wie viel diverse Meßstrippen, Kabel, Steckeverbindungen, Banenenstecker, diverse Proben usw. aus asiatischer Produktion taugen. Auch der RDSON von statisch durchgesteuerten Powermosfet, lässt sich damit sehr genau analysierten uvm.



    Ich besitze mehrere verschiedene MilliOhmmeter, LCR Meter usw. aber das kostengünstigere von Fnirsi hat das bessere Display und ist ebenso sehr genau bei extrem niederohmigen Messungen.

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