Zustandsbeurteilung AGM Bleiakkus in USV

  • Um derartige Hardware-Komponenten auch fachgerecht zu reparieren, sollte man schon wissen wie das Netzteil zum laden funktioniert und ausreichend praktische Erfahrung mit Netzspannung haben. Du könntes zum (externen laden) auch ein Wanptek DPS1203U 120V 3A Labor Schaltnetzteil anschaffen, welches bei chinesischen Marktplätzen ab ca. 60 Euro gehandelt wird. So ein Gerät verwende ich überwiegend zum trocknen von Backlack, an neu gewickelten hochohmigeren Spulen.


    Aber unbedingt eine Gleichrichterdiode in Reihe schalten, damit sich die Akkus nicht rückwärts langsam entladen können, wenn das Netzteil mal längere Zeit ausgeschaltet wird!

  • Da das Volladen mit Automatikladegerät nicht geht, ist es ratsam, pro Batterie 1 Woche (nach der regulären Ladung) im Erhaltungsmodus zu laden. Das sind dann 8 Wochen. Schaltest Du alle parallel dauerts nur 1 Woche. Zur Sicherheit noch ne Woche dran hängen. Unterschiedliche Ladezustände sind kein Problem, da bei der Parallelschaltung sich jede Batterie das nimmt, was sie braucht: Die, die voll ist, zieht wenig Strom – die die mehr braucht, nimmt sich mehr Strom. Bei einer Reihenschaltung ist das schlechter. Braucht die 5. Batterie mehr Strom und ich gebe ihr diesen, dann fließt der Strom auch durch alle anderen hindurch und überladet diese.


    Für mich wäre die defekte Ladung ein Glücksfall. Ich würde mir ein Netzgerät, das diese beiden Spannungen liefert, besorgen, natürlich die von Ewald empfohlene Sperrdiode einbauen (Stromversorgungsgeräte, die nicht als Ladegerät ausgewiesen sind, ziehen gern Rückstrom), die Batterien außerhalb der USV aufbauen, beim Tom ein BMS kaufen und alles zusammenbauen. Dann kann man schön den Ladezustand der Batterie überwachen und je nach Bedarf auf Nachladung oder Erhaltung umschalten. Sicherlich ist auch zu überprüfen, ob das defekte Ladegerät in der USV Strom zieht und wieviel. Die USV hat natürlich einen Ruhestrom, den man kennen sollte.


    Gut, wenn Du elektronisch nicht so bewandert bis, ist es besser einen Fachmann hinzu zu ziehen.


    Rainer.


    Ich bin mir zu 80 % sicher, daß diese Gerätebatterien alle Kalzium sind und dann kannst Du mit 14,8 V laden. (Aber eben nur 80 %)...

  • Für mich wäre die defekte Ladung ein Glücksfall. Ich würde mir ein Netzgerät, das diese beiden Spannungen liefert, besorgen, natürlich die von Ewald empfohlene Sperrdiode einbauen (Stromversorgungsgeräte, die nicht als Ladegerät ausgewiesen sind, ziehen gern Rückstrom), die Batterien außerhalb der USV aufbauen, beim Tom ein BMS kaufen und alles zusammenbauen.

    Bisher war kein BMS verbaut (außer vielleicht in den 12V-Akkublöcken selbst, k.A.), die Akkus schlicht in Reihe geschaltet. Ergibt es denn wirklich einen Mehrwert oder ist es sogar notwendig? Ich wüsste auch gar nicht, welches BMS da das richtige wäre.


    Dann kann man schön den Ladezustand der Batterie überwachen und je nach Bedarf auf Nachladung oder Erhaltung umschalten. Sicherlich ist auch zu überprüfen, ob das defekte Ladegerät in der USV Strom zieht und wieviel. Die USV hat natürlich einen Ruhestrom, den man kennen sollte.

    Das sollte sich messen lassen. Allerdings erwarte ich da nichts großes, da die Leistung, gemessen an der Zuleitung, ganz gut mit dem Verbrauch der angeschlossenen Geräte hinkommt.


    Gut, wenn Du elektronisch nicht so bewandert bis, ist es besser einen Fachmann hinzu zu ziehen.

    Erst mal einen finden... Aber ich lerne auch gerne hinzu.

  • Balancer für 6 zellige Agm Batterien wären naturgemäß auch nicht der Überhit, weil die Unterschiede an deren Einzelzellen nicht berücksichtigt würden. Solche Balancer könnten bestenfalls dafür sorgen, dass die in Reihe geschalten 12V-Blöcke nicht nennenswert auseinanderlaufen. Bei meinem früheren Arbeitgeber hatten wir unter anderem einen Hochregal Elektrostapler von Jungheinrich mit 40 Stück einzelnen 2 Volt 560 Ah Nasszellen, welche alle in Reihenschaltung geladen und auch entladen wurden. Dort gab es kaum zwei wirklich identische Zellen, die Spannungsunterschiede betrugen immer mehrer hunderststel Volt im Leerlauf und unter Belastung (laden oder entladen) ein vielfaches davon.


    Bei USV Anlagen wäre das wesentlich unkritischer, weil es bei intakten Energiespeichern weitgehend nur um "Niedrigsstrom"-Erhaltungsladung geht!

  • Bisher war kein BMS verbaut (außer vielleicht in den 12V-Akkublöcken selbst, k.A.), die Akkus schlicht in Reihe geschaltet. Ergibt es denn wirklich einen Mehrwert oder ist es sogar notwendig? Ich wüsste auch gar nicht, welches BMS da das richtige wäre.

    Es geht darum zu messen, was geht in die Batterie rein und was raus. Wenn Du schon 200...300 % eingeladen hast (lt. BMS-Anzeige mit 13,6 V "Erhaltungsladespannung") dann weißt Du, daß diese Energie in Wärme und in Elektrolyse (Gitterkorrosion) umgestzt wurde. Für AGM reichen 110 % und für Naßbatterien 120 % Überladung für eine Volladung aus (Wirkungsgrad).


    Die Batterien sind nackig. Eine Gehhilfe, wie die Lithium, braucht die Blei nicht. Trotzdem sind bei ihr, wie bei jeder anderen Batterietechnologie ein paar Sachen zu beachten.


    Das sollte sich messen lassen.

    Dito, siehe oben.

    Balancer für 6 zellige Agm Batterien wären naturgemäß auch nicht der Überhit

    Balancer sind bei Bleibatterien Quatsch. Durch den lebenserhaltenden Abschaltzwang bei der Lithium (Nutzung nur zwischen 20...80 % einer nackigen Batterie) macht es natürlich Sinn, alle Zellen auf Volladung zu bringen. Bei der Bleibatterie überlädt man einfach dezent und fertig. Meine kranken Kinder (Bleistarter) bekommen einfach ein paar Wochen 14,8 V auf die Mütze und sind dann wieder wie neu.


    Rainer.

  • Aber unbedingt eine Gleichrichterdiode in Reihe schalten, damit sich die Akkus nicht rückwärts langsam entladen können, wenn das Netzteil mal längere Zeit ausgeschaltet wird!

    Diese Diode würde ich in die Zuleitung vom Netzteil einbauen, da ich vermute, dass das der passende Ort ist. Sollte in beide Kabel (+/-) je eine Diode eingefügt werden, oder ist das überflüssig oder gar nachteilig?

  • Ein zweite Diode bringt nur zusätzliche Spannungsabfall in Flußrichtung, mehr nicht! Da wäre eine zusätzliche passende Schmelzsicherung sinnvoller, dann wird wenigstens das Netzteil nicht gnadenlos gegrillt falls man versehentlich Plus und Minus vertauscht.

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