Ja. 24 h bei 16 V nur bei leerer Batterie.
Da verstehe ich nicht, wie das gemeint ist. Wenn die Batterie leer ist, kriegt man mit einem Ladewutzel gar keine 16V drauf, denn die leere Batterie nimmt sich allen Strom den sie kriegen kann und kommt mit der Spannung so schnell gar nicht hoch. Dabei würde der Ladewutzel bei Anschluss einer leeren Batterie zwangsläufig überlastet und brennt durch, wenn er sofort auf 15,5 bis 16V eingestellt wurde. ![]()
Darum schrieb ich in die Wutzel-Anleitung auch rein, dass die Batterie vor Anschluss an den Ladewutzel erst mal so weit wie möglich mit einem Ladegerät aufgeladen werden soll. Danach ist ihre Spannung so weit angestiegen, dass auch bei einer auf 15,5V bis 16V eingestellten Ladespannung kein so hoher Strom mehr fließt und der Ladewutzel dann auch nicht kaputtgehen kann. ![]()
Ich verwende den Ladewutzel für alle unsere Autobatterien und auch für die Batterie des Rasentreckers, die ja auch eine Autobatterie ist, nur etwas kleiner. Ob es sich dabei um Batterien mit flüssiger Säure, AGM-Batterie oder EFB-Batterien handelt, ist egal. Probleme bisher: Keine!
Alle zwei bis drei Monate oder auch nach einer (versehentlichen) tiefen Entladung aufladen und über zwei Tage mit 15,5 bis 16V "hochspannungsladen", führt reproduzierbar zu bemerkenswerter Batteriegesundheit. Nie habe ich erlebt, dass nach einer solchen Kur eine Batterie schlechter als zuvor gewesen wäre.
Allerdings gibt es bei lange verwendeten bzw. beschädigten Batterien oft das Problem, dass entweder die Gasungsschwelle durch hohen Ladungsdurchsatz schon sehr tief abgesunken ist, oder dass es gar schon zu einem Zellenkurzschluss durch eine vorherige Tiefentladung gekommen ist. Mit Gasungsschwelle ist die Spannung gemeint, ab der eine Bleibatterie mit flüssigem Elektrolyten zu blubbern beginnt. Das nennt man Gasung. Dabei wird das Wasser des Elektrolyten in Wasserstoff und Sauerstoff zersetzt. Solche Batterien sind leider nicht mehr zu retten. Man erkennt Zellenkurzschlüsse und abgesunkene Gasungsschwelle daran, dass die Ladespannung solcherart Batterien nicht über 13,8V hinaus gesteigert werden, weil dann nur noch die Gasung zunehmen würde.
Auch bei AGM- oder GEL-Batterien für Notstrom- oder Solaranwendungen hat sich die Kur mit der Hochspannungsladung über zwei Tage sehr bewährt. Wenn sich eine Batterie dabei merklich erwärmt, liegt entweder ein Zellenkurzschluss oder abgesunkene Gasungsschwelle vor und die Batterie ist schrottreif. Das bekommt man auch mit keiner Behandlung wieder weg, da hilft nur Recycling. Und wenn eine Batterie dabei endgültig die Grätsche macht, dann war sie vorher schon am Ende. Mal erleidet also keinen Schaden durch einen solchen Versuch der Hochspannungsladung mit 15,5 bis 16V. Entweder es bringt was, oder man schmeißt die Batterie danach weg. ![]()
Aber wie gesagt: Nicht erst drum kümmern, wenn eine Batterie schon klinisch tot ist, denn dann ist es zu spät. Wer seine Batterien schon im normalen Betrieb regelmäßig "wutzelt", wird den optimalen Nutzen dieser Art von Batteriekur erhalten. Und das für wenig Geld und Umstände.
Grüße, Tom