Eigennutzung einer Balkonanlage mit Pufferbatterie optimieren

  • Guten Morgen,

    Bei den technischen Daten bezüglich Akkuaufbau bin ich unsicher, der Hersteller Marstek Energy gibt wenig Informationen an. Das Model Saturn B2500-D ist (wenn es funktionieren würde) ein Schnäppchen mit 333€ inklusive Versand.

    Beim Hersteller selbst fast immer ausverkauft. Meine Bestellung habe ich über den Deutschen Shop gemacht, drei Wochen Lieferzeit.

    Meine ersten Support Anfragen wurden mit dieser Aussage beantwortet:

    Bitte drei Mal auf 0% Entladen, dann auf 100% Laden, damit das BMS kalibriert wird.


    Das habe ich intensiv versucht.

    Meine Vermutung ist nun, ähnlich wie die von Tom:

    - die Zellen sind schlecht balanciert

    - das BMS ist sehr schlecht / konservativ programmiert / die Anzeige völlig unbrauchbar

    - eventuell ist eine Zelle defekt


    Ich erlebe folgende Phänomene:

    Laden:

    - bis 150w PV Leistung lädt der Akku entspannt auf

    - bei den ersten direkten Sonnenstrahlen entsteht ein Peak von ca 300w, das BMS schaltet die PV ab, bei z.B. 25% SoC. Das BMS zählt dann im 2 Sekunden Takt den SoC hoch bis 100%

    - dann wird der Überschuss direkt an den Wechselrichter weiter gegeben.

    - per APP ( leider nur bei direkter Verbindung per Bluetooth) kann ich einen Hardware-Reset auslösen, dann springt das BMS auf 85% und lädt per PV auf 100%. Diesen Reset kann ich mehrfach durchführen, es werden wiederholt ca 150wh nachgeladen.


    Entladen:

    Gemäß App kann ich Leistungen zwischen 80w und 800w einstellen.

    Ausgehend von 100% SoC kann bei 800w bestenfalls 45 Minuten lang Leistung ausgegeben werden, an der Schukodose gemessen leicht schwankend ca 760w für 10 Minuten, dann um die 600w. Dann schaltet as BMS ab, Anzeige 0%.

    Die LEDs am Akku blinken dann dreimal schnell rot, Pause, dreimal schnell rot etc. In der deutschen Anleitung steht dazu nichts, in der englischen "Unterspannung".

    Nach dem Hardware-Reset in der App ist der SoC dann bei 75%. Die Entladung startet wieder, allerdings werden nur noch ca 600w erreicht, nach ein paar Minuten schaltet das BMS wieder ab. Wieder Hardware-Reset, Leistung per App auf 400w.

    BMS schaltet nach einer halben Stunde ab. Das Spiel geht so weiter, nach ca 1500 Wh Entladung ( gemessen an der Schukodose) reicht es noch für eine halbe Stunde bei 80w.


    Somit war heute morgen nach einem weiteren Hardware-Reset laut SoC noch 37% im Akku. Jetzt Laden die Module bei Schneeregen mit freundlichen 8w, Entladen wird dann wieder bei vermeintlichen 100% heute Mittag.

    Ich werde weiter berichten.


    Feuer frei für eure Meinung, Ideen ?

  • Noch ein paar Details zum "Warum tue ich mir das an?"


    Mein Balkonkraftwerk produziert etwa 770 kWh im Jahr. Das sind je nach Wetter zwischen 200 und 3800wh am Tag.

    Mein "Ruhestromverbrauch" in der Wohnung sind ca 35w dauerhaft, Nachts auch nur 10w wenn der Router kein Wlan mehr sendet, Kühlschrank schläft auch.

    Ich habe seit einem Jahr ein E-Roller (125er Klasse) und seit Juni 2025 einen i3 (120Ah), die ich abwechselnd an der Schukodose in der Garage lade. Ich fahre ca 30km täglich, somit kann ich eigentlich immer ein Paar Stunden ein Fahrzeug nachladen.

    Seit dem letzten Zählerwechsel 07/2022 habe ich rund 3100 kWh bezogen und 1003 kWh eingespeist.

    Nachdem ich Wohnortbedingt nur einen Energieversorger zur Wahl habe, sind es 44 Cent/kWh plus Grundgebühr etc.

    Der Akku soll also die Energie von der Sonne vom Tag in den Abend verschieben, wenn ein Fahrzeug für ein paar Stunden an der Schukodose hängt.

    Der sehr günstige Akku ist also ein Testprojekt und sollte bei der geplanten Funktion schon nach ca3,5 Jahren rechnen.

  • Hihi - warum tut man sich das an? Ich denke mal, dass Balkonkraftwerke praktische Spielzeuge für Männer sind. Für mich auf jeden Fall. Es macht einfach Spaß, sich damit zu beschäftigen und zu erleben, wie die Sonne Strom in eine Batterie oder das Netz lädt. Ich habe schon als Kind mit offenem Mund gestaunt, dass eine kleine Solarzelle aus einem Elektrobaukasten in der Lage war, ein kleines Radio aus demselben Baukasten anzutreiben. Ganz ohne Batterien und kostenlos. :love: Sowas prägt Menschen. Weshalb ich heute auch wieder eine Art Balkonkraftwerk habe, nur ohne Balkon und ohne Netzeinspeisung. Vier an der Süd-Außenwand lehnende Solarpaneele speisen eine 12V-Batterie und versorgen Router, Hardware-Firewall und Webserver. Hat inzwischen auch schon rund 1MWh Strom erzeugt und damit eingespart. Aber zurück zu deinem Problem.


    Anhand deiner Beschreibung komme ich zu der Vermutung, dass an der Batterie ein Defekt vorliegt. Defekte LFP-Zellen sind aber sehr selten. Mangelhaft montierte Zellenverbinder und Kabel kommen dagegen sehr häufig vor. Besonders die Lastabhängigkeit des BMS weist darauf hin, dass ein Fehler an Zellenverbindern oder Kabelanschlüssen innerhalb der Batterie vorliegt. Weshalb ich dazu rate, den Fehler beim Händler zu reklamieren. Oder selbst die Batterie zu öffnen und unter Last Messungen an den Akkuzellen vorzunehmen, um festzustellen, wie sich die Last auf die Zellenspannungen auswirken. So findest du den Ort des Fehlers. Vermutlich ein Popelfehler wie nicht korrekt festgeschraubte Zellenverbinder-Schrauben oder so etwas in dieser Art. So erklärt sich, dass Ladung und Entladung durch zu starke Spannungsabfälle in der internen Verdrahtung vorzeitig beendet werden und immer wieder neu startbar sind. Was ja bei leeren oder vollen Akkus keinen Sinn ergeben würde.


    Grüße, Tom

  • Der Akku soll also die Energie von der Sonne vom Tag in den Abend verschieben, wenn ein Fahrzeug für ein paar Stunden an der Schukodose hängt.

    Servus Marcel,

    echt jetzt :evil:

    kein Gruss,

    kein Name

    und jetzt am 1.April unqualifizierte Aussagen||

    Es kostet grosse Überwindung zu antworten, wenn die Basics nicht beachtet werden.

    Zum Verständnis:

    ein E-Auto benötigt ca. 20kWh /100km, bei Kälte eher mehr.

    Erfahrungsgemäss kann ein Ladeziegel einphasig bei Schnarchladung auf 2kW 8A min. runtergedreht werden.

    Deine Batterie hat einen max. Hub von 2kWh, davon 80% sinnvoll nutzbar.

    Für ein sinnvolles System sind min. 5Batterien notwendig,

    und die entsprechenden PV Paneele.

    Jetzt reicht es für ein Pedelec mit 700Wh.


    Eine Standard Wallbox liefert 50km/h 11kW 3phasig, wo der Strom herkommt ist eine andere Frage.


    Mit einem Balkonkraftwerk darf und kann nur begrenzte Leistung 800W 3.5A eingebracht werden.

    Warum?

    Weil ohne LS, die E-Installation sieht die Leistung nicht, und geht auch nicht über einen LS, sondern verkehrt rum in die Phase der Hausinstallation.

    Finger weg vor mehr Leistung, sonst gibt es Kabelbrand. Besonders bei altertümlichen 1.5mm² Installationen mit Schraubklemmen.:doing:


    Sorry für die direkten Worte<3

    m2ct

    M.

  • Hallo Manfred,

    Mein Gruß war in der Nachricht eins weiter oben. #21

    Da meine Beiträge eh schon lang waren und meine Freizeit endlich ist, habe ich vermutlich zu sehr gekürzt.

    So ganz unqualifiziert bin ich nicht, dein Wiener Schmäh ist aber ein Bonus für dich.


    Mein E Auto braucht unter 0 Grad ca. 24 kWh /100km, bei 10 Grad etwa 17 kWh und bei 25 Grad ca 13 kWh. Nennt sich Effizienz, die ganzen E Suv Panzer sind immer bei 20 kWh oder mehr.

    Mein Ladeziegel kann minimal 1,4kw dauerhaft. Wenn also der Wechselrichter konstant 800W einspeist wären das 57% "Laden aus der Sonne". Damit wäre ich zufrieden. Es geht NICHT um eine Inselanlage oder eine Akkuanlage die zu 100% das Auto Laden kann.

    Meine Hausinstallation verbietet jegliche Verbraucher über 2,5kwh, alle Sicherungen haben 10A.

    Alter Schrott, sparsamer Vermieter. FI gibt es keinen. Bestandsschutz im Bau..

    Ich würde gerne einen neuen Verteiler in der Wohnung einbauen, aber müssten alle Leitungen neu und ein zertifizierter Elektriker daneben stehen.

    Eine Wallbox mit 11kw wäre ein Traum, aber nur mit 15kwp PV Anlage und 20kwh Akku. Mache ich als Mieter nicht.

    Grüße vom Bodensee,

    Marcel

  • Servus Marcel vom schönen Bodensee,

    ja, passt.:)

    Einige unserer Modellflugkollegen fliegen am Bodensee.


    Die Batterie von Hoymiles kann einen Ausgleichszyklus fahren,

    0-100% mit z.B. 20W und 100-0% wieder mit 20W.

    Laden geht auch aus dem Netz.

    Das putzt die Zellen durch und das BMS erkennt, wieviel Kapazität die Batterie tatsächlich hat.

    Das soll lt. Hoymiles alle 2Monate durchgeführt werden. Da wird Degradation gemessen und die % Anzeige entsprechend angepasst.

    Balkon oder Mikrokraftwerk ist schon eine tolle Sache, zum experimentieren und vertiefen der Kenntnisse.

    Wallbox:

    wir haben beim Nachbarn eine Wallbox installiert, Kabel sind, soweit ich mich erinnern kann, 5x 4mm² flexibel geklemmt mit Federklemmen ohne Endhülsen, und LS ist 3polig + Neutalleiter 25A Typ B.

    Die Elektrofachkraft hat die Anlage beim Netzbetreiber angemeldet und in Betrieb genommen. Dazu musste der Hausanschluss geprüft und der Liefervertrag erweitert werden. Der Liefervertrag ist in Wien standardmässig 4kW, eine Erhöhung muss kostenpflichtig angemeldet werden.

    Das funktioniert bisher ohne Auffälligkeiten.


    lg aus Wien

    Manfred

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