Und damit habe ich deine Frage vermutlich schon beantwortet.
Aber sowas von! ![]()
Und damit habe ich deine Frage vermutlich schon beantwortet.
Aber sowas von! ![]()
Hi Tom,
danke für Deine Gedanken zu meinem Machwerk. Es zeigt, wie es später einmal werden soll, der Ist-Zustand ist derzeit deutlich einfacher. Das leistungshungrige Bugstrahlruder erhält ja eine eigene AGM-Starterbatterie. So eine 110AH Type schafft gute 900A Kaltstartstrom, das wird reichen und um ein BMS muss ich mir so auch keine Sorgen mehr machen. Ein Bugstrahler kommt meistens im reinen An-Aus Betrieb sowieso pro Anlegemanöver immer nur auf 2-3 kurze Bursts von max 10 Sekunden und da reicht eine kräftig dimensionierte Starter-Batterie auch aus. Der kleinere Booster übernimmt dann (durch den verbauten Schalter auch durch MICH(!) steuerbar) das Nachladen über die Lima, ansonsten wird halt "nur" über Solar nachgeladen. Dasselbe gilt ja für die LiFePo Versorgungsbatterie(n), die auch schaltbar über Lima (40A max) oder eben permanent über Solar nachgeladen werden.
Ich wollte die beiden Redarcs auch deshalb einzeln schaltbar machen, weil mein 230V~ Landstrom-Ladegerät "nur" 48A Ladeleistung schafft und da ich davon ausgehe, das die Starterbatterie über die Lima beim Einlaufen eigentlich immer randvoll ist, kann ich dann die volle Landanschluss-Ladeleistung über den 40A Redarc für die LiFePos nutzen- falls die unterwegs mal etwas leerer gesaugt wurden. Ich schätze mal, dass der durch seinen Wirkungsgradverlust dafür auch die vollen 48A, die der Bordlader liefern kann, braucht. 40A entsprechen bei 560Ah zwar nicht den idealen 1/10C, aber über eine Nachtliegezeit dürften selbst fast leere LiFePos damit für den nächsten Tag schon wieder ganz gut Saft haben......
Die große Unbekannte für mich in dieser Rechnung sind die Solar-Eingänge, denn ich weiß einfach nicht, was sich da in unseren Breiten erwarten lässt? Viel wird es wahrscheinlich nicht sein (keine fixierte Ausrichtung, keine Nachführung & zu flacher Winkel der Panele, zu geringe Wärmeabfuhr), aber alles was umsonst kommt, ist besser als nix oder bezahltes. Mein Ruderhausdach hat etwa 6m² Fläche, die ich auch voll für Panele nutzen werde, dazu evtl. noch zwei weitere auf dem vorderen Aufbau für den vorne im Bugbereich installierten Booster- zumindest für normale Verbraucher wie abends LED-Beleuchtung, ab und zu mal die Trinkwasserpumpe und etwas Radio oder TV sollte das aber schon ausreichen, denke ich.
Noch eine Frage: Was hältst Du von diesen externen Ladereglern für die Lima? Ich habe so ein Sterling-Teil unbenutzt mit übernommen, aber mein Verständnis war immer, dass eine normale Blei-Säure Batterie mit dem normalen Limaregler gut funktioniert, weil sie sich durch ihren Innenwiderstand quasi von alleine reguliert? Sobald dann der oder die Booster dazukommen, ziehen die doch ohnehin die Spannung soweit runter, das die Lima wieder "Saft" gibt?
Du erwähntest ja in irgendeinem anderen Post, dass Du mal mit der Herstellung solcher Regler begonnen hast.....
LG,
Wolfgang
Hat sich da doch wieder ein Fehler eingschlichen: Der 12V= Schalter schaltet natürlich nur 1-polig um! ![]()
Moin!
Ich möchte hier mal meine Idee zum Umbau der Stromversorgung meines Motorbootes zur Diskussion stellen- es soll ja vorkommen, dass man ab einem bestimmten Moment den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht und da wären Anregungen von außen sicher mal hilfreich......
Ich bin bei der Erstellung des schematischen Stromlaufplanes davon ausgegangen, was mir zur Verfügung steht und ich möchte auch in dieser Richtung keine großen Investitionen mehr machen, ist eh schon alles teuer genug.
Folgende Ausgangslage ist derzeit gegeben:
Der Motor hat ab Werk eine "normale" 100A- Lichtmaschine ohne irgendwelchen Firlefanz, so weit, so gut. Die lädt derzeit eine Starterbatterien (Blei nass) zusammen (!), also einfach parallel zu 2 AGM Versorgungsbatterien, das läuft über so ein Victron Cyrix-Relais, welches beim Abschalten des Motors immerhin die Versorgerbatterien wieder von der Starterbatterie trennt...... trotzdem nicht wirklich gut so eine Paarung. Dann der nächste "Bock": Von diesen Versorgerbatterien laufen zwei dicke 90mm² "Tampen" zum Vorschiff, wo das 12v/3kW Bugstrahlruder sitzt und das gefällt mir gar nicht! Dazu dann das Übliche: Viel zu wenig Sicherungen für viel zuviele Verbraucher- also die bekannte, "organisch über Jahre gewachsene Elektro-Wucherung"..... Abhilfe tut not.
Folgende Überlegungen meinerseits:
- Bugstrahlruder & Ankerwinsch brauchen eine eigene Batterie mit Ladung im Vorschiff, damit nicht immer 250A+ durchs ganze Boot müssen.
- Die Versorgerbatterie wird eine 2x 12V280Ah LiFePo4 parallel, damit lange, unabhängige Ankerzeiten fernab von Landanschlüssen usw. möglich werden.
- Die Ladetechniken sollten den verwendeten Akkutypen entsprechen
- Solar sollte zumindest für unabhängige Erhaltungsladung sorgen können.
- Es sollte alles MANUELL schaltbar sein, denn ich hasse "intelligente" Elektronik und will lieber selber wissen, was wo los ist und auch selber eingreifen können, OHNE mich durch endlose Programmiermenues hangeln zu müssen!
- Die normalen Bordverbraucher sollten zwischen Lima-Versorgung und LiFePo4 umschaltbar sein- dies hat den Hintergrund, das das Boot eigentlich ein Motorsegler ist und wir evtl. als Rentner mal wieder den Mast draufpacken und Segel setzen möchten- da wäre es natürlich schön, wenn man auch mal ein paar Tage segeln könnte, ohne zu jockeln.....
Die verwendeten Ladebooster sind nicht die größten, aber eben vorhanden und ich halte von diesen Redarc-Dingern eine Menge, sind auch intern wirklich sehr ordentlich gebaut. Dazu muss man auch ins Kalkül ziehen, dass die Motorlaufzeiten bei einem Motorboot meistens seeeeehr lang sind. Tagesreisen mit gut 10 Stunden unter Motor bei mehr oder weniger konstanter Drehzahl sind da keine Seltenheit, insofern ist genug Zeit zum Laden meistens vorhanden. Die Starterbatterie sollte nach Abschalten des Motors komplett "außen vor" sein und braucht deshalb auch nicht besonders groß zu sein- wenn ein moderner 2.0l Turbodiesel im Sommer nach dreimal durchdrehen nicht anspringt, tut er es auch nach 100x nicht......
Zu den Shunts: Bei zweien (Starter & Bug) kann ich nur die Ladung/Entladung der jeweiligen Batterie sehen. Beim dritten an der LiFePo4 Versorgungsbatterie wird auch die verbrauchte bzw noch vorhandene Rest-Energie angezeigt, sollte reichen.
Herausgekommen ist dann die angehängte Zeichnung, vielleicht gibt es ja Ideen zur Verbesserung/ Vereinfachung/ kapitale (Denk-)Fehler o.ä.? Diskussion! ![]()
Hallo Tom,
vielen Dank, das hört sich gut an, waren genau meine Überlegungen und ist ja dann letztlich auch der Wert, den ich mir so "ausspekuliert" hatte. Nochwas:
Deinen Ladebooster mit Solareingang stört so ein Mastervolt MassCombi dann nicht? Ich bin mir nicht sicher, was passiert, wenn ich zB Landstrom habe, der MassCombi auf "forced-float" lädt und auf einmal die Sonne anfängt zu scheinen? Was passiert dann, wie interagieren die beiden Geräte?
Ich hatte schon überlegt, den Eingang vom MassCombi Wechselrichter/Ladegerät per Hochstromschalter UMSCHALTBAR zu machen, um ihn im Hafen dann auf die beiden AGMs, die ich als Starterbatterie und fürs Bugstrahlruder nutze, zu schalten- AGM "kann" die Kiste ja hoch und runter. Und in dem Fall wäre es dann ja auch immer so, das sobald die Starterbatteriebank voll genug ist, Dein Ladebooster bei Bedarf anfängt, die LiFePo4 Bank zu laden...... oder bei Sonnenschein dann auch ungestört vor Anker o.ä.
Fragen über Fragen......
Hallo Tom, danke für die ausführliche Antwort. Das Ladediagram hatte ich mir schon angesehen, aber mir ist immer noch nicht klar, was ich nun als "forced-float" Spannung einstellen soll: 3,65V x 4 = 14,6V oder noch etwas mehr und das BMS schaltet dann eben ab? Das MasterCombi wird ja keine Abschaltung vornehmen, ist ja nahezu eine Konstantspannungsquelle mit Strömen bis zu 100A, mehr nicht......
...ach so: Die LiFePo4s haben jeweils ein BMS von JK, die waren bei den Sets dabei und werden ja wohl auch funzen.... kann ich da Deine Aktiv-Balancer auch dran verwenden? Die kleinen Dinger erscheinen mir seeeehr sinnvoll.
Hallo, heiße Wolfgang, bin neu hier und habe den Thread sehr gerne verfolgt- und zum Schluß ging der sogar wieder etwas in meine Richtung:
Habe einen 10m Motorsegler und möchte etwas an der Autarkie des Bootes arbeiten- die Kosten, die man mittlerweile in Marinas zahlt, sind einfach nur noch frech und das wird nach der Sturmflut letztes Jahr in der Ostsee bestimmt nicht besser- vermehrtes Ankern ist angesagt!
Um nun jederzeit vollen 230V~ Komfort zu haben, hatte ich mir eine MassCombi 2500-12/100 Wechselrichter-Ladegerätkombi mitsamt Masterbus-Shunt und EasyView besorgt, soweit auch erstmal gut. Dazu dann noch zwei 4er Sätze EVEs mit je 280Ah GradeA, also später je 12V/280Ah parallel zu 560Ah geschaltet. Das Mastervolt ist ja nun nicht mehr das neueste Gerät (die wären für mich auch nicht bezahlbar) und es hat auch keine "programmierte" Ladekurve für LiFePo4, aber es hat die Möglichkeit, es auf den sogen. "forced-float" Betrieb einzustellen, also Konstantspannungsladung ohne irgendeine Ladekurve. Das müsste ja lt. des ersten Threads auch gehen, nur stellt sich mir die Frage, welche Ladespannung man einstellen sollte? Ich war eigentlich von 3,45V/Zelle ausgegangen, wären dann 13,8V Ladespannung. Damit macht man sicherlich nichts kaputt, hat aber am Anfang auch nicht die schnellstmögliche Bulk-Ladung, aber damit könnte ich leben. Nur, wie "voll" werden die Zellen so? Und beschneide ich da irgendwie die Lebensdauer? Ich muss gar nicht 100% voll jederzeit haben, dafür habe ich ja bewusst überdimensioniert (was in einem 9to-Motorsegler auch wirklich nicht weiter ins Gewicht fällt), aber der ganze Kram war (für mich!) wirklich finanziell eine Kraftanstrengung und deshalb möchte ich alles auch gerne möglichst lange benutzen. Die theoretischen Zyklenzahlen der LiFePo4s sind ja wirklich enorm, aber man muss sicher auch alles richtig machen, um praktisch auch nur halbwegs in deren Nähe zu kommen...... deshalb meine Frage hier.
Der nächste Ausbauschritt wird dann im Frühjahr Dein 12V-60A Ladebooster mit Solar, der die Lipos dann auch während der (Motor) -Fahrt oder eben durch Solarpanele auf dem Ruderhausdach auch vor Anker lädt bzw zumindest etwas nachlädt.... als Starterbatteriebank habe ich 2x 12V/85Ah AGM die einfach über die Lichtmaschine geladen werden- auch nicht optimal, aber diese Baustelle wird auch noch behoben, ein Sterling-Laderegler mit AGM Ladekurve liegt schon bereit! ![]()