Beiträge von PGR 156

    Prima!

    Ich habe ja nur die Spannungsanzeige am Solarladeregler. Per App kann ich natürlich sehen, was an Strom am Solarladeregler raus und was reingeht.

    Ich kann also den Ladezustand nur grob einschätzen und Bluetooth haben die Datou Boss nicht.

    Die zwei 100Ah Batterien bieten aber weit mehr Kapazität, als je von uns gebraucht werden wird.

    Dann lasse ich die Einstellung auf 14,3 V stehen. Zum Herbst wird dann mal mit dem zweiten Solarladeregler geladen und im Winter, unter der Hülle, mit dem Ladegerät.

    Andernfalls bräuchtest Du einen Laderegler mit fest begrenzter Ladeschlußspannung.

    Die LiFePo4-Einstellung des Roover hatte die 14,4 V. Die Ladeschlußspannung läßt sich einzeln begrenzen, habe ich so auch, auf die 14,3 V.

    Ansonsten könnte ich auch ein "User Mode" Profil mit 14,3 anlegen.

    Aber das hat ja auch geklappt und die Spitze tritt nicht mehr auf.

    Mir geht es nur darum, ob die Akkus mit 14,3 V noch voll genug werden, um nicht die Probleme, die Tom oben erwähnt, mit dem BMS zu bekommen.

    Wenn das bei 14,3 V fraglich ist, nutze ich halt dann hin- und wieder die zwei anderen Lademöglichkeiten, die ich eigentlich nur für Sonderfälle vorgesehen habe, um die Akkus ganz voll zu laden.

    Also das verbaute LiFePo4-Ladegerät und die zweite PV-Lade-Möglichkeit durch ein extern aufstellbares Panel.

    Beides war für Wintertouren gedacht.

    Die Spannungsspitze mit "Überspannungsmeldung" ist nach der leichten Absenkung der Ladeschlußspannung von 14,4 auf 14,3V ja nicht mehr aufgetreten.

    Zu tief darf man aber die Ladespannung auch nicht vermindern, andernfalls würde die Batterie nicht mehr voll aufgeladen werden und andere Nachteile (Kapazitätsverlust, Falschanzeige der Ladezustandsanzeige der Batterie) kämen dann zum tragen.

    Darum ging es mir hauptsächlich. Das möchte ich vermeiden. Daher die Frage, ob ich mit der Reduzierung der Ladeschlußspannung auf 14,3V noch im grünen Bereich liege?

    Wenn es nötig ist, lade ich sonst mit extern anschließbarem PV-Modul über den zweiten Solarladeregler (Dyness 40A) oder halt mit dem Li-Ladegerät über Landstrom hin- und wieder voll.

    Das kurze Piepen und die Überspannungswarnung würde zu Anrufen und Nachfragen führen, wenn meine Frau mit den Kindern alleine mit Wowa unterwegs ist. Das will ich vermeiden.

    Beim Testen meiner neuen Konfiguration im Wohnwagen, nachdem ich die AGM gegen zwei LiFePo4 ausgetauscht habe, ist mir aufgefallen, daß der Solarladeregler eine kurze Überspannungsspitze auf bis zu 18,x V anzeigt, wenn die Akkus 14,4 V erreichen.

    Nun hatte ich hier im Forum gelesen (ich finde das nur nicht mehr), daß dies bei Ladereglern passieren kann, welche ursprünglich nur für Blei/Säure-Akkus konstruiert wurden.

    Das ist bei meinem Renogy Roover 40A der Fall.

    Die Problemlösung lag in einer Reduzierung der Ladeschlußspannung. Ich habe nun von 14,4 V auf 14,3V reduziert und die Spannungsspitze ist bislang bei Kontrollen nicht wieder aufgetreten.

    Nun las ich in einem anderen Thema von Toms "Gerade des Todes". Liege ich da mit den 3,57 V noch ausreichend drüber, so daß das BMS klar die vollen Zellen erkennen kann?

    Ansonsten müßte ich hin und wieder ein externes PV-Modul an den dafür vorgesehenen zweiten Laderegler hängen. Dieser produziert diese Spannungsspitze nicht.

    Die Laderegler untereinander tauschen geht leider nicht, da zwischen Fenster und Küchenzeile nur der Roover paßt (und da kommen von unten alle Kabel, weil die Elektrik in der Bank darunter ist). Dieser ist hoch aber schmal gebaut, beim anderen Laderegler ist es umgekehrt.


    Ansonsten könnte ich noch mit dem Li-Ladegerät (hinter den Akkus, auf dem letzten Bild gut zu sehen) die Akkus hin- und wieder per externem Strom/Landstrom laden.

    Aber schöner wäre es, wenn die Reduzierung auf 14,3 V in Ordnung wäre.

    Haben diese Ladestrategie alle modernen Euro 5/6 Vertreter oder nur die, die sich Mildhybrid nennen?

    Soweit ich das bisher wusste, Laden die modernen Regelungen nur im Schubbetrieb. Dass sie extra Platz lassen, war mir nicht bewusst.


    Andreas

    Normale Verbrenner, nur mit Start/Stop, haben schlicht keine Leistungselektronik mit E-Motor, um eine Bremswirkung/Schub rückwärts in elektrische Energie umzuwandeln. Zwischen Motor und Schaltgetriebe sitzt nur die Kupplung und die Automatikfahrzeuge haben auch keine weiteren Bauteile zwischen Motor und Wandler. Und diese Leistungselektronik mit integriertem E-Motor ist ein sauschweres Bauteil, größer als ein Drehmomentwandler mit dicken Kabeln außen. Das hat kein reiner Verbrenner mit Start/Stop.

    Im Schubbetrieb wird die Batterie erst richtig vollgeladen. Das regeln Lima/Steuergerät und das kleine BMS. Da fließen dann kleine Ströme, um die Batterie komplett zu füllen. Ist sie komplett voll, wird dann auch nichts reingeladen.

    Je nach Fahrmodalitäten und Geographie fehlt allerdings manchmal das letzte Quentchen und Start/Stop funktioniert dann nicht.

    Auch ein leicht erhöhter Innenwiderstand der Batterie verhindert die komplette Füllung und damit die Funktion von Start/Stop.

    Es funktioniert auch nicht, wenn die Ausschlußkriterien greifen, die sind aber je nach Hersteller und Fahrzeugmodell unterschiedlich.

    Und bei diesem System werden die meisten Batterien erneuert: Der Kunde reklamiert, daß Start/Stop nicht funktioniert. Messen, neue Batterie rein und alles ist Takko. Ca. 70% der Batterien lassen sich wieder dauerhaft auffrischen.

    Der dann gegebene leicht erhöhte Innenwiderstand macht sich weder beim normalen Starten, noch beim Speichern in PV-Systemen bemerkbar.

    Ich habe immer 15-20 Stück davon im Einsatz. Oft 8-9 Jahre.

    Ja doch, das geht ja nicht anders. Wenn man bei einer Starterbatterie auf Bleibasis immer die Möglichkeit haben möchte, beim Bremsen "rekuperierten" Strom einzuladen, muss sie zwangsläufig dauerhaft im mittleren Ladungsbereich gehalten werden. Dass Bleibatterien das nicht lange aushalten, weil dann ja ebenso zwangsläufig ungeladenes Aktivmaterial dauerhaft ungeladen bleiben muss und dadurch natürlich sulfatiert, braucht nicht zu verwundern. Das ist der Grund, weshalb die Starterbatterien bei Euro5/6/6D/6Dtemp-Fahrzeugen sterben wie die Fliegen.

    Tun sie nicht, weil die Rekuperation nur in Li-Ion-Zellen läd. Weil nur diejenigen Fahrzeuge rekuperieren können, die auch ganz oder zusätzlich zum Verbrennungsmotor elektrisch fahren können.

    Das entsprechende Bauteil, Leistungselektronik mit E-Motor, ist schwer und teuer und sitzt zwischen Motor und Getriebe. Wie sollte sonst ein Hybrid den Strom der Batterie in Antrieb umwandeln?

    Und dort- und natürlich bei reinen E-Autos, wird auch rekuperiert. Da läuft der Antriebsprozeß quasi nur andersrum.

    Und das läßt sich beim Fahren auch in der Anzeige beobachten: Im Schub wird in den Fahrakku geladen und das Display zeigt das auch an.

    Und die Bleibatterien, die diese Fahrzeuge trotzdem verbaut haben, sind nur für das 12V Bordnetz und das Starten des Verbrennungsmotors beim Hybrid.

    Bei etlichen dieser E-Fahrzeuge, zB beim älteren E-Smart, muß diese 12V Batterie oft gewechselt werden. Und die sind dann auch nicht mehr aufzufrischen. Das versuche ich nach Dutzenden Versuchen gar nicht mehr. Ist aber keine AGM, eine relativ billige 60Ah.

    Ein "Mild-Hybrid", jedenfalls so wie ich ihn verstehe, wäre ein Hybrid mit einer sehr kleinen Batterie, der auf Strom nur eine sehr kleine Reichweite besitzt, dessen "Fahrbatterie" aber immer eine Batterie auf Lithiumbasis ist. Hier besteht das Problem mit der Rekuperation nicht, weil Lithiumbatterien anders als Bleibatterien ohne besondere Alterung langzeitlich im mittleren Ladungsbereich gehalten werden können. Hier funktioniert das Prinzip sehr gut.


    Richtig.

    Ein "Mild Hybrid" fährt überhaupt nicht alleine elektrisch, nur in Kombi mit dem antreibenden Verbrennungsmotor. Er ist also eigentlich gar kein Hybrid.

    Ein "Hybrid", fährt elektrisch kürzere Strecken, ein paar Dutzend Kilometer, mit einer Li-Ion Batterie wie ein reines E-Fahrzeug.

    Und sie haben somit keine Probleme mit der Rekuperation (außer erhöhten Kosten wegen verrosteten oder einseitig ziehenden Bremsen...).

    Die Fahrzeuge davor, nur mit Verbrenner, hatten aber halt auch keine Probleme mit der Rekuperation, weil eben nur E-Autos oder Hybrids rekuperieren.

    Start/Stop Fahrzeuge: Siehe oben.

    Diese drücken zwar -auch im Schub- das letzte Quentchen in die Batterie, nehmen diese Energie aber ganz normal aus der Lima, nicht von einer Rückgewinnung über das Rollen der Räder und nur das wäre eine Rekuperation. Die nötigen Bauteile haben sie nicht und ich habe diese, ebenso wie die Hybrids, schon viele dutzendmal beruflich zerlegt.

    Alter Thread, aber vielleicht trotzdem interessant.

    Ford hat im Focus I- und ggf. auch in anderen Baureihen ab ca. 1998, zwar noch kein BMS an der Batterie verbaut, aber ein sog. Smart Charge System.

    Dieses ist im normalen Steuergerät integriert und greift ziemlich in die Ladestruktur ein. Wenn man das nicht weiß, kann eine Fehlersuche ziemlich verwirrend sein.

    Das System macht einige Nettigkeiten, zB läd die Lima erst, nachdem der Motor angesprungen ist. Oder die heizbare Wss wird zugeschaltet, ohne, daß die Lampe dafür leuchtet, um eine zu hohe Ladespannung zu begrenzen. Einfach mal nach Hella Smart Charge System gurgeln.

    Hallo Foristen,

    ich heiße Michael und habe eine Frage betreffs einer parallelen Lademöglichkeit.

    Situation ist folgende:

    Wohnwagen mit ca. 300Wp 36V PV auf dem Dach. Mittels Mppt Solarladeregler werden 2x 12V,100Ah Batterien, parallel geschaltet, geladen. Zur Zeit noch AGM, aber innerhalb der nächsten Tage werden die zwei 100Ah LiFePo4 eingebaut, die ich im Shop gekauft habe und die schon hier liegen.

    Bis hierhin kein Problem.

    Nun liegt das PV-Modul flach auf dem Dach, im Winter bei niedrigerer Sonnenhöhe ist das dann doppelt ungünstig vom Winkel.

    Zusätzlich kann es sein, daß der Wowa im Schatten von Bäumen steht.

    Ich möchte dann gerne die Möglichkeit haben, eine 12V 100Wp-Solarplatte (habe ich hier noch rumliegen) außerhalb des Wowas zu positionieren.

    Ich würde dazu einen zweiten Mppt Solarladeregler benutzen (habe ich auch noch rumliegen). Funktioniert das oder kommen die zwei Laderegler dann durcheinander?

    Einfacher wäre natürlich, bei Bedarf eine 36V-Platte in Reihe mit dem Dachmodul an den vorhandenen Solarladeregler zu stecken, aber ich würde gerne diese 12V 100Wp-Platte einer sinnvollen Verwendung zuführen (weitere Solarinseln sind schon vorhanden. Mit 36V Modulen).

    Was meint ihr? Zwei normale Ladegeräte an einer AGM-Batterie funktioniert, das haben wir unter Zeitdruck in der Werkstatt mal gemacht (beim Auto eines Kollegen...).