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Kundenanfrage

Akku-Gott

  • »Kundenanfrage« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 343

Registrierungsdatum: 15.04.2010

Über mich: Unter diesem Konto werden viele technischen Kundenanfragen und gegebenen Antworten zu Akkus, Installationen und MicroCharge-Produkten, die mich per eMail erreichen, in (anonymisierter) Kopie gepostet. So ist es möglich, einerseits die per eMail ankommenden Kundenanfragen direkt per eMail zu beantworten und andererseits die Forenuser an dem gegebenen Lösungsvorschlägen teilhaben zu lassen.

Thomas Rücker

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1

12.12.2012, 21:48

Wohnwagen-Akku vom Fahrzeug aus laden: Was braucht man? Wo kriegt man's?

Sehr geehrter Herr Rücker,

auf Ihrer Internetseite bieten Sie "unwissenden" Leuten so wie mir, Hilfe an. Darauf möchte ich gerne zugreifen.
Bisher betreibe ich die Stromversorgung meines Wohnwagens über die Autobatterie, und zwar den Kühlschrank über den Steckerpin 10 / 11 als geschaltete Spannung und
die restliche Versorgung, wie Leuchten, Pumpe und Gebläse über 9 / 13 als Dauerspannung. Das hat bisher bestens funktioniert.
Nun haben wir ein neues Auto, einen Mercedes GLK, und bekommen Probleme.
Die geschaltete Spannungsversorgung ist für eine Leistung von 180 Watt ausgelegt. Ich denke damit kann ich auch weiterhin meinen Kühlschrank wärend der Fahrt betreiben.
Die Dauerspannungsversorgung sorgt für 240 Watt, schaltet aber bei einer zu geringen Bordnetzspannung und generell nach 6 Stunden ab. Also kann ich die nicht mehr gebrauchen .
In der Betriebsanleitung steht weiterhin: "Über die Spannungsversorgung dürfen Sie keine Anhängerbatterie laden".
Aber genau die brauche ich ja nun.
Die gesamte Stromversorgung im Wohnwagen wird von eimem Dometic Schalt-Netzteil, Version 1.0 von Mai 2004 geregelt.
Daher nun meine Frage: Welche Teile benötige ich für einen Umbau, so das ich aber auch die Batterie bei anliegender 230 V Spannung laden kann, was für eine Batterie empfehlen Sie mir und was kann ich dann bei Ihnen beziehen?
Einer Antwort von Ihnen sehe ich schon mit Feude entgegen und möchte mich dafür schon hier recht herzlich bedanken.

Mit freundlichen Grüßen

Tom

Moderator

Beiträge: 2 033

Registrierungsdatum: 27.02.2010

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2

12.12.2012, 21:53

Hallo,

das liest sich nach einem typischen Anwendungsfall für einen Lade-Booster , der einerseits die Ladespannung unter der Last des Ladestroms auf sinnvolle Werte anhebt (14,2V) und andererseits den Maximalstrom auf Werte begrenzt, die von der Elektrik des Zugfahrzeugs vertragen werden.

Um entscheiden zu können, welche Batterie für Ihre Anwendung optimal geeignet ist, schaut man am besten zuerst nach dem vorhandenen Montageraum im Anhänger. Eine bestimmte Stelle hat man da ja meist im Kopf und misst dann mal aus, wie viel Platz (HxBxT) denn überhaupt zur Verfügung steht. Auch das Gewicht eines Bleiakkus spielt durchaus eine Rolle. Als nächstes sollte man in etwa abschätzen, wie viel Kapazität man benötigt. Der erforderliche Wert lässt sich über die Kenntnis der vorhandenen Verbraucher und deren Strombedarf ganz gut abschätzen. Ein kleiner 12V-Kühlschrank verbraucht z.B. etwa 40W (~3,5A), bei einer Einschaltdauer von 50 bis 100%, je nach Temperatur und Qualität des Kühlschranks. So kann man den Amperestundenbedarf des Kühlschranks auf täglich rund 40 bis 90Ah (3,5A x 0,5 x 24h bis zu 3,5A x 1 x 24h) schätzen. Will man den Kühlschrank drei Tage ohne nachzuladen betreiben, benötigt man also theoretisch 120 bis 270Ah. Praktisch wird man aber das doppelte einplanen, weil der Akku in der Regel weder voll geladen noch neu ist und man ihn mit Blick auf eine lange Lebensdauer auch nicht völlig entladen sollte. Kommt man also auf 100Ah die man effektiv benötigt, sollte man zwei derartige 100Ah-Akkus einbauen. Dann hat man kaum mit Schwierigkeiten zu rechnen.

Nun wissen Sie wie viel Platz Sie haben und wie viel Kapazität Sie in etwa benötigen. Die Auswahl des oder der Akkus sollte sich nun auf Typen richten, welche entsprechend zyklenfest sind (also keine normalen Starterbatterien, die sind nicht zyklenfest und würden schnell kaputtgehen). Ich schaue bei solchen Gelegenheit gern im Internet, was mir gerade so preisgünstig vor die Füße fällt. Manchmal muss es aber etwas professionelles sein und dann greife ich zu zyklenfesten Akkus der Firma Longex, da habe ich einen recht günstigen Draht hin. Ein zyklenfester Longex-Bleiakku mit z.B. 12V/160Ah kostet hier rund 300,- Euro. Longex führt diese Akkus mit Kapazitäten zwischen 9 und 278Ah, die Preise skalieren natürlich mit der Kapazität.

Bekommen können Sie bei mir den benötigten Ladebooster, die Akkus und alle benötigten Kabel und Sicherungen, wobei Akkus, Sicherungen und Kabel aber nicht direkt im Shop bestellbar sind, sondern nur in direkter Rücksprache mit mir bestellt werden. Damit wird sichergestellt, dass hinterher auch alles zusammen passt.

Grüße, Tom

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