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Marco-42

Akku-Neuling

  • »Marco-42« ist der Autor dieses Themas

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19.02.2016, 22:44

Meßgerät für die Kapazitätsermittlung von Bleiakkus bauen

Hallo Tom,
nach der Power-Pulsar Behandlung einer (Auto)-Batterie kommt die Erfolgskontrolle.
Sicherlich ist es für alle Nutzer des Power Pulsars von Interesse zu erfahren, ob die behandelte Batterie wieder Kapazität hat.
Da wäre doch ein entsprechendes Gerät vom Profi gebaut sehr hilfreich.
Konkret stell ich mir das so vor:
Das Gerät wird an die zu prüfende Batterie angeschlossen und der Lastwiderstand auf C10 gestellt. Nun beginnt das Gerät mit der Entladung und protokolliert fortwährend die Spannung, die Stromstärke und die Entladedauer. Mit erreichen der (einstellbaren) Entladeschlußspannung beendet das Gerät die Entladung und errechnet die entladenen Ah. Nun kann man die Werte abfragen und notieren.

Wäre sowas nicht kostengünstig zu realisieren? Momentan hab ich mir ein Behelfchen gebaut mit H7 Birne und Multimeter. Das ist aber auch eher zum etwas genauer schätzen.

Grüße, Marco.

Denis_O

Akku-Meister

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2

20.02.2016, 00:09

Ich hab mir ein sehr hi-endiges Gerät gebaut. Zutaten:

1x Alukühlkörper
1x LED-Voltmeter (kostet 3 EUR bei Ebay)
1x 10A Schalter zum Umschalten zwischen 5A und 10A Enlademodus
4x Hochleistungswiderstände
dazu Schrauben, muttern, Kabel, Wärmeleitpaste

es sieht dann etwa so aus wie auf den Bildern

gruss

Denis
»Denis_O« hat folgende Bilder angehängt:
  • rsz_120160219_233944.jpg
  • rsz_20160219_233956.jpg

Tom

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20.02.2016, 07:40

...Da wäre doch ein entsprechendes Gerät vom Profi gebaut sehr hilfreich.
Konkret stell ich mir das so vor:
Das Gerät wird an die zu prüfende Batterie angeschlossen und der Lastwiderstand auf C10 gestellt. Nun beginnt das Gerät mit der Entladung und protokolliert fortwährend die Spannung, die Stromstärke und die Entladedauer. Mit erreichen der (einstellbaren) Entladeschlußspannung beendet das Gerät die Entladung und errechnet die entladenen Ah. Nun kann man die Werte abfragen und notieren.

Wäre sowas nicht kostengünstig zu realisieren? Momentan hab ich mir ein Behelfchen gebaut mit H7 Birne und Multimeter. Das ist aber auch eher zum etwas genauer schätzen...
Sowas gab es früher schon mal in verschiedenen Ausführungen, allerdings hauptsächlich für NiCd-Akku, wie sie im Modellbau verwendet wurden. Verkaufte sich schon damals schlecht. Für Bleiakkus düfte es sich noch schlechter verkaufen... :wacko:

Bei mir liegt so ein Ding auch noch im Weg rum. Ist nur recht selten benutzt worden. Gerade bei größeren Akkus steigt die Entladeleistung bei C20 ziemlich an, da kommt man dann mit einem kleinen Kühlkörper nicht mehr so weit, so dass Gehäuse und Kühlkörper größer werden müssten. Oder es würde ein Lüfter erforderlich. Der Aufwand steigt also. Und so scheint mir, als wäre die gute alte Glühlampe noch immer die günstigste Lösung, um elektrische Leistung loszuwerden. Allerdings bleibt natürlich das Problem der rechtzeitiugen Abschaltung bestehen. Meist fällt die Akkuspannung zum Ende hin ziemlich schlagartig ab, so dass man es ohne Abschaltautomatik oft erst zu spät bemerkt und so den Akku zusätzlich schädigt.



Das oben gezeigte kann man aber auch ganz gut für Bleiakkus verwenden. Zwar stimmen die Abschalt-Spannungsschwellen nicht ganz (man stellt für 12V-Bleiakkus dann halt einen 10 oder 11-zelligen NiCd-Akku ein und erhält so 10 bzw. 11V Abschaltspannung) und der maximale Entladestrom liegt bei etwa 450mA, aber wenigstens für kleinere Bleiakkus ist's ganz gut verwendbar. Man kann es natürlich auch etwas modifizieren und einen stärkeren Lastwiderstand dranhängen, um es so für größere Akku geeignet zu machen. Bei ebay findet man solche Geräte regelmäßig für ganz kleines Geld.

Grüße, Tom

Ewald

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20.02.2016, 11:47

Kapazitätsprüfungen durch Entladezyklen, sollte man an Bleiakkus so selten wie möglich durchführen. Bekanntlich verschlechtert jeder Entladezyklus die mögliche Kapazität eines Bleiakkus. Um einen konstanten Entladestrom mit einfachen technischen Mitteln zu erreichen, kann man auch klassische lineare Spannungregler als Konstantstromquellen verwenden.



Damit man keine kritische Tiefentladung riskiert, kann man mit so ähnlichen Schaltungen wirksam vorbeugen.



Falls man auch die Zeit genau wissen will wie lange Entladestrom fließt, schaltet man zur Konstantstromqelle noch einen Betriebsstundenzähler mit passender Versorgungsspannung parallel. Wenn ich zum Beispiel fünfzellige NiCd Akkublocks entlade, verwende ich als Lastwiderstand meistens eine Glühlampe. Zum Dokumentieren von exakt gleichbleibenden Entladeströmen, kann man anstelle der Glühlampe eine Konstantstromquelle als elektronische Last anschließen. Zum prüfen von diversen Schaltnetzteilen, fertigte ich vor vielen Jahren eine Kaskade mit 30 einfachen Konstantstromquellen, welche jeweils auf 1 Ampere eingestellt sind. Am gemeinsamen größeren Kühlkörper, befindet sich zusätzlich ein Ventilator.

Bandit1973

Akku-Meister

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20.02.2016, 14:43

No, für alle erdenklichen akkutypen,bringt jedes handelsübliche Modellbau-Ladegerät entsprechende Kapazitätzanzeigen mit.
Wie Verlässlich die sind....naja....

Bei Bleiakkus gibts aber ein ganz anderes Problem.... den "Peukert-Faktor"
d.H. die Kapazität ist abhängig von der entnommenen Stromstärke!!!!!

Wenn man nun einen Sterterakku mit 1C testet, und der Okay ist, kann es natürlich sein, dass er bei C20 zusammenbricht....

Also mehr oder weniger sinnlos die ganzesach (genauso wie auch die Kapazitätsanzeige bei den Modellbau-Ladegeräten immer nur auf den jeweiligen Lade/Entladestrom zutrifft)

Marco-42

Akku-Neuling

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20.02.2016, 19:40

Ja, da werd ich wohl doch beim Glühbirnen Behelfchen bleiben und dies quasi fest ausbauen.
Mit 12 Stück Ba15s Fassungen auf ein Brett geschraubt und 21W Birnen könnte ich bis zu 21A Laststrom abbilden.
Fehlt nur noch die Einrichtung zur Abschaltung bei Unterschreiten von 10,8 Volt.

Tom

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20.02.2016, 20:13

Dafür könnte man eine einfache Schaltung zur Abschaltung bei Unterschreiten der eingestellten Entladeschlussspannung verwenden. Conrad hat sowas meines Wissens im Programm. Gibt es aber auch von vielen anderen Händlern. Besonders genau muss die Messung der Kapazität ja auch nicht ausfallen. Im Grunde will man ja nur so in etwa wissen, wie hoch die Kapazität überhaupt ist, also ob der Akku nun noch 90% Kapazität hat, oder 50%, oder auch nur noch 10%. Weshalb ich gern eine simple H4-Lampe dranhänge und dann nebenbei auf die Uhr schaue.

Grüße, Tom

Marco-42

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20.02.2016, 20:35

Von Elektrotechnik hab ich leider soviel Ahnung wie ein Pinguin vom Fliegen (obwohl es Vögel sind). Die 12 Fassungen würde ich aber noch hinbekommen.
Von daher würde ich eine fertige Lösung bevorzugen, quasi Frauensicher. :D