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Nelio2

Akku-Anfänger

  • »Nelio2« ist der Autor dieses Themas

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1

06.12.2018, 16:41

Tiny House Batterien mit Converter laden (Stromgenerator)

Guten Tag

Wir bauen gerade ein Tiny House, dass an einem Ort stehen wird der keinen Stromanschluss hat. Wir werden das Tiny House hauptsächlich bei Tageslicht verwenden, aber für den Fall, dass wir Licht brauchen wollen wir etwas Strom dort haben. Geplant sind mehrere gebrauchte Autobatterien, die den Strom für LEDs liefern. Um diese Batterien aufzuladen oder für den Fall, dass man elektronisches Werkzeug benötigt wollen wir ein Notstromaggregat dazu stellen. Inverter sind teuer und haben in der regel weniger Leistung als Converter. Deswegen hätten wir dort lieber einen Converter. Die Frage ist jetzt, kann ich einen Converter verwenden? Bzw. was brauche ich für Filter zwischen Converter und Elektronik um Batterien laden zu können/LEDs/Radio zu speisen? Die Spannungsschwankungen sind vermutlich ohne Filter zu stark. Baumaschinen sind vermutlich nicht so anfällig und bräuchten keinen Schutz.
Ich kenne mich auf diesem Gebiet leider nicht allzu gut aus.
Eine andere Frage ist, ob solche Filter nicht im Endeffekt teurer wären als gleich einen Inverter zu kaufen. Könntet ihr mir da weiterhelfen?

Die Generatoren im Shop mit halbwegs ähnlicher Leistung haben gekostet:
Converter~300€
Inverter ~600-700€
Bedeutet, dass solche Filter unter 300€ kosten müssten.

Mit freundlichen Grüßen
Nelio2

Tom

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2

06.12.2018, 16:48

Hallo,

jetzt stehe ich etwas auf dem Schlauch. Unter "Inverter" verstehe ich Geräte, welche 12V Gleichspannung auf 230V Wechselspannung umrichten. Bekannt sind mir auch "Inverter-Generatoren", also Benzingeneratoren mit elektronischem 230V-Wandler statt mit fester Drehzahl betriebener Generatoren, die direkt einen elektrischen Generator antreiben. Aber was verstehen Sie jetzt als "Converter"? Das wäre ja nun übersetzungsgemäß ein "Umwandler", was mir verständnismäßig leider nicht weiterhilft.

Grüße, Tom

Nelio2

Akku-Anfänger

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3

06.12.2018, 16:59

So verstehe ich das:

Inverter: Der Motor erzeugt eine Spannung, welche von einer Elektronik ähnlich eines Sinus-Wechselrichter in eine neue extrem saubere Wechselspannug mit exakt 50Hz und ziemlich genau 230V umgesetzt wird.

Converter: Die Sinusspannung wird direkt vom Generator erzeugt, eine Elektronik regelt Drehzahl und Spannung nach. Er ist nicht so genau, die Gefahr von Spikes (Spannungsspitzen) ist höher.

Mit solchen USVs kann man wahrscheinlich den gewünschten Effekt erzielen?!
https://de.wikipedia.org/wiki/Unterbrechungsfreie_Stromversorgung#Klasse_1:_VFI_(Voltage_and_Frequency_Independent_from_mains_supply,_Spannung_und_Frequenz_unabh%C3%A4ngig_vom_Netz)



Tom

Moderator

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4

06.12.2018, 18:59

Dass normale Stromgeneratoren ohne Invertertechnik besonders gefährliche Spannungsspitzen erzeugen würden, kann ich nicht bestätigen. Deren Nachteil ist einfach nur, dass sie ständig mit 3.000U/min brüllen müssen, um die 50Hz Netzfrequenz darzustellen, auch wenn keine oder nur eine geringe Last anliegt. Das nervt und kostet Kraftstoff. Bei den Inverter-Generatoren regelt der Inverter die Motordrehzahl so, dass die erzeugte Motorleistung für die gerade abgenommene elektrische Leistung ausreicht. Das ist eigentlich auch schon deren ganzer Vorteil.

Wenn man jetzt Batterien laden will, kann man problemlos beide Typen dazu verwenden. Es kommt auch nicht wirklich auf einen sauberen Sinus und eine sonderlich stabile Netzfrequenz an, weil die aus dem 230V-Stromnetz gespeisten Ladegeräte die Netzspannung sowieso gleichrichten und glätten, so dass sie weder von der Netzfrequenz noch von deren Güte viel mitkriegen. Die würden zumeist sogar mit 230V-Gleichspannung arbeiten, also mit 0Hz Netzfrequenz.

Daher lässt sich die ursprüngliche Frage leicht beantworten: Muss der Preis des Generators niedrig sein und spielen Lärm und Verbrauch nur eine untergeordnete Rolle, nimmt man einen inverterlosen-Stromgenerator. Sind dagegen Lärmentwicklung und Kraftstoffverbrauch wichtiger, kauft man einen mit Inverter. Bei letzterem empfehle ich aber, nicht zu tief ins Regal zu greifen, da Qualität und Lebensdauer nach unten bisweilen stark zu wünschen übrig lassen.

Grüße, Tom

Bandit1973

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5

08.12.2018, 08:56

Wenns um solche Joickel geht kann ich immer wieder sagen... Wer Billig kauft, kauft zweimal!!!!
Die Honda i-serie ist nicht umsonst seit Jahren DER Generator der Camper und Bootfahrer
Klein, Leicht und vor allem Super-zuverlässig.
Leider nicht Billig !!

Dem Batterielader wirds wohl egal sein, aber was "Elektronische Werkzeuge" und LEDs zu unsauberem Sinus und Spannungsschwankungen sagen.....

Tom

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6

08.12.2018, 10:59

Wenns um solche Joickel geht kann ich immer wieder sagen... Wer Billig kauft, kauft zweimal!!!!
Die Honda i-serie ist nicht umsonst seit Jahren DER Generator der Camper und Bootfahrer
Klein, Leicht und vor allem Super-zuverlässig.
Leider nicht Billig !!

Dem Batterielader wirds wohl egal sein, aber was "Elektronische Werkzeuge" und LEDs zu unsauberem Sinus und Spannungsschwankungen sagen.....


Dürfte eigentlich auch nicht viel machen, denn alles was irgendwie elektronisch funktioniert, hat ja den typischen Schaltnetzteil-Eingang: Also einen Brückengleichrichter, einen Siebelko und einen primären Schaltregler, für die dann folgende Übertragerstufe. Deshalb steht da ja meistens auch "190 bis 250V~/=" auf dem Typenschild. ;)

Die Honda-Generatoren sind echt Spitze. Aber auch drei mal so teuer, wie die Chinaware.

Grüße, Tom

Bandit1973

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7

09.12.2018, 08:28

Wenns um solche Joickel geht kann ich immer wieder sagen... Wer Billig kauft, kauft zweimal!!!!
Die Honda i-serie ist nicht umsonst seit Jahren DER Generator der Camper und Bootfahrer
Klein, Leicht und vor allem Super-zuverlässig.
Leider nicht Billig !!

Dem Batterielader wirds wohl egal sein, aber was "Elektronische Werkzeuge" und LEDs zu unsauberem Sinus und Spannungsschwankungen sagen.....


Dürfte eigentlich auch nicht viel machen, denn alles was irgendwie elektronisch funktioniert, hat ja den typischen Schaltnetzteil-Eingang: Also einen Brückengleichrichter, einen Siebelko und einen primären Schaltregler, für die dann folgende Übertragerstufe. Deshalb steht da ja meistens auch "190 bis 250V~/=" auf dem Typenschild. ;)


Jup, das steht auch auf den Nespresso Maschinen.
TZrotzdem gibts keinen Kaffee, wenn der Jockel pseudo-Sinus liefert :pinch: :pinch:

Tom

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8

09.12.2018, 10:02

Dann steht da aber nicht "+/=" drauf, also Wechsel- und Gleichspannung, denn die Wasserpumpe in den Automaten ist ja immer so ein komischer Schüttelbruder, der zwingend Netzfrequenz braucht, um zu schütteln. Mit Gleichstrom schüttelt da nix, es qualmt nur.

Aber ob das was mit der Güte der Sinusform zu tun hat? ?( Zumindest Überlegungsmäßig müsste es ja auch bei Rechteck schütteln. Wenn auch "etwas knackiger".

Grüße, Tom





...






EDIT
,

kleine Anekdote bzgl. Kaffee-Vollautomat und Frauen:

Ich hab ne Frau und wir beide zusammen haben unsere geliebte Jura. Ich bin ja Kaffee-Prolet, drücke immer nur aufn Knopf und krieg dann einen Pott Jacobs-Krönung - fertig, aus.


Meine bessere Hälfte trinkt aber dieses Gesöff nicht und will nur italienischen Kaffee. Den füllt sie gemahlen ein und muss dann noch ein paar Unterprogramme auswählen, damit das Mahlwerk nicht anläuft, sondern nur Wasser. Nun steht die Wassermenge aber wegen meiner Krönungs-Pötte immer am Rechtsanschlag auf "groß, Stufe I". Sie trinkt aber immer nur aus normalen Tassen. Weil aber der italienische Kaffee feiner gemahlen ist, fließt das Wasser langsamer durch das feinere Kaffeemehl und die normale Einstellung für kleine Tassen reicht nicht aus. Also stellt sie auf kleine Tasse und erhöht dann die Wassermenge manuell auf "klein, Stufe III". Ich hab das mal verglichen: "Klein, III" entspricht in der Menge zufällig exakt der Einstellung "groß, I", also der Einstellung, die sowieso wegen meiner Proletenpötte immer eingestellt ist.

Nun vergesse ich aber regelmäßig, vor dem Drücken des Kaffeeknopfes auf meine Standardgröße "Groß, 1" zurückzustellen. Dann steht die Machine noch auf "Klein, I" (und zwar ohne die jedes Mal nötige manuelle Zusatzeinstellung auf "III") und kriege dann nur einen halben Pott viel zu starke Krönung, die man nur wegschütten kann. :pinch: Also hab ich ihr mal gesagt, sie soll doch das Rumgedrehe gleich bleiben lassen, weils 'eh dieselbe Wassermenge ist.

Aber dann kams: "Der Kaffee schmeckt aber besser auf "klein, III !" :motz:

;( :S :wacko: 8| X(

Seit dem hab ich einige Anläufe probiert, um ihr zu erklären, dass bei der Einstellung der Brühwassermenge nur die Pumpen-Zeitdauer verändert wird, sonst aber gar nichts. Aber wie stark der Glaube sein kann, wie abwegig er auch sein mag, das musste ich dann erkennen. Denn seit Jahren hält sie unbeirrt daran fest, der Kaffee würde auf "klein, III" besser schmecken. Endlich sehe ich auch ein, warum Leute Megapulse im Auto verwenden, oder sich Pülverchen in die Batterien schütten. :thumbsup:

Denis_O

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9

09.12.2018, 22:33

Bleibt also nur, den Megapulse mit dem Kaffeeautomaten zu verbinden, dann schmeckt der Kaffee definitiv besser und der bleibt auch noch länger warm!

Tom

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10

10.12.2018, 07:00

8o Achso SOOO geht das!!!! :thumbsup:

Wieder was gelernt.

Grüße, Tom

Bandit1973

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11

11.12.2018, 19:32

Bin ich froh dass sowohl ich, als auch meine mir Angetraute am liebsten simplen filterkaffe mögen.
Filter rein, kaffepulver rein, Wasser in den Tank, einschalten.
Bald darauf gibts knapp ein Liter Kaffee

Denis_O

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12

11.12.2018, 19:56

ich würde einfach mal ein A/B Blindtest wagen...

oder den Kaffeeautomaten öffnen und den Schalter umpolen (also I und III untereinander tauschen).

Tom

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13

11.12.2018, 21:53

Die Maschine zu manipulieren ist ja fies... :P

Aber da müsste ich wohl die Software ändern, denn einerseits werden die Programme über so einen blöden Impuls-Drehwähler ausgewählt und andererseits die Wassermengen über LEDs angezeigt. Aber die Idee ist an sich spitze!

Einen normalen Blindtest hatten wir schon. Ist ausgegangen wie das Hornberger Schießen. Angeblich war der Kaffee insgesamt zu stark. Seit dem habe ich keine weiteren Überzeugungsversuche mehr gestartet. Die Beliebtheit solcher Tests hält sich bei meiner Angebeteten schon sehr in Grenzen... :thumbdown:

Es gibt so Sachen, die muss man wohl einfach erdulden.

Grüße, Tom

Denis_O

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14

12.12.2018, 00:03

ach OK, ich dachte es wäre ein richtiger Drehschalter... in deinem Fall lässt sich der Impuslschalter nicht so einfach umschalten.

OK, das mit dem Blindtest kannst Du wohl auch vergessen. Kauf Dir eine eigene Kaffeemaschine oder trinke Bier. Problem beseitigt!
Aber es stimmt: der phychologische Aspekt spielt eine immense Rolle...ausser für Ingenieure. Ich beschäftige mich ja viel mit Audioequipment. Ich glaube, das ist DIE Idiotenfalle schlechthin.
Mein favorit: CD-Spieler mit Riemenantrieb, damit es weniger "digital" klingt. Ich mache mir ab und zu ein Spass draus, Verkäufer darauf anzusprechen. Und dann erkläre ich ihnen, wie ein buffer funktioniert...

Tom

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15

12.12.2018, 07:12

Zitat

OK, das mit dem Blindtest kannst Du wohl auch vergessen. Kauf Dir eine eigene Kaffeemaschine oder trinke Bier. Problem beseitigt!
Aber es stimmt: der phychologische Aspekt spielt eine immense Rolle...ausser für Ingenieure. Ich beschäftige mich ja viel mit Audioequipment. Ich glaube, das ist DIE Idiotenfalle schlechthin.
Mein favorit: CD-Spieler mit Riemenantrieb, damit es weniger "digital" klingt. Ich mache mir ab und zu ein Spass draus, Verkäufer darauf anzusprechen. Und dann erkläre ich ihnen, wie ein buffer funktioniert...

:thumbsup:

Naja, es geht ja auch so. Aber man muss mit der Einbildung umgehen lernen. Für mich ist das eine echt schwierige Übung. Wenngleich, manchmal bilde ich mir auch ein, dass Michelin besser sei als Conti. Wir Menschen ticken schon komisch.

CD-mit Riemenantrieb, aumann! Das erinnert mich an so frühe Betamax-Videorecorder, bei denen die Kopftrommel über einen Riemen angetrieben wurden. Im Alter bildete sich eine Schwingung der Kopfumdrehungszahl aus und das Bild "jammerte" immer in schneller Folge von links nach rechts und wieder zurück. Damals hab ich das als nervenden Fehler angesehen. Heute würde ich vermutlich in Nostalgie schwelgen, besonders wenn noch ein Philips Goya aus den Sechzigern daneben stünde. ^^

Grüße, Tom

Denis_O

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16

Gestern, 01:22

Man muss erst einmal zwischen verschiedenen Firmenphilosophien und Kundenverarschung unterscheiden.
Qualitativ sind Michelin und Conti (und auch andere) gute Reifen. Je nach Fahrstil und subjektive Bewertungspunkte (Handling, Geräuche, Laufleistung, Spritverbrauch,...) wird man eher zum einen oder anderen tendieren. Ich fahre zB je nach Auto und Saison Michelin/Conti/Goodyear. Wer Markengebunden ist, hat aber schon verloren, weil er dem Marketing verfallen ist anstatt selber zu überlegt um die Produkte nach eigenen Kriterien zu analysieren.

Andererseits gibt es Billigreifen, die unter allen Aspekten so schlecht und sogar gefährlich sind, dass die einzige Firmenphilosophie, die dahinter steckt, ganz klar den unwissenden Kunden über den Tisch zu ziehen zu sein scheint.
Das ist aber in allen Bereichen so, das siehst Du doch an deinen eigenen Produkten vs. der Konkurrenz.
Es gibt in allen Bereichen gute Produkte (auch von der Konkurrenz), und unehrliche Mittbewerber, die nur Schrott anbieten (und dafür ist das überteuert).
Interessanter Weise gibt es oft unter seriösen Mittbewerber ein Art Respekt, in einzelfällen sogar Hochachtung (da werden zB Patente abgekauft). Aber die, die Schrott anbieten reden IMMER die guten Produkte schlecht!