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ulf

Akku-Meister

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41

29.07.2015, 10:37

Einen wirksamen Verpolungsschutz, der die Funktion des Gerätes nicht wesentlich einschränkt und es auch nicht spürbar verteuert, gibt es m.E. nicht.
Ich habe meinem Pulsar ganz frisch den Verpolschutz rechts im Anhang verpaßt. . .
Kleines Update: Vorgestern habe ich zum ersten Mal meinen Pulsar falschgepolt an eine geladene Batterie angeklemmt. Es funkte kurz, das Sicherungsdrähtchen war durch, und der Pulsar zeigt mir die rote Lampe für zu hohe Spannungspeaks.

Neues Sicherungsdrähtchen eingelötet, und der Pulsar funktioniert wieder normal.
Das ist natürlich keine Garantie, daß meine Verpolsicherung wirklich unter allen Umständen sicher ist, aber es zeigt, daß sie funktionieren KANN.
Gruß Ulf

nik100943

Akku-Neuling

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42

04.11.2015, 16:56

Also,

als absoluter elektrischer Laie habe ich schon lange im www nach einer vernünftigen, praktikablen Lösung für das Problem der Desulfatierung von Blei-Säure-Batterien gesucht. Gefunden habe ich neben den Standart-Produkten eigentlich nix halbes und nix ganzes. Über die bekannten Standart-Produkte wie z.B. Novitec Megapuls ist eigentlich schon alles geschrieben. Gutes wie schlechtes. Ich hatte einen und habe ihn wieder verkauft .. :motz:

Wenn es hier im FORUM gelingt, im Gespräch der Profis miteinander !!!!!, einen erfolgversprechenden Desulfator zu entwickeln, vielleicht noch besser als der aktuelle Power-Pulsar, dann wäre das ein Durchbruch, ein Riesen-Geschäft und eigentlich auch ein Problem für die Batterie-Industrie.

Mir fällt (sachfremd) gerade ein, wie drei Typen in einer Garage vor ca. 12 Monaten den BEEFER entwickelt haben. Ein Gerät, mit dem man Steaks bei 800 - 900 ° Celsius grillen kann. Da wurde keine einzige neue Komponente erfunden. Vorhandene billigste Technik (Gas-Keramik-Flächenbrenner) wurden mit einem Edelstahl-Gehäuse intelligent kombiniert und schon gab es einen Wahnsinns-Erfolg, auch finanziell. Der BEEFER kostet mindestens 699,- € und wird den Herstellern aus den Händen gerissen. Von Leuten ohne handwerkliches Geschick und mit viel Geld ... 8o

Es gab früher bekanntlich von VARTA im und auch noch nach WK II "Ewigkeitsbatterien" als Ni-Ca-Kalilaugenbatterien mit Edelstahlkomponenten. Die z.B. in den "alten" BW-Handlampen von Bosch-Eisemann verbaut waren und sich aus 2 V - Zellen zusammensetzten. Ich habe da noch viele von. Auch Bosch-Eisemann-Handlampen mit Original-Kasten. Die nach Jahren Tiefentladung und nach Ergänzung mit Aqua Dest mit einer 4 - 6 V - Spannungsspitze wieder zum Leben erweckt und geladen werden können, obwohl die gelbe Batterie - Version bis zu 60 Jahre alt ist. Ni-Ca-Akkus können tiefentladen nicht mit Ladegeräten geladen werden, es sei denn, sie wurden zuvor mit Spannungsspitzen wiederbelebt. Gleiches gilt übrigens auch für Ni-Ca-Trockenbatterien. Notfalls muss mal gespült und die Lauge (KOH) ausgetauscht werden. Dann hat die uralte Batterie wieder ein langes Leben vor sich !!! Steht auch so in der Gebrauchsanleitung. Heute gibt es diesen Batterie-Typ nicht mehr neu zu kaufen. Warum wohl ???

Deswegen halte ich den "Wettbewerb" hier im FORUM um eine Optimierung des vorhandenen Power-Pulsar für tierisch spannend und für ausgesprochen klug. Weil es eigentlich einen riesigen Markt für einen richtig gut funktionierenden Desulfator gibt. Der momentan von den gängigen Produkten für den "Privatmann" nicht abgedeckt wird. Profi-Geräte braucht aber kein privater Nutzer und kann das auch nicht bezahlen.

Deswegen würde ich mir -ehrlich gesagt- einen intelligenten Pulsar wünschen, der zusammen mit einem angepassten bzw. mit einem verträglichen externen Ladegerät kombiniert werden kann. Der Pulsar möglicherweise mit noch höheren Spannungsspitzen und das Ladegerät mit der Möglichkeit der zeitweisen Überspannungsladung bis ca. 15 - 16 Volt ohne Unterspannungsabschaltung. Beides zusammen wäre wohl der ideale Desulfator. Sorry, falls ich falsch liege, ich bin Laie mit dem Recht, mich zu irren ... :motz:

Ich wäre für eine solche Super-Kombi der erste Kunde ... :thumbsup:

Grüsse vom Mainzer Lerchenberg
Nik

Tom

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43

04.11.2015, 18:22

Hallo,

es gibt eigentlich nur zwei Probleme, an denen der geäußerte Wunsch leider zwangsläufig scheitern wird:

  1. Gebrauchte oder gar defekte Akkus sind alle völlig unterschiedlich. Aus diesem Grund gibt es keine Möglichkeit, wenigstens ansatzweise zutreffende Vorhersagen über die Wirkung von Reanimationsversuchen bei einzelnen Akkus zu machen. Gut möglich, dass der Eine (bei nur sulfatierten, sonst aber einwandfreien Akkus) sofort hoch zufrieden mit der Wirkung eines Desulfatierers ist und der Nächste (wegen Zellenschlüssen, gebrochener Platten und Zellenverbinder usw.) grenzenlos enttäuscht. Bestenfalls äußern sich die beiden zuvor Genannten dann halbwegs objektiv (sehr, sehr selten...) in Fachforen über ihre Erfahrungen. Ab einer Menge von wenigstens 50 bis 100 solcher Meldungen könnte man so etwas wie eine Statistik über die Wirksamkeit von Desulfatierern beginnen, die aber natürlich ganz furchtbar unter den verschiedensten Durchführungsbedingungen krankt, wodurch die Vergleichbarkeit der Ergebnisse kaum je gegeben ist. Aus diesem Grund bin ich inzwischen dazu übergegangen, klipp und klar von der Desulfatierung von Akkus, die rein kalendarisch am Ende ihrer Lebensdauer angekommen sind, abzuraten. Das bringt nichts und Wunder vollbringt auch kein Desulfatierer. Außerdem bringt es nichts, eine alte Krücke wochenlang zu päppeln, um von 10% Kapazität auf 20% zu kommen.


  2. Gute Desulfatierer sind leider teuer. Und weil es sich zumeist nicht um Geräte handelt, die in großen Stückzahlen produziert werden (vom Megapuls mal abgesehen), können sie auch nicht billig sein (erneut vom Megapuls mal abgesehen, der zwar in industriellen Stückzahlen produziert wird, aber dennoch zumindest meiner Meinung nach mit viel zu hohem Verkaufsgewinn angeboten wird... :P ). Setzt man die hohen Desulfatiererpreise mit ihrem echten Nutzen ins Verhältnis, kommt für den Benutzer meist kein gutes Geschäft dabei herum. Weshalb sie sich auch nicht gerade blendend verkaufen (vom Megapuls erneut abgesehen, aber bei dem geht der Hersteller auch einen "Anwendungs-Sonderweg", indem nicht primär dessen Desulfatierungswirkung verkauft wird, sondern ein gutes Gefühl für den Kunden, wenn er das Gerät einfach fest anbaut und dann vergisst. Dieses gute Gefühl lassen sich die meisten Leute wenigstens ebensoviel kosten wie überteuertes, aber dennoch nutzloses Motoröl...).
Die allermeisten Anwender würden mit einem guten Ladegerät, welches eine Dauerladung ohne verfrühten "Abwurf" eines ansulfatierten Akkus ermöglicht, besser bedient als mit einem Desulfatierer, der eigentlich für total sulfatierte Akkus gedacht ist, bei denen man mit einem Ladegerät allein nichts mehr reißen kann. Aber wer hat schon total sulfatierte Akkus? Die meisten schleppen nur jahrelang teilsulfatierte Akkus mit sich rum, die sie mit ihren viel zu früh abschaltenden CTEKs logischerweise nie wieder voll kriegen.

Grüße, Tom

Chevi

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44

07.03.2017, 19:53

... Aktualisiertes Schaltbild mit passenden Transistortypen (Uce) und einer LED, die bei jedem Schuß in die Batterie aufleuchtet - man will ja schließlich sehen, ob das Ding arbeitet:
index.php?page=Attachment&attachmentID=31...
Auch wenn es schon "ewig" her ist, würde mich dieser Schaltplan auch interessieren!
Ist aus diesem Projekt noch etwas geworden? Bin gerne bereit mal ein Eagle Platinenlayout zu erstellen, dafür bräuchte ich allerdings den aktuellen Schaltplan. Würde mich freuen!

Denis_O

Akku-Meister

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45

14.03.2017, 18:10

Daran wäre ich auch interressiert! Aber auch nur wenn Tom mir die Genehmigung zum Nachbau erteilt.

Tom

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46

14.03.2017, 20:19

Mir ist nicht wirklich klar, um welchen Schaltplan es geht. Um den des Power-Pulsars? Die Schaltung ist nun wirklich bekannt. Um das was Ulf gebaut hat? Am besten mal Ulf per PM anstupsten.

Übrigens stammt die Grundschaltung des Power-Pulsars vom Elektor-Verlag, irgendwann aus den Neunzigern. Daran besitze ich also kein Urheberrecht. Sie ist ohnehin zu primitiv und "normal", als dass man daran ein Urheberrecht besitzen könnte: Mangelnde Schöpfungshöhe... :whistling:

Grüße, Tom

Denis_O

Akku-Meister

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47

15.03.2017, 11:16

Es geht um das Platinenlayout, den Chevi plant. Eventuell könnte man eine Kleinserie herstellen.

Torsten

Akku-Meister

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48

16.08.2019, 12:24


Einen wirksamen Verpolungsschutz, der die Funktion des Gerätes nicht wesentlich einschränkt und es auch nicht spürbar verteuert, gibt es m.E. nicht.

100,- Euro bar auf Tatze für denjenigen, der mich erfolgreich widerlegt!

Grüße, Tom

So. Nun hat's mich leider auch erwischt ;( Ich gestehe es öffentlich ein. Im Keller bei schlechter Beleuchtung den Pulsar verpolt angeschlossen. Nun ist er erstmal hin. Wiederholung leider auch nicht ausgeschlossen. Drum hole ich dieses Thema nochmal hoch und frage nach: Ist es denn möglich, für derlei "dau" wie mich :whistling: eine Pulsar V.2 Version anzubieten, welche einen Verpolungsschutz anbietet, aber das Gerät spürbar verteuert :?:

Also ich mein ich muss das Gerät jetzt eh' zur Reparatur einschicken und schließe eine Wiederholung des Verhaltens dass dazu geführt hat nicht aus, kann es nicht gänzlich ausschließen. Keine Frage, dass betriebswirtschaftliche Gründe dagegen sprechen, das Gerät von vornherein so abzusichern, weil dann der - eh schon hohe - Preis aufgrund der Handarbeit des ganzen in ungahnte Höhen steigen müsste. Aber wäre es denn grundsätzlich möglich, gegen gewissen Aufpreis eine verpolgeschützte Version zu erwerben? Immer noch besser als es mehrmals wegen dem gleichem Defekt einzuschicken - und auf lange Sicht bestimmt auch preiswerter...
Gruß, Torsten

Tom

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49

16.08.2019, 14:34

Was man relativ einfach (und billig) machen könnte, wäre der Einbau einer Verpolungsschutzdiode (antiparallel) und einer Kabelsicherung. Das kracht dann zwar recht kräftig bei Verpolung, aber Gerät und Diode blieben heil und nur die Sicherung würde rausfliegen. Leider nimmt dadurch die Impulsleistung des Gerätes etwas ab, aber das würde wohl nicht all zu sehr ins Gewicht fallen.
Grüße, Tom

Bandit1973

Akku-Meister

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50

18.08.2019, 09:47

Ich meld mich mal unverbindlich für die €100.- an.
Rüst den Pulser ab Werk mit Polklemmen aus.
bei denen haben plus und Minus unterschiedliche Durchmesser.
Da müsste wirklich jedem DAU auffallen, dass da was nich stimmt.
Ausserdem stellt es sicher dass die BAtterie wirklich OHNE Bordnetz gepulst wird.

Tom

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51

18.08.2019, 10:40

Ich meld mich mal unverbindlich für die €100.- an.
Rüst den Pulser ab Werk mit Polklemmen aus.
bei denen haben plus und Minus unterschiedliche Durchmesser.
Da müsste wirklich jedem DAU auffallen, dass da was nich stimmt.
Ausserdem stellt es sicher dass die BAtterie wirklich OHNE Bordnetz gepulst wird.

Hübsche Idee. Nur wie desulfatiert man dann Batterien mit anderen Polklemmen mit dem Pulsar? In der Anfangszeit habe ich wegen der damals verwendeten Krokodilklemmen machmal Beschwerden bekommen, weil die nicht ohne etwas Kraftaufwand auf alle Batterien passten. Das endete dann mit den größeren Klemmen, die für alle Typen gleichermaßen passen. Inzwischen nehme ich an, dass die Lösung mit antiparalleler Diode und Schmelzsicherung noch die universellste und preisgünstigste Lösung wäre. Vielleicht ja als Zusatzoption zur Auswahl bei der Bestellung. Ich werds bei der nächsten Charge mal einführen. Bin schon sehr gespannt, wie hoch der Prozentsatz der Bestellungen mit "Verpolungsschutz" ausfällt.

Übrigens muss ich gestehen, dass ich zwar oft ziemlich tollpatschig bin, aber einen Pulsar hab ich selbst noch nie falsch herum angeschlossen. Starthilfekabel übrigens auch nicht. Echt nicht... -|-

Grüße, Tom

Torsten

Akku-Meister

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52

07.09.2019, 12:34

Rüst den Pulser ab Werk mit Polklemmen aus.
bei denen haben plus und Minus unterschiedliche Durchmesser.

Unpraktikable Idee, da schließe ich mich unserem "In-Verkehr-Bringer" an. Somit wären dann zum Beispiel kleinere Batterien (die gar keine Polklemmen haben, ala Motorradbatterie) gar nicht mehr ohne Zubehör zu behandeln (bei einer solchen kleinen ist mir das Malheur nämlich auch passiert :motz: )

Aber trotzdem danke für die Idee...wäre für ein Zweitgerät zumindest eine Überlegung wert. Jetzt wo der Sommer in Deutschland praktisch vorbei ist, habe ich auch wieder mehr Lust, solch' nervigen Dinge wie Geräte zur Reparatur einschicken :whistling: in Angriff zu nehmen. Kommt also demnächst (hoffentlich) ein erster Testkandidat zum Umbau auf die erweiterte Version @Tom