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hose

Akku-Neuling

  • »hose« ist der Autor dieses Themas

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1

01.09.2012, 23:05

MicroCharge Regler an Ladestromverteiler/Trenndiode Proosten DB 180

Hallo,
in meinem Geländewagen sind 2 normale Bleibatterien(unterschiedliche Kapazität) verbaut. Geladen werden beide über einen Ladestromverteiler/Trenndiode Modell Proosten DB 180.
Habe vor kurzem mal die Ladespannung an den Batteriepolen gemessen und kam bei beiden Batterien auf etwa 13,8V. Das ist meines erachtens nach ein bischen zu wenig. Ist es möglich mit dem MCLaderegler die Ladespannung für beide Batterien auf etwa 14-14,2 Volt zu erhöhen.(Läßt sich der Regler an den Eingang des Ladestromverteilers anschließen?) Gerne nehme ich auch komplett andere bezahlbare Vorschläge für die annähernd perfekte Ladung meiner Batterien entgegen.
Vielen Dank schon mal im Voraus.
»hose« hat folgende Datei angehängt:

Tom

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2

02.09.2012, 06:43

Hallo,

Zitat

Ist es möglich mit dem MCLaderegler die Ladespannung für beide Batterien auf etwa 14-14,2 Volt zu erhöhen?

Ja das ist möglich. Dazu muss man auch gar nichts machen, denn die Ladespannung des MicroCharge-Ladereglers ist schon ab Werk auf genau 14,1V bei 20°C eingestellt. Man kann auch noch andere Spannungen einstellen, wenn man das Stellpoti im Sensor entsprechend anders einstellt. Man muss aber immer beachten, dass sich die Ladespannung beim MicroCharge-Laderegler mit der Temperatur ändert: Steigt die Temperatur, sinkt die Ladespannung und umgekehrt. Bei einer Ändeurng der Einstellung muss das natürlich berücksichtigt werden.

Zitat

Läßt sich der Regler an den Eingang des Ladestromverteilers anschließen?

Ja, kein Problem. Da ist der Regler der bisherigen Lichtmaschine ja auch angeschlossen.

Grüße, Tom

hose

Akku-Neuling

  • »hose« ist der Autor dieses Themas

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3

02.09.2012, 21:32

Urteil des Spezialisten

Was hältst Du als Spezialist von der Lösung mit dem Ladestromverteiler? Gute Wahl? Gutes Gerät? Gibt es bessere Lösungen?

Tom

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4

03.09.2012, 09:05

Funktioniert, ist aber unnötig aufwändig und teuer.

Aufwendig bei der Installation, weil man
  1. zwingend "D+" von der Lichtmaschine zur Steuerung benötigt (oder "L", je nach dem was die Lichtmaschine anbietet)

    und

  2. die Leitung zwischen Lichtmaschine und Batterie auftrennen muss. ;( Das setzt voraus, dass der Isolator in der direkten Umgebung des Motors eingebaut wird, damit die Leitungen zwischen Lichtmaschine, Isolator und Batterie nicht übermäßig lang werden und dann ihrerseits wieder zu unnötigen Verlusten führen.
Allerdings ist mir nicht klar, weshalb man nicht gleich ein viel billigeres Trenn-Relais verwendet, wenn man für den isolator die Lichtmaschine zu Steuerungszwecken sowieso schon anzapfen muss. Dann würde man nämlich schon mal die eigentlich unsinnige Auftrennung der Lichtmaschinen/Batterie-Ladeleitung und darüber hinaus eine Menge Geld sparen.

Meiner Meinung nach sind solche Batterie-Isolatoren bzw. Ladestromverteiler nur für einen Zweck geeignet, nämlich zur Aufteilung eines sehr kleinen Ladestroms auf verschiedene Batterien, wenn es beispielsweise bei kleinen Solaranlagen erfolderlich ist, den geringen Strom der Solar-Panels auf zwei oder mehrere Batterien aufzuteilen (Trenn-Dioden scheiden hier wegen ihres störenden Spannungsabfalls aus, Trenn-Relais wegen der notwendigen Ansteuerung über die Lichtmaschine und Trenn-MOSFETs wegen ihrer nicht für schwache Stromquellen geeigneten Schaltautomatik). Für diesen Anwendungszweck muss sich der Ladestromverteiler natürlich vollautomatisch selbst steuern und darf keine externe "D+"-Steuerung erwarten, denn die gibt's bei Solarpanelen ja nicht. Allerdings bringen spezielle Solarregler solch eine Möglichkeit zur Aufteilung des Strom und zum Anschluss verschiedener Batteriebänke bereits mit. Deshalb fällt mir inzwischen keine sinnvolle Anwendung für Batterie-Isolatoren bzw. Ladestromverteiler mehr ein. Die Technik ist einfach veraltet.

Grüße, Tom

hose

Akku-Neuling

  • »hose« ist der Autor dieses Themas

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5

03.09.2012, 11:56

Vielen Dank für die schnelle und ehrliche Antwort. Ich hatte diese Möglichkeit gewählt um die teilweise doch sehr großen Ausgleichsströme ( die Zweite Batterie wird wesentlich tiefer entladen als die Starterbatterie) nicht über ein Trennrelais zu schicken (habe da schon schlechte Erfahrungen gemacht, die Dinger haben dann nicht mehr getrennt, wahrscheinlich die Kontakte zusammengeschmort).
Jedoch war die Installation bei mir kein Problem, habe hochwertige Kabel von ( ich glaube 70qmm ) komplett neu von Lichtmaschine zu Verteiler und von dort zu den Batterien mit sauber angecrimpten Kabelschuhen verlegt. Die Kabel waren auch noch umsonst :)

Vieln Dank nochmal für die Infos
die Bestellung des Reglers und eventuell auch noch des Pulsers gehen in den nächsten Tagen raus

Tom

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6

03.09.2012, 16:13

Was Ihnen die Trenn-Relais zerdellert hat, dürften kaum die "Ausgleichsströme" gewesen sein. Da fließen nämlich wirklich nur ein paar Ampere, auch wenn viele Internet-Aussagen von angeblich exorbitant hohen Strömen schreiben, aber das stimmt (zum Glück) nicht. Andernfalls wären meine Trenn-MOSFETs dauernd kaputt...

Allerdings passiert es bei "D+"-gesteuerten Trenn-Relais gern, dass Teile des Anlasserstroms "rückwärts" mit über dieses Relais fließen, wenn die Lichtmaschine sehr früh zuschaltet und über D+ das Trenn-Relais aktiviert. Und das können dann durchaus schon mal ein paar hundert Ampere sein.

Grüße, Tom