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pascal

Akku-Kennenlerner

  • »pascal« ist der Autor dieses Themas

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Registrierungsdatum: 29.07.2010

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1

29.07.2010, 09:57

Ladebooster welche Ausführung?

Guten Tag,

Auf einen Kippanhänger mit 102Ah Batterie möchte ich einen Ladebooster einbauen. Welche Grösse empfehlen Sie mir, respektive was für Ladezeiten der Batterie sind zu erwarten. Ich habe leider keine Ahnung wie man so etwas errechnet.

Gruss
Pascal

Tom

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2

29.07.2010, 11:06

Hallo,

bei einem 102Ah-Akku sollte es schon die größere 10A-Ausführung sein.

Die benötigten Ladezeiten hängen davon ab, wie viel Energie den Akkus entnommen wird und wie lange das Zugfahrzeug Strom liefert, ohne dass gleichzeitig hinten wieder Energie entnommen wird. Ich vermute, es wird bei Ihnen so sein, dass Sie zum Kippen des Anhängers dem Akku kurzzeitig recht hohe Ströme für die Kipp-Hydraulik entnehmen und danach der Akku nicht weiter belastet wird. Deshalb vermute ich, Sie werden keine Stromengpässe erleben, wenn sich zwischen zwei Kippvorgängen wenigstens 10 Minuten Fahrzeit befindet. Der Akku selbst ist natürlich wegen seiner Größe auch dafür geeignet, mehrere Kippvorgänge ohne zwischenzeitliche Aufladung durchzuführen. Dann dauert die vollständige Aufladung natürlich länger. Ganz allgemein kann man sagen, dass die vollständige Aufladung eines völlig leeren 100Ah-Akkus mit dem 10A-Lade-Booster etwa 20 Stunden dauern wird. Die Abweichung von den intuitiv zu vermutenden 10 Stunden Ladezeit (10 Stunden bei 10A gleich 100Ah...) ergibt sich dadurch, dass ab etwa 70% Ladezustand der Ladestrom unter 10A sinkt und dann kontinuierlich weiter abfällt. Die pro Stunde eingeladene Energiemenge sinkt dadurch ab. Das ist bei Bleiakkus nun mal so. Bis zu diesem Punkt werden aber pro Stunde 10Ah eingeladen, was Ihren Bedarf meiner Einschätzung nach voll abdecken wird.

Viele Grüße!

Tom

pascal

Akku-Kennenlerner

  • »pascal« ist der Autor dieses Themas

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3

29.07.2010, 11:58

Besten Dank für die prompte Antwort. Dann hätte ich nur noch die Zusatzfrage ob die Kabel des Zugfahrzeugs die maximalen 20A Stromaufnahme des grösseren Modell auf Dauer mitmachen?

In der Regel liegen zwischen Kippvorgängen immer min. 10 - 30 Minuten Fahrzeit. Schliesslich muss ja auch etwas zum kippen geladen werden. ;-) Zusätzlich kommt es immer wieder zu längeren Autobahnfahrten da wir beinahme in der ganzen Schweiz arbeiten. 1-2 stündige Ladezeiten sind demnach keine Seltenheit.

Einerseits ist der Mehrpreis für die grössere Variante kein Thema, 1x ärgern wegen ungeladener Batterie ist teurer als die Mehrkosten, andererseits möchte ich kein überdimensioniertes System dass allenfalls sogar der Fahrzeugverkabelung schaden würde.

Gruss
Pascal

Tom

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4

29.07.2010, 17:05

Hallo,

ob Ihre Kabel die Stromaufnahme verkraften, kann ich aus der Entfernung nicht beurteilen, da ich natürlich nicht weiß, wie Ihre Verkabelung aussieht. Wenn es sich um 0,75 oder 1mm²-Leitungen handelt, die dann vielleicht noch fünf und mehr Meter lang sind, wären diese mit 20A sicher überlastet. So ab 1,5mm² klappt das aber. Hier liegt das Problem weniger an schmorenden Kabeln, als darin, dass nach langen, dünnen Leitungen unter Last hinten nicht mehr genug Spannung ankommt, der Ladebooster dann nicht mehr richtig arbeiten kann und sich deutlich stärker erhitzt als nötig. Auch die Steckdose, der Stecker und das Kabel am Stecker sollten in die Überlegungen zur Dimensionierung mit einbezogen werden. Am besten ist es, wenn man sich die verlegten Leitungen mal genauer anschaut. Auch werden noch Sicherungen im Leitungsweg liegen, die der erhöhten Last ebenfalls standhalten müssen. Hier wird man vermutlich erst mit 25A-Sicherungen dauerhaft auf der sicheren Seite sein.

Viele Grüße!

Tom

pascal

Akku-Kennenlerner

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5

29.07.2010, 17:40

Besten Dank, ich denke das bringt mich weiter.
Ich interpretiere das mal so, entweder vernünftige Kabel ziehen (2.5 oder sogar 4mm2 macht ja dann auch keinen Unterschied mehr), was aber aufgrund verschiedener Zugfahrzeuge zu multiplizieren ist, oder das kleinere Modell wählen und hoffen dass er mit Laden nachkommt.
Müsste eigentlich auch klappen da ich den Anhänger doch sehr oft rumziehe ohne dass gekippt werden muss. Dann vielleicht moch eine einfache Batteriezustandsanzeige und im Notfall zwischendurch vom Netz laden.

Ich lass mir dass nochmal durch den Kopf gehen um dann entsprechende Bestellung aufzugeben.

Gruss
Pascal

batifs

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6

07.02.2012, 14:39

Ich glaube für mich würde sich sowas erst lohnen, wenn man mittels booster so 50% schneller laden könnte, kommt aber auch auf den Preis an.

Tom

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7

07.02.2012, 16:47

Ladebooster für Bleiakkus sind in erster Linie dazu gedacht, technische Probleme der Verdrahtung abzumildern, um so wieder auf "normale" Ladegeschwindigkeiten zu kommen. Schneller Laden (gegenüber optimal mit Ladestrom versorgten Akkus) lassen sich Bleiakkus allein durch Ladebooster nicht, was den einfachen Grund darin findet, dass Bleiakkus grundsätzlich nicht schnellladefähig sind. Das liegt leider in der Natur der Sache selbst.

Grüße, Tom