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Kundenanfrage

Akku-Gott

  • »Kundenanfrage« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 345

Registrierungsdatum: 15.04.2010

Über mich: Unter diesem Konto werden viele technischen Kundenanfragen und gegebenen Antworten zu Akkus, Installationen und MicroCharge-Produkten, die mich per eMail erreichen, in (anonymisierter) Kopie gepostet. So ist es möglich, einerseits die per eMail ankommenden Kundenanfragen direkt per eMail zu beantworten und andererseits die Forenuser an dem gegebenen Lösungsvorschlägen teilhaben zu lassen.

Thomas Rücker

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1

22.08.2016, 09:50

Batterien im Boot laden

Sehr geehrter Herr Rücker,

ich habe mir Ihre Internetseite angesehen und durchgelesen und hoffe Sie können mir eine intelligente Ladeeinrichtung für mein Boot anbieten.
Es sollen zwei Primus 12/100 Batterien auf AGM Technik verbaut werden.
Ich habe diese Batterien schon gekauft, im Anhang befinden sich die techn. Daten der Batterien Primus 12/100.
Eine soll als Starter Batterie, die andere als Verbraucherbatterie funktionieren.
Des Weiteren möchte ich ein Ladegerät mit Landanschluss verbauen, das diese Batterien nach längerer Standzeit lädt oder die Batterien nur erhaltungsmäßig nach lädt.
Die Batterien sind in Batterieboxen im Motorraum verbaut. Ich denke, mit der Wärme bei Motorbetrieb könnte es eventuell schwierig sein, so dass man das Laden temperaturmäßig überwachen müsste.
Es ist ein 4,3Lit. Volvo Penta mit einer 65A Drehstromlichtmaschiene verbaut.
Die Frage ist nun, wie kann ich die AGM Batterien möglichst schonend laden (bei Fahrt und 230V), um eine möglichst lange Lebensdauer der Batterien zu erzielen.
Mit einem Batteriemonitor würde ich gern beide Batterien überwachen.
Es wäre toll, wenn Sie mir ein Kostenangebot für alle Komponenten die ich für die Installation brauche, schicken könnten.
Da ich Elektromechaniker bin, würde ich mit dem Einbau gut klar kommen.

Vielen Dank im Voraus!

Tom

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2

22.08.2016, 09:52

Hallo,

die von Ihnen genannten Batterien weisen normale Ansprüche bzgl. der Ladeparameter auf.

Soweit sie im Motorraum montiert sind, sollte man bei langandauerndem Betrieb des Motors die Erhitzung der Batterien auf Umgebungstemperatur bei der Ladung berücksichtigen, wenn man die Batterie-Lebensdauer nicht unnötig verkürzen, oder sonstige Kompromisse bei der Ladung eingehen möchte. Leider stellt sich dieses Vorhaben oft als erheblich schwieriger umzusetzen heraus, als man sich das zuvor gedacht hat, da ja nur eine Lichtmaschinenspannung für alle angeschlossenen Systeme vorhanden ist und man daher ohne weitere Umstände kaum die Möglichkeit hat, für jeden kritischen Verbraucher eine individuell passende Spannung bereitzustellen. Daher wird es in der Praxis zumeist auf einen Kompromiss hinauslaufen, indem man einen Lichtmaschinenregler verwendet, der einen mittleren Spannungswert zur Verfügung stellt. Das funktioniert üblicherweise auch ohne Probleme, soweit die Ladespannung für die Batterien auf einen nicht zu hohen Wert begrenzt wird (14 bis 14,2V).

Bei Sportbooten spielt dagegen die Temperatur von im Motorraum verbauten Batterien kaum eine Rolle, weil die Motorlaufzeiten meist nur kurz sind und somit keinen großen Einfluss auf die Batterielebensdauer haben. Hier reicht der Serienregler der Lichtmaschine zur Versorgung der Batterien also meist aus, soweit sich seine Regelspannung im üblichen Bereich zwischen 14 und 14,7V befindet.

Das für Ihre Zwecke geeignetste Ladegerät ist zweifellos mein kleines BC-1210 ‚modified‘, welches mit einer sauber abgestimmten I/U-Kennlinie für sämtliche 12V-Bleiakkus bis max. 300Ah perfekt geeignet ist.

Wenn Sie meinen Batteriemonitor ‚Duo‘ verwenden möchten, dann benötigen Sie pro einzeln zu überwachender Batterie ein Gerät. Nur in dem Fall, wo allein die Spannungsmessung zwischen zwei Batterien hin und her geschaltet werden soll, kann man auch mit einem einzigen Monitor auskommen, indem man das Pluskabel des Batteriemonitors dann zwischen beiden Batterie-Pluspolen umschaltbar ausführt. Die Strommessung kann der der erforderlichen Strombelastbarkeit aber nicht umschaltbar ausgeführt werden, sondern muss fest an einem Batterie-Minuspol angeschlossen werden.

Die Preise der einzelnen Komponenten entnehmen Sie bitte meinen Onlineshop unter

Tom's Elektronikschmiede: Akku- und allgemeine KFZ-Elektronik.

Grüße, Tom

Kundenanfrage

Akku-Gott

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Thomas Rücker

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3

22.08.2016, 19:40

Sehr geehrter Herr Rücker,
vielen Dank für die schnelle Beantwortung meiner Fragen. Ich denke ich habe auch alles verstanden. Nur denke ich habe ich mich nicht ganz eindeutig ausgedrückt. Ich möchte beide Batterien gleichzeitig mit der Lichtmaschine Laden, und wenn ich Landstrom habe mit dem Ladegerät BC 1210. Alle Komponenten sollten ständig verbaut bleiben. Bräuchte ich dazu noch ein Trenn Mosfet? Desweiteren interessiert mich noch dieser Notstartknopf. Kann man zur Not damit aus der Verbraucherbatterie starten?

Tom

Moderator

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4

22.08.2016, 19:41

Hallo,

es wird nur ein Trenn-MOSFET benötigt, wenn es sich nur um eine abgetrennte Zweitbatterie handelt. Nur wenn man zwei einzeln für sich stehende (also nicht parallel geschaltete) Zweitbatterien verwenden möchte, benötigt man zwei Trenn-MOSFETs.

Wenn man das Ladegerät an die Starterbatterie anschließt, wird die Zweitbatterie über den Trenn-MOSFET mitgeladen. In der Regel ist das aber nicht nötig, weil Starterbatterien normalerweise keiner externen Aufladung bedürfen. Sie werden ja nur zum Starten des Motors benötigt und direkt danach von der Lichtmaschine wieder voll aufgeladen. Weshalb ich üblicherweise empfehle, das Ladegerät direkt an der Zweitbatterie anzuschließen. Man vermeidet auf diese Weise eventuelle Schwierigkeiten mit dem Schaltverhalten des Trenn-MOSFETs bei kleinem Ladestrom (10A) und sehr großen Batteriekapazitäten (mehr als 100Ah).

Das Notstartsystem ist in der Tat dazu gedacht, bei leerer Starterbatterie mit Unterstützung aus der Zweitbatterie den Motor zu starten, um nicht in der Pampa liegen zu bleiben. Das funktioniert sehr gut, allerdings nur in Verbindung mit dem großen 300A-Trenn-MOSFET-ZVL.

Grüße, Tom