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Frank

Akku-Neuling

  • »Frank« ist der Autor dieses Themas

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Registrierungsdatum: 26.07.2017

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1

26.07.2017, 09:18

Zusatzbatterien V-Klasse

Moin,




Meine Problematik:





Ich hatte einen T5 mit serienmäßiger Zusatzbatterie und
Trennrelais. Da ich mehr Kapazität benötigte (Kaffeemaschine mit 2000W) habe
ich einfach eine 2., baugleiche Batterie parallel angeschlossen, hat wunderbar
funktioniert (3 Tage ohne fahren auf dem Campingplatz mit 4 Kaffee am Tag und
Kühlbox).


Dann wieder ein Stück gefahren und alles gut.


Nun habe eine neue V-Klasse, mit Warmwasserzusatzheizung,
ohne Zusatzbatterie, gab es nicht für Geld und gute Worte.


Da ich campe benötige ich 2 Verbraucherbatterien , da die im
T5 erst neu waren habe ich diese behalten, Varta AGM 80Ah.


Da die V-Klasse mit Elektronik vollgestopft ist habe ich ein
Problem, denke ich. Dies wäre, besagtes Auto hat ein „intelligentes“
Batteriemanagement, die Spannung der Lichtmaschine wird nach Fahrzustand und
Ladezustand der Batterie geregelt.


Ist die Batterie halbwegs geladen wird nur im Schubbetrieb
geladen, die Bordspannung steigt dann auf 14,4 V. Im Normalbetrieb liegt die
Bordspannung bei 12,3V, was zum Laden nicht ausreichen würde.


Was pasiert wenn ich, mit was auch immer , die 2 Batterien
parallel zur Starterbatterie schalte, dreht die „intelligente“ Ladeelektronik durch?


Hat jemand Erfahrungen?

Tom

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2

26.07.2017, 09:32

Was pasiert wenn ich, mit was auch immer , die 2 Batterien
parallel zur Starterbatterie schalte, dreht die „intelligente“ Ladeelektronik durch?


Hat jemand Erfahrungen?
Hallo,

direkte Erfahrungen mit dem Fahrzeug liegen mir zwar nicht vor, aber die üblichen Lösungen mit Trenn-Relais, Trenn-MOSFETs. Ladestromverteiler usw. funktionieren hier nicht. Der Ladezustand wäre dauerhaft zu gering. Der tiefere Sinn der Euro-6-BMS ist es ja gerade, einen kleinen (naja, einen leider nur sehr kleinen...) Teil der Bremsenergie zu "rekuperieren". Zu dem Zweck muss die Starterbatterie aber in der Lage sein, im sehr kurzer Zeit eine möglichst hohe Ladeenergie aufzunehmen. Das kann sie aber nur, wenn sie mangelhaft geladen und daher begierig ist, Ladestrom anzunehmen. Also hält man sie durch Unterladung absichtlich "hungrig". Dass dadurch Sulfatierung Tür und Tor geöffnet wird, nimmt man billigend in Kauf. Ebenso, dass sie schnell verschlissen sein wird.

Es gibt hier nur zwei Möglichkeiten Zweitbatterien vernünftig aufzuladen: Die Edellösung ist eine zweite Lichtmaschine nur für die Zweitbatterie. Wenn sich rund um den Riementrieb noch ein Plätzchen findet, um eine (kleine?) Lima unterzubringen, wäre das sicher die technisch beste Lösung.

In der Regel wird man sich einen Ladebooster besorgen, der die Zweitbatterie frech aus der Starterbatterie auflädt. Dann streckt die ohnehin unterladene Starterbatterie zwar noch eher die Zunge raus, aber damit muss man dann eben leben. -|-

Wie die Bordelektronik das eine oder das andere findet, käme auf einen Versuch an. Manche sind so scharf, die merken sogar schon, wenn man eine 66Ah durch eine mit 88Ah ersetzt und meckern dann. Die Werkstatt "programnmiert" das BMS dann entsprechend auf die größere Batterie um. Wie weit die Werkstatt bei der Lösung solcher Zweitbatterie-Probleme helfen kann, käme auf einen Versuch an. Eventuell hat sich ein Hersteller ja über die Verwendung seiner Fahrzeuge Gedanken gemacht und hält Lösungen bereit.

Grüße, Tom

Denis_O

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3

26.07.2017, 11:51

Mit dem Ladebooster (am besten fest eingebaut und D+ gesteuert) sollte es auf jeden Fall klappen. Das BMS darf da nicht meckern, denn es ist eine relative konstante Last (wenn man zB einen Verbraucher am Zigarrettenanzünder betreibt, Sagt das BMS ja auch nichts). Ich würde aber schon die 10A Version nehmen, sonst dauert es ewig, bis die Batterien voll sind.

Anders ist es, wenn man die Batterien direct miteinander verbindet (Trennrelais, Mosfets). Das BMS kann diese Verschaltung in der Tat al seine grössere / andere Batterie interpretieren.

Frank

Akku-Neuling

  • »Frank« ist der Autor dieses Themas

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4

26.07.2017, 13:45

Wie sicher ist es, dass es D+ überhaupt so richtig gibt? Ich denke, die Lima wird über D+ geregelt, also erregt oder nicht?

Denis_O

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5

26.07.2017, 13:49

Nimm Zündungsplus.

Tom

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6

26.07.2017, 14:07

Wie sicher ist es, dass es D+ überhaupt so richtig gibt? Ich denke, die Lima wird über D+ geregelt, also erregt oder nicht?
"D+" ist der Anschluss des internen Hilfsgleichrichters. Dort liegen bei laufender Lichtmaschine +12V an (bzw. etwa +14V, je nach Regelspannung der Lima).

Falls die Lichtmaschinen keinen "D+"-Anschluss hat, ist es einer neueren Typs, die stattdessen den Schaltausgang "L" besitzt. EIns von beiden ist an Drehstromlichtmaschinen immer vorhanden.

Grüße, Tom

Denis_O

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7

26.07.2017, 14:17

... allerdings bin ich nicht sicher, ob D+ bzw L genug Leistung für die Relaissteuerung des Ladeboosters liefern kann.

Beim Polo 6N kann D+ noch nicht einmal ein KFZ-Relais (200mA) ansteuern, ohne das die Ladeanzeige im Amaturenbrett aufleuchtet.

Deshalb ist Zundungsplus IMHO sicherer.

Tom

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8

26.07.2017, 16:30

... allerdings bin ich nicht sicher, ob D+ bzw L genug Leistung für die Relaissteuerung des Ladeboosters liefern kann.

Beim Polo 6N kann D+ noch nicht einmal ein KFZ-Relais (200mA) ansteuern, ohne das die Ladeanzeige im Amaturenbrett aufleuchtet.
Huh? ?(

Also davon habe ich noch nichts gehört. D+ wird aus einem Gleichrichter gespeist, der ebenso aufgebaut ist wie der Leistungsgleichrichter, nur mit nicht ganz so starken Dioden. 2A können die aber immer.

Deshalb nehme ich an, jemand (hüstel :whistling: ) hat diese Dioden gehimmelt, wenn keine Belastbarkeit mehr gegeben ist. Oder die Anschlussstrippe ist schlicht zu hochohmig.

Grüße, Tom

Denis_O

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9

26.07.2017, 18:06

Das ist mir letzte Woche aufgefallen. Ich habe im Polo einen Marderschutz eingebaut, der über ein Trennrelais folgendermassen angeschlossen ist:

Motor steht=> Relais verbindet den Marderschutz an eine kleine 7Ah Batterie
Motor läuft => Relais trennt den Marderschutz und verbindet die 7Ah Batterie mit der Starterbatterie

Die Relaissteureung wollte ich über D+ steuern, was auch einwandfrei funktionnierte, aber die Ladewarnung hat angefangen zu glimmern (auch wenn der Motor richtig drehzahl hatte). Die Spannung an D+ im leerlauf betrag ca 11V bei angeschlossenem Relais.

Also habe ich alles umverkabelt und an Zundungsplus angeschlossen.

Einen Kurzschluss habe ich ganz sicher NICHT verursacht, und der Regler ist auch erst ein paar Jahre alt (was allerdings nichts zu bedeuten hat). Neue Kohlen wurden eingelötet und der Kollektor mit der Drehbank abgedreht.

Die einzige bis dahin angeschlossene Strippe ist ca 0.25qmm dick, allerdings ist der Kontakt sauber. Die Strippe dient wahrscheinlich nur der LED im Amaturenbrett.

Die 1,5m Hauptleitung zwischen der 55A Lima und der Starterbatterie ist etwa 20qmm dick (ich habe extra-Strippen gezogen).

Tom

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10

27.07.2017, 00:04

Schätze, Du hast ein Öffner-Relais verwendet. Also die Wicklung zwischen D+ und Minus geschaltet, so dass es immer dann "klickt", wenn der Motor läuft. Und der Marderschreck läuft dann über einen Ruhekontakt. Korrekt soweit?

Grüße, Tom

Denis_O

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11

27.07.2017, 08:24

Ja, so ist es:

Common geht zur Bleigelbatterie
Ruhekontakt geht zum Marderschutz (wenn die Zündung aus ist)
Arbeitskontakt geht zur Starterbatterie (wenn die Zündung an ist)

Die Bleigelbatterie ist also immer entweder mit dem Marderschutz oder der Starterbatterie verbunden.

Tom

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12

27.07.2017, 12:48

Dann verstehe ich aber nicht, was Deine Ladekontrolle will. Da die Ladekontrolle des Spannungsunterschied zwischen B+ (naja, eigentlich Zündungsplus, aber Zündungsplus ist bei eingeschalteter Zündung ja mit B+ verbunden) und D+ (bzw. L) auswertet und dort bei laufendem Motor kein nennenswerter Spannungsunterschied auftreten dürfte, wird irgendetwas falsch sein.

Grüße, Tom

Denis_O

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13

27.07.2017, 13:49

Ich stelle mir das so vor:

wenn ich meine Relaisspule zwischen Masse un D+ anschliesse (Verbrauch 200mA) zieht es die Spannung an D+ so weit runter (in der Tat ca 11V im Leerlauf) das der Spannungsunterschied zwischen B+ und D+ gross genug ist, um die Ladekontrollleuchte einzuschalten.

Das bestätigt aber schon mal, dass mein D+ Anschluss nur sehr geringe Ströme liefern kann. Deswegen ist dort werksmässig nur ein extrem dünnes Kabel dort angeschlossen, um die Spannungserfassung zu ermöglichen.

Ich muss allerdings sagen, dass auch die Spannung an B+ nie besonders hoch ist. Die LIMA regelt nur bis auf 13,6-13,8V. Bleibt nur zu wissen ob das normal ist oder ob wirklich eine Diode defekt ist.

psy

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14

27.07.2017, 14:12

Das bestätigt aber schon mal, dass mein D+ Anschluss nur sehr geringe Ströme liefern kann.

D+ muss aber auch den Erregerstrom liefern, das ist deutlich mehr als 200mA
steigt die Bordspannung bei höherer Drehzahl ohne (elektrische) Last?

Denis_O

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15

27.07.2017, 14:20

Nee, wie gesagt, die Bordspannung geht nie über 13,6-13,8V.

Für eine defekte Lima scheint mir eine solche Spannung schon zu hoch.

Tom

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16

27.07.2017, 14:51

Dann hast Du entweder eine "komische" Lima, oder sie ist (teilweise) defekt.

Grüße, Tom

Denis_O

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17

27.07.2017, 15:23

Aber da die einizge an D+ angeschlossene Leitung so dünn ist, kann ja nicht mehr als 0,5A fliessen. Wieviel Strom brauchen ungefähr die Erregerwicklungen?

Tom

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18

27.07.2017, 18:38

Zwischen 2 und 4A können schon in die Erregerwicklung fließen, je Nach Lima-Typ, Drehzahl und Lastanfall.

Dass die D+-Strippe so dünn ist könnte ja daran liegen, dass nur der kleine Strom der Ladekontrolle (und der, der zum Starten des Reglers nötig ist) darüber fließen muss. ür ein kleines Relais sollte es aber allemal reichen. Du kannst ja mal messen, wie viel Spannung an dieser dünnen Leitung abfällt.

Grüße, Tom

Bandit1973

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19

27.07.2017, 19:57

Wenns nicht anders geht, eben ein Trennrelais verwenden, dass kein D+ benötigt.

z.B. Cyrix

Denis_O

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20

27.07.2017, 23:19

schon bei 2A würde die Leitung dei diesem Querschnitt regelrecht abbrennen. Ich weiss, das VW bei der Polo 6N-Generation angefangen hat zu sparen wo es nur geht (und dort, wo man es nicht sieht), aber die Leitung so schwach auszulegen dass es gefährlich wird traue ich den Entwicklern nun auch nicht zu. (Ich würde ihnen zB auch nicht zutrauen, mit Abgaswerten zu schummeln. Sowas würden die NIE machen :whistling: )

Messen ist recht kompliziert, weil ich nicht genau weiss, wo das Kabel endet. und das Kombiinstrument auszubauen ist echte fummelei. Ich denke es ist einfacher, ich hol' mir zum testen eine andere Lima vom Schrott.
Oder meinst Du den Spannungsabfall zwischen D+ und B+ zu messen?

Ich habe gerade mit dem 86C Polo verglichen (Vorgängermodell), dort ist die D+ Leitung ca 0,75qmm, also gut 3x so dick, und an der LIMA gibt's eine richtige Schraubverbindung. Beim 6N dagegen nur ein einfacher Stecker.

@Bandit1973: Danke für den Tipp, es handelt sich um ein VSR (Voltage Sensitive Relay). Aber ehrlich gesagt würde ich in diesem Fall lieber ein paar Euros mehr ausgeben und mir ein Trennmosfet oder eine Saftschubse bei Tom holen, denn billig ist das VSR auch nicht gerade, und bei Tom hat man richtigen Support. Ich mag's entweder richtig gut oder richtig billig. Alles dazwischen bringt Erfahrungsgemäss nur Frustration. Ausserdem brauche ich unbedingt einen Umschalter (Arbeits- und Ruhekontakt) um meine Zweitbatterie entweder an den Marderschutz oder an der Starterbatterie zu koppeln.

Ausserdem wäre das Problem damit nicht gelöst, sondern nur umgangen. Jetzt wo ich mein Relais mit Zündungsplus statt D+ versorge geht's auch einwandfrei. Uebrigens: um den Stromverbrauch der Relaispule zu reduzieren Könnte man ganz einfach ein IGBT Transistor vorschalten. Der Stromverbrauch könnte dabei auf wenige microamps beschränkt werden.

Aber ich will wirklich rausfinden, was mir dieser verdammten LIMA los ist.