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Kundenanfrage

Akku-Gott

  • »Kundenanfrage« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 345

Registrierungsdatum: 15.04.2010

Über mich: Unter diesem Konto werden viele technischen Kundenanfragen und gegebenen Antworten zu Akkus, Installationen und MicroCharge-Produkten, die mich per eMail erreichen, in (anonymisierter) Kopie gepostet. So ist es möglich, einerseits die per eMail ankommenden Kundenanfragen direkt per eMail zu beantworten und andererseits die Forenuser an dem gegebenen Lösungsvorschlägen teilhaben zu lassen.

Thomas Rücker

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1

04.01.2018, 17:54

Welcher Lader, welcher Generator?

Hallo Herr Rücker,

erst einmal viel Dank für die Auflösung diversen Akku-Lader-Marketing-.....-Mülls!!!
Mit ein wenig technischem Verstand, ist mir vieles(was mir eh immer schon komisch vor kam) klar geworden.

Als zweites, werde sowieso bei Ihnen kaufen, da ich der Meinung bin Aufklärung und Beratung ist Ihr Geld immer wert und sollte gefördert werden.

Nun mein anliegen.
Eckdaten:
Wohnwagen wird 3-6 Wochenenden im Herbst/Winter/Frühjahr genutzt und einmal länger im Sommer.
Steht sonst auf der Wiese ohne Strom. Wird aber vor und nach den Tripps bei uns mindestens eine Woche vor der Tür stehen(230V).

An den Wochenenden müssen wir stromtechnisch autark werden. Dazu soll die Elektrik fast komplett auf 12v umgestellt werden.
Hierzu soll ein 150Ah AGM Akku her. Nach meinen Berechnungen kommen wir damit gut aus, später mehr dazu.

Nach vielen hin und her Überlegungen, übergroß Solar, Ladebooster, etc. bin ich auf ihre Seite und das Forum gestoßen.
Meine favorisierter Aufbau sieht nun nach ihren guten Tipps im Forum wie folgt aus:

Wowa als kommplet eigenes Netzt, das Zugfahrzeug ist leider Euro6 mit BMS :-(
Die Batterie vorher ein paar Tage Voll laden. Das Wochenende autark, gegebenen Fall tagsüber mit Invertergenerator nachladen(hier schon eine Empfehlung?)

Die drei Wochen über den Sommer soll das Ladegerät dann natürlich den Akku entlasten.

Nun meine Frage:
Um den Akku möglich schnell "teil voll" zu bekommen macht es da mehr Sinn in einen Meanwell PB 600-12 zu investieren oder reicht der 1210 aus? Kühlschrank läuft im Stand eh über Gas. Der Meanwell PB 600-12 hat ja auch die Möglichkeit ein 2 Bzw 3 Stufen Laders. Oder ist das Geld für Teuren Lade und Generator besser in AH investiert, da wir ja eh nie länger als 2-3 Tage autark sein werden.

Sie merken ich bin hin und her gerissen und am ende wird es bestimmt doch der 1210 .-) und ein Generator für den Notfall. Dann läuft der halt ein bisschen länger, voll wird der Akku eh erst in der Woche zuhause vor der Tür.

Über Ihre Meinung zu meinen Gedankengängen würde ich mich sehr freuen. Wie gesagt gekauft wird eh nur das, was ich über sie beziehen kann!

Mit freundlich Grüßen
Frank S.

Tom

Moderator

Beiträge: 2 070

Registrierungsdatum: 27.02.2010

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2

04.01.2018, 17:56

Hallo,

die Frage nach dem Lader ist leicht zu beantworten. Wenngleich ich viele Geräte von MeanWell verwende und auch verkaufe, weisen die MeanWell-Lader leider ein paar für unsere Anwendungen unangenehme Konstruktionsdetails auf, unten denen auch der von mir vertriebene PB1000-12 leidet. Größtes Problem: Hat die Akku-Vollerkennung einen Akku einmal als voll erkannt, beendet es die Ladung und beginnt nie wieder damit, weiter zu laden. Erst ein Reset (kurz aus und dann wieder einschalten) startet das Gerät von neuem. Ein kleiner Mangel mit bisweilen leider großen – negativen - Auswirkungen in der Praxis. Dass der Lüfter zum Gotterbarmen lärmt läuft da schon unter ferner. Die Vielzahl der wählbaren Ladestufen stellen dagegen keinen handfesten Vorteil dar, sondern sind der übliche Marketing-Gag, mit dem man heute Ladegeräte verkauft (je mehr Ladestufen, umso besser. Jaja…). Knappe Antwort auf Ihre Frage: Auf jeden Fall den BC-1210 ‚modified‘ nehmen, damit gibt es keinerlei Probleme. Die hab ich ihm sämtlich abgewöhnt. Mit der 150Ah-Baterie kommt der auch problemlos klar. Vielleicht erreicht der Ladestrom in den ersten 30 Minuten nicht den Wert des stärkeren PB600, aber danach nehmen sie sich von der Ladedauer nichts mehr.

Die Idee mit dem Inverter-Generator ist absolut praxistauglich. So mache ich es selber. Solar ist gut und schön, aber wenn man dieser Tage Solarpanele betreibt, schießen einem mangels Licht die Tränen in die Augen. Der Ertrag ist gleich Null.

Beim Generator ist man in Sachen Problemlosigkeit mit den Honda-Geräte (EU10i – 30i) bestens beraten. Leider sind die Dinger ordentlich teuer. Dafür optimal leise und langlebig. Ich selbst benutze einen Kipor, das ist die China-Billigvariante: Nicht ganz so leise, startet schlechter, die Inverter rauchen öfter ab, aber er kostet auch kaum die Hälfte. Was man wählt hängt also hauptsächlich vom Geldbeute ab.

Wichtig noch: Der Inverter-Generator muss zum verwendeten Ladegerät passen. Ist die Leistungsaufnahme des Laders zu hoch, schaltet der Generator ab und man guckt wie das sprichwörtliche Schwein ins Uhrwerk. Dazu reagieren die Dinger ziemlich zickig auf jegliche Überlast. Also etwas überdimensionieren. Nur nicht zuviel, weil dann Gewicht, Lärm und Verbrauch unnötig ansteigen. Der BC-1210 braucht, allein betrieben, wenigstens einen Generator mit 500VA. Der PB600 aber vermutlich schon einen mit mindestens 1.500VA. Kritisch sind insbesondere die Einschaltstromstöße, welche gern die Generatoren abwürgen. Es kämen also der Honda EU20i oder der Kipor-Sinemaster IG-770 in Frage, wobei der Honda 2kVA schafft und bei rund 1.100,- Euro liegt, der Kipor bei rund 750VA und etwa 300,- Euro.

Viele Grüße!

Thomas Rücker

hgebauer

Akku-Meister

Beiträge: 61

Registrierungsdatum: 23.12.2012

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3

04.01.2018, 19:46

Hm, wenn ich das richtig verstanden habe, ist der Stromhunger nicht all zu groß:

An den Wochenenden müssen wir stromtechnisch autark werden.

Hierzu soll ein 150Ah AGM Akku her. Nach meinen Berechnungen kommen wir damit gut aus, später mehr dazu.

(Später kam aber leider nichts mehr zu den in Aussicht gestellten Berechnungen)

Und zum Aufladen der Akkus mit dem Netzlader steht nach dem Wochenend-Tripps auch genügend Zeit zur Verfügung:

Wird aber vor und nach den Tripps bei uns mindestens eine Woche vor der Tür stehen(230V).

Warum also unterwegs nachladen? Einfacher wäre es doch, die wenige (es geht ja nur um ein WE) benötigte Energie mitzunehmen.
Zugegeben, eine Nennkapazität von 150 Ah kommt mir auch ein bisschen wenig vor (wenn man davon ausgeht, dass real nur etwa ein Drittrel davon (also 50 Ah) nutzbar sein werden). Aber für das viele Geld, das ein Honda-Aggregat kostet, kann man viele Bleiakkus kaufen. (Und man hat keinen Lärm neben dem Wowa und braucht keinerlei technische Problemezu lösen).

Wohnwagen wird....... genutzt und einmal länger im Sommer.

Die drei Wochen über den Sommer soll das Ladegerät dann natürlich den Akku entlasten.

Also am Campingplatz mit "Landstrom"? Was heisst "entlasten"? Das Ladegerät müsste dann doch den gesamten Strombedarf liefern, denn es gibt ja keine Ausweichmöglichkeit auf 230V wenn alles auf 12 Volt umgestellt wird. Also dann doch den PB1000-12?

Also ich würde es so machen: Die 230V-Installation belassen bzw nachrüsten (und auf dem Campingplatz benutzen). Den BC-1210 ‚modified und mehr Batterie-Kapazität als die geplanten150 Ah kaufen und nach Rückkehr vom WE-Tripp immer sofort ans Ladegerät. Das kann dann die ganze Woche angeschlossen bleiben bis zur Fahrt "auf die Wiese".

NB. Nassbatterien kosten so etwa 1,- Eu/Ah und AGM 1,50 Eu/Ah. Die AGM leben wohl etwas länger. Wirtschaftlicher sind aber vermutlich die Nassen. Wäre doch eine Überlegung wert, oder!

@ Tom. Weisst Du, ob es auch Moppels gibt, die die erforderliche Batterie-Ladespannung direkt erzeugen? (Damit bräuchte man nicht den Umweg über 230V und Ladegerät).

Helmut

Tom

Moderator

Beiträge: 2 070

Registrierungsdatum: 27.02.2010

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4

04.01.2018, 21:30

Zitat

@ Tom. Weisst Du, ob es auch Moppels gibt, die die erforderliche Batterie-Ladespannung direkt erzeugen? (Damit bräuchte man nicht den Umweg über 230V und Ladegerät).
Praktisch alle mir bekannten Stromgeneratoren haben zwar 12V-Ausgänge zum Batterie-laden, nur sind das m.W. sämtlich ganz primitive Lichtspulen mit Gleichrichterdiode ohne jede Stabilisierung. In der Praxis sitzt auf dem Generatorstator im Aggregat einfach noch eine Extrawicklung, wo dann diese 12V-Wechselspannung erzeugt wird. Eine Nutzanwendung für sowas hab ich bisher noch nicht finden können, obwohl wir mehrere solcher Aggregate auf dem Modellflugplatz als Versorgung für Akku-Ladegeräte verwenden. Die werden aber alle aus den 230V-Wechselstrom-Ausgängen und entsprechenden 230V-Netzteilen gespeist. Die 12V-Spannung der Aggregate ist dafür leider nicht geeignet. Somit geht wohl kein Weg an dem Umweg 230V-Inverter->230V-Netzteil vorbei. Zumal die 12V-Ausgänge auch meist nur eine sehr bescheidene Belastbarkeit besitzen.

Brauchen wir ein Moppel-Unterforum? :?:

Grüße, Tom