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freddy

Akku-Anfänger

  • »freddy« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1

Registrierungsdatum: 25.07.2018

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1

25.07.2018, 18:39

Camper Ladespannung

Hallo,
ich darf dieses Forum zuerst dafür nutzen um mich recht herzlich bei Tom für seine telefonische Unterstützung bedanken. Das es so etwas noch gibt: Immer telefonisch erreichbar, hochkompetent und freundlich ohne jede Verkaufsattitüde, einfach unglaublich!

Zu meinem Problem: Ich fahre einen Pick up mit Campingkabine, vergleichbar einem Auto mit Wohnwagen. Die Elektrik der Kabine ist über die AHK mit dem Auto verbunden, die Kabine hat eine eigene, neue 120 A/H Moll Batterie (im folgenden Bordbatterie genannt).
Kabelquerschnitt bis zur Kabine 25mmQuadrat, in der Kabine deutlich mehr.
Leider wird diese Bordbatterie während der Fahrt nicht oder nur unzureichend geladen. Folgende Werte habe ich gemessen:
Ladespannung Autobatterie 13,8 Volt; 5 Ampere Ladestrom an der Bordbatterie, 12,5 Volt Spannung an der Bordbatterie. Die Autobatterie ist für den Versuch komplett geladen, die Bordbatterie fast leer.
DasTrennrelais habe ich ausgebaut.

Wenn ich nun die Bordbatterie abklemme messe ich 13,6 Volt vom Eingang der Kabel in die Kabine bis zur Batterieklemme.

Sobald ich die Bordbatterie wieder anklemme messe ich wieder nur 12,5 Volt Ladespannung zur Bordbatterie.

Selbst wenn ich die angeschlossene Bordbatterie zusätzlich direkt mit Überbrückungskabeln an die Autobatterie klemme messe ich auch nur 12,8 Volt.

Kann mir hier vielleicht irgendjemand helfen?

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße
Freddy

Tom

Moderator

Beiträge: 2 033

Registrierungsdatum: 27.02.2010

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2

25.07.2018, 19:33

Hallo Freddy,

vielen Dank für Dein Lob, sowas liest man ja auch mal gerne. :D

Wir sprachen ja über die Prüfung der Einzelkomponenten des Stromkreises und da habe ich ein ganz brauchbares Video zur Illustration dieses Problems gefunden, nämlich dieses hier . Hier wird exemplarisch gezeigt, wie man mit Hilfe einer Spannungsfall-Messung die Problemkomponente im Stromkreis findet, an dem der unerwünscht hohe Spannungs(ab)fall auftritt. Ganz wunderbar, sollte auch für elektrische Laien gut verständlich sein. Wichtig hierbei: Während der Messung muss der Strom durch die Lampe fließen, denn ohne fließenden Strom tritt kein (messbarer) Spannungsfall auf. Auf genau diese Weise gehe bitte in Deinem Fahrzeug vor und notiere für alle gemessenen Strecken und Bauteile, welche im Stromkreis liegen, die dort messbaren Spannungsfälle. Dabei bitte den Motor laufenlassen, damit Ladestrom zur Zweitbatterie fließt. Ohne diesen ergäbe die Messung keinen Sinn.

Viel Erfolg und Grüße, Tom

PS: Das Video ist wirklich prima, nur redet Michael leider ab 6:45 Unsinn. Zwar hat er recht, dass die Messung im Widerstands ("Ohm")-Messbereich hier nicht wirklich praktikabel ist, nur gibt er leider völlig falsche Werte an. Für Erbsenzähler wie mich kurz die Werte:

Batteriespannung: 12V
Lampenleistung: 55W

Daraus ergibt sich rechnerisch I = P / U (dafür reichts bei mir gerade noch) ein Lampenstrom von 55W / 12V = 4,58A.

Der Spannungsfall der drei im Video weiter vorn gemessenen Strecken im Stromkreis beträgt:

Zwischen den Punkten

1 und 4: 0,2V
5 und 8: 3,8V

Sind Spannungsfall und fließender Strom bekannt, kann man leicht ausrechnen (R = U / I), wie hoch der Widerstand auf diesen Strecken ist (und da hat Michael leider Fehler gemacht). Er beträgt:

Zwischen den Punkten

1 und 4: 0,2V / 4,58A = 0,04 Ohm, bzw. 40 mOhm
5 und 8: 3,8V / 4,58A = 0,83 Ohm, bzw. 830 mOhm

Recht hat Michael aber insofern, als dass sich so geringe Widerstandswerte nur ganz schlecht reproduzierbar mit einem Multimeter im Widerstands-Messbereich messen lassen, weil oft schon der Widerstand der Messkabel mit ihren Steckverbindern und Messspitzen im selben Bereich oder sogar höher liegt. Dies nur zur Korrektur, damit man keinen Unsinn lernt. :whistling:
»Tom« hat folgendes Bild angehängt:
  • spannungsfall.gif