Beiträge von Tom

    Hihi - warum tut man sich das an? Ich denke mal, dass Balkonkraftwerke praktische Spielzeuge für Männer sind. Für mich auf jeden Fall. Es macht einfach Spaß, sich damit zu beschäftigen und zu erleben, wie die Sonne Strom in eine Batterie oder das Netz lädt. Ich habe schon als Kind mit offenem Mund gestaunt, dass eine kleine Solarzelle aus einem Elektrobaukasten in der Lage war, ein kleines Radio aus demselben Baukasten anzutreiben. Ganz ohne Batterien und kostenlos. :love: Sowas prägt Menschen. Weshalb ich heute auch wieder eine Art Balkonkraftwerk habe, nur ohne Balkon und ohne Netzeinspeisung. Vier an der Süd-Außenwand lehnende Solarpaneele speisen eine 12V-Batterie und versorgen Router, Hardware-Firewall und Webserver. Hat inzwischen auch schon rund 1MWh Strom erzeugt und damit eingespart. Aber zurück zu deinem Problem.


    Anhand deiner Beschreibung komme ich zu der Vermutung, dass an der Batterie ein Defekt vorliegt. Defekte LFP-Zellen sind aber sehr selten. Mangelhaft montierte Zellenverbinder und Kabel kommen dagegen sehr häufig vor. Besonders die Lastabhängigkeit des BMS weist darauf hin, dass ein Fehler an Zellenverbindern oder Kabelanschlüssen innerhalb der Batterie vorliegt. Weshalb ich dazu rate, den Fehler beim Händler zu reklamieren. Oder selbst die Batterie zu öffnen und unter Last Messungen an den Akkuzellen vorzunehmen, um festzustellen, wie sich die Last auf die Zellenspannungen auswirken. So findest du den Ort des Fehlers. Vermutlich ein Popelfehler wie nicht korrekt festgeschraubte Zellenverbinder-Schrauben oder so etwas in dieser Art. So erklärt sich, dass Ladung und Entladung durch zu starke Spannungsabfälle in der internen Verdrahtung vorzeitig beendet werden und immer wieder neu startbar sind. Was ja bei leeren oder vollen Akkus keinen Sinn ergeben würde.


    Grüße, Tom


    LiFePO4mit 48V bei 7S? Häh? Und was genau sind "7S15"?


    48V-Systemspannung sind bei LiFePO4 eigentlich 16 Zellen in Reihe, also 16S.


    Wenn eine Batterie 2,26kWh Energie speichern können soll, aber nach der Aufnahme von nur 300 - 500Wh voll ist, war sie entweder


    • vor Beginn der Ladung nicht komplett entladen,
    • am Ende der Ladung nicht komplett aufgeladen,
    • sie ist saumäßig schlecht balanciert, oder
    • der Händler hat dich bzgl. der versprochenen Kapazität betrogen. -|-


    Btw:


    Lithium-Zellen vertragen Schwankungen des Ladezustandes zwischen 0 und 80% sehr gut und bei nur geringem Verlust an Lebensdauer. Werden Ladezustände von mehr als 80% "gefahren", sinkt die Lebensdauer deutlich schneller. Weshalb ich dazu raten würde, eher die unteren 80% zu zykeln, als die oberen 20%.


    Andererseits: Unser E-Smart wurde 2012 gebaut. Und seine Batterie ist mit nur 17kWh so klein, dann man keine große Wahl hat, denn sie ist einfach zu klein, um solche Tipps wie den obigen in der Praxis zu berücksichtigen. Andernfalls regiert die Reichweitenangst!

    Aber was solls? Die Batterie hat nach 13 Jahren noch immer 95% ihrer ursprünglichen Kapazität. Also alles halb so wild.


    Grüße, Tom

    Hallo Herr S.,


    diese Funktion ist nicht bei allen Ultimatron-Batterien vorhanden. Sie können ja mal bei Ultimatron anfragen, ob Ihre Batterie diese Funktion schon unterstützt. Hierfür benötigt der Hersteller die Seriennummer der Batterie.


    Die Kontaktdaten:


    Ultimatron France, 286 Rue Charles Gide, 34670 Baillargues, France

    Web: https://www.ultimatron-france.fr

    eMail: info@ultimatron-france.fr

    Tel: +33(0) 9 50 42 76 17


    Die Setzung eines Passworts kann aber auch zu dem Problem führen, dass man selbst nicht mehr an die Batterie herankommt, wenn man das Passwort vergessen hat. Soweit vorhanden, sollte diese Funktion also mit Vorsicht eingesetzt werden.


    Grüße, Tom

    Hallo Herr S.,


    genau: Wenn der Schalter für die Ladefunktion sich nicht einschalten lässt, liegt das daran, dass Ihre Batterie randvoll ist und das BMS zur Vermeidung einer schädigenden Überladung die Ladefunktion abgeschaltet hat. Deshalb verhindert es nun auch, dass Sie die Ladefunktion in diesem Zustand manuell wieder aktivieren. :saint:


    Sobald Ihre Batterie ein klein wenig entladen wurde, sollte das BMS die Entladefunktion sofort wieder von selbst aktivieren.


    Grüße, Tom

    Hallo Herr Schaub,


    achso, da kam noch eine zweite eMail mit den App-Bildern.


    Ja, hier ist die Sache klar: Ihre Batterie ist lt. App einwandfrei. Sie ist voll aufgeladen und auch die Batterie- und Zellenspannungen liegen genau dort, wo sie in diesem Zustand liegen sollten.


    Allerdings sind die Ladefunktion und die Entladefunktion manuell abgeschaltet worden. So kann die Batterie weder weitere Ladung aufnehmen, noch entladen werden. Sie ist einfach ausgeschaltet:



    Wenn Sie die beiden Schalter wieder auf EIN schalten, dann wird sollte Batterie wieder ganz normal funktionieren. :)


    Grüße, Tom

    Hallo Familie S.,


    oh – das tut mir leid. 😮


    Das Erste, nach dem man bei Problemen mit einer Ultimatron LiFePO4-Batterie schauen sollte, ist, welche Statusmeldungen die App ausgibt. Sollte das BMS die Batterie abgeschaltet haben, würde man über die App den Grund dafür ermitteln können. Von hier aus kann ich das aber nicht, denn ich habe von hier aus je keinen Zugriff auf Ihre Batterie. Auch die Batterie-Spannung und die Zellenspannungen wären wichtig zu erfahren.


    Bitte nennen Sie mir diese Daten, oder schicken mir, noch besser, die entsprechenden Screenshots der Ultimatron-App. Dann kann ich Ihnen sofort mehr sagen und, mit etwas Glück, die Ursache des Problems erkennen.


    Grüße, Tom

    Ob 15,4V oder 15,8V dürfte nicht so wichtig sein. Wichtig ist, dass eine deutlich erhöhte Spannung für längere Zeit zur Verfügung steht. Andererseits gehen Bleibatterien auch nicht gleich kaputt, nur weil sie mal für einige Tage mit 16V beaufschlagt werden, außer wenn sie schon am Ende sind und sich bei einer solchen Behandlung wegen Gasung merklich erhitzen.


    Grüße, Tom

    Ja. 24 h bei 16 V nur bei leerer Batterie.

    Da verstehe ich nicht, wie das gemeint ist. Wenn die Batterie leer ist, kriegt man mit einem Ladewutzel gar keine 16V drauf, denn die leere Batterie nimmt sich allen Strom den sie kriegen kann und kommt mit der Spannung so schnell gar nicht hoch. Dabei würde der Ladewutzel bei Anschluss einer leeren Batterie zwangsläufig überlastet und brennt durch, wenn er sofort auf 15,5 bis 16V eingestellt wurde. =O


    Darum schrieb ich in die Wutzel-Anleitung auch rein, dass die Batterie vor Anschluss an den Ladewutzel erst mal so weit wie möglich mit einem Ladegerät aufgeladen werden soll. Danach ist ihre Spannung so weit angestiegen, dass auch bei einer auf 15,5V bis 16V eingestellten Ladespannung kein so hoher Strom mehr fließt und der Ladewutzel dann auch nicht kaputtgehen kann. :)


    Ich verwende den Ladewutzel für alle unsere Autobatterien und auch für die Batterie des Rasentreckers, die ja auch eine Autobatterie ist, nur etwas kleiner. Ob es sich dabei um Batterien mit flüssiger Säure, AGM-Batterie oder EFB-Batterien handelt, ist egal. Probleme bisher: Keine!


    Alle zwei bis drei Monate oder auch nach einer (versehentlichen) tiefen Entladung aufladen und über zwei Tage mit 15,5 bis 16V "hochspannungsladen", führt reproduzierbar zu bemerkenswerter Batteriegesundheit. Nie habe ich erlebt, dass nach einer solchen Kur eine Batterie schlechter als zuvor gewesen wäre.


    Allerdings gibt es bei lange verwendeten bzw. beschädigten Batterien oft das Problem, dass entweder die Gasungsschwelle durch hohen Ladungsdurchsatz schon sehr tief abgesunken ist, oder dass es gar schon zu einem Zellenkurzschluss durch eine vorherige Tiefentladung gekommen ist. Mit Gasungsschwelle ist die Spannung gemeint, ab der eine Bleibatterie mit flüssigem Elektrolyten zu blubbern beginnt. Das nennt man Gasung. Dabei wird das Wasser des Elektrolyten in Wasserstoff und Sauerstoff zersetzt. Solche Batterien sind leider nicht mehr zu retten. Man erkennt Zellenkurzschlüsse und abgesunkene Gasungsschwelle daran, dass die Ladespannung solcherart Batterien nicht über 13,8V hinaus gesteigert werden, weil dann nur noch die Gasung zunehmen würde.


    Auch bei AGM- oder GEL-Batterien für Notstrom- oder Solaranwendungen hat sich die Kur mit der Hochspannungsladung über zwei Tage sehr bewährt. Wenn sich eine Batterie dabei merklich erwärmt, liegt entweder ein Zellenkurzschluss oder abgesunkene Gasungsschwelle vor und die Batterie ist schrottreif. Das bekommt man auch mit keiner Behandlung wieder weg, da hilft nur Recycling. Und wenn eine Batterie dabei endgültig die Grätsche macht, dann war sie vorher schon am Ende. Mal erleidet also keinen Schaden durch einen solchen Versuch der Hochspannungsladung mit 15,5 bis 16V. Entweder es bringt was, oder man schmeißt die Batterie danach weg. -|-


    Aber wie gesagt: Nicht erst drum kümmern, wenn eine Batterie schon klinisch tot ist, denn dann ist es zu spät. Wer seine Batterien schon im normalen Betrieb regelmäßig "wutzelt", wird den optimalen Nutzen dieser Art von Batteriekur erhalten. Und das für wenig Geld und Umstände.


    Grüße, Tom

    Die KI ist bei Fehleranalysen meiner Erfahrung nach sauschlecht und plappert einfach nur bezugslos nach, was sie an anderer Stelle zu dem Thema aufgeschnappt hat. :rolleyes:


    Schau auch mal auf die stilisierten Schaltersymbole der App, wenn das BMS keinen Lade- bzw. Entladestrom durchlässt:


    Wenn die Verbindung zur App funktioniert und es werden die Schaltersymbole als eingeschaltet (grün) angezeigt, während zugleich kein Strom durchs BMS fließt, dann bedeutet dieser Widerspruch mindestens ein (teilweise?) abgestürztes BMS, oft aber auch ein defektes. Bei deiner ziemlich alten Classic-Variante mit der Firmware aus 2021 würde ich mal ein Firmware-Update versuchen. Mit etwas Glück behebt das euer Problem.


    Im täglichen Support mache ich immer wieder die Erfahrung, dass Kunden Fehler als erstes dort suchen, wo es kompliziert wird und sie kaum die Möglichkeit haben, die Zusammenhänge richtig zu diagnostizieren. Das führt dann im Umkehrschluss leider dazu, dass die eher einfachen Ursachen viel zu selten überprüft werden. Da wird z.B. kaum jemals nach popeligen Wackelkontakten geschaut, aber gleich erstmal das BMS ausgetauscht, nach Ersatz verlangt oder wenigstens die Firmware erneuert. Viele Laien sind auch sehr von ihren elektrobaulichen Fähigkeiten überraschend überzeugt, so dass dort dann kaum noch Überprüfungen der eher einfachen Ursachen durchgeführt werden. Besonders Leute mit beruflich elektrotechnischem Hintergrund fallen (mir) in dieser Hinsicht immer wieder auf. Wenn sowas dann bei mir landet und ich lächerliche Popelfehler finde, gucke ich regelmäßig in peinlich berührte Gesichert. ?( OK, das Ganze ist natürlich Erfahrungssache und da bin ich naturgemäß im (unfairen) Vorteil.


    Bei den neuen HKMS-BMS kann man auch gut den Fehlerspeicher auslesen, der zuweilen auch Widersprüche ausleuchtet. Bei der Classic-Variante habe ich allerdings noch keine Software-Version gefunden, die das zuverlässig vermag.

    Grüße, Tom

    Hallo,

    als erstes empfehle ich immer, bei Abschaltungen des BMS dessen Statusmeldungen zu überprüfen, um zu erfahren, weshalb das BMS die Ladung bzw. Entladung abgeschaltet hat. Die Statusmeldung gibt entsprechende Hinweise, ob es an der Temperatur liegt, an der Zellen- oder Gesamtspannung, oder an was es sonst so liegt. Natürlich kann man vermuten, dass bei einer Batteriespannung von nur noch 11,5V das BMS wegen Spannungsunterschreitung einer Zelle abgeschaltet hat, aber das ist eben nur eine Vermutung. Und natürlich gilt dasselbe auch bei Kälte, wenn eine relativ hohe Abschalttemperatur konfiguriert wurde, die in unseren Breiten erreicht wird. Aber besser ist es immer, zu wissen, warum das BMS etwas tut, als es nur zu vermuten. Man vermute ja öfter mal falsch und dann sucht man in der Folge natürlich auch an der falschen Stelle... -|-


    Defekt werden Daly BMS meiner Erfahrung nach nur sehr selten und wenn, dann liegt es entweder an herstellungsbedingten Hardwarefehlern, an einsatzbedingter Feuchtigkeit, welche die Anschlüsse und Leiterplatte beschädigt hat, oder an Falschbehandlung (Balancerkabel vertauscht, oder Im Betrieb das dicke blaue Kabel zwischen BMS B- Anschluss und Zellenblock-Minuspol unterbrochen).


    Herstellungsbedingte Hardwarefehler dürften statistisch kaum zwei mal hintereinander vorkommen, das wird es hier also wohl eher nicht sein.

    Kann Feuchtigkeit die Ursache des Problems sein? Etwas Kondenswasser ist damit nicht gemeint, sondern wenn das BMS selbst im Wasser hängt. Das verträgt es nicht. Unter dem Sitz eines Fahrzeugs aber normalerweise wohl auch eher selten der Fall, soweit es sich nicht um ein Boot oder zumindest Amphibienfahrzeug handelt, oder der Besitzer nicht gerade sein Auto mit dem Hochdruckreiniger von innen reinigt.


    Ob der Minusanschluss des Fahrzeugs zuverlässig ist, kann ich von hier aus natürlich nicht erkennen. Wenn es sich um eine auf festes Karosserieblech geschweißte Schraube handelt, dann sollte der Anschluss brauchbar sein. Bewegliche Teile der Sitzverstellung sind als Masseanschluss einer Batterie aber natürlich ungeeignet, soweit nicht extra ein zuverlässiges Masseband zur Verbindung der beweglichen Sitzkonsole mit der Fahrzeugkarosserie vorhanden ist.


    Was bei sehr vielen BMS immer wieder zu Schwierigkeiten führt, ist der Balanceranschluss des BMS und dessen Verbindung zu den Akkuzellen, sowie die Ausführung der Zellenverbinder und Anschlusskabeln an den Zellenanschlüssen. Häufig wird die für einen zuverlässigen Betrieb der Batterie erforderliche Zuverlässigkeit der Anschlusskabel an diesen Stellen unterschätzt und was ich schon für hingerotzte Balancerkabel gesehen habe, will hier bestimmt keiner wissen (falls doch, veranstalte ich gerne mal einen Balancerkabel-Geisterbahn-Abend...).


    Man sieht: Ich rudere hier mit den Armen in Fehlermöglichkeiten und da wäre es wirklich schön, wenn du mal bei auftretendem Fehler das BMS befragen würdest, wo es ihm den zwickt. Das würde die Fehlersuche enorm abkürzen.


    Kurze Hausaufgabenliste:

    1. Balancerstecker abziehen und diesen, sowie die Steckbuchse im BMS auf Auffälligkeiten wie Korrosion untersuchen.
    2. Zellenverbinder und Balancerkabel an den Zellenpolen ebenso auf guten elektrischen Kontakt und festen Sitz/ausreichend gute Vercrimpung untersuchen. Optimalerweise am Balancerstecker die Zellenspannungen einzeln nachmessen und mit den an den Akkuzellen zu messenden vergleichen.
    3. Wenn keine Funkverbindung zwischen BMS und Smartfon aufzubauen ist, mal den Bluetooth-Transceiver (das runde schwarze Dongle-Teil mit der Taste dran) vom Stecker des Anschlusskabels abziehen. Drei Mal abziehen und wieder zusammenstecken hilft gegen schlechte Steckerkontakte Wunder. Das mache ich bei jedem einzelnen Bluetooth-Transceiver, den ich mit oder ohne BMS an Kunden ausliefere immer vor dem Verpacken, weil die Dinger wirklich Probleme mit diesem Steckverbinder haben. Nach drei Mal abziehen und wieder einstecken hat man üblicherweise Ruhe.
      Auch daran denken, dass das BMS das Bluetooth-System nach Ablauf einer Stunde nach der letzten Benutzung von Bluetooth bzw. Batterie (mindestens eine Stunde lang weder Lade- noch Entladestrom führt bei Standard-Konfiguration immer zur BT-Abschaltung!) abschaltet. Man muss dann erst den kleinen Knopf am Bluetooth-Transceiver drücken, oder kurz einen Strom von mindestens 1,5A fließen lassen, damit sich Bluetooth wieder einschaltet.

    Die Lade- und Entladefunktion der Batterie sind von der oben unter Punkt 3. genannten Bluetooth-Abschaltung aber nicht betroffen, denn selbstverständlich bleibt das BMS was Lade- und Entladeströme angeht immer "online". Wäre ja auch sehr unpraktisch, wenn sich die Lade- oder Entladefunktion dauernd von selbst abschalten würden. :doing:


    Etwas erklärungsbedürftig ist die Funktion des Temperaturschutzes des BMS:


    Meist wird im BMS eingestellt, dass ein Ladeschutz bei 0°C konfiguriert ist. Das bedeutet, dass die Ladung bei Unterschreitung von 0°C abgeschaltet wird. Die Entladefunktion bleibt davon aber meist ausgenommen, da es ja keinen Grund gibt, auch diese bei Erreichen des Gefrierpunkts abzuschalten, denn LiFePO4-Akkuzellen dürfen problemlos bis mindestens -20°C entladen werden, ohne Schaden zu nehmen. Aber das nur am Rande


    Wenn im BMS ein Ladeschutz von 0°C konfiguriert wurde, würde man denken, dass die Ladung spätestens ab +1°C wieder aktiviert würde. Das ist aber nicht der Fall! Statt dessen wird eine so genannte Hysterese von 4 bis 5°K bis zur Einschaltung einer zuvor abgeschalteten Ladefunktion einghalten. Man macht das aus rein technischen Gründen, weil es bei zu naher Lage von Abschalttemperatur und Wiedereinschalttemperatur andernfalls gern zu Schwingungsvorgängen kommt. Meiner Erfahrung nach reichen 2°K Temperaturdifferenz zwischen Abschalt- und Wiedereinschalttemperatur aber völlig aus, nur kann man über die Smartfon-App nur die Abschalttemperatur konfigurieren, nicht aber die Wiedereinschalttemperatur ("Alarm Recovery Level 2"). Letzteres geht nur über die Windows-Software. Wenn man über diese Hysterese zwischen Aus- und Wiedereinschalttemperatur nicht Bescheid weiß, versteht man natürlich das Verhalten des BMS nicht.

    Grüße, Tom

    Ja, das kann ich. Und ein Händler bin ich schließlich auch... ^^


    Aber bei dieser Beschreibung handelt sich erkennbar um die geistigen Ergüsse künstlicher Intelligenz. Hübsch und Vertrauen erweckend geschrieben, aber in der Sache selbst inhaltslos bis zuweilen leider sachlich falsch.


    Natürlich ist es ein guter Tipp, bei einer Autobatterie zuerst das Minuskabel zu lösen und abzunehmen und dann das Pluskabel. Ebenso der Rückbau, nur umgekehrt. Aber weshalb soll man das so machen? Gemini (die Google-KI) weiß es, ich habe sie eben selbst danach gefragt und war sogar etwas erstaunt. :/ Aber warum man das so machen soll, steht in dem Text von ATP leider nicht drin. Dabei halte ich das WARUM für viel wichtiger, als die Kenntnis der Regel selbst. Wenn man nämlich verinnerlicht hat, dass es bei zuerst abmontieren des Pluspols bzw. bei dessen Montage nach dem Minuspol ggf. zu einem BRACHIALEN Kurzschluss über den Schraubenschlüssel zwischen Pluspol und Fahrzeugkarosserie kommen kann, dann handelt man instinktiv richtig und robottet nicht nur nach zuvor stumpf auswendig gelernten Regeln.


    Nächste Frage:


    Warum soll man den Minuspols des Ladegerätes zuerst anschließen? Selbst Gemini kann hierauf nur dieselbe Antwort geben, wie auf die Frage, ob man zuerst den Pluspol der Batterie abschrauben soll oder den Minuspol. Dabei ist die Reihenfolge des Ladegeräteanschlusses an die Batterie ein völlig anderer Fall. Hier droht kein brachialer Kurzschluss, wenn man zuerst den Pluspol anschließen würde, weil dasselbe Problem auch besteht, wenn man den Pluspol als zweites anschließt. Es ist aus technischer Sicht also schlechterdings schnurzpiepe, ob der Lader nun mit Plus oder mit Minus zuerst angeklemmt wird. Schöne Grüße von der KI! :doing:


    Aber kommen wir zum Eigentlichen, nämlich der Frage, ob eine EFB-Batterie nun mit höherer Ladespannung geladen werden darf oder nur mit maximal 14,4V.


    Kurz mal überlegen:


    • Eine EFB-Batterie besitzt Bleielektroden und ist deshalb eine Bleibatterie!
    • Eine normale Starterbatterie mit Bleielektroden und flüssigen Elektrolyten ist eine Bleibatterie!
    • Eine GEL-Batterie, also eine Batterie mit Bleielektroden und mit durch Kieselgur eingedicktem Elektrolyten ist eine Bleibatterie!
    • Eine AGM-Batterie, also eine Batterie mit Bleielektroden, in welcher der Elektrolyt in Glasvliesplatten zwischen den Elektroden speichert, ist eine Bleibatterie!
    • Eine Rundzellen-Batterie mit Bleielektroden ist eine Bleibatterie!

      Fazit:
    • Alle Batterien, in denen Blei als Aktivmaterial für die Speicherung von Energie verwendet wird, sind Bleibatterien!
      Die Folge: Sie sind sich alle sehr ähnlich.

    Allen auf dem Bleisystem basierenden Batterien ist also gemeinsam, dass sie in gleicher Weise ganz bestimmte Bedürfnisse und Eigenschaften haben. Insbesondere bzgl. der Ladespannung sind sie sich alle sehr ähnlich, was schlicht daran liegt, dass sie alle weitestgehend dieselbe Chemie verwenden und sie schon deswegen auch dieselben Bedürfnisse haben. Sie haben gewisse Stärken gemeinsam (ziemliche Unkaputtbarkeit bei Falschbehandlung) und Schwächen (nicht wirklich gut zur zyklischen Benutzung geeignet) und leiden natürlich in ganz ähnlicher Weise an den für Bleibatterien spezifischen Gebrechen (langsame Ladestromannahme nach hohen aber kurzen Anfangsladeströmen in Verbindung mit notorischer Neigung zur Sulfatierung von ungeladenem Aktivmaterial).


    Um der Sulfatierung entgegenzuwirken muss die Ladespannung deutlich erhöht werden. Ab einer gewissen Spannungsschwelle und Einwirkungsdauer tritt dann vermehrt Gitterkorrosion und Elektrolytverlust durch Gasung auf. Will man dem entgegenwirken, darf man die Ladespannung nicht zu hoch ansetzen. Dann tritt aber bei zyklischen Anwendungen wieder Sulfatierung auf. Man darf sein Gift also wählen. -|-


    Aus diesem Grund kann es die eine zur Batterie passende Ladespannung auch nicht geben:!::P


    Vielmehr sollte man die Ladespannung zur Anwendung der Batterie passend auswählen:


    Bei Batterien, die dauerhaft bei hohem Ladezustand arbeiten (Standby, Notstromversorgung, USVs...), sollte die Ladespannung eher niedrig liegen, weil aufgrund des langen zeitlichen Einwirkens der Ladespannung auf die Batterie die Korrosion der Bleielektroden der dominante Faktor der Alterung ist.


    Bei stark zyklisch genutzten Batterien (Solarspeicher, Hobbyanwendungen...), muss die Ladespannung zwingend höher sein, weil dort die Neigung zur Sulfatierung der dominante Alterungsfaktor ist.


    Man erkennt:


    Nicht die Art der Bleibatterie bestimmt die optimale Ladespannung, sondern deren Nutzung. :saint:


    Grüße, Tom

    Dann ist der Analog/Digitalwandler, der die Zellenspannungen für das BMS digitalisiert, beschädigt. Über die hierfür am häufigsten in Frage kommende Ursache schrieb ich ja schon. Das BMS muss erneuert werden. -|-


    Grüße, Tom

    Ah, dann hätte der Inverter die Seplos-Pinbelegung. Wenn der Hersteller die Belegung in der Anleitung so abbildet, dann sollte sie auch stimmen. Allerdings würde ich bei einer solchen Doppelbelegung keinesfalls alle vier A- und B-Ports belegen, sondern nur jeweils einen A- und einen B-Port. Also nur die Pins 1 und 2, oder die Pins 7 und 8.


    Bei 7kW Wechselrichter-Ausgangsleistung nimmt das Gerät bei Speisung mit 48V theoretisch etwa 146A auf. Allerdings ist dabei ein Wirkungsgrad von 100% angesetzt, der in der Praxis natürlich nicht erreicht werden kann. Ferner ist bei so hohen Strömen noch mit einem erheblichen Spannungsabfall auf der Kabelzuleitung zu rechnen. Ich setze als Wirkungsgrad mal 0,8 an, das wären dann 146A / 0,8 = 182,5A. Wenn man noch einen Spannungsabfall von 2V mit einrechnet, kommt man auf einen realistischen maximalen Stromwert von 7kW / 46V = 152A, 152A / 0,8 = 190A.


    Das wäre dann doch etwas zu viel für das gezeigte 150A-BMS.


    Bleibt die Frage, weshalb die Datenkommunikation nicht in Gang kommt. Wenn das eingestellte Protokoll stimmt und auch das Kabel passt, könnte es noch an der Datenrate liegen. Daly-BMS kommunizieren über RS485 mit 9k6 Baud. Das ist bei RS485 auch ziemlicher Standard. Da könntest du ja mal schauen, ob dein Wechselrichter hierzu eine Einstelloption besitzt.


    Wenn auch das nicht weiterführt, kann es noch an einer unpassenden BMS-Firmware liegen. Dabei hilft dann aber wohl nur der Hersteller DALY weiter. Oder man sucht sich das jeweils neueste und versucht damit sein Problem zu lösen. Mit etwas Glück passt das.


    Übrigens kann auch die verwendete Windows-Software schuld sein, wenn sich das BMS nicht auf eine funktionierende Datenkommunikation einstellen lässt. Mir stand selbst mal der Mund offen, als Daly mir bei hartnäckigen Problemen damit eine neue Windows-Software zur Verfügung stellte, mit der diese Probleme dann plötzlich verschwunden waren. Auf sowas kann der normale Mensch natürlich nie von selbst kommen und dann sucht man sich natürlich einen Wolf. :doing:


    Eins noch:

    Dieser Inverter-Kommunikations-Thread passt leider so gar nicht ans Ende des Firmware-Threads. Im Moment ist es wieder ganz schlimm, dass jeder seine Postings einfach sinnlos irgendwo dranhängt, anstatt einfach an geeigneter Stelle einen neuen Thread zu eröffnen. :rolleyes: Ich werde daher mal schauen, wie ich den Thread zerschneide und den zweiten Teil dann einzeln in der passenden Rubrik einfüge.


    Also nicht wundern, wenn dieser Teil hier umzieht.


    Grüße, Tom

    Hallo Leo,

    miss am besten mal bei abgezogenem Balancer-Stecker direkt mit einem Multimeter nach:

    • Einmal direkt zwischen Batterie-Minuspol und den entsprechenden Zellenpol
    • und einmal direkt am Balancer-Stecker.

    Sollte der Fehler dann noch immer bestehen, dürfte eine hochohmige Stelle im Balancer-Kabel, dem Stecker oder einem Kabelschuh vorliegen.


    Sollte dabei aber kein Fehler messbar sein, wird vermutlich das BMS selbst beschädigt sein.


    Solche BMS-Schäden können entstehen, wenn ein gelöstes Balancerkabel versehentlich Kontakt mit einem falschen Zellenpol bekommt. Beim Hantieren mit losen Balancerkabeln an der Batterie passiert sowas schon mal, wenn man vorher nicht den Balancer-.Stecker aus dem BMS gezogen hat (frag bitte nicht, woher ich das weiß...:rolleyes:).


    In diesem Fall muss das BMS ausgetauscht werden.


    Grüße, Tom

    OK, das kann sein. Dann wäre noch die Pinbelegung der RJ45-Buchse des Wechselrichters zu hinterfragen, denn nur weil der Wechselrichter "Pylontech" spricht, bedeutet das ja noch lange nicht, dass die Buchse ebenso verdrahtet ist wie bei Pylon-Wechselrichtern.


    Was sagt die Anleitung des Wechselrichters dazu? Da sollte die Pinbelegung der Buchse beschrieben sein.

    Grüße, Tom

    Dann versuch halt, was da noch zu reißen ist. Vielleicht hast Du Glück, und die Batterie tut's noch ein paar Jahre.

    Falls das klappt, kümmere Dich aber um die neue Batterie, damit die während einer ggf. jahrelangen Lagerung keinen Schaden nimmt. Also auch die möglichst bald mal ordentlich "durchwutzeln" und dann eine kurze Hochstromentladung zur Impfung mit Kistallisationskeimen durchführen, damit sich während der Lagerung möglichst keine groben Bleisulfatkristalle bilden können. Das ist ein erprobter Trick, um die Alterung gelagerter frischer Bleibatterien zu verzögern.


    Grüße, Tom

    Nach sieben Jahren?


    :D


    So lange eine Bleibatterie noch keine vier Jahre alt ist und auch nicht auf besonders verschleißende Weise verwendet wurde, wende ich auch gerne noch Bemühungen an, um ihre Lebensdauer zu verlängern. Darüber hinaus hat sich das aber nicht bewährt, weil verschlissen ist nun mal verschlissen und Wunder gibt es nicht.

    Das Problem ist leider, dass die allermeisten Leute erst dann an ihre Batterie denken, wenn ihre Leistung plötzlich stark abnimmt. Dann ist es aber sowieso meist zu spät. Besonders bei Bleibatterien (also bei allen Batterie auf Bleibasis wie flüssige Säure, AGM, GEL, EFB...) sollte man deren Sulfatierung regelmäßig zurückführen, bevor Probleme durch zu große Sulfatkristalle entstehen. Damit aber erst zum Ende hin zu beginnen, hat kaum noch einen Effekt.

    Mein Tipp:

    Verwende den Ladewutzel oder ein ähnliches Ladegerät, mit welchem Du die Batterie über längere Zeit mit 15,5V versorgen kannst, um auf diese Weise nur noch schwach reaktives Bleisulfat wieder in seine ursprünglichen Aktivmaterialien Blei und Bleidioxid zurückzuverwandeln und die Batterie restlos aufzuladen. Diese Behandlung alle paar Monate angewandt, führt zu einer erheblichen Verlängerung der Lebensdauer und darüber hinaus zu einer deutlichen Verbesserung der Leistungsfähigkeit. Man bemerkt sofort, wie die Anlasserdrehzahl ansteigt (auch bei Kälte und zähem Motoröl), die Kapazität sich stabilisiert und die Annahme von Ladestrom insgesamt verbessert und beschleunigt wird. Die Batterie lädt sich danach also schneller auf. Man muss diese Behandlung aber wenigstens alle drei Monate über ca. zwei Tage durchführen. Dann wird man deren Erfolg lange genießen können. :)


    Grüße, Tom