Beiträge von Tom

    Das BC1210 'modified' gibt es leider nicht mehr. Selbst den Nachfolger hat der Hersteller inzwischen auf's Altenteil geschickt. Jaja, die Zeit... -|-


    Keine Ahnung wegen des HTRC P240W, ich kenne das Gerät nur unter diesem Namen. Den 20A-Lader von HTRC hab ich noch nicht probiert. Die Dinger sind sehr günstig, machen aber einen ziemlichen Lärm und sind kräftig überzeichnet. Der 15A-Lader macht z.B. nur echte 12A.


    Grüße, Tom

    Ja, liegt schon zur Abholung bereit.


    Dann melde Dich bitte noch mal, wie das mit den Kabeln in der Liontron genau ist (ob die beiden Strippen immer parallel geschaltet sind) und wo Du den Equalizer untergebracht hast. Ein Foto wäre natürlich super. :love:


    Viel Erfolg!


    Grüße, Tom

    Du müsstest mal die Spannung an den Anschlüssen der Saftschubse messen, bei welcher Spannungsschwelle sie genau abschaltet. Ich stelle sie immer so ein, dass die Abschaltung wegen Unterspannung zwischen 11,3 und 11,5V liegt, damit die Stützbatterie nicht hemmungslos sulfatiert. Unterhalb von 11,5V kommt auch nicht mehr viel, so dass man nicht wirklich viel verliert. Wenn die Schubse wirklich schon bei 12,4V abschaltet, wäre da natürlich etwas falsch. Aber wie gesagt: An den Saftschubsen-Anschlüssen für die Stützbatterie (Plus und Minus) messen, weil welche Spannung an der Stützbatterie selbst anliegt, kann die Schubse ja nicht erkennen (Spannungsabfälle über die Leitungen).


    Ich könnte mir vorstellen, dass die AGM-Stützbatterie durch lange Benutzung ziemlich ausgetrocknet ist und wegen Wasserverlustes eine hohe Säuredichte und damit zugleich auch eine sehr hohe Spannungslage aufweist. Wenn die Schubse diese Batterie dann bis auf die o.g. Spannung entlädt und dann abschaltet, erholt sich die Spannung an der Stützbatterie schnell wieder und gaukelt dann einen hohen Ladezustand vor, der aber nicht wirklich vorhanden ist.


    Versuche mal rauszufinden, bei welcher Spannung die Schubse abschaltet. Wenn sie zu hoch liegt, würde ich sie absenken. Aber wenn nicht, müsste wohl die Stützbatterie erneuert werden.


    Grüße, Tom

    Mit LiFePO4 wirst Du bei -20°C nichts reißen können. Also Blei. Vorne bitte einmal neu und dann, wie DU selbst es auch schon erwogen hast, die alten mit nach hinten zur Verstärkung. Wenn Platz und Gewicht keine Rolle spielen, bietet sich das ja an.


    Aber eine Frage am Rande: Warum halten die Starterbatterien mit zusammen immerhin 450Ah nur drei Jahre? Außer hin und wieder mal den Motor zu starten sollten die sich doch zu Tode langweilen. Oder werden die blöderweise auch noch zyklisch belastet, obwohl hierfür doch extra Versorgungsbatterien vorhanden sind?


    Grüße, Tom

    Alles derselbe Aufwasch. Das sind allesamt nur BMS mit gewissen Sonderfunktionen, aber eben keine echten Messgeräte. Nur weil die Apps - angeblich - auf's Millivolt genau anzeigen, bürgt das leider keinesfalls für richtige Messungen. Erschwerend kommt hinzu, dass man Strom und Spannung immer nur direkt an der Batterie messen kann, aber nicht an anderer Stelle im Leitungsweg. Oft liegt der Fehler aber nicht innerhalb oder direkt bei der Batterie, so dass man doch wieder mit "was richtigem" messen muss, damit man dem Fehler "nachkriechen" kann.


    Nein, ich will Dir kein Messgerät verkaufen, aber auf den Unterschied muss ich an dieser Stelle doch einmal hinweisen, weil offenbar viele Wohnmobilisten meinen, sie bräuchten wegen der App-Anzeigen von BMS oder Batteriecomputer keine "richtigen" Messgeräte mehr, um elektrische Diagnosen korrekt stellen zu können.


    Da fällt mir noch ein: Ein Messgerät allein reicht aber auch noch nicht, man muss auch damit umgehen können. Sonst nutzt es nicht viel.


    Grüße, Tom

    Trotzdem, ein BMS ist kein Messgerät, auch wenn die App irgendwelche Werte ausgibt. Diesen Werten zu vertrauen führt oft vor die Wand.


    Neulich habe ich bei Daly neue Ware bestellt und wurde gefragt, ob ich die normale Firmware wünsche, oder die, die für den Betrieb mit Wechselrichtern geeignet ist. HÄH? Da hab ich dann wieder mal wie ein Schwein ins Uhrwerk geguckt, weil ich eigentlich angenommen hatte, dass die Standard-Firmware auch für den Betrieb mit Wechselrichtern geeignet sei. :motz: Ich führe auch immer wieder Kundengespräche, bei denen mir Kunden technische Unmöglichkeiten erklären, ganz so wie Du mit den 50A, die einfach irgendwo ins Nirvana fließen sollen, wo ich dann immer wieder feststelle, wie unverzichtbar brauchbare Messungen sind!


    Also: Messtechnisch ist dieser ganze BMS-App-Kram doch komplett für die Haie und wer wissen will "was ist", braucht bei dieser Technik zwingend ein oder zwei vernünftige Messgeräte, um sich korrekt orientieren zu können. So lange man die nicht hat und korrekt einsetzen kann, kann einem jeder Händler alles mögliche erzählen.


    Grüße, Tom

    Wenn die Batterie-App sagt, dass 50A Entladestrom fließen, sich aber kein Verbraucher findet, der 50A Ladestrom aufnimmt, dann scheint es mir der rechte Moment für eine Messung zu sein, wie viel Strom da denn nun wirklich fließt und wohin. Manchmal ist eine DC-Stromzange eben doch nicht nur unnützer Ballast.



    Dann wüsste man nämlich auch sehr schnell, wo der Strom denn bleibt. Möglich, dass der Wechselrichter den Strom völlig korrekt aufnimmt, weil irgendein starker 230V-Verbraucher hintenrum gerade mal 500W Leistung frisst. Wenn man aber nicht misst, wird man's wohl auch nie rausfinden...


    Grüße, Tom

    Nun bei den Wechselrichter ist das anders. Bei Landstromanschluss arbeitet das Gerät weiter die Spannung schwankt zwischen 14,4V und 13,4V und das Gerät hat auf einmal einen Verbrauch von 50A mit fallender Dendenz. Und das so lange bis die Batterie einen Stand von 13.9 V hat. dann ist der Zauber vorbei und alles ist wieder normal. Daher meine Feststellung wenn mein BMS oder Batterie nicht ordnungsgemäß arbeiten würden, müßte das ja auch beim Ladebooster oder Solarregler auftauchen. Das tut es aber nicht. Die Batterie verhält sich ganz normal und hält aich die Spannung . Wer kennt das Problem oder hat ähnliches. Bitte um Reaktionen. Danke👍

    Hallo,


    das habe ich nicht verstanden. Ich rekapituliere mal, was ich glaube, verstanden zu haben:


    Die Batterie wurde während der Fahrt über Ladebooster und Solarregler geladen, die Batterie-App meldete schließlich Vollladung und das BMS schaltete den Ladestrom der Batterie ab. OK, klar soweit.


    Dann wurde Landstrom angeschlossen und der Wechselrichter mit eingebauten Ladegerät lud die Batterie weiter mit 50A? Oder hat er der Batterie 50A entnommen?


    Grüße, Tom

    Da würde ich den Equalizer praktischerweise an den Kabeln anschließen.


    Bzgl. der Garantie ist das immer so eine Sache: Wenn ich Garantie gebe, dann heißt das, dass die Kunden die Geräte auch innerhalb der Garantiezeit durchaus zerlegen und auseinandernehmen dürfen. Sie dürfen sie nur nicht kaputt machen, denn solche Schäden sind von der Garantie natürlich nicht abgedeckt. Andere Hersteller oder Händler sehen das zuweilen enger und verweigern oft schon die Garantieleistung, wenn der Kunde nur mal Schräubchen herausdreht. Das sollte man deshalb vorher mit dem Händler bzw. dem Hersteller abklären, wenn man sicherstellen will, seinen Garantieanspruch nicht zu verlieren. Liontron verweist in seinen Garantiebedingungen u.a. in in den Ausschlüssen unter Punkt 4h auch auf Beschädigungen durch "eigenständige Modifikationen". Das bedeutet dasselbe wie bei mir: Du kannst an der Batterie Veränderungen vornehmen, nur kaputtmachen darfst Du sie eben nicht, wenn Du den Garantieanspruch nicht verlieren möchtest. Dass man dann trotzdem oft mit dem Support diskutieren muss, wenn man reklamierte Geräte vorher schon mal geöffnet hat, ist allerdings eine Binsenweisheit... -|-


    Grüße, Tom

    Hallo,


    das ist im Kern unproblematisch, nur muss der Ladestrom begrenzt werden, der aus dem primären Bordnetz in die Lithium-Batterie fließt. Das kann der EBL allein leider nicht, der enthält üblicherweise nur ein Trenn-Relais. Also muss noch ein passender Ladewandler zwischengeschaltet werden, z.B. einer aus meinem Sortiment. Der kann dann auch gleich für die optimale Ladespannung sorgen. Mehr braucht es nicht. :)


    Grüße, Tom

    Hallo,


    wenn eine Batterie im mittleren Ladungsbereich, also zwischen 3 und 3,4V Spannungsabweichungen von mehr als 10mV aufweist, dann würde ich das auch als möglicherweise problematisch ansehen, weil dann offensichtlich erhebliche Ladungsunterschiede zwischen den Zellen vorhanden sind. Im Bereich von mehr als 3,4V bewegen sich die Zellen aber immer im Bereich der Vollladung. Wenn man eine voll aufgeladene Zelle weiter mit Ladestrom versorgt, dann steigt ihr Zellenspannung zwangsläufig stark an. Wenn dann in einer Reihenschaltung noch andere Zellen vorhanden sind, werden die meistens geringfügig kleinere Ladungszustände aufweisen und deshalb noch nicht so stark in der Spannung ansteigen. Dasselbe passiert im Bereich des Entladeschlusses: Eine Zelle ist zuerst leer und fällt dann spannungsmäßig ins bodenlose, wenn die Entladung nicht irgendwann beendet wird. Also muss die Ladung beendet werden, wenn die erste Zelle an das zulässige Spannungsmaximum kommt und die Entladung muss beendet werden, wenn die erste Zelle an das zulässige Spannungsminimum stößt. Dabei treten fast immer beachtlich große Spannungsunterschiede zwischen den Zellen auf, die aber normal sind und nicht weiter beunruhigen müssen.


    Im mittleren Bereich sind die Spannungsunterschiede erheblich kleiner, meist im Bereich weniger Millivolt. Wenn dort Spannungsunterschiede von mehr als 50mV auftreten, würde ich auch hellhörig werden. Aber wie gesagt, das ist bei Ihnen ja vermutlich nicht der Fall.


    Etwas anderes ist es, wenn hohe Ströme im Bereich von 50A und mehr fließen. Dann hängen die Spannungsunterschiede der Zellen nicht nur vom Ladezustand ab, sondern vermehrt vom Innenwiderstand der Zellen, an dem dann verschieden große Spannungen abfallen. Aber auch hier gilt, dass die Zellen alle etwas verschieden sind! Es ist deshalb für den Laien nicht einfach, zu erkennen, ob ein bestimmter Spannungsunterschied zwischen belasteten Zellen auf einen zu hohen Innenwiderstand hindeutet, denn dazu wäre ja wenigstens die Kenntnis des maximal zulässigen Innenwiderstands erforderlich. Der steht aber üblicherweise nicht mal in den Datenblättern der Batterien drin.


    Abschließend kann ich folgendes sagen:


    1. Ich handle seit gut zwei Jahren mit LiFePO4-Batterien und habe noch nicht eine einzige in Kundenhand defekt gewordene Zelle erlebt. Die Dinger sind einfach sehr robust und dauerhaft.

    2. Mit den BMS, der Ladezustandskontrolle, den angezeigten Einzelspannungen der Zellen und den diversen Inkompatibilitäten der Smartfons und Smartfon-Apps habe ich dagegen von morgens bis Nachts Probleme, weil der Informationsbedarf der Kunden hier gewaltig ist und ich jedem Kunden dazu seitenweise individuelle eMails schreiben muss.


    Ich glaube daher zumindest nach dem, was ich bisher weiß, nicht, dass mit Ihrer Liontron-Batterie wirklich Probleme vorliegen, außer die Zellenspannungen unterscheiden sich im mittleren Ladungszustand stark voneinander. Weshalb Liontron das anders sieht, entzieht sich meiner Kenntnis.


    Zum Thema Kapazität: Soweit ich Sie verstanden habe, liegen Ihnen gar keine echten Kapazitätsmessungen vor, sondern nur die Aussagen der Ladezustandsanzeigen der Liontron-Batterie und des Victron-Batteriecomputers. Diese sind aber nicht wirklich aussagekräftig im Sinne einer qualitativen Vergleichbarkeit. Eine Kapazitätsmessung ist etwas anderes, denn dabei wird eine Batterie zuerst randvoll aufgeladen und dann über einer Zähleinrichtung sehr gleichmäßig mit einem bestimmten Strom entladen. Die hierbei registrierte Menge an Amperestunden entspricht der genauen IST-Kapazität der Batterie. Nach der Entladung muss die komplett entleerte Batterie natürlich wieder aufgeladen werden. Schon aufgrund der zeitlichen Dauer der erforderlichen Lade-, Entlade und Wiederauflade-Zyklen und der damit verbundenen Kosten, sind solche Messungen relativ unüblich, aber anders bekommt man keine belastbaren Daten zur Kapazität einer Batterie. Insofern kann ich auch Ihre Kritik an dem angeblichen Kapazitätsverlust der Liontron-Batterie nicht teilen, weil eben nicht gesichert ist, dass dieser tatsächlich vorliegt. Zumal es mich wundern würde, dass eine 150Ah-Batterie eine Kapazität von 162Ah hätte. Das dürfte schlechterdings unmöglich sein, woran man schon erkennt, dass die „Messung“ von Batteriecomputern eben keine Messung ist, sondern bestenfalls eine Schätzung.


    Versandkosten fallen bei Ultimatron-Batterien stets i.H.v. EUR 15,- pro Batterie an, da kann ich Ihnen leider auch nicht entgegenkommen, denn die müssen natürlich an den Logistiker bezahlt werden. Sie können die Batterien aber auch direkt aus meinem Lager in 31707 Heeßen abholen, das kostet natürlich nichts.


    Grüße, Tom

    Hallo,


    sie haben genau das rausgefischt, was ich schon erklärt hatte: Im oberen Spannungsbereich ist es bei einer Reihenschaltung unterschiedlich großer Akkuzellen völlig normal, dass die Spannungen dann stark auseinanderdriften. Dagegen kann man nichts machen, das passiert immer und überall! Natürlich besonders dann, wenn auch noch mit hohem Strom geladen wird. Dafür haben wir das BMS, welches die Ladung dann beendet, wenn eine einzelne Zelle den Bereich der zulässigen Spannung zu verlassen droht. Aber das ist in der Hauptsache ein psychologisches Problem, kein technisches.


    Seit jeher haben Autos mit Verbrennungsmotoren Kühlwasserthermometer. Machen ja auch Sinn, man kann sehen ob der Motor schon Betriebstemperatur hat, oder ob Kühlwasser fehlt und dergleichen. Aber auch hier gibt es dieses psychologische Moment, dass erstaunlich viele Leute die Werkstätten ansteuern, wenn der Zeiger bei Betriebstemperatur nicht exakt in der Mitte steht´, sondern vielleicht eine Zeigerbreite links oder rechts davon. Sowas nagt an manchen Charakteren und die sinnen dann auf Abhilfe. Die Automobilindustrie hat sich hier geholfen, indem die Kühlwasserthermometer im mittleren Bereich „verschlechtert“ wurden. Man hat eine kleine Elektronik zwischengeschaltet, die bei 70°C stur mittige 80°C anzeigt und bei 90°C ebenso. Problem gelöst! 😝


    Das geht bei numerischen Spannungsanzeigen natürlich nicht, weil es sich dann ja unzweifelhaft um Falschanzeigen handeln würde. Also muss ich das mit der normalen Spannungsdrift jedem zweiten Käufer haarklein erklären, wie das alles zusammenhängt und dass er sich keine Sorgen machen soll. Macht er natürlich trotzdem, weil ich kann denen ja viel erzählen… Aber was soll ich sonst machen?


    Zu den Abmessungen der Ultimatron-Untersitzbatterien: Das Foto zeigt die Gehäuse-Tiefe ohne Anschlüsse (304mm), die Angabe im Text die Tiefe über alles, also mit Anschlüssen (338mm).


    Was der Quatsch mit dem empfohlenen Ladestrom von nur 20A soll, hab ich auch nicht begriffen. Meiner Erfahrung nach sind 0,5C Ladestrom (bei 180Ah also 90A) bei allen Ultimatron-Batterien absolut kein Problem. Sie brauchen den Strom also nicht auf lächerlich geringe Werte zu begrenzen. Was Sie allerdings unbedingt beachten sollten, ist der Verlauf des maximal empfohlenen Ladestroms abhängig von der Batterie-Temperatur. Ich habe Ihnen die entsprechende Grafik (ladung.jpg) mal beigelegt. Die ist zwar von CATL, nicht von Ultimatron, aber da Lithium-Eisen-Phosphat-Batterien letztlich alles denselben physikalischen Gesetzen gehorchen, kann man die CATL-Grafik ohne weiteres als Referenz verwenden.



    Auch eine Grafik über das Auseinanderlaufen der Zellenspannungen in einer Reihenschaltungs-Batterie habe ich Ihnen beigelegt. Sie erkennen daran, dass die Drift an den Bereichsenden nur dann vermeidbar wäre, wenn man die Zellen einzeln messtechnisch auf gleiche Kapazitätswerte selektieren würde. Da das aber unbezahlbar wäre, tut das keiner.



    Grüße, Tom

    Hallo,


    über eine Reparaturdauer von acht Wochen brauchen wir natürlich nicht zu sprechen, sowas geht gar nicht! Ich kenne aber die Servicegeschwindigkeit von Liontron aus eigener (Kunden-)Erfahrung, insofern überrascht mich das nicht. Da kann ich Ihnen versichern, dass es bei mir nicht mal eine Woche dauern würde. Aber genug der Häme… 😉


    Andererseits habe ich selbst auch viele Kundenrückfragen wegen (vermeintlich) mangelhaften Zellenausgleichs. Dies betrifft bisher allerdings ausschließlich Systeme, die im Grunde einwandfrei arbeiten. Zumeist sind die Kunden bei LiFePO4-Batterien komplett unerfahren, so dass sie es nicht besser wissen und schon geringe Spannungsabweichungen zwischen den Zellen als schwerwiegende Defekte einordnen. Hinzu kommt, dass an den Grenzen zum Lade- und Entladeschluss die Zellenspanungen aller LiFePO4-Batterien immer auseinander driften, weil eben immer eine Zelle die erste ist, die vollgeladen oder vollständig entladen ist. Entsprechend bewegt sich dann die Spannung dieser Zelle stark nach oben oder unten und es entsteht eine überraschend starke Spannungsdrift. Jedoch ist dieses Verhalten wie gesagt völlig normal und damit harmlos, nur wird es eben auch dadurch verstärkt, dass über die Smartfon-Apps die Zellenspannungen auf’s Millivolt genau auslesbar sind, während man früher bei den Bleibatterie nicht mal an die Zellenverbinder herankam und daher die Spannungen der Einzelzellen nicht mal dann messen konnte, wenn man ernsthafte Gründe dafür hatte. Entsprechend gab es dort auch nie Beschwerden wegen erhöhter Spannungsdrift einzelner Zellen. 😝 Das ganze Thema ist darüber hinaus auch stark persönlichkeitsbedingt: Manchen interessiert es nicht, wenn zwischen zwei Zellen 50mV Spannungsdifferenz herrschen, andere werden schon bei 5mV ernsthaft unruhig…


    Mit den Ultimatrons habe ich, unter Beachtung des zuvor beschriebenen, beim Zellenausgleich eigentlich keine Schwierigkeiten. Allerdings gibt es Betriebsbedingungen, unter denen auch die Zellenspannungen von allen LiFePO4-Batterien verstärkt auseinanderdriften. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn die Batterien lange im mittleren Ladungsbereich verbleiben und praktisch nie randvoll aufgeladen werden. Der Hersteller selbst empfiehlt, die Batterien vor der erstmaligen Verwendung randvoll zu laden, u.a. auch deswegen, damit der Balancer die Zellen ausgleichen kann. Das tut er nämlich nur im oberen Ladungsbereich und nur während der Ladung.


    Um sich nicht unnötig über auseinanderdriftende Zellen zu ängstigen empfehle ich stets, einen so genannten Equalizer zu verwenden. Das ist ein aktiver Balancer, der permanent arbeitet und die Zellen 24h am Tag ausgleicht. Entsprechend sauber liegen dort die Zellenspannungen beieinander. Der müsste jedoch bei den Batterien nachgerüstet werden. Bei Liontron-Batterien könnte man das machen, da sich diese öffnen lassen, ebenso bei meinen eigenen MicroCharge-Batterien. Bei Ultimatron-Batterien klappt das bei der aktuellen Serie jedoch noch nicht, da diese mit verschweißten Gehäuse geliefert werden. Wer diese nicht aufsägen will, kommt dort leider nicht in den Genuss „equalisierter“ Zellen. Die zukünftige Serie von Ultimatron-Batterien soll aber auch mit abschraubbaren Deckeln geliefert werden, da ginge das dann.


    Einen Preisnachlass gebe ich ab dem Kauf von fünf Batterien. Bei zwei ist da noch nichts drin. Allerdings kann ich Ihnen momentan auch nur eine einzige Ultimatron 150Ah-Batterie liefern, da ich mangels Nachfrage diese Größe nicht mehr nachbestellt habe. Alles andere ist in größeren Stückzahlen direkt ab Lager lieferbar.


    Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage sinngemäß zufriedenstellend beantworten.


    Grüße, Tom