Beiträge von Tom

    So, die Nachricht von Daly ist eingetroffen:

    Daly ist also bereit, den Schaden zu ersetzen und ich schicke Dir deshalb ein neues BMS.

    Ich habe meinem Kontakt bei Daly noch ausführlich geschildert, dass diese durchaus öfter auftretenden und dann (nicht nur) bei mir als Reklamationen auflaufenden Wasserschäden insgesamt erhebliche finanzielle Schäden verursachen, die deutlich über die Kosten von ein paar BMS hinausgehen und deshalb angeregt, auf diese - aus meiner Sicht - unsinnige Werbung mit der Wasserdichtheit zu verzichten, oder eben die BMS so herzustellen, dass sie zumindest die deutsche zweijährige Garantiezeit überstehen. So langsam steht's mir nämlich bis zum Rand mit diesem Mist. Besonders wenn die Vergussmasse auch noch anlasslos, einfach so mit den Jahren, wie Butterkeks zerbröselt.


    Bild 1: Nach Entfernen der BMS-Kühlkörper sieht die Vergussmasse nicht selten so aus. Wasserschutz = Null


    Grüße, Tom


    Edit: Werbung von der Daly-Webseite:


    Wie die Feuchtigkeit im Einzelfall unter die Vergussmasse geraten ist, kann ich ohne Kenntnis der Örtlichkeit natürlich nicht beurteilen. Aber wenn ich Grünspan sehe, dann ist ein Feuchtigkeitszutritt ja zumindest zu vermuten. Es kann auch an säurehaltiger Luft liegen, aber da wäre ich erst recht nicht in der Lage, der Hergang genau zu erklären. Auf jeden Fall ärgerlich, wenn so gründlich vergossene Elektroniken dann u.U. sogar WEGEN des Vergusses erst Schaden nehmen, denn wenn erst mal "korrosiv wirkende Substanzen" unter die Vergussmasse geraten sind, verschwinden die nie wieder.


    Das Problem ist schon länger bekannt und einige ehemalige Verwender von Daly-BMS sind inzwischen auch entnervt zu (deutlich preisgünstigeren) offenen BMS gewechselt. Bei offenen JK-BMS habe ich z.B. gute Erfahrungen damit gemacht, die Leiterplatte zuerst sorgfältig zu entfetten und danach beidseitig mehrschichtig mit hochwertigem Sprühdosen-Schutzlack zu versiegeln. Danach sind sie zumindest an Land durchaus länger gegen hohe Luftfeuchtigkeit resistent. Vergossene BMS kann man so aber leider nicht nachbehandeln, außer man macht sich die Mühe, sie komplett zu zerlegen und die Vergussmasse zu entfernen. Dabei ist das Beschädigungsrisiko aber erheblich, weshalb ich eher nicht dazu rate.


    Grüße, Tom


    Btw: Vor ein paar Jahren hatte ich mal den Fall, wo ein ausgefallener Wechselrichter erhebliche Korrosionsspuren an der Leiterplatte aufwies, die dann zum Ausfall geführt haben. Der Eigentümer schwor Stein und Bein, dass da wo das Gerät stünde, nie und nimmer Wasser an das Gerät kommen konnte und der Hergang deshalb vollkommen mysteriös war. Ich hatte den Schaden seinerzeit auf Kulanz selbst gerichtet.


    Neulich hatte ich anderweitig mal wieder Kontakt zu dem Kunden und er erzählte beiläufig, zwischenzeitlich herausgefunden zu haben, wie das Wasser wohl in den Wechselrichter geraten sei: Mieter des Bauwerks, in dem der Wechselrichter montiert ist, hätten hin und wieder mal einen Wasserkocher oben drauf gestellt... :rolleyes:


    Das ist schlicht der ganz alltägliche Wahnsinn im Leben eines Händlers für DIY-Elektronik. :D

    So, die Rücksendung des defekten BMS habe ich heute erhalten. Der Anschluss an den PC bestätigte dann auch den Fehler:


    Bild 1: Grob falsche Spannungsanzeigen von Zelle 3 und 4.


    Ich habe das BMS dann zerlegt und unter der Vergussmasse die Ursache des Fehlers gefunden:


    Bild 2: Korrosionserscheinungen unter der Balancerkabel-Steckerbuchse


    So sieht es aus, wenn Feuchtigkeit unter die Vergussmasse der Leiterplatte gerät und dort über längere Zeit "arbeitet".


    Noch deutlicher erkennt man das Problem, wenn man die abgezogene Vergussmasse von unten betrachtet:


    Bild 3: Leiterplattenseite der Vergussmasse im Bereich der Balancerkabel-Steckerbuchse


    Auf Bild 3 erkennt man oben die grün/bläulichen Korrosionsspuren an den Pins 4 und 5 der Balancerkabel-Steckerbuchse (Pin 4 ist der Anschluss von Zelle 3 und Pin 5 der von Zelle 4). Das ist Grünspan, also korrodiertes Kupfer. Die Feuchtigkeit ist unter der Vergussmasse noch weiter gekrochen, bis sie den Analog/Digitalwandler erreicht hat, wo sich ebenfalls diese grünlichen Korrosionsspuren wiederfinden. Das hat dann zu genau dem Fehler mit der falschen Anzeige der Zellenspannungen geführt.


    Fazit:


    Die Dinger vertragen kein Wasser! -|-


    Das war schon bei der Vergussmasse der älteren Daly Classic-BMS so und ich hatte eigentlich gehofft, dass sich dieses Problem bei den New-HKMS-BMS entschärft hätte. Aber wie man sieht, ist es nach wie vor aktuell: Die Vergussmasse geht erkennbar keine ausreichend innige Verbindung mit der Leiterplatte ein, so dass Wasser - kurioserweise immer ausgehend von unterhalb des Balancersteckers - unter die Vergussmasse kriecht und dort dann zu Korrosion führt. Bei Süßwasser dauert es etwa ein Jahr nach Wasserzutritt, bei Salzwasser geht es noch viel schneller.


    Ich habe Daly kontaktiert, um zu klären, ob der Hersteller Feuchtigkeitsschäden wie diesen als Garantiefall anerkennt. Wenn ich entsprechende Antwort erhalten habe, werde ich das hier schreiben.


    Grüße, Tom

    Nein, wirklich nötig ist das nicht, denn überprüfen kann ich das BMS natürlich auch ohne dieses Kabel. Allerdings ist ein BMS ein Gerät, welches zur korrekten Funktion eine bestimmte Infrastruktur vorfinden muss und die fehlt ja, wenn Batterie und Balancerkabel beim Test nicht vorliegen. Da dieses Kabel, wie auch die Akkuzellen mit Zellenverbindern und Kabelschuhen aber überdurchschnittlich oft die Ursache von BMS-Fehlfunktionen sind, ist es sinnvoll, wenigstens das Balancerkabel zusammen mit dem BMS zur Überprüfung einzuschicken, da sich in vielen Fällen der Fehler ohne dieses Kabel nicht reproduzieren lässt.


    Letztlich ist es natürlich deine Entscheidung, was du alles zur Prüfung zurückschickst.


    Grüße, Tom

    Mit dem UART/USB-Adapterkabel kann man die Verbindung zu einem Windows-PC herstellen. Hierfür die zugehörige Daly-Software aus dem Webshop herunterladen, installieren und die Verbindung zwischen BMS und Windows-PC herstellen (das BMS benötigt dabei genauso Strom aus der Batterie über den Balancer-Anschluss wie beim Zugriff über Bluetooth).


    Möglicherweise lässt sich das BMS ja so noch ansprechen. -|-


    Grüße, Tom

    Dann als erstes ausprobieren, ob der schwarze Stecker am Bluetooth-Transceiver vielleicht einen Wackelkontakt hat. Dazu den Stecker mehrfach herausziehen und wieder einstecken. Meistens funktioniert der Transceiver dann wieder.


    Wenn das nicht hilft, auch mal das Smartfon neu starten. Oft steckt hier ein Fehler im Bluetooth-System und nach einem Neustart des Smartfons funktioniert es wieder. Übrigens darf das BMS im Smartfon nicht "gekoppelt" werden, sondern nur über die Smart BMS App kontaktiert. Versucht man das BMS zu koppeln, funktioniert die App nicht mehr.


    Wenn auch der vorherige Tipp nicht hilft, am besten das ganze BMS neu starten. Dazu den Balancerstecker kurz aus- und dann wieder einstecken. Damit wird ein Kaltstart ausgelöst.


    Wenn gar nichts hilft, könnte das BMS defekt sein. Dann am besten das BMS mit Zubehör (insbesondere auch mit dem Balancer-Kabel) zur Überprüfung an mich einschicken. Bitte auch einen Zettel mit lesbarer Rücksendeanschrift, eine Rechnungskopie, sowie eine Fehlerbeschreibung beilegen. Damit kann ich arbeiten und werde es dann schnellstens überprüfen.


    Grüße, Tom

    Als erstes immer den BMS-Status über Bluetooth auslesen, dann weiß man mehr. Manchmal liegt es einfach daran, dass man versehentlich (oder jemand anders) den Entladeschalter ausgeschaltet hat. Oder eine Zelle hat den Entladeschluss erreicht und dann schaltet das BMS selbst die Entladung ab. Vielleicht stimmt aber auch etwas mit dem Temperatursensor nicht. Dann zeigt das BMS eine Temperatur von -40°C an und dann ist natürlich auch alles abgeschaltet. Also mal nachschauen, was das BMS für einen Status anzeigt.


    Grüße, Tom

    Hallo Martin,


    in solchen Fällen lautet mein erster Tipp immer, den schwarzen Stecker mehrfach aus den runden Bluetooth-Transceiver herauszuziehen und wieder hineinzustecken. Hierdurch werden die Kontaktoberflächen gereinigt und sollte hier ein Kontaktproblem vorgelegen haben, wäre es danach beseitigt.


    Ferner ist es wichtig zu wissen, dass viele ältere Versionen des Daly Classic-BMS mit den neuen Bluetooth/WiFi-Transceivern inkompatibel sind. Sie arbeiten nur mit den ihnen im original beiliegenden bzw. baugleichen Bluetooth-Transceivern. Auch wichtig zu wissen ist, dass die Anschlusskabel von alten Bluetooth- und neuen Bluetooth/WiFi-Transceivern verschieden und deshalb untereinander inkompatibel sind. Die Kabel für die kombinierte Bluetooth/WiFi-Version trägt an einer Seite einen erkennbaren Hinweis "WiFi".


    Sollten diese Tipps nicht weiterhelfen, könnte der Bluetooth-Transceiver defekt geworden sein. Das passiert, wenn der Transceiver-Stecker im BMS nicht in die UART-Buchse gesteckt wird, sondern versehentlich in die daneben liegende "12V LED"-Buchse. Hier befindet sich ein Anschluss, der 12V führt, was der Bluetooth-Transceiver nicht verträgt und bei Kontakt mit diesem Port dann defekt wird.


    Zuletzt kann es auch an einem defekten UART-Port im BMS liegen. In diesem Fall arbeiten weder der Bluetooth-Transceiver, noch ein Touchscreen mit Anschlusskabel für den UART-Port.


    Ich empfehle in diesem Fall, den UART-Port des BMS auf Funktion zu überprüfen. Mit dem UART/USB-Adapter, welcher den meisten Daly-BMS bei Lieferung beiliegt, ist das leicht möglich. Damit könnte man als erstes einmal ermitteln, ob der UART-Anschluss des BMS korrekt arbeitet.


    Übrigens ist es ein sehr weit verbreitetes Problem, dass sich mit Smartfons über Bluetooth keine Verbindung zum BMS herstellen lässt, das seine Ursache sehr oft im Smartfon selbst findet. Manchmal wird versucht, den Bluetooth-Transceiver mit dem Smartfon "zu koppeln", wie es z.B. für BT-Kopfhörer oder BT-Headsets üblich ist. Das funktioniert mit dem Daly Bluetooth-Transceiver aber nicht, sondern blockiert dann nur die Datenübertragung zwischen dem Smartfon und dem Bluetooth-Transceiver.


    In anderen Fällen hängt sich etwas im Smartfon auf, was nach einer Komplettabschaltung mit nachfolgendem Neustart des Smartfons dann wieder einwandfrei funktioniert. Also auch dies einmal ausprobieren.


    Bluetooth-Transceiver der alten Serie ohne WiFi-Funktionalität habe ich leider nicht mehr am Lager.


    Grüße, Tom

    14,3V sind bzgl. der Vollladung absolut kein Problem. Hierfür reichen auch 13,8V aus. Ob das BMS bei niedrigerer Spannung den SoC bei Vollladung noch korrekt auf 100% setzt, müsste man ausprobieren.


    Grüße, Tom

    Tut mir leid, aber zwei Dinge habe ich nicht verstanden:


    1. Du schreibst, dass Dein "SoC ist bei 3,55V auf 100% eingestellt" sei. Hast Du das so eingestellt und meinst Du wirklich den SoC, oder die Zellen-Ladeschlussspannung?

    2. Du schreibst, dass das Problem nur dann auftritt, "wenn die Spannung bei Sonnenschein plötzlich auf 60A ansteigt". Soweit ich weiß, wird die Spannung in Volt angegeben und der Strom in Ampere. Meinst Du hier, dass dieser Effekt nur bei hohem Strom auftritt?


    In der Kombination würde auch hier ein Schuh daraus:


    Viele Leute machen den Fehler, den Einstellwert der Zellen-Ladeschlussspannung zu vermindern (z.B. auf 3,55V statt auf 3,65V, wie von den meisten Zellenherstellern empfohlen) um die Lebensdauer der Zellen zu verlängern und stellen dann fest, dass sie bei hohen Ladeströmen vermehrt mit Fehlabschaltungen der Ladung seitens des BMS zu kämpfen haben. Ich sage dazu nur: Sowas kommt von sowas! Das BMS misst die an den Zellen anliegende Spannung und diese Spannung bezieht sich nicht nur auf die innere Spannung der Zellen, sondern ebenso auf innere und äußere Spannungsabfälle (bzw. bei Ladeströmen Spannungsanstiege) durch den elektrischen Widerstand der Akkuzelle selbst, sowie der Zellenanschlüsse und der Zellenverbinder. Je höher die Ströme werden, desto höher sind auch die an diesen Widerständen abfallenden (bzw. ansteigenden) Spannungen und in der Folge kommt es dann vermehrt zu Fehlabschaltungen, weil die gemessenen Zellenspannungen dann den Abschaltschwellen sehr nahe kommen und sie zeitweilig auch erreichen. Dann wird natürlich abgeschaltet.

    Empfehlung: Höhere Zellen-Ladeschlussspannung einstellen, um aus dem Bereich vermehrter Fehlabschaltungen wieder herauszukommen.

    Grüße, Tom

    Manche Solar-Laderegler sind einfach zu langsam, so dass zu viel Zeit vergeht, zwischen der Abschaltung der Batterie, welche mit einem plötzlichen Lastabfall verbunden ist und dem dann folgenden sehr schnellen Anstieg der Reglerspannung. Diese Abschaltung durch das BMS bei Lithium-Batterien ist aber völlig normal. Wenn die Folge nur die Anzeige des Reglers ist, dass die Ladespannung 18V erreicht hat, dann würde man damit normalerweise vermutlich gut leben können, denn wen interessiert schon, was der Solarregler so zu erzählen hat? Möchte man dieserart Geschwätzigkeit des Solar-Reglers aber abhelfen, muss man entweder


    1. seine Reaktionsgeschwindigkeit auf einen Lastabfall erhöhen,

    2. die Geschwindigkeit des Lastabfalls vermindern,

    3. oder noch besser den plötzlichen Lastabfall durch Abschaltung der Batterie ganz vermeiden.

    Eine Möglichkeit um Punkt 3. zu erreichen wäre, die Ladeschlussspannung des Solarreglers so tief einzustellen, dass es möglichst nicht zur Abschaltung des Ladestroms seitens des BMS kommt. Also z.B. nur noch 13,8V oder darunter. Denn dann gäbe es auch den darauf folgenden Spannungsanstieg und die darauf wiederum folgende Meckermeldung des Solarreglers nicht. Problem hierbei: Das BMS schaltet meist nicht ab, weil die Spannung der Gesamtbatterie einen bestimmten Wert überschritten hat, sondern eine einzelne Zelle eine zu hohe Spannung angenommen hat. Je nach Ausgeglichenheit der Akkuzellen und Höhe des Ladestroms kann dieser Fall also auch schon bei relativ geringer Batteriespannung eintreten. Zu tief darf man aber die Ladespannung auch nicht vermindern, andernfalls würde die Batterie nicht mehr voll aufgeladen werden und andere Nachteile (Kapazitätsverlust, Falschanzeige der Ladezustandsanzeige der Batterie) kämen dann zum tragen.


    Punk 2. kann man durch Zuschaltung eines großen Speicherkondensators erreichen, welcher auch nach Abschaltung des Ladestroms durch das BMS noch eine kurze Weile weiter Ladestrom aufnimmt und so die Geschwindigkeit des Anstiegs der Ladespannung verringert. Dabei ist dann aber darauf zu achten, dass die Spannungsfestigkeit des Speicherkondensators ausreichend groß ist, um die Maximalspannung gut zu vertragen, was bei vielen Superkondensatoren ("Powercaps") im KFZ-Bereich aber leider gerade nicht der Fall ist (die vertragen max. nur 15 oder 16V!).


    Punkt 1. wird meist nur dann zugänglich sein, wenn der Hersteller eines Solar-Ladereglers ein Softwareupdate anbietet, welches die Eignung des Ladereglers für LiFePO4-Batterien verbessert. Da könnte man ja mal nachfragen.


    Grüße, Tom

    Umgekehrt würde ein Schuh daraus: Wenn die erste Zelle beim Laden die maximal zulässige Zellenspannung erreicht,muss das BMS den Ladestrom unterbrechen, um eine Überladung dieser Zelle zu verhindern. Die Folge ist dann natürlich ein plötzlicher Anstieg der Ladespannung wegen des Wegfalls der Ladelast. Und wenn die erste Zelle ihre Ladeschlussspannung erreicht, wird natürlich der SoC auf 100% gesetzt, weil die Batterie dann randvoll aufgeladen ist. So funktioniert die Bilanzierung des Ladezustands bei LiFePO4-BMS.

    Derselbe Vorgang gilt für die Entladung, nur eben umgekehrt. Also ein völlig normales Verhalten. Was auch mit der vorherigen Firmware-Version kaum anders gewesen sein kann. -|-

    Grüße, Tom

    "Inkonsistent" sind die SoC-Werte bei Daly-BMS meistens, soweit die Zellenspannungen nicht gerade an den Lade- oder Entlladeschluss anstoßen. ^^ Daher gestatte die Frage: Was genau passt denn nicht?

    Grüße, Tom

    Da dürfte mindestens eine Zelle defekt sein. Am besten mal öffnen, reinschauen und Messungen vornehmen, um die defekte Zelle zu ermitteln. Wen man weiß, wie der Akkupack aufgebaut ist, kann man auch entscheiden, ob eine Reparatur möglich und lohnend wäre.

    Grüße, Tom

    Das Daly-BMS "erkennt" den Ladezustand nicht anhand der Zellenspannungen.


    Ich hatte die Funktionsweise der Ladezustandsanzeige hier ja schon einige Male erklärt: Es handelt sich in jedem Fall um eine Kalibrierung des Ladezustands an den Grenzen von Lade- und Entladeschluss mit anschließender Bilanzierung der Ladungsänderungen, also wie viel Strom wie lange in die Batterie hinein und heraus fließt. Im Grunde funktioniert das sehr gut.

    Aber: Da die Strommessung von Daly-BMS bei kleinen Strömen unter 1A meist sehr ungenau ist, kommt es unter ungünstigen Betriebsbedingungen (als ungünstig in diesem Sinne gelten die Betriebsbedingungen immer dann, wenn kleine Ströme für relativ lange Zeiträume fließen, also z.B. bei Solaranlagen) zu teilweise grobfalschen SoC-Anzeigen. Weshalb ich auch davor warne, den von BMS angezeigten Ladezuständen zu viel Aufmerksamkeit zu schenken, weil sie eben oft nicht stimmen.


    Gelinde gesagt... :rolleyes:


    Grüße, Tom

    Das ergibt in der Tat keinen Sinn. :wacko:

    Ich vermute einen Fehler im BMS oder einen technischen Defekt. Versuch mal das Balancerkabel kurz abzuziehen und wieder aufzustecken. Das wirkt bei solchen Fehlern meist Wunder.

    Wenn es nichts bringt, dürfte das BMS defekt sein. -|-


    Grüße, Tom