Beiträge von Tom

    OK, dann wird es vermutlich eine dieser Versionen sein:


    BmsGD32E230_309_20220224_CADC.zip

    BmsGD32E230_309(31_221110_100T).zip

    BmsGD32E230_309(31_230325_001T).zip

    BmsGD32E230_309(31_230414_C00P).zip

    BmsGD32E230_309(31_230613_001T).zip
    App_103_309(11_231025_001T).zip

    DalyBmsApp_103_309(11_221122_001T).zip

    DalyBmsApp_103_309(11_221213_INVT).zip

    DalyBmsApp_103_309(11_230324_001T).zip

    DalyBmsApp_103_309(11_230914_INVT).zip


    Das sind Firmwares, wie sie in 8S-BMS der Classic-Serie mit ST- bzw. GD-Controllern eingesetzt wurden.

    Zum Aufspielen kann jedoch nicht die oben verlinkte Software verwendet werden, sondern entweder diese hier: Sinowealth_BMS_Tool_Setup_V0.1.msi, oder BmsMonitorV2.1.9.zip.


    Genauer kann ich es leider auch nicht sagen.


    Grüße, Tom

    Schön groß. :)


    Aber wie ich schon schrieb: Anhand des Typenaufdrucks komme ich bei der Zuordnung leider nicht weiter.


    Die Art der Baureihe, bei Dir die Classic-Serie, lässt sich aber leicht durch Augenschein ermitteln. Kennt man die, bleiben nur noch ein paar Firmware-Versionen für Deine 8S/200A-Type übrig. Die kann man nötigenfalls alle durchprobieren, bis es wieder richtig funktioniert. Nur geht das leider nicht ohne Windows-PC.


    Grüße, Tom

    Das größte Problem ist vermutlich die Feststellung, welche Firmware überhaupt zu dem BMS gehört.


    Um was für ein BMS genau handelt es sich denn? Anhand des Typenaufdrucks kann ich es nicht zuordnen. Ist das noch ein älteres BMS ("Classic-Serie"), oder schon ein neues aus der HKMS-Serie?



    Wenn man das weiß, dann lässt sich der Rest meist irgendwie austüfteln. Denn auslesen wird man die genaue Hardwaretype nach einem begonnenen Firmwareupdate vermutlich nicht mehr können...


    Grüße, Tom

    Hallo,

    wieso Dein BMS von selbst ein Firmwareupdate begonnen hat, vermag ich Dir leider auch nicht zu sagen. Normalerweise startet sich dieses nicht von allein. Möglicherweise hat hier ein Unbefugter seine Finger im Spiel gehabt. -|-

    Deiner Beschreibung nach wurde ein solches Update jedoch begonnen, ist aber nicht komplett durchgelaufen. Ich selbst habe noch nie Firmware-Updates über die Smartfon-App ausprobiert, weil einerseits immer der von Dir genannte "Firmware-Code" angefordert wird, den ich natürlich auch nicht habe und andererseits weil ich dauernd lese, dass diese Updates über die Smartfon-App irgendwie nicht wirklich gut funktionieren.

    Wenn die Firmware nicht richtig, oder eine falsche aufgespielt wurde, kommt es meist zu erheblichen Fehlfunktionen des BMS. Das wird der Grund sein, weshalb Deine App nur noch Nullen anzeigt.


    Was aber immer gut funktioniert, ist ein Firmware-Update über die Windows-Software. Dazu muss das BMS über USB mit dem Windows-Rechner verbunden werden. Dann lässt sich die neue Firmware problemlos aufspielen.


    Grüße, Tom

    Ewald:


    Das ist schon klar. Aber da es in USVs zumeist deutlich wärmer als in der Umgebung ist und zugleich die Erhaltensladespannung von USVs nicht selten sehr deutlich oberhalb von 13,5V liegt, ergibt sich leider diese beklagenswert kurze Batterielebensdauer von 1 : plumps. :wacko:


    Bei meiner persönlichen USV lag die Erhaltensladespannung bei 13,85V. Da durfte ich dann jedes Jahr die Batterien austauschen. Super! :doing: Dann habe ich den Laderegler entsprechend anders dimensioniert und schon sind auch bis zu fünf Jahre Batterielebensdauer möglich. Es war nur recht aufwändig, die Schaltung zu "re-engineeren", um durch Austausch eines Spannungswandler-Widerstandes die Erhaltensladespannung wie gewünscht zu verringern. Es ist mir auch rätselhaft, weshalb die USV-Hersteller durchweg so hohe Erhaltensladespannungen einstellen. Klar: Wie Wiederaufladung nach einem Stromausfall mit gleichzeitiger Entladung der Batterien geht dann schneller. Aber das könnte man auch mit einem zusätzlichen Transistor und zwei extra Widerständen erreichen. Kein Grund, aus Geiz gleich tonnenweise Batterien zu ermorden. :cursing:


    Grüße, Tom

    Du musst bei der Beurteilung der Lebensdauer von Bleibatterien immer deren Betriebsbedingungen mit in die Beurteilung einbeziehen. Wenn Hersteller solche Angaben zur Lebensdauer machen, muss man davon ausgehen, dass sie dabei natürlich besonders günstige Betriebsbedingungen zugrundelegen. Schließlich ist die Angabe einer Lebensdauer auch eine werbende Anpreisung. Da schreibt man dann üblicherweise nicht, dass solche Batterien, unter harten Betriebsbedingungen, schon nach nur drei Monaten flach sein können (wie z.B. bei Taxi-Starterbatterien im 24h-Einsatz). :P


    Bei USVs ist eben die Dauer-Erhaltensladung das größte Problem, welche die Lebensdauer der Batterien begrenzt.


    Grüße, Tom

    Der Grund wird sich mit Sicherheit diagnostizieren und dann das Problem durch geeigneten Eingriff vermeiden lassen. Gerade bei hohen Strömen kommt es aus den o.g. Gründen gern zu Fehlfunktionen durch erhöhte Übergangswiderstände. Da man solche erhöhten Übergangswiderstände aber im normalen Betrieb bei geringen Strömen gar nicht bemerkt, ist es völlig normal, dass sie dann bei höheren Strömen plötzlich und unerwartet auftreten.


    Nanu? Was ist das denn?? =O


    Grüße, Tom

    Uii, 8 Stück von diesen 12V/7Ah-Bleibatterien? Das muss ja ein anständiger Trumm von USV sein. Da geht ein Batterietausch natürlich ins Geld.


    Meine modernste USV besitzt gerade eine einzige Batterie dieser Art. Aber die habe ich auch mal gegen eine XCELL LFP1212S ausgetauscht. Seitdem ist Ruhe. Da die LiFePO4-Technik extra zum Austausch von Bleibatterien gegen Lithiumbatterien entwickelt wurde und deshalb auf Spannungskompatibilität geachtet wurde, ist die Austauschbarkeit zumeist gegeben. 100%ig vorhersagen lässt es sich aber nicht, ob nicht doch im Einzelfall irgendwelche Häkchen und Ösen auftreten. Dafür ist die Menge der Geräte, welche mit solchen Batterien betrieben werden können, einfach zu groß.


    Preislich sind die Bleibatterien unschlagbar. Nur blöd, wenn man das ganze Geraffel alle paar Jahre zerlegen und alle Batterien austauschen muss. So hatte ich mir das eigentlich nicht gedacht.


    Grüße, Tom

    Servus Tom,

    ja, die chinesischen KI Übersetzungen sind manchmal ungewohnt,

    ich lege nicht jeden Ausdruck auf die Waagschale, oder auf english umschalten.

    Das freut mich, aber viele, wenn nicht die meisten Batterie-Anwender, kommen bei solchen "alarmistischen" Formulierungen schnell ins Schwitzen. Was ich verstehen kann, denn wenn man gerade für teures Geld eine Batterie gekauft oder gebaut hat, dann möchte man nicht lesen, dass eine Spannung "zu hoch" sei. Man geht einfach davon aus, dass das BMS der Batterie schon dafür sorgt, dass genau das eben nicht eintritt.


    Zitat

    240mV sind für mich eine grosse Imbalance, Dali schaltet ab wegen 3.59V Spannung hoch, und die 3.3V Zelle verhungert, bei jeden Ladevorgang etwas mehr. Da gibt es eine gute Animation von microcharge.

    Beim 140A hilft ein 8A Balancer nicht wirklich. Wobei Balancen wegen dem flachen Spannungsverlauf nur bedingt hilft. Wenn dann bei nahe 100% SOC, aber da macht das Dali eine Level 2 Notabschaltung, um weiteren Schaden zu vermeiden.

    Es ist wieder die Sache mit dem Verständnis der Zusammenhänge: Wenn das nicht gegeben ist, dann kommt man auf unzutreffende Spekulationen.


    Weil wir genau mit diesen Fragen


    A. bis zu welcher Grenze Unbalancen zwischen Zellen normal sind und

    B. ob untereinander abweichende Zellenspannungen tatsächlich immer Unbalancen anzeigen


    jeden Tag zu tun haben, möchte ich gern noch einmal zu einer Erklärung ausholen.


    Diese Grafik kennen sicher die meisten hier:

    Bild 1: Spannungsverlauf einer LiFePO4-Zellen über den Ladezustandsbereich 0-100% (SoC).


    Man sieht oben, dass 240mV Spannungsunterschied am Ladeschluss nur wenige Prozent SoC-Unterschied ausmachen, während derselbe Spannungsunterschied im mittleren Ladungsbereich durchaus über 90% SoC-Unterschied ausmachen können. Die Kennlinie ist eben nicht gerade. Besonders nicht an den Enden.



    Bild 2: Spannungsverläufe von vier etwas unterschiedlichen Zellen in einer 4S-Reihenschaltung


    In Bild 2 sind die Spannungsverläufe der vier Einzelzellen einer vierzelligen 12,8V LiFePO4-Batterie über den Ladezustand (SoC) übereinandergelegt eingezeichnet. Schaut man sich den rot umrandeten Bereich des Ladeschlusses rechts an, bemerkt man, dass die (rote) Zelle Nr. 4 schon auf 3,6V in der Spannung angestiegen und damit voll ist, während die (blaue) Zelle Nr. 1 zur selben Zeit noch immer auf etwa 3,4V liegt (das ist jetzt nicht 100% maßstabsgetreu gezeichnet, so genau habe ich es nicht hinbekommen).


    Das ist aber keine Unbalance, sondern die Zelle Nr. 4 mit der geringsten Kapazität aller vier Zellen ist einfach etwas früher voll als die stärkste Zelle Nr. 1 mit der größten Kapazität. -|-


    Wir erinnern uns: In einer Reihenschaltung ist der Strom an jeder Stelle zu jeder Zeit gleich groß!


    Wenn also alle vier etwas verschieden großen Zellen exakt denselben Ladestrom über exakt dieselbe Zeit bekommen, ist es natürlich unvermeidlich, dass die schwächste Zelle auch zuerst voll ist. :/


    Entsprechend ist das auch kein Fehler, sondern ganz genau das, was man jeden Tag im Bereich des Ladeschlusses von LiFePO4-Reihenschaltungen sehen kann: Die Zellenspannungen spreizen sich zum Ende der Ladung sehr schnell und überraschend stark auseinander.


    Genau dasselbe sehen wir auch bei der Entladung: Immer ist eine einzelne Zelle die erste, die in der Spannung gegenüber den anderen Zellen absackt. Sie ist einfach früher leer, weil ihre Kapazität etwas geringer ist als die der anderen Zellen. Und das ist schon das ganze Geheimnis.8)


    Es ist auch sinnlos, diesem alltäglichen Phänomen mit einem Balancer oder Equalizer entgegenwirken zu wollen. Zwar würde man mit einem starken Equalizer bei geringen Lade- und Entladeströmen dieses auffällige Verhalten etwas abmindern können. Aber was würde das wirklich bringen? Man würde doch nur ständig hin-und-her umladen. :rolleyes:


    Wenn bei Daly-BMS bei Erreichen der Level 2 Zellenspannung abgeschaltet wird, würde ich auch nicht das Wort "Notabschaltung" verwenden wollen, weil das nur signalisiert, dass diese Abschaltung möglichst nicht jeden Tag 17 Mal vorkommen sollte - wegen der "Not". Zumindest ich assoziiere mit "Notabschaltung" immer die Notabschaltung eines Kernreaktors, damit der nicht in den Super-GAU einer Kernschmelze läuft. =O


    Ich dagegen empfehlen meinen Kunden immer, genau dieses zuzulassen! Lasst doch das BMS entscheiden, wann die Batterie (oder die erste Zelle...) voll ist. Das BMS kann das ja viel besser, weil ihm alle Daten zu den Zellen vorliegen - die Ladestromquelle "sieht" dagegen nur die Gesamtspannung der Batterie. Die einzelnen Zellenspannungen kann es sich allein aus der Gesamtspannung aber nicht zusammenreimen.


    Das BMS die Abschaltung wegen Erreichen des Ladeschlusses vornehmen zu lassen, hat auch noch einen ganz entscheidenden Vorteil:


    Die Ladezustandsanzeige (SoC) wird dabei garantiert immer auf 100% gesetzt!


    Genau das passiert aber oft leider nicht, wenn man die Ladeschlussspannung der Ladestromquelle niedriger legt, als die Abschaltspannung der BMS: Dann wird der Ladestrom zum Ende der Ladung langsam immer kleiner, die volle Aufladung dauert also immer deutlich länger, als wenn bis zur Abschaltung durch das BMS komplett durchgeladen wird. Und der Ladestrom kommt dann irgendwann mal komplett zum Stehen, weil der Potentialunterschied zwischen Ladestromquelle und Batterien Null geworden ist. Ab hier fließt dann nix mehr. Wenn man Glück hat, ist dann der SoC vom BMS schon auf 100% gesetzt worden. Wenn man Pech hat, ist das aber nicht passiert. Das hängt von der Ladeschlussspannung der Ladestromquelle ab, sowie von den Konfigurationseinstellungen des BMS.


    Viele Kunden haben genau dieses Problem, dass das BMS am Ende der Vollladung den SoC nicht auf 100% setzt und die habe ich dann am Telefon. Immer ist es genau dieses Problem. -|-


    Tut mir echt leid, dass meine Postings Euch immer die Zeit stehlen, aber ich versuche immer möglichst genau zu erklären, was ich vermitteln möchte. Und das braucht dann immer Platz und Zeit.


    Grüße, Tom

    Die 240mV sind kein wirkliches Problem. Natürlich spreizen sich die Zellenspannungen im Nahbereich des Ladeschlusses auseinander, aber zusätzlich treten bei hohen Strömen auch erhöhte Spannungsabfälle (die im Fall von Ladeströmen natürlich eher "Spannungsanstiege" sind) auf, die dann solche hohen Abweichungen zur Folge haben. Schädlich sind diese aber nicht.


    Sie können aber Abschaltungen auslösen, wenn die konfigurierten Grenzen für die maximal zulässigen Spannungsdifferenzen zwischen den Zellen überschritten werden:!:


    Wobei ein BMS natürlich nicht erkennen kann, woran eine solche Überschreitung der Zellen-Differenzspannung liegt. Denn das kann einerseits eine Spannung sein, die bei hohem Strom am Innenwiderstand einer Zelle abfällt (bzw. beim Laden ansteigt), diese Spannung kann aber auch an Zellenverbindern, Verschraubungen oder bei mangelnder Kontaktgüte abfallen. Sogar wegen Kontaktproblemen an Balancerkabeln kann es zu solchen Schwierigkeiten kommen, oder weil Leute in ihrer Einfalt die kleinen Ringkabelschüchen der Balancerkabel als erstes ganz unten auf dem Batteriepol, noch unter den Zellenverbinder oder Speisekabel-Kabelschuh gelegt haben. Die wenigsten wissen auch, dass die auf die Zellenpole geschweißten Stahlgewinde den Strom ganz wesentlich schlechter leiden, als die Polkontaktflächen der Zellen. Diese elektrotechnischen und programmlogischen Zusammenhänge haben nur die wenigsten Batteriebetreiber auf dem Schirm, so dass meist als allererstes der Ruf nach einem BMS-Defekt ertönt, und der nach kostenloser Ersatzlieferung für den zuvor gelieferten Schrott sogleich folgt. oO)


    Ich war gerade vor zwei Tagen wegen eines eng verwandten technischen Problem mit einem Daly-BMS gegen einen Kunden vor Gericht und weiß nach einigen Jahren Handel mit BMS und dem damit verbundenem Support inzwischen, wo die meisten Kunden das BMS drückt und wie begrenzt deren Verständnis für die technischen Zusammenhänge regelmäßig ist. -|-


    Hohe Ströme sind für moderne LFP-Zellen überhaupt kein Problem mehr. Die Lebensdauer wird durch sie kaum negativ beeinflusst, soweit sie nicht gerade bei eiskalten (5°C oder darunter) Zellen "exekutiert" werden.


    Bei den beigelegten Screenshots der Smartfon-App fallen immer wieder "Fehlermeldungen" wie "Spannung zu hoch" auf. Über dieses Thema habe ich mit dem Hersteller schon vor Jahren intensiv korrespondiert, weil weil das Adverb "zu" in Verbindung mit dem Adjektiv "hoch" den Empfänger der Nachricht regelmäßig komplett in die falsche Richtung führt. Denn ob ein voller Tank nun "voll", oder "zu voll" ist, ist ja ein ganz wesentlicher Unterschied! Wenn er voll ist, ist das ein meist wünschenswerter Zustand. Aber "zu voll" mag man ihn nicht haben, denn "zu voll" bedeutet ja immer, dass hier ein Problem besteht, weshalb ein Tank tunlichst nur voll, aber nicht zu voll gefüllt werden sollte (ein Tank könnte ja vielleicht überlaufen oder gar platzen...).


    Das Adverb "zu" bei "zu hoch" führt also im Zusammenhang mit der o.g. Statusmeldung (um eine solche handelt es sich im engeren Sinne und nicht um eine Fehlermeldung!) meist zu ganz erheblicher, sinnloser Verunsicherung, weil Zellenspannungen und Gesamtspannung ja eben nicht "zu hoch" sind, sondern klar innerhalb des als noch zulässig konfigurierten Spannungsbereichs liegen. Sie sind einfach nur "hoch", sonst aber nichts. Das Verständnis der Funktion des Wortes "zu" bei "zu hoch" fehlt den Chinesen leider größtenteils noch. Sie haben sich deutschsprachlich aber schon sehr verbessert, denn die gröbsten Schnitzer der deutschen Übersetzung sind nach meinen ersten Bemühungen um eine Verbesserung der App-Verständlichkeit vor etwa zwei Jahren schon beseitigt worden. Aber ein paar Sachen sind leider noch nicht optimal.


    Man muss sich also hauptsächlich die nackten Daten anschauen und nicht so sehr auf die Formulierungen achten! Allein die Daten geben wirklich Auskunft darüber, wenn etwas nicht stimmt und was nicht stimmt. Und das kann der Fehlerspeicherauszug der Windows-Software doch deutlich besser, als die Smart BMS Smartfon-App.


    Grüße, Tom

    Wenn die USV eine Einschaltkontrolle besitzt, sollte die sich beim Einschalten schon melden, auch wenn keine Batterie eingebaut ist. Wenn das nicht gegeben ist, wird wohl etwas nicht in Ordnung sein. Ansonsten sind USVs aber elektronische Geräte, die ja auch oft mit Kommunikationsmöglichkeiten wie z.B. einem USB-Anschluss ausgestattet sind. Darüber könnte man, so vorhanden, auch mal schauen, ob die Kiste noch Töne von sich gibt und wenn ja, wo sie der Schuh denn drückt ("Batterie defekt" o.ä.).


    USVs mit Bleibatterien verschleißen diese regelmäßig alle 2 bis 5 Jahre, je nach USV-Typ.


    Ich habe unsere USVs deshalb auf LiFePO4-Batterien umgerüstet, die auch dauerhaft bei hohem Ladezustand gehalten werden können, ohne schon nach wenigen Jahren wie die korrodierten Bleibatterien auszufallen. Allerdings ist für mich der Energiebedarf der USVs auch entscheidend, bei der Frage, wie lange wir sie verwenden. Bei den besseren Online-USVs wird die durchgeleitete Leistung schließlich zwei mal umgewandelt, was natürlich stark zu Lasten des Wirkungsgrades geht. Das summiert sich über die Jahre zu einem erheblichen Posten in der Stromrechnung, weshalb man auch da ein Auge drauf halten sollte, dass moderne Technik, die optimalerweise mit Synchron-Gleichrichtern ausgestattet sein sollte, verwendet wird.

    Die Kosten für neue Batterien sind dagegen eher zu vernachlässigen.


    Grüße, Tom

    So ist es.


    Die Batterien korrodieren wegen der dauernden Erhaltensladung innerlich. Das ist zum Ende hin nur noch matschiges Gebrösel. Dagegen sind selbst die Schwellerbleche von einem 60er Jahre NSU-Fiat Neckar im Jahr 2026 noch als stabil zu beschreiben... :pinch:


    Gitterkorrosion_einer_Blei-Starterbatterie.jpg


    Grüße, Tom

    Mit der Smartfon-App kommt man hier nicht weiter. Der Fehlerspeicher lässt sich nur mit der Windows-Software auslesen.

    Bild 1: Daly BMS Fehlerspeicherauszug mit BMSTool-V1.14.64.


    Die Seite geht nach rechts noch weiter, es passt nicht alles auf einmal auf den Bildschirm. Da stehen dann u.a. noch die Spannungen der Einzelzellen, Temperturangaben und einiges weiteres. Ich habe jetzt ganz bewusst die Spalten nicht so weit aufgezogen, dass man die Spaltenüberschriften komplett lesen kann, sonst hätte nicht genug auf den Bildschirm gepasst. Das sollte man bei der Analyse aber tun, damit man versteht, welche Bedeutung die einzelnen Werte haben.

    Vermutlich sollte mal jemand eine Abhandlung über den BMS-Fehlerspeicher, seine Anwendung bei Fehleranalysen und die genaue Bedeutung aller Punkte erstellen, damit seine Verwendung zukünftig öfter erfolgt. Denn die paar Daten, welche die Smartfon-App liefert, lassen ja bestenfalls eine grobe Analyse in Echtzeit zu. Nur: Wenn gerade mal was nicht so läuft wie es soll, guckt man garantiert gerade nicht hin... 8o Und ob die Zusammenhänge von unerwarteten Abschaltungen dabei in jedem Fall klar werden, darf auch bezweifelt werden. In solchen Fällen kommt man also ohne Windows-PC und BMS/USB-Adapter nicht aus.


    Dass es sich bei dem geschilderten Phänomen um einen baureihenübergreifenden Serienfehler handelt, erscheint mir aber nicht wahrscheinlich. Das hätte zwischenzeitlich sicher schon jemand bemerkt. Ich vermute deshalb ein Problem mit der Konfiguration, oder der umgebenden Installation. Man muss immer daran denken, dass es sich bei solchen BMS nicht um eine einfache Glühlampe oder einen Fußball handelt, sondern um ziemlich komplizierte Steuer- und Regeltechnik, eine frei konfigurierbare zumal. Das ist DIY-Technik in Hochkultur, sprich, solche Systeme sind nicht zwingend auf den ersten Blick intuitiv verständlich. Der Teufel steckt da sprichwörtlich im Detail. Und Details gibt es hier eine ganze Menge, wie man sieht. Und es ist ja oft nicht das BMS allein! Da gibt es noch Verbraucher, Wechselrichter, Solarregler, Ladebooster oder sonstige Ladestromquellen und dergleichen mehr. Und vieles davon besitzt selbst Steuer- und Regeltechnik und konfigurierbare Software und eins interagiert mit dem anderen. Da wird es schnell kompliziert. Frag nicht, woher ich das weiß... :rolleyes:


    Obwohl: In einem Fußball steckt ja auch viel mehr "Technik", als man ihm auf den ersten Blick ansehen kann. Denn wäre der so einfach, wären wir alle Bundesligaspieler. :/


    Also am besten erst mal den Fehlerspeicher auslesen und dann versuchen zu verstehen, was da genau passiert ist.


    Grüße, Tom

    Bei dem von Dir geschilderten Verhalten, dass bei Erreichen des Ladeschlusses kurioserweise auch die Entladestromrichtung abgeschaltet wird, sollten sich in jedem Fall entsprechende Einträge im Fehlerspeicher finden lassen. Was steht denn da drin?

    Grüße, Tom

    Es gibt mehrere Probleme bei einer Umrüstung:

    1. NiMH-Akkuzellen haben eine Nennspannung von 1,24V. Die von Dir verwendeten Zellenpackspannungen von 10,8V und 12V weisen auf eine Verwendung von 1,2V als Nennspannungswert hin, was recht verbreitet ist: Das wären für Akkupacks mit 9 Zellen 10,8V und bei 10 Zellen 12V. Diese Nennspannungswerte sollte man in etwa treffen, wenn man Akkuzellen anderer Technologie verwendet.


    Lithium-Ionen-Akkuzellen besitzen eine Nennspannung von etwa 3,6V. Man käme mit 3 LiIon-Zellen also auf eine Nennspannung von etwa 10,8V, was für den Pufferakku sehr schön passen würde. Beim Hauptakku wird es aber schwierig, denn der nächsthöhere Spannungswert mit 4 Stück LiIon-Akkus wäre 14,4V.


    Die dritte mögliche Zellentechnik wäre LiFePO4, auch LFP genannt, dort beträgt die Nennspannung 3,2V. Da die Spannung eines dreizelligen LiFePO4-Akkupacks nur 9,6V beträgt, sind drei Zellen wohl zu wenig. Vier LiFePO4-Zellen ergeben 12,8V, was wiederum etwas viel wäre.


    2. Man müsste zusätzlich prüfen, ob der Spannungsbereich bei den beiden genannten Lithium-Technologien innerhalb des Entladezyklus zwischen voll und leer im für das Gerät zulässigen Bereich liegt.


    NiMH-Akkuzellen dürfen bis auf 1V entladen werden und bis auf 1,5V aufgeladen werden, was für neunzellige NiMH-Akkupacks 9V bis 13,5V ergibt (Pufferakku). Bei den 10 Zellen des Hauptakkus kommt man auf 10V bis 15V. Diese beiden Spannungfenster sind die Bereiche, die man mit Ersatz-Akkutechnologien wenigstens ansatzweise treffen sollte, damit überhaupt ein störungsfreier Betrieb möglich ist.


    LiIon-Akkuzellen dürfen bis auf 3V entladen und bis auf 4,2V aufgeladen werden. Das würde für einen dreizelligen Li-Ion-Akkupack einen Spannungsbereich zwischen 9V und 12,6V ergeben und für vierzellige einen Bereich zwischen 12V und 16,8V.


    LiFePO4-Akkuzellen dürfen bis auf 2,2V entladen und bis auf 3,65V aufgeladen werden. Das ergibt für vierzellige LiFePO4-Akkupacks ein Spannungsfenster zwischen 8,8V und 14,6V, was zumindest für den Pufferakku recht gut passen würde. Ein fünfzelliger LiFePO4-Akkupack hätte aber ein Spannungsfenster zwischen 11V und 18,25V, was vermutlich zu hoch wäre.


    3. Die Ladeelektronik: Das wird vermutlich schwierig, weil die Spannungen nur beim Pufferakku gut passen.


    Ergebnis der Überlegungen:


    Man benötigt auf jeden Fall einigen "Mut zur Lücke", um einen Umbau von NiMH auf LiIon- bzw. LiFePO4-Technologie zu versuchen. Die Entscheidung, ob man es versucht, dürfte am ehesten von der Lust am Ausprobieren und der Akzeptanz eines möglicherweise zerstörten Laptops abhängen. Für Bastler sicher ein durchaus lohnender Bereich, bevor man das Gerät wegschmeißt. Wird das Gerät dagegen sicher und zuverlässig funktionierend benötigt, wird man vermutlich eher auf die originalen NiMH-Akkus vertrauen, welche problemlos funktionieren werden. Nur leider sind nicht mehr viele gute erhältlich, weil diese Technik, zumindest bei den als Gerätezellen üblicherweise verwendeten Sub-C-Rundzellen, kaum noch hergestellt wird. Deshalb ist zu erwarten, dass man überwiegend längst abgelaufene Ladeware angedreht bekommt, an der man nicht lange Freude haben wird. Toll wäre es, wenn man die bekannten weißen und best beleumdeten ENELOOP-Akkuzellen der Haushaltsbatteriegrößen AA (Mignon) oder AAA (Mikro) unterbringen könnte, denn die werden noch immer in hervorragender Qualität zu sehr günstigen Preisen angeboten und würden sicher problemlos für 5 bis 8 Jahre Dienst tun. Man muss sie nur im Akkupack unterbringen können.


    Die von mir bisher von 12zelligen 14,4V NiMH-Akkupacks auf vierzellige LIon-Akkupacks mit BMS umgebauten Elektrowerkzeuge waren da deutlich einfacher im Umbau, da die Spannungsbereich hier deutlich unkritischer sind: Ob ein Elektromotor mit etwas mehr oder etwas weniger Spannung gespeist wird, ist nicht so wichtig. Bei empfindlicher Elektronik sieht das aber oft anders aus.


    Problematisch wäre bei Deinem Laptop auf jeden Fall die Verwendung der bisherigen Ladeelektronik. Das kann funktionieren, aber wirklich daran glauben tue ich nicht. Bei meinen Elektrowerkezeugen war aber auch das kein Problem, denn die Ladegeräte für die Akkupacks arbeiten mit den vierzelligen LiIon-Akkupacks ebenso wie mit solchen aus NiMH-Zellen. :)


    Ich hoffe, meine Überlegungen helfen Dir bei der Entscheidung weiter.


    Grüße, Tom