Beiträge von Tom

    Achso, das ist der Thermofühler des BMS. Ich nahm an, Sie meinten den des Ladewandlers.


    Den BMS-Fühler kleben Sie am besten an erreichbarer Stelle seitlich an die Batterie. Ich schiebe ihn bei zum Test aufgestellten Batterien gern auch direkt zwischen den Zellen, wenn ich mit sehr hohem Strom lade oder entlade, um die Überwachungs- und Schutzwirkung des BMS optimal zu nutzen. Das ist wegen der Dicke des Sensors bei fest montieren Batterien natürlich nicht möglich, weil sonst ggf. die Zellenisolierung beschädigt würde. Hier würde es also mehr Sinn machen, den Sensor mit einem möglichst dauerhaltbaren Klebeband irgendwo seitlich-mittig an der Batterie zu befestigen und optimalerweise auch noch eine thermische Isolierung drüber zu kleben, damit der Sensor nicht mehr als nötig die Umgebungstemperatur misst.


    Grüße, Tom

    Hallo Herr M.,


    also ich hab die BMS noch nie so stark belasten können, dass sie sich spürbar erhitzten und denke eigentlich nicht, dass die wirklich Kühlung brauchen. Aber einen Grund werden die Kühlrippen wohl haben, weshalb ich dazu raten muss, der möglicherweise bei längeren Hochlastphasen entstehenden Wärme Möglichkeiten des Abtransportes zu lassen. Ein Kühlluftstrom ist aber keinesfalls erforderlich. So lange die Umgebungstemperatur im Batteriekasten 40°C nicht überschreitet, sollte alles i.O. sein.


    Thermofühler am Pluspol befestigen? Der kann irgendwo angeschraubt werden, wo thermische Verbindung zur Batterie besteht. Dass muss keinesfalls unbedingt der Pluspol sein. Elektrisch ist der Sensor vom verwendeten Ringkabelschuh isoliert.


    Der Equalizer besitzt eine gelbe LED auf der Unterseite der Platine. Wenn die leuchtet, isser an. Wenn aus, isser aus.


    Die Befestigung kann man durch ankleben auf nichtleitendes Material erledigen. Ich nehme für solche Fälle gerne „Servotape“ von Conrad-Electronic, das hat da glaube ich die Nummer 239950. Oder man strapst die Platine mit Kabelbindern an, oder steckt sie in ein passendes Gehäuse.


    Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.


    Grüße, Tom

    Hallo Herr M.,


    das ist ein relativ normales Phänomen, wenn das BMS die Batterie noch nicht richtig „kennen gelernt“ hat.


    Ich bin gerade in den letzten Tagen bei der Vermessung eines Akkupacks auf dasselbe Problem gestoßen, nämlich dass das verwendete BMS den Ladezustand der Batterie nach dem ersten Anschluss komplett falsch eingeschätzt hat. Naja, mehr als die Batterie- und Zellenspannung und die eingestellte Kapazität hat das BMS zur Beurteilung ja auch nicht zur Verfügung, daraus muss es alle Daten, insbesondere den Ladungszustand, ableiten. Das ist bei LiFePO4-Batterien nicht immer einfach, weil der Spannungsunterschied zwischen leeren und vollen LiFePO4-Batterien im Vergleich zu Bleiakkus viel geringer ist.


    Meiner Erfahrung nach ist es hilfreich, das BMS zumindest nach einer Änderung der Kapazitätsangabe über die App einmal zu reseten und dann einen vollständigen Lade/Entlade-Zyklus zu durchlaufen. Das klappte bisher bei mir sehr gut. Aber bitte fragen Sie mich nicht, was die App-Funktionen „Neustart des Systems“, „Reset“ und „Kalibrierung der Nulldrift“ nun im Einzelnen tun, denn das versuche ich gerade noch selbst herauszufinden. Ihr Problem ist aber auf jeden Fall in diesem Bereich zu suchen.


    Das Passwort für Änderungen an den Parameter lautet übrigens '123456', aber das haben Sie ja inzwischen schon selbst herausgefunden. :)


    Es ist übrigens gut möglich, dass sich das Problem im Zuge der normalen Zyklisierung von ganz allein löst. Da ich als Händler Batterieblöcke aber immer nur für relativ kurze Zeit und höchstens mal wenige Zyklen an betreibe, fehlen mir dazu bisher noch die nötigen Erfahrungen.


    Grüße, Tom

    Hallo,


    das hast Du doch schon weiter unten gepostet. Ich habe gerade etwas dazu geschrieben. Fazit: Eignung für LiFePO4 ohne genaue Kenntnis über die Funktion der Geräte nicht zu entscheiden. Sinnvollerer Weg zur Beantwortung der Frage: Hersteller fragen! Der weiß das, was ich mir erst mühsam aneignen müsste, sofort aus dem effeff.


    Batteriewächter ist bei LiFePO4 unnötig. Solar-Laderegler ist verwendbar. Elektroblock zweifelhaft.


    Grüße, Tom

    Einen Batteriewächter benötigt man bei LiFePO4-Batterien nicht, da dessen Funktion bereits vom BMS der LiFePO4-Batterie übernommen wird.


    Das Calira EVS 17/16-DS/Iu vermag ich aber auch nach überfliegen der Anleitung nicht auf seine Eignung mit LiFePO4-Batterien einzuschätzen. Zwar nehme ich an, dass dem wohl nicht allzu viel entgegenstünde, aber wenn ich schon vom "Zusammenschalten" von Starterbatterie und Versorgungsbatterie lesen, dann überkommen mich doch Zweifel, ob das so eine gute Idee wäre (Thema Gefährlich hohe Ausgleichsströme 'reloaded'). Hier möchte ich dazu raten, Die Firma Calira zu fragen, ob Ihr Gerät EVS 17/16-DS/Iu für den Betrieb mit LiFePO4-Batterien geeignet ist. DIE werden das auf Anhieb wissen.


    Grüße, Tom

    Hallo,


    bei einem Kauf über AliExpress o.ä. kann man zwar einen Streitfall eröffnen, aber meiner Erfahrung nach schicken die Händler einem vielleicht zur Güte einen kleinen Rabatt beim nächsten Kauf, aber keinesfalls neue Akkus. Obwohl Sie mit zwei Monaten Lieferzeit in einem sehr günstigen Bereich liegen. Ich warte dieses Jahr bei Akku-Lieferungen regelmäßig zwischen 75 und 90 Tagen. Eine Sendung ist nun schon seit gut vier Monaten unterwegs und Lieferung noch immer nicht absehbar... :-(


    Ich würde die Akkus erst mal voll aufladen und einen Kapazitätstest machen. Wenn die Nennkapazität von 280Ah erreicht wird, wäre für mich alles OK, ich würde mir über die Ausbauchung keine großen Gedanken machen und statt dessen die Löcher in den Zellenverbindern etwas auffeilen, damit alles sauber montiert werden kann. Keinesfalls die Zellen zu stramm über die Zellenverbinder zusammenzwingen, denn die Polanschlüsse sind empfindlich! Man kann auch die Zellen seitlich über eine Spannvorrichtung etwas zusammendrücken, aber dazu sollten Sie unbedingt Isolierplatten zwischen die Zellen legen, damit der isolierende Kunststoffüberzug nicht beschädigt wird und es ggf. zu einem Kurzschluss über die Aluminiumgehäuse kommt. Die sind nämlich oft mit dem Zellen-Pluspol verbunden. Übrigens sind prismatische Zellengenerell sehr empfindlich gegenüber Ausbauchung, weil die flächige Gehäusestatik keinerlei inneren Drücken standzuhalten vermag. Rundzellen halten problemlos 15bar Druck aus, bevor die Ventile mal abblasen. prismatische Zellen wie die LF280 sehen dagegen bei nur 5bar schon aus wie Fußbälle. Dafür sind prismatische Zellen äußerst platzsparend, jedenfalls gegenüber Rundzellen, wo die Zwischenräume zwischen den zylindrischen Zellen ja reichlich nutzlose Luft beherbergen müssen.


    Die Sicherheitsventile sind übrigens in Ordnung (die eigentlichen Ventile sind die silbernen Folien mit eingeprägter Sollbruchstelle unter der Sichtscheibe). Das unterbrochene blaue Oval auf der Sichtscheibe ist nur das stilisierte C, Markenzeichen des größten chinesischen Zellenherstellers CATL. Die liefern meiner Erfahrung nach durchweg sehr gute Qualität, zumindest ich hatte damit noch nie Probleme. Überhaupt sind die Akkuzellen selbst, entgegen meiner früheren Befürchtungen, eigentlich nie Grund für Reklamationen und Beschwerden, sondern entweder DHL, wenn die armen Kerle die 30kg schweren Kartons bei der Lieferung fallen lassen, oder die Bluetooth-Funktionen des BMS, wo die Kunden dann überraschend oft Probleme mit ihren Smartfons haben. Der diesbezügliche Supportaufwand hat mich überrascht.


    Grüße, Tom

    Guten Morgen.


    Wenn die Ausbauchung so stark ist, dass die Zellenverbinder tatsächlich zu kurz sind, um die Zellen noch brauchbar senkrecht stehend miteinander zu verbinden, dann ist natürlich ein akzeptables Maß überschritten, so das ich durchaus von einem reklamationsfähigen Sachmangel sprechen würde. In dieser Ausprägung ist mir aber bisher weder neu geliefert, noch seitens der Kunden bekannt geworden. Dass die Zellen sich innerhalb der normalen Nutzungszeit ein wenig aufblähen, wäre aber normal.


    Ein Leistungsverlust geht damit nicht einher, möglicherweise aber ein Kapazitätsverlust. Haben Sie mal die Kapazität der Zellen gemessen? Wenn Sie auf deutlich weniger als die aufgedruckte Nennkapazität kommen, läge meines Erachtens klar ein Sachmangel vor.


    Grüße, Tom

    Hallo,


    das hängt immer von der Stärke der "Backenbildung" ab. Schicken Sie mal Bilder, dann könnte ich mehr sagen. Primatische Zellen haben dem Gasdruck, anders als zylindrische Zellen, nichts entgegen zu setzen und blähen sich schon bei sehr leichtem Überdruck merklich auf. Passiert ganz schnell bei zu starker Entladung. Man merkt es, wenn man die Zellen zusammen stellt, um sie zu einer Batterie zu verbinden, was bei bauchigen Quadern natürlich nur noch schlecht funktioniert. Geringfügige Blähbacken sind im Betrieb aber normal und ohne praktische Bedeutung für die Funktion, nur lassen sich die Zellen dann eben nicht mehr so gut zusammen in einer Einheit packen. Das Sicherheitsventil auf der Oberseite darf natürlich nicht geborsten sein, andernfalls wären die Zellen defekt.


    Grüße, Tom

    Hallo,


    Schwarz und blau sind beides zulässige Farben zur Kennzeichnung des Minuspols. Hier werden sie zur Unterscheidung zweier unterschiedlicher Anschlüsse verwendet, die im weiteren Sinne beides Minuspole darstellen:


    Am BMS befinden sich zwei dicke Kabel: B- (blau) und P- (schwarz). Beides sind Minuspole. B- steht für Batterie-Minus und wird an dem Minuspol des vierzelligen Batterieblocks angeschlossen. P- steht für Power-Minus und stellt den Gesamt-Minuspol dar, an den Verbraucher-Minus und Lade-Minus angeschlossen wird. Also B- blau bitte an den Minuspol der Batterie und P- schwarz an den Minuspol des Fahrzeug-Chassis anschließen. So wie in der Anleitung (beiliegend) beschrieben.



    Die Balancer-Kabel werden an die einzelnen Pole und Polverbinder der Batterie angeschlossen. Da die Polverbinder jeweils einen Zellen-Pluspol und einen Zellen-Minuspol elektrisch miteinander verbinden, so dass beide Pole exakt gleiches elektrisches Potential aufweisen, spielt es keine Rolle, ob die Ringkabelschuhe der Balancer-Kabel nun an die Plus- oder Minusschrauben der Polverbinder angeschlossen werden. Das ist, wie gesagt, beides identisches elektrisches Potential. Sie können also auch, falls Ihnen das eher zusagt, die Balancerkabel an die Plusseiten der Polverbinder anschließen. es ist eben egal. Die Anleitung ist insofern korrekt.


    Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.


    Grüße, Tom

    Hallo,


    leider fehlen mir sämtliche Erfahrungen mit den genannten Geräten. Alles was ich tun könnte, wäre, mich auf die Suche nach aussagekräftigen Datenblättern und technischen Beschreibungen der genannten Geräte zu begeben und diese auf die gestellte Aufgabe der Ladung von LiFePO4-Batterien hin zu untersuchen. Leider schaffe ich das rein zeitlich nicht, zumal die genannten Geräte auch zu keiner Zeit Bestandteil meines Angebotes waren.


    Weshalb ich dazu rate, einerseits bei den Herstellern Büttner-Elektronik (https://www.buettner-elektronik.de/impressum.html) und Votronic (https://www.votronic.de/index.php/de/impressum) diesbezüglich anzufragen. Und vielleicht andererseits in den entsprechenden Fachforen eine Anfrage zu versuchen. Ggf. weiß auch jemand hier etwas zur Eignung der angefragten Geräte zu sagen.


    Grüße, Tom

    Hallo,


    es stimmt beides. :/ LiFePO4-Batterien lassen sich unter bestimmten Umständen in der Tat als 1:1-Ersatz für Bleibatterien einsetzen. Im Grunde gibt es nur zwei Einschränkungen:


    1. Die Ladung kann mit fast allen Ladegeräten für Bleibatterien erfolgen, allerdings dürfen diese Ladegeräte keine „exotischen“ Ladeprogramme durchlaufen, wie z.B. zur Desulfatierung von Bleibatterien gern verwendete Ladeprogramme, die teilweise mit bis zu 16V Ladespannung oder Ladestromimpulsen arbeiten. Ob die von Ihnen erwähnten Ladegeräte zu dieser Gruppe gehören, vermag ich leider nicht zu sagen.


    2. Die Aufladung von LiFePO4-Batterien bei Kälte, gemeint sind Temperaturen unter +3°C, bereitet Schwierigkeiten (Stichwort Lithium-Plating). Genau genommen gelten die technischen Daten von LiFePO4-Batterien nur bei Temperaturen zwischen +15 und +35°C. Darunter und darüber muss z.B. der maximale Ladestrom vermindert werden, um Beschädigungen an den Batterien zu vermeiden. Unter +3°C dürfen LiFePO4-Batterien sogar überhaupt nicht geladen werden.


    Dem gegenüber stehen enorme Gewinne an Kapazität, Leistung, Zyklenfestigkeit und Lebensdauer durch LiFePO4-Batterien gegenüber Blei/Gel/AGM-Batterien. Beide Einschränkungen lassen sich aber meist durch relativ einfache Maßnahmen beherrschen, indem man z.B. die verwendete Ladetechnik auf Probleme bei der Kompatibilität prüft. Oder die Batterien bei Kälte zuvor erwärmt. Für einen dauerhaften unbeheizten Ladebetrieb bei Temperaturen unter 0°C sind LiFePO4-Batterioen jedoch ungeeignet.


    Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.


    Grüße, Tom

    Nach meiner Reklamation wegen dieses Fehlers erhielt ich heute Nachricht von Ultimatron France. Sie schickten die QR-Codes für eine neue Smartfon-App, mit der sich das Problem lösen lassen soll. Dabei stellte sich heraus, dass nicht nur einige 200Ah-Ultimatrons das Problem aufweisen, eine zu geringe Kapazität anzugeben, sondern auch manche 150Ah-Batterien. Nur die 100Ah-Batterien sind davon nicht betroffen.


    Vorab: Ja, das Problem wurde damit gelöst, aber Vorsicht: Die App hat es in sich, denn man schreibt damit in den Flash-Speicher der Batterie! Da der Hersteller das nach meinem Gefühl nicht ausdrücklich genug deutlich gemacht hat, hier mein kurzer Bericht über die Korrektur des "Ultimatron-Bugs".


    Bericht:


    Vorgehensweise:

    1. Die alte "Ultimatron-France"-App deinstallieren.
    2. Die neue App mit dem passenden QR-Code downloaden:

    3. Die neue App installieren und starten.
    4. Jetzt die Batterie im Auswahlmenü suchen. Jede Ultimatron-Batterie weist sich durch eine individuelle "MAC"-Adresse aus, die im Auswahl-Menü angezeigt wird.



      Unter normalen Umständen, wenn sich nur eine Ultimatron-Batterie im Bluetooth-Empfangsbereich befindet, ist das kein Problem, weil dann nur diese eine Batterie angezeigt wird. Wenn sich aber mehrere Ultimatron-Batterien im Bluetooth-Empfangsbereich befinden, werden die natürlich alle wild durcheinander angezeigt (im Batterie-Lager ist das manchmal kein Spaß...=O). Da die MAC-Adresse blöderweise auf den Batterien nicht aufgedruckt ist, kann man in solchen Fällen nur durch wegschleppen der einzelnen Batterie aus dem Funknebel der anderen Batterien (mindestens 20m) sicher gehen, auch wirklich die richtige erwischt zu haben. Diese Batterie wird dann in der App ausgewählt und überprüft, ob es sich wirklich um eine mit einer fehlerhaften Ah-Anzeige handelt. Falls ja, geht man ins "Schalttafel"-Menü:



    5. Um Zugang zur Schreibfunktion zu erhalten, drückt man oben im Menü für drei bis fünf Sekunden auf das rot umrandete Wort "Schalttafel". Es öffnet sich
    6. das Fenster der Schreibfunktion ("set up"). Dort wird nun die Ausführung der Batterie (im Beispiel handelt es sich um eine 12V/200A-Batterie), ein Bindestrich und die Seriennummer der Batterie eingetragen und zwar exakt in diesem zehnstelligen Format:



      Ausführung und Seriennummer der Batterie findet man oben links auf dem Deckelrand der Batterie. Aber bitte NICHT "12V200-xxxx" eintragen, sondern nur Spannung und Kapazität ohne Einheiten, also z.B. "12200-xxxx", wenn es sich bei Ihrer Batterie um eine 12V/200Ah-Batterie handelt. Die 150Ah-Batterie wird dementsprechend mit "12150-xxxx" eingetragen. Die "xxxx" stehen für die vier letzten Stellen der Seriennummer, wie sie auf dem Deckel als die letzten vier Stellen der Einprägung abgelesen werden kann. Im Beispiel also: "12200-0085". Geben Sie an dieser Stelle aber bitte NICHT die Zeichenfolge ein, die hier auf meiner Seite steht, sondern natürlich die, die auf Ihrer Batterie steht!

      Alles klar? OK. Dann zum absenden die Schaltfläche "Modify" betätigen.

      Ich erwähne das alles deshalb so pedantisch genau, weil der Hersteller schreibt, man könne diese Funktion nur genau ein Mal durchführen, danach nicht mehr. Offenbar wird hier etwas in den Flash-Speicher der Batterie geschrieben, was danach nicht mehr zu korrigieren ist. Also bitte genau aufpassen, dass man auch verstanden hat, was da rein geschrieben werden soll und bitte doppelt kontrollieren. Der Hersteller lehnt im Fall eines Fehlers die Garantie ab, auch wenn ich der Meinung bin, dass das rechtlich nicht möglich ist, weil es sich ja um die Behebung eines Mangels handelt, den der Herstellers zu verantworten und daher auch zu beheben hat. Da sollte er also froh sein, wenn die Kunden ihm die Kosten des Rücktransports ersparen, um den Fehler in Eigenregie zu beheben.

      Aber sei's drum, mit etwas Vorsicht wird man es sicher leicht und unfallfrei schaffen, die richtige Ausführung und die Seriennummer in die Batterie zu flashen.
    7. Nach dieser Modifikation wird die Ultimatron-App beendet und neu gestartet.
      Sie werden feststellen, dass sich die Batterie nun einerseits nicht mehr mit der Zeichenkette "Ultimatron BMS" meldet, sondern mit der Zeichenkette, die Sie ihr soeben einprogrammiert haben, also z.B. mit "12200-0035", wie unten. Ferner werden Sie feststellen, dass die Kapazität nun korrekt angezeigt wird und alles so funktioniert, wie es soll.


    Damit wäre die "Reparatur" dann erledigt. Sie können die neue App als normale Bedienung weiterbenutzen, oder auch die alte App wieder installieren, die Batterie wird sich ab sofort in jedem Fall korrekt anmelden.


    Soviel zum Beheben des "Ultimatron-Bugs". Von mir (http://www.microcharge.de/22-lifepo4-batterien) gelieferte Batterien werden grundsätzlich vor der Auslieferung entsprechend überprüft und, falls erforderlich, programmiert, so dass sich meine Kunden mit diesem Problem nicht herumschlagen müssen. Es erschien mir nur wichtig, Betroffene darauf hinzuweisen, dass hier nicht nur eine neue App zur Behebung eines Anzeigefehlers installiert, sondern tatsächlich die fehlerhafte Programmierung der Batterie korrigiert werden muss.


    Abschließend der Hinweis: Für eventuelle Fehler bei der Programmierung von Batterien nach dieser Anleitung übernehme ich keine Haftung.


    Grüße, Tom


    Edit: Bitte nicht versuchen, auf diese Weise aus einer 100Ah- eine 200Ah-Batterie machen zu wollen. Das funktioniert natürlich nicht. 8o

    Die Ultimatron-LiFePO4-Batterien lassen sich ja mittels Smartfon-App auslesen und zeigen viele aktuelle Parameter an: Spannung, fließender Lade- oder Entladestrom, Ladezustand, Zellenspannungen, Zyklenzahl und noch vieles mehr. Auch die Nennkapazität der Batterie wird von der App angezeigt und der Ladezustand in % und in Rest-Ah. Aber dann der Hammer: Da zeigt mir die App doch glatt einige 200Ah-Ultimatrons als 100Ah an! Wasndas?? Es handelt sich aber unzweifelhaft um die dicken 200Ah-Batterien. Auch eine Kapazitätsmessung stellt glasklar fest, dass 200Ah gespeichert werden. Nur die App meldet hartnäckig 100Ah. Eine Batterie wird sogar als "110Ah" gemeldet, obwohl es diese Größe bei Ultimatron gar nicht gibt. OK, jetzt fliegen bei den Liontron-Leuten natürlich die Korken ob dieses dümmlichen Fehlers und die hauen sich genüsslich auf die Schenkel.


    Der Hit war dann aber, dass die 200Ah-Type alias 100Ah nach Randvollladung und Entnahme von 50Ah eine Restkapazität von - mir stand der Mund offen - nur noch 50Ah ausgibt. Irgendwie ja auch logisch: 100 - 50 = 50! 8o Und nachdem 100Ah entladen waren, betrug die angezeigte Restkapazität doch tatsächlich nur noch 0Ah. Bei 12,9V Klemmenspannung! Die Entladung läuft - natürlich - lustig weiter, bis das BMS die Batterie dann nach entnommenen 204Ah abschaltete. Die Anzeige stand die ganze Zeit natürlich stur bei 0Ah Restkapazität. Computer sind eben doch dumm.


    Der Ultimatron-Vertrieb in Frankreich meldete dann auf Nachfrage, dass der peinliche Fehler aber gar nicht in den Batterie steckt, sondern in der App! Das war nun doch überraschend für einen alten Elektroniker wie mich, denn ich fürchtete schon, die frisch angelieferten Batterien müssten wieder zurück zum Hersteller, damit der sie alle aufsägt und das BMS neu flasht. Aber neenee, der Hersteller korrigiert einfach die Ultimatron Smartfon-App und schon passt wieder alles. Moderne Zeiten sind das.


    Fast wie bei Tesla. :D


    Grüße, Tom


    Hallo,


    die Kapazitäten von Blei- und Lithium-Batterien lassen sich nicht ohne weiteres miteinander vergleichen. Da Lithium-Batterien im Gegensatz zu Bleibatterien problemlos randvoll aufgeladen und auch wieder restlos entladen werden dürfen (das nennt sich „voll zykeln“), ohne dass dabei ihre Lebensdauer zu stark leidet, können Lithium-Akkus mit deutlich geringer Kapazität als Bleiakkus verwendet werden. Man rechnet üblicherweise mit einem Verhältnis von 2 zu 1 Blei zu Lithium. Daher lässt sich eine halb gezykelte 100Ah Bleibatterie meist problemlos durch eine voll gezykelte 50Ah LiFePO4-Batterie ersetzen.


    Einfach mal bei Google nach LiFePO4 Starterbatterie suchen.


    Grüße, Tom

    Hallo,


    zwei mal nein: Als Starterbatterien sind diese LiFePO4-Batterien aus verschiedenen technischen Gründen (max. Startstrom zu gering, bei Kälte nicht ladbar, BMS schaltet Batterie bei Überspannung/Überlastung einfach ab, was für das Bordnetz bei laufendem Motor gefährlich sein kann) ungeeignet. Auch die im KFZ-Bereich übliche Befestigungsleiste besitzen sie nicht.


    Es gibt aber durchaus Starterbatterien auf LiFePO4-Basis. Allerdings würde ich für Motorstartzwecke noch immer eher Bleibatterien verwenden, weil für diesen Zweck das Preis/Leistungs-Verhältnis von Lithium-Batterien saumäßig schlecht ist und ihre Stärken sich kaum nutzen lassen. Als Starterbatterien sind die guten alten Bleibatterien noch immer sehr gut geeignet und sie kosten nur etwa 10% des Preises von LiFePO4-Batterien. Erst bei stark zyklischem Einsatz (Versorgungsbatterie im Wohnmobil) kommen die Stärken von Lithium-Akkus zum tragen und rechtfertigen ihren erheblich höheren Preis.


    Grüße, Tom