Beiträge von Tom

    Hallo Markus,


    genau wegen der Einzelspannungsüberwachung kann bei Batterien auf Lithium-Basis leider nicht auf ein die Einzelzellen überwachendes BMS verzichtet werden. Zwar scheint ein Equalizer das Problem beim ersten Hinsehen elegant zu lösen, nur kann er es ausschließlich dann, wenn der effektive Ausgleichsstrom mindestens dem maximalen Lade- bzw. Entladestrom entspricht und zugleich eine exakte externe Lade- und Entladeschlussabschaltung vorhanden ist. Das ist aber üblicherweise nicht der Fall. Weshalb man gut beraten ist, wenigstens ein einfaches BMS vorzusehen. Die Kosten für das BMS stehen dabei oft in einem geringen Verhältnis zu den Kosten der Akkuzellen, so dass sich die Frage BMS ja oder nein aus wirtschaftlichen Gründen eher nicht stellt. Hinzu kommt, dass die zu Batterien zusammengestellten Einzelzellen meist in der Kapazität etwas streuen, so dass es ganz normal ist, dass die kapazitiv schwächste Zelle immer als erste voll bzw. leer ist. Auch hier müsste ein Equalizer auch schon bei geringen Spannungsabweichungen mindestens gleich große Ausgleichsströme leisten die die maximalen Lade- bzw. Entladeströme sein dürfen, um die Ladeschluss- und Entladeschluss-Spannungen der Einzelzellen sicher einhalten zu können. Bei nur geringen Spannungsunterschieden im niedrigen Millivolt-Bereich könnten das höchstens Ströme im Bereich weniger Milliampere sein und das dürfte in der Praxis kaum ausreichen. Ein Equalizer besitzt zwar üblicherweise auch eine Art von Zellüberwachung, die nämlich bei Unterschreitung einer gewissen Zellenspannung dazu führt, dass der Equalizer selbst sich abschaltet, um einer unzulässigen Entladung einzelner Zellen durch seine eigene Leistungsaufnahme vorzubeugen. Da ein Equalizer aber keine Möglichkeit hat, den Strom durch die Batterie zu unterbrechen, kann er darüber hinaus auch keine solche Schutzfunktion erbringen.


    Grüße, Tom

    Bei Starterbatterien auf LiFePO4-Basis hat man das Problem, dass das BMS die Batterie nicht einfach vom Bordnetz trennen darf, so lange die Lichtmaschine Strom erzeugt, weil sich sonst für die Lima-Gleichrichterdioden und das Bordnetz schädliche Spannungsspitzen bilden, welche zu Zerstörungen an elektronischen Bauteilen führen können. Das BMS darf die Batterie also nicht abschalten, außer vielleicht, wenn man vergessen hat, das Licht abzuschalten. Diese Eigenheit von LiFePO4-Starterbatterien schränkt ihre Eignung als Versorgungsbatterie ein, weil der Anwender selbst für den Überladeschutz sorgen muss, was schon aufgrund einer eventuellen Unbalance nicht einfach ist. Aus diesem Grund ist die Verwendung eines guten Equalizers natürlich von erheblichem Vorteil, weil so zumindest die Zellenbalance gewährleistet ist.

    Grüße, Tom

    Ich wollte Dich nicht kritisieren, nur eben auf die Nennspannung hinweisen, damit man richtig rechnet.


    Laut Datenblatt dürfen die genannten Zellen bis 4,2V geladen und bis hinunter auf 2,5V entladen werden. Um eine korrekte Vollladung der 11zelligen Batterie zu gewährleisten, müsste die Ladeschlussspannung daher mindestens 11 x 4,2V = 46,2V betragen. Diese wird natürlich nur dann erreicht, wenn alle Zellen sehr gleich und perfekt balanciert sind, weil das BMS andernfalls schon bei Erreichen der Ladeschlussspannung der ersten Zellen den Ladestrom abschalten muss.


    Ich verwende am allerliebsten ganz normale Labornetzteile zum Laden beliebiger Akkus und Batterien, weil diese eine optimale universelle Eignung für wirklich alles und jedes was sich laden lässt mitbringen, wenn man die Zusammenhänge und Grenzwerte (Ladeschluss, max. Ladestrom) kennt. Modellbaulader tun es aber auch ganz gut. :)


    Für die o.g. Batterie würde ich eher ein einfaches BMS mit integriertem passivem Balancer verwenden, schon aus Kostengründen. Der verlinkte 16S-Euqalizer ist da doch eher für deutlich größere und wertvollere Batterien gedacht.


    Grüße, Tom

    Üblicherweise rechnet man bei Batteriespannungen mit der Summe der Zellen-Nennspannung. Das wären bei Lithium-Ionen-Zellen jeweils 3,6V. Bei einer Batterie, die aus 13 in Reihe geschalteten Zellen besteht also eine Nennspannung von 13 x 3,6V = 46,8V. Dies nur des Korinthenkackertums halber. oO)


    Um auf die Frage selbst einzugehen: Natürlich muss man nicht alle Zellen verwenden und im Grunde würde es nichts ausmachen zwei Zellen einfach sich selbst zu überlassen. Allerdings kann ich mich Manfred nur anschließen, dass man nämlich die Ladung und Entladung solcher Li-Ion-Batterien ohne BMS lieber bleiben lassen sollte, da das garantiert schief geht. Denn anders als die altbekannten Bleiakkus sind Li-Ion-Zellen nicht in der Lage, bei Überladung Energie abzuführen und so zu verhindern, dass ihre Spannung immer weiter ansteigt. Bleiakkus beginnen dann einfach zu gasen und verhindern so, dass die Zellen "durchgehen". Zugleich ergibt sich auf diese Weise bei Bleibatterien ein automatischer Zellenausgleich, der bei Li-Ion-Batterien ohne BMS nicht wirksam werden kann. Es wird daher bei Li-Ion-Batterien zwangsläufig schon nach kurzer Zeit zu einer schweren Unbalance kommen, die zu starkem Kapazitätsverlust bis hin zum Ausfall einzelner Zellen führt. Aus diesem Grund sollte man bei allen auf Lithium basierenden Akkusystemen in jedem Fall ein BMS verwenden. Alles andere wurde schon endlos ausprobiert und hat jedes Mal mit unbefriedigendem Ergebnis und defekten Zellen geendet. Es ist daher sinnlos, es nun noch zum drölfhundertsiebten Mal zu probieren.


    Man könnte im Fall des Fragestellers aber durchaus ein BMS für 11-zellige Li-Ion-Batterien verwenden, welches die zwei letzten Zellen schlicht unberücksichtigt lässt. Mit einem BMS für 13-zellige Batterien wird das natürlich nicht funktionieren. Solche einfachen BMS sind übrigen schon für erstaunlich kleines Geld zu bekommen, wenn man nicht gerade Riesenströme darüber fließen lassen möchte oder besondere Ansprüche an die Ausstattung stellt.


    Grüße, Tom

    Zwischenzeitlich wurde die aktuellste App V4.0.3 in den GooglePlayStore hochgeladen, diese hat das Problem nicht mehr.


    Also: Defekte Version 4.0.2 komplett deinstallieren und Dateien löschen, dann die aktuelle V4.0.3 im GooglePlayStore laden und installieren.


    Ich werde die Auto-Update-Funktion bei der Daly Smart BMS App deaktivieren, damit ich zukünftig nicht mehr in jedes dümmliche Software-Loch reinstolpere, welches die Daly Ingenieure graben... <X


    Grüße, Tom

    Seit gestern Abend (07.07.2024, 18.00 Uhr) crasht die Daly Smart BMS App V4.0.2 permanent. Nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen meiner Kunden. Ich vermute, dass mal wieder ein Update der App bei Google schiefgegangen ist. Erfahrungsgemäß löst sich das Problem aber nach kurzer Zeit von selbst.

    Alternativ kann die SmartBMS Utility-App von Fabian G. verwendet werden. Sie kostet aber EUR 7,99 als App-Kauf und soll für Daly- und JBD-BMS geeignet sein.


    Grüße, Tom

    Und mit 500PS ist man schneller in Süderbrarup als mit 200PS.


    Aber so hat die Künstliche Intelligenz wenigstens einen Link auf seine Webseite setzen können, um sein Ranking zu verbessern. Ist ja auch schon was... :rolleyes:


    Grüße, Tom

    Abweichend hierzu verwende ich am allerliebsten Labor- oder Industrienetzteile zur Ladung aller möglichen Batterien. Mit solchen meist frei einstellbaren Netzteilen genießt man die maximale Freiheit Akkus und Batterien zu laden. Man kann alle Parameter frei einstellen. Aber natürlich eignen sich solche Netzteile nur für Leute, die A. wissen was sie tun und B. rot von schwarz unterscheiden können, weil bei Netzteilen kein Verpolungsschutz vorhanden ist. Dafür guckt man aber bei vollständig entladenen Lithium-Battrerien, die vom BMS schon abgeschaltet wurden, nicht jedes Mal wie ein Schwein ins Uhrwerk, weil normale Ladegeräte solche Batterien nicht mehr aufladen können - eben weil der nervige Verpolungsschutz die Polung der Batterie "nicht sieht" und entsprechend auch nicht mit der Ladung beginnt. :doing:


    Im Übrigen kann ich mit dem Text


    Zitat

    Suchen Sie nach Ladegeräten, die speziell für Lithium-Ionen- oder Lithium-Eisenphosphat-Batterien entwickelt wurden, da diese speziell für diesen Batterietyp entwickelt wurden und eine bessere Ladegenauigkeit und einen Überladeschutz bieten.


    nicht viel anfangen, weil der Überladeschutz ja im BMS von Lithium-Batterien bereits enthalten ist und ich mir unter Ladegenauigkeit beim besten Willen auch nichts Nahrhaftes vorstellen kann. Bleibt nur noch das Argument, dass solche Ladegeräte für Lithium-Batterien hergestellt wurden. Das ist natürlich schön. :D


    Grüße, Tom

    Ob Lithium-Ionen oder Lithium-Polymer spielt bei den Ladeeigenschaften kaum eine Rolle. Die verhalten sich nahezu gleich.


    Grüße, Tom

    Danke. :)


    Aber dann hatte ich dich bzgl. der Zellenmenge in der Gerätebatterie missverstanden, denn ich ging wegen deines Hinweises mit der Spannung von einer einzelligen "Batterie" aus. Bei "11,1V" sind es aber natürlich drei Zellen in Reihe und dann brauche ich auch das Wort Batterie nicht mehr in Anführungstriche zu setzen, weil mehr als eine Zelle in einer Batterie sind dann ja wieder mehrere.


    Ich weiß, es nervt etwas, weil ich immer so pedantisch zwischen Zellen und Batterien unterscheide, auch wenn das allgemein eher ungebräuchlich ist und das Wort Batterie - warum auch immer - viel verbreiter für Haushalts-Primär-Rundzellen mit üblicherweise 1,5V Nennspannung verwendet wird. Und für Autobatterien mit 6 Zellen. Und irgendwie für alles, was Strom chemisch speichert. Also im Grunde ohne weitere Unterklassifizierung.


    In vorherigen Jahrhunderten hat man eine Reihe von mehreren Kanonen allgemein als Kanonenbatterie bezeichnet (heute spricht man sinngemäß ebenso von Raketenbatterien, siehe auch Stalinorgel :rolleyes: )... und so habe ich das auch für eine Reihe von Akkuzellen in einer (Geräte-)Batterie übernommen. Damit befinde ich mich aber erkennbar in der Definitions-Minderheit. Trotzdem hat sich das m.E. bewährt, so dass ich es einfach weiter so mache.


    3,6V ist im Übrigen die Nennspannung von Lithium-Ionen- bzw. Lithium-Polymer-Zellen, insofern beträgt die Nennspannung einer dreizelligen Li-Ionen-Batterie genau genommen natürlich 10,8V. Keine Ahnung warum der Hersteller von 11,1V spricht. Vielleicht geht der ja von einer Nennspannung von 3,7V aus. Kenne ich aber so nicht.


    Es gibt aber auch viele Geräte, die wirklich nur einzellige "Batterien" an Bord haben und hiervon abweichende benötigte Spannungen mit entsprechenden Wandlerschaltungen aus den 3,6V der einen Zelle erzeugen.


    Scheint, ich hätte heute zu viel Laberbrause getrunken. Oder vielleicht auch nur eine Wirkung des Sommerlochs.... oO)


    Grüße, Tom

    Hallo,

    generell kann man sich da kaum äußern, wenn man das jeweilige Laderegime nicht kennt. Eine Ladung gemäß IU-Kennlinie (erst Konstantstromladung (I), dann Konstantspannungsladung (U)) ist durchaus üblich. Das bedeutet, dass etwa die ersten 80-95% der Ladung deutlich schneller ablaufen als die Restladung auf 100%. Wie lang genau diese beiden Ladephasen sind, lässt sich aber nur durch eine Messung ermitteln. Meiner Erfahrung nach kommt man eher auf 90% I-Ladeanteil und 10% U-Ladeanteil. Aber das kann zwischen verschiedenen Systemen wie gesagt durchaus stark schwanken. Wenn ich Lithium-Batterien bestehend aus mehreren in Reihe geschalteten Einzelzellen mit einem Labornetzteil lade, dann beginnt die U-Phase bei guter Auslegung der Ladetechnik meist erst, wenn der Ladezustand schon 95 bis 97% beträgt. Die restlichen 3 bis 5% dauern dann natürlich nicht mehr lange, auch wenn der Ladestrom ab diesem Punkt permanent sinkt.


    Die Ladung kann aber bei einfacher Ladetechnik, besonders wenn "Batterien" nur aus einer einzigen Zelle bestehen, deutlich langsamer ablaufen, da bei nur einer einzigen Zelle die Potentialunterschiede zwischen Ladestromquelle und Akkuzelle bedeutend kleiner sind als bei Batterien mit mehreren in Reihe geschalteten Zellen. Zugleich liegt der Ladestrom vergleichsweise hoch, was die Spannungsabfälle an allen Bauteilen wie Kabeln, Steckern und Anschlüssen überproportional ansteigen lässt. Hierdurch sinkt die Schwelle des Ladezustands, ab der von reiner I- auf U-Ladung umgeschaltet wird, durchaus merklich ab, wodurch sich die Ladezeit dann entsprechend verlängert.


    Grüße, Tom

    Also eigentlich sollte ich ja über sowas wie die JK-App froh sein: Endlich steht mal nicht die vielgescholtene (Falsch-)Anzeige des Ladezustands (SOC) im Mittelpunkt dieser App, sondern es erfolgt eine saubere Auflistung aller Parameter. Nur leider hat man hier das Kind mit dem Bade ausgeschüttet und die relevanten Informationen in so einer Art Telefonbuchseite mit viel zu vielen eher unwichtigen Parametern kleingedruckt nebeneinander gesetzt, so dass man die wesentlichen Parameter erst nervig suchen muss (die rote Umrandung habe ich nachträglich ins Bild eingefügt...):



    Ich meine, der Innenwiderstand der Balancerkabel ist ja durchaus interessant, wenn man gerade eine Batterie gebaut hat, aber muss der für jede Strippe einzeln direkt auf der ersten Seite der App aufgelistet werden? Und die Menge der Einträge der Logdatei?? Warum steht die da? Da könnten sie ja gleich noch die Lottozahlen von vor fünf Jahren dort mit unterbringen, die sind ja auch immer sehr interessant... :wacko:


    Kennt vielleicht jemand eine App, welche mit dem JK-BMS zusammenarbeitet und die etwas ergonomischer aufgebaut ist?


    Grüße, Tom

    Es hängt davon ab, wie die Tiefentladung erfolgt ist. Wenn mit relativ kleinem Strom einfach zu weit entladen wurde (z.B. Licht vergessen auszuschalten), macht so eine Tiefentladung meist nicht viel aus.


    Bei Starterbatterien passiert aber oft folgendes: Die Batterie ist schwach oder der Motor startunwillig und obwohl der Besitzer merkt, dass die Anlasserdrehzahl beim Startversuch immer weiter absinkt, wird dennoch gnadenlos weiter "georgelt". Dabei passiert es dann, dass die erste Zelle der Batterie, die zuvor schon nahezu komplett entladen war, also die schwächste Zelle aus dem Batterieverbund, durch den weiter fließenden Entladestrom der restlichen Zellen mit umgekehrter Polarität geladen wird. Das geht bis zur Umpolung der Zelle. dieses Szenario ist extrem schädlich für jede Form von Batterie und die Folgeschäden sind meist auch sofort erkennbar: Stark erhöhter Innenwiderstand und deutlich verminderte Kapazität, oft verformen sich solche Zellen erkennbar mechanisch. In solchen Fällen hilft meist nur noch ein Neukauf. Bei der Umpolung mit hohem Anlasserstrom wird durch starke Gasentwicklung innerhalb des Aktivmaterials dieses regelrecht aus den Ableitgittern geblasen und sammelt sich unten im Schlammraum. Bei AGM-Batterien wird dieses Material zumindest dekontaktiert und klemmt dann inaktiv und isoliert vor dem Ableitgitter im Separator.


    Im ersten Fall sollte eine möglichst lang ausgeführte Ladung mit eher geringem Strom ausreichen, um die Batterie wieder in einen betriebsfähigen Zustand zu bringen.


    Um wie viel % eine solche Tiefentladung an der Kapazität knabbert, lässt sich kaum sinnvoll vorhersagen. Möglich, dass die Batterie danach noch jahrelang einwandfrei ihren Dienst tut. Ebenso kann sie aber auch stark geschädigt worden sein, weil durch die Presswirkung des sich ausdehnenden Bleisulfats die ggf. ohnehin schon mürben Gitterplatten brechen. Es hängt sehr von der vorherigen Gesundheit der Batterie ab. Wenn eine Batterie zuvor ohnehin schon sehr "gebrechlich" war, dann gibt ihr eine Tiefentladung oft den Rest.


    Grüße, Tom

    Werd ich die Woche mal ausprobieren, würde mich aber sehr wundern wenn das funktionieren würde:/

    Wenn der Lüfter bisher immer nur im Abstand von 15 bis 20 Minuten anspringt und nur die Erwärmung durch den Geräteleerlauf die Ursache ist, halte ich die Wahrscheinlichkeit, dass Konvektionskühlung das Problem löst, durchaus für erheblich. Der betreffende Kühlkörper im Innern des Gerätes verläuft fast über die gesamte Länge des Gerätes und verläuft längs der Geräteachse. Da rührt sich kein Lüftchen, wenn das Gerät normal waagerecht steht. Bei senkrechter Montage ergibt sich schon bei nur 10°K Temperaturunterschied zwischen Umgebungsluft und Kühlkörper zwangsläufig eine deutliche Luftbewegung durch die Kaminwirkung. Wenn der Kühlschrank aber alle 15 Minuten für 5 Minuten 100W oder mehr zieht, wird es natürlich kritisch.


    Probier es halt aus, vielleicht hilft es ja. Ggf. kann man auch die Lüfterdrehzahl reduzieren, was den Lärm ganz erheblich vermindern kann. Dann könnte es aber bei Dauervolllast und hoher Umgebungstemperatur kritisch werden.


    Grüße, Tom

    Guter Tipp und prinzipiell auch absolut richtig! :thumbup:


    Allerdings kollidiert der Wunsch nach vertikaler Konvektionskühlung meist mit dem Wunsch nach einer flachen Gerätebauform. Für Konvektionskühlung wird ja eher ein hohes Gehäuse bei geringen horizontalen Abmessungen benötigt. Ich empfehle meinen Kunden z.B. bei Verwendung des o.g. Power-Laders 360W diesen seitlich hochkant an einer Wand zu montieren (Gehäuse-Kühlschlitze jeweils oben und unten), dann erreicht die Wirksamkeit der Konvektionskühlung ein Maximum. Doof nur, dass diese Geräte keine Montageflansche am Gehäuseboden mitbringen, wodurch eine andere Montage als auf dem Boden stehend deutlich erschwert wird. :doing:Man muss z.B. auf Blech-Montagebänder aus dem Baumarkt zurückgreifen. Praktisch zwar möglich, aber irgendwie schon optisch unschön.


    EDECOA-Wechselrichter müsste man, um eine optimale Konvektionskühlung zu ermöglichen, ebenso hochkant an die Wand schrauben, wobei ich im Moment nicht mal sagen kann, ob der Lüfter die Luft aus dem Gehäuse heraus, oder ins Gehäuse hineinfördert. Davon hängt es natürlich ab, ob die Gerätefront optimalerweise an der Ober- oder an der Unterseite zu liegen kommen sollte, denn es wäre ja kontraproduktiv, wenn der Lüfter die Luft nach unten, also in Gegenrichtung zur Konvektionsrichtung schaufelt. Wobei es aber vermutlich auch einigermaßen egal wäre, denn der Lüfter schafft natürlich ein Vielfaches dessen, was natürliche Konvektion an Wärme abzuführen vermag. Die EDECOAs bringen wenigstens vorn und hinten an der Unterseite Montageflansche mit, so dass sie sich leicht hochkant an Wände schrauben lassen.


    Vielleicht würde diese Art der Montage sogar auch schon auch das Problem des Kunden lösen, dass der Lüfter im Geräteleerlauf nicht mehr regelmäßig kurz anlaufen muss und ihn dann auch nicht mehr beim Einschlafen stört. :whistling:


    Grüße, Tom

    Kühlung ist bei Wechselrichtern in jedem Fall erforderlich, da ja wie erwähnt bereits im Leerlauf elektrische Leistung aufgenommen wird, die zu Wärmeentwicklung führt. Das sind bei 12V Speisespannung und 0,8A Stromaufnahme 9,6W Leistung. Wenn knapp 10W elektrische Leistung in einem Gerät in Wärme umgewandelt werden, führt das an einigen Stellen zu erheblicher Erwärmung. Diese Wärme muss abgeführt werden, damit keine Schäden entstehen und am einfachsten geht das durch einen Lüfter, der größere Mengen Kühlluft durch das Gehäuse führt.


    Man kann elektronische Geräte teilweise und innerhalb gewisser Grenzen auch rein passiv kühlen, wenn die Konstruktion entsprechend ausgeführt wird. Das ist aber mit einem hohem technischen Aufwand verbunden, der seinen Preis kostet. Man erkennt das z.B. an den von mir angebotenen MeanWell-Ladegeräten der Type ENC-360, die ein lüfterloses Design besitzen und daher völlig geräuschlos arbeiten können, aber auch deutlich teurer sind als ähnliche Lader derselben Leistungsklasse mit Lüftern. Da fließen aber auch "nur" 360W durch, nicht 1.500 bzw. sogar 2.500W, wie bei den beiden genannten EDECOA-Wechselrichtern. Da EDECOA-Wechselrichter bei durchaus ansprechenden Leistungen eher dem unteren Preissegment angehören, wird dort auch auf Lüfter zurückgegriffen.


    Nur am Rande: Mir sind keine Wechselrichter-Typen dieser Leistungsklasse bekannt, welche komplett auf Lüfter verzichten können. Es mag durchaus Unterschiede in der Geräuschentwicklung geben, aber Lärm machen alle Wechselrichter. Empfindlichen Naturen empfehle ich daher, den Wechselrichter nicht gerade neben dem Bett aufzustellen.


    Grüße, Tom