Beiträge von Reiner106

    Hallo Tom,
    ich würde es auch nicht riskieren wollen, dass was ausläuft :)
    Interessant fand ich aber das Ergebniss, dass die Gravitation bei einem AGM eben wohl doch einen Einfluss auf die Schichtung haben soll. Ich habe gerade mal gesucht, finde die Untersuchung aber nicht mehr. Oh well - eine Untersuchung macht auch noch keine Wahrheit aus :)
    Gruß
    Reiner

    Ich habe auf meiner Forschungsreise durch das Akkuland eine Untersuchung gefunden, in der die Säureschichtung von AGM/Flies Akkus untersucht wurde. Festgestellt wurde auch dort, dass es diese gibt - sie durch "auf den Kopf stellen" aber auch wieder beseitigt werden kann. Die Autoren haben aber nichts darüber geschrieben, ob Ihnen beim Laden "auf dem Kopf" Flüssigkeit aufgefallen ist. Entweder wurde das unter den Tisch gekehrt - oder sie hatten Akkus, wo eben nicht genug flüssiges drin war :) Leider finde ich spontan die Untersuchung dazu nicht, sonst würde ich sie verlinken.

    Hall Tom,


    danke für die Antwort :)


    "mehr raus als rein" - könnte natürlich auch den Einstellungen des Junsis 4010 geschuldet sein. In dem Fall das Standard Pb Programm, dass bis 14,4V konstant I macht, dann I reduziert bis auf 1/10 der Ursprungsstärke.. Kann man alles umstellen.


    Ich versuchs anders zu formulieren: Beim Entladen geht Ah X raus... Beim Wiederaufladen dann weniger rein. (Zyklusprogramm vom Junsi in Standard Einstellung).. Entladestrom 1/20C, Ladestrom ca. 1/2C... Vorher: Säure ok. Nachher: Säure deutlich zu niedrig. Selbst stehen lassen und noch mal "nachladen" mit CTEK5 hebt Säure nicht deutlich an, wobei Gesamt Ah dann schon mehr sind als rausgelutscht ursprünglich.


    Witzigerweise ist das Starverhalten durchaus ein bischen besser geworden.


    Erst, wenn ich den Powerpulsar noch mal für 4 tage dran hänge, ist die Säure wieder "ok"..


    Ist es möglich, dass eine Starterbatterie einem den post-desulfatierungszyklus "krumm" nimmt und gar nicht komplett die Säure wieder umwandelt?
    Oder hat das was mit der stärkeren Ladestärke im vergleich zum Entladen zu tun?
    Oder ist das ein Hinweis auf eine Schädigung der porösen Masse (vielleicht verbleiuung und deshalb erschwerter Säureaustausch)?


    Danke für Mitdenken :)


    PS: Das "trainieren" von NICD/NIMH durch starkes Laden/Entladen sehe ich für mich sogar als erwiesen an - die mögen es definitiv, wenn sie mal "ran dürfen"... Bei Blei bin ich mir unsicher inzwischen.. Siehe oben..

    Ich habe auch ein CTEK. Im Recond Modus fährt es einfach die Voltzahl hoch und je nach Modell lässt es diese dann zwischen 2 und 8 Stunden "stehen".. Bei meinem Modell macht es das mit bis zu 5A... Das lässt die Akkus ordentlich blubbern. Allerdings ist der Zeitraum meines Achtens viel zu kurz um wirklich zu Desulfatieren - und die Stromstärke zu hoch.. Besser wäre eine relativ kleine Stromstärke und dann wesentlich länger "überladen".. Durchaus auch mal ein paar Tage... So zumindest meine Beobachtungen bis jetzt.

    Ich klinke mich hier mal ein mit meinen Beobachtungen und einer Frage:


    Bei 08/15 Starterbatterien (um die 50Ah), die ich teilweise von Bekannten als "will nich mehr so recht" oder vom Schrott bekommen habe (4V waren noch drin) habe ich mit folgender Prozedur gearbeitet:


    - Ein paar Tage Anfangspulsen (ich verspreche mir ein "Auflockern" von Sulfat davon)
    - Dann mit einem Ctek komplett Voll laden (ohne blubberblubber Regenrierung)
    - Dann laaaange Bepulsen, bis die Säure sicher im grünen Bereich ist


    Eine CCA 540 (e) Batterie kam dann z.B. auf ca 13mOhm Innenwiederstand und erreichte ungefähr 250A CCA. Spannung war ok.


    Soweit so gut... Dann kommen die Zyklen:



    - Langsames Entladen auf 1,9Volt pro Zelle mit 1/20 C. Es kamen rund 24Ah raus
    - Aufladen bis 14,4Volt mit 16A (drüber wurden die Kabel zu warm :) ), Bei 14,4 dann abnehmende Stromstärke. Es gingen jedoch nur 20Ah rein..


    - Danach gabs 330 CCA. JEdoch war die Säure dann wieder relativ niedrig... Also Stehenlassen für ein paar Stunden und noch mal Nachladen mit einem Ctek5.
    - Säure war dann schon wieder etwas besser - der Pulser musste aber dann wieder 5 Tage ran, erst dann war die Säure wieder ok.


    In einem zweiten verusch mit einer sehr ähnlichen Batterie habe ich den Ladestrom auf 6 A begrenzt. Dieses Mal ging rund 3% mehr rein als rauskam...




    Ich habe hier gelernt, dass "schnelles Aufladen" die Kristallstruktur begünstigen soll, weil sich eher kleine Kristalle bilden und die Oberfläche der Platten sich vergrößert durch kleinere Strukturen. Auch lese ich öfters (auch hier), dass man einen Bleiakku quasi mit "so viel wie geht" vollpumpen kann (bis Gasungsspannung usw..) Auch mein Handbuch von Hoppecke von Stellwerksakkus sagt das...


    Jetzt lese ich aber in einem relativ alten Handbuch von Varta über Bleiakkus was von innerer und äusserer Säure und meine das dort alles so zu verstehen, dass ein "zu schnelles Aufladen" zu einem unvollstöänigen Umwandeln von sulfat führen kann - Stichwort Nachladen.. oder ?


    Meine Beobachtungen scheinen eine Regelmässigkeit zu offenbaren: Lade ich mit sehr viel Ampere, geht immer weit weniger rein, als rauskam - Lade ich mit 1/10C, ist das nicht so...


    Frage also: Ist das Volladen mit hohem Strom dem "wieder erreichen einer kleinen Kristalstruktur" wirklich zuträglich (rückgewinn von Startfähigkeit bei einer Starterbatterie)? Wäre ein langsames Aufladen diesbezüglich ungüsntiger? ISt bei einem schnelladen eine Nachladephase immer nötig (wie macht die Lima das dann?).


    Danke schon mal für Eure Gedanken und das Durchlesen :)

    Ich wollte mal Rückmeldung geben:


    Leider klappt das nicht. Die
    tiefentladenen NimH sind alle tot und bleiben es auch. NiCD lassen sich
    zum Großen Teil wiederbeleben, aber das klappt auch ohne Pulser. Ein
    sanftes "Forming" mit ca., 1,2 facher Kapazität und anschliessend 2 bis 4
    Zyklen und sie sind wieder fit (sofern nicht andersweitig
    geschädigt...).


    Danke fürs "midtenken" beim Experiment.


    Zur
    Sinnhaftigkeit: Klar, wirtschaftlich ist das alles nicht unbedingt -
    aber darum geht es primär auch gar nicht. Ein bischen Nachhaltigkeit,
    Forschergeist und "schade ums wegschmeissen" sind dabei - und nebenher
    sind für die kleinen RC Fahrzeuge noch ein paar wieder verwendbare NICD
    Akkus bei rausgekommen... Der Nachwuchs freut sich.

    Inzwischen stolpert man hier und da über Infos und Werbung zu LTO Akkus.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Lithiumtitanat-Akkumulator
    http://zukunftswerkstatt-verke…akku-lithium-titanat.html


    Neben Zellen aus China bin ich vor kurzem auch drauf gestossen, dass es auch einen europäischen Konzern gibt, der die Zellen sogar in Deutschland herstellt.


    https://www.leclanche.com/


    Versprochen werden extreme Robustheit, weitgehende Unempfindlichkeit gegen Tiefentladung und brennen sollen sie auch nicht. Die maximal erreichbare Zyklenanzahl liegt um ein vielfaches über der von LiFePo4, einzig die Energiedichte ist etwas ungünstiger als bei LiPo/LiFePo4... Maximale Entladeströme sind auch sehr gut (und somit auch für E-Autos etc.. gut nutzbar)


    Die Anschaffungspreise sind aktuell noch einiges über den anderen Li-Typen und BMSe gibts auch noch nicht wie Sand am Meer an jeder Ecke - rechnet man aber die hohe mögliche Zyklenzahl (sofern das stimmt, was behauptet wird) rein, steigt die Wirtschaftlichkeit schon wieder um einiges an.


    Hat jemand schon Erfahrungen mit solchen Zellen ?

    Hier mal eine kleine Rückmeldung:


    Bei 6V sind die Impulse des Pulser weit geringer ausgebildet als bei 12V Akkus (sagt zumindest mein uraltes 08/15 Philips Oszi) - gefühlt habe ich also keinen Unterschied zwischen "0,1A Ladestrom aus dem Labornetzteil" und "powerpulser dran" bemerkt... 2 x 6 Volt in Reihe klappte hingegegn wie gewohnt gut.


    Die komplett tiefentladenen Akkus konnte ich zu rund 20% wieder auf "gut" hochpeppeln, ca 30% waren "naja, für minisolar reichts" und der Rest war "dahin"...


    In den erfolgreichen Fällen hatte der Powerpulsar jeweils am Anfang des Aufladens geholfen, damit die Akkus überhaupt wieder irgendwas angenommen hatten und die Spannung dann auch ein paar Tage hielten... Dann war ein Aufladen mit Ladegerät möglich... Dann weiteres Pulsen - dann 3 Zyklen fahren mit langsamen entladen und wieder komplettem Aufladen mit Pulsen nach dem Aufladen... Das hat sich als gangbar herausgestellt...

    Hallo Tom,


    danke für Deine Nachricht :)


    Meine Überlegung geht dahingehend: Ich bilde mir ein, dass der hohe Innenwiderstand dadurch zustande kommt, dass die Strukturen im Inneren des Akkus zu grob geworden sind - zumindest lese ich das aus diversen Quellen so heraus. Ein kurzzeitiges "Shoken" mit einem starken Strom soll wohl bei einigen NimH ein "Erwachen" bringen, so dass man sie dann wieder laden kann. Das Auffrischen an sich geschieht dann durch langsames Entladen mit anfänglich sanftem, dann immer stärker werdendem Aufladen in mehren Zyklen... Also wohl ähnlich wie "memory Effect bei NICD beseitigen"...
    Der Power Pulser fungiert hier als "kurzzeitschocker", der das anfängliche Auladen erst möglich macht...


    Jetzt hing der 7,2V Akkupack ein paar Stunden am Pulser - Zellen zwischen 1,3 und 1,45 Volt aktuell... Ich kenne leider die maximalspannung nicht, ab wann die Akkus leiden würden, aber 1,5V scheint mir noch ok zu sein - schaue ich mir die meisten Ladekurve NimH Diagramme im Netz an, geht es dort teilweise bis knapp unter 1,6 volt pro Zelle...


    Jetzt früh werde ich die Zellen mit sanftem Strom bei 1,5V (CV) am Laborladegerät einzeln mal ein bischen "füttern", dann sanft auf 0,8V pro Zelle entladen und dann Zyklen fahren - bin gespannt :)

    Hallo zusammen,


    hat jemand bereits Erfahrungen gesammelt, ob man NIMH Rundzellen (4200mAh) aus dem Modellbaubereich erfolgreich bepulsen kann?


    Mit Sohnemann habe ich die alten Autos aus dem Keller gezogen. Uralte Sanyo NICD Akkus konnte ich relativ simpel wieder aufladen und nach ein paar Zyklen hatten die wieder "wumms"... Ein paar damals sehr teure und gute NIMH Zellen waren ebenfalls durch die Lagerung komplett leer (bis auf ein paar mV hier und da)... Sobald man hier Spannung anlegt, reissen manche Zellen schon bei 0,3A Ladestrom in die Höhe und gehen weit über 3 Volt hinaus.... Eingelagert wurden sie damals in "TipTop Zustand" (ob voll oder nicht weiss ich nicht mehr).


    Es sind Packs zu 7,2V (6 Zellen).

    Hallo Tom,


    vielen Dank für die fixe Antwort - Support sogar in der Weihnachtszeit, super!


    Ich teste mal..


    Eine Verständnisfrage habe ich noch: Wenn das Anschliessen des Pulsers an eine 0-Volt 12V Batterie ihm nicht schaden kann - wieso wäre dann der Anschluss an einen 6V Akku für den Pulser gefählrich ? (Dass der Akku die 12V nicht gut findet, die den Pulsen "unterliegen" ist mir klar)


    Grüße, guten Rutsch ins neue Jahr!

    Hallo Herr Rücker,
    hier und da lese ich im Forum, dass selbst jahrelang tiefentladen rumgestandene Akkus mit dem PP bearbeitet wurden ohne jegliche Warnung - gleichzeitig lese ich aber auch, dass man tunlichst keine 6V Akkus mit dem PP bearbeiten soll, da er dadurch überlastet werden kann.
    Hier steht eine komplett auf 0V tiefentladene 65Ah Starterbatterie, die vermutlich nur vergessen wurde - sie könnte also "nur" sulfatiert sein.... Mit dem Labornetzteil bekomme ich zwar die Spannung mal angehoben, aber so Recht wills nich - und alle "Automatiklader" wollen sowieso nicht.
    Obs was bringt - wer weiss... Aber Forschungsdrang ist da...
    Kann ich den PP mal dranhängen (für Jahre? :) ) ohne ihn dabei zu zerstören?