Beiträge von AFA-Autobatterien

    Der moderne Mensch hat wenig Zeit. Eine schnelle Rekonditionierung geht am besten mit dem Ladewutzel und Tom´s Anleitung. Schnell heißt: 24-48 Stunden; ist halt vom Zustand der Batterie abhängig. Ganz besonders mag es die Batterie, wenn Du den Ladewutzel auf 14,8 V drehst und 4 Wochen ladest. Dann ist ebenfalls die Säureschichtung weg und die Batterie hat sich genauso regeneriert.

    Bei AGM rate ich generell ab, über 14,8 V zu gehen und lieber die 4 Wochen-Methode anzuwenden (Gut, ich arbeite mit Kundenbatterien, die ich nicht zerschießen kann). Auf Grund der Säureverarmung magert eine AGM ganz schnell ab. Ich habe schon viele AGM geöffnet und nur Trockenheit vorgefunden. Ansonsten reagiert die AGM genauso wie die Naßbatterie, da beide Blei-Kalzium-Batterien.

    Bei 200 mA ladet die Batterie noch. Bei einer 70 Ah AGM kannst Du bei etwa 30 mA Stromaufnahme mit einer Volladung rechnen. Ich erinnere an Tom´s Ladegrafik oder sieh hier:


       


    Rainer

    Noch ein paar Worte zu Kapazitätsmeßgeräten. Vor über 10 Jahren kaufte ich mir dieses interessante Gerät.



    Nach kurzer Zeit mußte ich feststellen, daß meine Batteriekapazität plötzlich auf 40 % eingebrochen war, um ganz schnell wieder 100 % zu erreichen. Nach Überschlagsrechnung konnte das aber nicht sein und eine Probeladung ergab völlig falsche Werte.

    Für meine derzeitigen Batterie- und Ladegerätetest´s erwarb ich dieses Gerät:



    Probehalber einen Stromfluß von 4 A in einer Stunde auf einen Widerstand gegeben ergab korrekt 4 Ah. Lade ich jedoch eine Batterie damit auf, zeigt es wieder astronomische Werte, egal ob diese Batterie lt. Beschreibung angewöhnt ist oder nicht. Nach 1 Stunde Ladung mit 7 A ergibt z. B. 23 Ah, 1 Stunde später mit jetzt 5 A sind es schon 36 Ah.


    Nun wäre meine Frage an Dich, Tom, ob man Dein Akku-Kapazitätsmessgerät 'true-blue' 0-25V/10A auch umgekehrt zum Laden benutzen kann und auch wirklich realistische Werte erhält. Die aller 15 - 30 Minuten durchzuführenden Messungen nerven mit der Zeit.


    Rainer

    Wäre mal die Ladespannung von Solar interessant. Die Vollkalzium kann man zwischen 13-14,8 V erhaltungsladen. Dabei stellt sich bei einer vollen Batterie ein Ladestrom bei 14,8 V von 0,1 A 110 Ah-Batterie und 0,07 A 60 Ah-Batterie ein. Also weit unter den vom Hersteller geforderten C/100 für Erhaltungsladung. Trotzdem empfehle ich immer für absolute Erhaltungsladung 13 V, für Erhaltungsladung bei z. B. der Feuerwehr 14,8 V. Die sind nämlich mal schnell und kurz unterwegs und dann werden die Batterien mit 14,8 V in den nächsten Tagen recht gut aufgeladen, was bei 13 V nicht geht.


    Permanent 14,4 - 14,8 V ohne jegliche Abnahme würde ich nicht über Monate hinweg den Gelben zumuten.


    Rainer

    Tja, das ist die Frage. So sollen ja AGM´s nicht im Motorraum eingebaut werden, weil sie austrocknen. Die von mir geöffneten Batterien waren alle erst einmal recht Wasserdurstig. Ab Durchfeuchtung habe ich dann aber Säure aufgefüllt, damit die Dichte stimmt. AGM-Motorrad fülle ich immer mit Flüssigkeitsspiegel auf (nur 1 mm geschätzt).


    Rainer

    Was kann man einer Starterbatterie gutes tun, wenn sie die überwiegende Zeit im Jahr nichts zu tun hat?

    Zuerst kaufst Du Dir ab 16.11. dieses sehr nützliche Ladegerät:


    https://www.microcharge.de/tom…se-grosse_krokodilklemmen


    Damit fährst Du die Batterie (Naß oder AGM) langsam bis 14,8 V hoch und läßt sie 6 Wochen damit laufen. Dann regelst Du auf 13-13,2 V runter und läßt sie ständig am Netz. Oder läßt sie nach den 6 Wochen 6 Monate ohne Anschluß kühl stehen und ladest wieder 2 Wochen mit 14,8 V. Oder hängst nach den 6 Wochen Dein Ctek an und läßt es Monate durchlaufen (Erhaltungsladung 13,6 V).


    Die 6 Wochen (4 reichen auch schon, 8 sind nicht falsch) mit dem Ladewutzel sind Pflicht!!! Andernfalls bekommst Du die Batterie nicht richtig voll! Siehe Tom´s Grafik.




    Optima sind spezielle Spezialbatterien und machen als Starterbatterien im Auto keinen Sinn, aber geben ein gutes Gefühl. Die gelbe im Wohnmobil als A&B (Antrieb und Beleuchtung) eher noch.


    Ich bin generll dagegen eine AGM über 14,8 V zu laden, auch wenn die Techniker eine mehrstündige Überladung bei Sulfatierung angeben. Wer will aber wissen, wann die Batterie aus der Regenerierung kommt und wann die Schädigung beginnt? Kapazitätsmangel sind meist die Folge von Elektrolytmangel, bei dem die Elektroden nicht mehr atmen können. Der notwendige Betrieb mit Säureverarmung führt nun mal schnell zu Mangelerscheinungen. Öffnen und nachspritzen (Wasser), was bei der herkömmlichen AGM geht, habe ich mir bei der Optima nicht getraut, nachdem ich sie von innen gesehen habe. Ich habe schon etliche handelsübliche AGM zu Naßbatterien umfunktioniert, die dann jahrelang noch gingen.


    Unser schlimmster Feind ist ja die Zeit. Und die elektrochemische Elektrolyse in der Batterie braucht nun mal Zeit. Die beste Regenerierung einer Batterie sind 4 Wochen mit 14,8 V. Hat man die Zeit nicht kann man nur noch mit dem Ladewutzel 24-48 Stunden laden oder 24 Stunden mit 16 V. Das geht aber nur bei Naßbatterien.


    Rainer

    16 V bis 24 h geht. Risiko ist halt immer die Batterie und ihr Alterszustand. Die Ladeschlußspannung kann sich von 17 auf 16 V im Alter verlagern, dann sind 24 h zuviel. Immer die Temperatur kontrollieren: Handwarm ist normal, darüber Spannung runter nehmen.

    Ich denke mal, daß das Gerät Kurzschlußfest ist. Eine Strombegrenzung ist doch schon Standard. Tom´s Ladewüterich hat das bestimmt auch.


    Säuredichte kann ich bei denen ohne Stopfen ja nicht mehr messen und ich hab auch gar keinen Heber mehr.

    Manche Hersteller haben unter dem Etikett immer noch Schrauben. Aber 41 Ah ist eine "Varta-Marotte". Vielleicht sind beide von Varta und dann allerdings zu. Gut, ich bohre auf und Säureheber gibt´s bei Reichelt.


    Schau mal nach dem Code auf der Batterie. Z. B. C3B25749..., das ist immer Varta und die 2. Zahl ist das Herstellerjahr, also 2012.

    Der 1. Buchstabe steht für das Werk, C=Ceska Lipa, H=Hannover, Z=Zwickau, E=Spanien...


    Rainer

    Rene, ich hatte Dein Ladegerät außer acht gelassen und bin von einem Leistungsgerät ausgegangen. Du hast ja eine Strombegrenzung drin. Lade jede Batterie einzeln, drehe voll auf und beobachte die Spannung. Steigt sie innerhalb einer Stunde nicht mehr an, ist die Batterie voll, einschließlich Säureschichtung beseitigt.

    Ferndiagnose ist immer schlecht möglich. Vielleicht hast Du auch mit der vorigen Ladung die Schichtung schon beseitigt und brauchst nichts mehr machen. Messe die Säuredichte, dann weißt Du es genau.


    Tut es ihnen gut, zwischendurch, in den Ruhephasen, ein bisschen Strom zu entnehmen, z.B. mit einer 11 W-Stableuchte? oder lieber in Ruhe lassen?

    Wobei ich 11 Watt über 30min.o.60min. nicht als kritisch ansehe, oder? Ausserdem nehmen sie doch erst dann wieder Strom auf, oder irre ich?

    Zyklische Belastung tut einer Bleibatterie nie gut. "Nur so" entlädt man nie eine Batterie. Wenn sie für Dich arbeiten muß, dann ja. Aber Starterbatterie 100 Vollzyklen, 200 Halbzyklen und dann ist meist Schluß.


    Rainer

    Du mußt Dir mal merken: In einer Batterie arbeiten immer 2 Pferde, ein langsames Arbeitspferd (chemische Elektrolyse) und ein Rennpferd (elektrischer Strom). Zwischen beiden mußt Du nun einen Spagat machen, um beiden gerecht zu werden.


    Oder so:


    Chemie ist zumeist langsam, Elektrizität dagegen blitzschnell – eine Diskrepanz, die ganz besonders auf die Bleibatterie zutrifft. Deshalb darf eine Batterie auch nur langsam geladen werden, der Ladestrom sollte 5-10 % ihrer Kapazität betragen. Nur so kann sich das Blei in der Batterie effektiv umwandeln. Umgekehrt gilt: Je höher der aus der Batterie entnommene Strom ist, um so schneller macht sie schlapp, weil einfach die Chemie, die Umwandlung des Bleis in Strom in der Batterie nicht mehr hinterher kommt. (Müßtest Du von mir schon gelesen haben).


    Ich will damit sagen, ein langsames Vorgehen bei der Batterie ist immer besser. Du kannst die Batterie mit 5 % der Kapazität Konstantladestrom laden und ab Gasung jede Stunde die Spannung messen. Steigt die Spannung innerhalb einer Stunde nicht mehr an, ist die Batterie voll. Aber niemals der Batterie 17 - 17,5 V aufzwingen. Bei einer Spannungsladung mit diesen Werten kann der Ladestrom so stark ansteigen, daß Du Schaden anrichtest! Bei einer älteren Batterie sinkt nämlich die Gasungsspannung und auch die Ladeschlußspannung ab, deshalb können sich, bei Beaufschlagung mit 17 V, hohe Ströme einstellen. Diese 17 - 17,5 V gelten immer als gemessene Spannung bei Konstantstrombeaufschlagung.


    Eine 10 - 5 % (ab Gasung) Stromladung ist eine schnelle Ladung, die innerhalb von ca. 12 - 15 Stunden die Batterie vollständig aufladet, Säureschichtung beseitigt und alles wieder auffrischt. Bei einer alten Batterie mußt Du damit rechnen, daß sich eventuell gebildete Durchwachsungen im Scheider verfestigen und eine oder mehrere Zellen ausfallen. Das ist aber nicht schlimm, denn dann weißt Du gleich ganz genau, daß die Batterie nicht mehr viel Wert war.


    Wenn Du Zeit hast, ist eine langsame Ladung immer besser, weil sich das träge Arbeitspferd in Ruhe regenerieren kann. Etwa 50 % der 2 - 5 Jahre alten Batterien fallen auf Grund ungenügender Ladung aus und sind wieder herstellbar. Ich lade diese Batterien mit 14,8 V über 4 - 8 Wochen. Nach 3 Wochen hat sich die Säureschichtung erledigt. Nach 4 Wochen ist die Batterie wieder frisch.

    Schon zu DDR-Zeiten - ich komme aus Dunkeldeutschland - als Batterien noch knapp waren, haben manche Autofahrer sulfatierte Batterien mit einem geringen Konstantstrom 4 Wochen lang geladen und beste Ergebnisse erzielt. Da Batterien wie Menschen sind, hier mal eine kleine identische Geschichte aus meiner Arbeit als Ortschronist:


    1950 kam einer aus russischer Kriegsgefangenschaft, ausgehungert und ausgemergelt. Mutter hat ihm sogleich einen schönen Gänsebraten serviert, damit er sich schön stärken kann... Ein paar Tage später war er tot! Er hätte langsam die kalorienreiche Nahrungskette wieder aufbauen müssen, genauso wie er abgebaut hat. Die Batterie ist nicht anders: In mehreren Jahren hat sie langsam abgebaut. Gib ihr Zeit, sich wieder langsam zu erholen und sie wird es Dir danken.


    Tut es ihnen gut, zwischendurch, in den Ruhephasen, ein bisschen Strom zu entnehmen, z.B. mit einer 11 W-Stableuchte? oder lieber in Ruhe lassen?

    Entladungen können Bleibatterien nicht ausstehen. Das bei einer Entladung entstehende Bleisulfat ist etwa 1,5 x größer als Bleidioxyd. Dabei kommt es zu einer mechanischen Beanspruchung in der Platte, wo sich die Stromspeichermasse lockern kann.

    Wenn die Batterie richtig voll ist, kannst Du sie permanent mit 13 V beaufschlagen, wodurch die ohnehin schon sehr langsam ablaufende Selbstentladung verhindert wird.

    Die Ladeerhaltungsspannung einer Starterbatterie liegt, je nach Anwendung, bei 13 - 14,8 V. Die Betriebsspannung, je nach Anwendung, 14,8 - 15,4 V. Unterhalb von 15 V kann man eine Starterbatterie nicht überladen.


    Das ist übrigens eine "Eurostart" von "Batcars".

    Alles nur Handelsmarken. Die ehemalige Firma Varta verkaufte früher ihre Batterien unter 28 Handelsmarken (erkennbar am Code). Es gibt nur wenige Batteriehersteller in Europa: Exide, Banner (Österreich), ein Konsortium aus kanadischen Finanzinvestoren hält die ehemalige Varta, das einzige noch bestehende deutsche Familienunternehmen MOLL soll durch Carola pleite sein.


    Rainer

    Also für mich war der Innenwiderstand nie ein Thema. Spannung und Strom schon. Man kann ihn errechnen, indem unter Last Spannung durch Strom geteilt wird - R=U/I. Eine Batterie hat z. B. unter 200 A Last eine Spannung von 10 V, das ergibt 0,05 Ohm. Die modernen Tester ("Schwindler") messen da irgendwie mit Ohm herum. Weil es dabei immer wieder zu Fehler kommt, habe ich mich für dieses moderne Zeug nicht interessiert und meinen Schwindler unserem Autohaus verschenkt.


    Rainer

    Ruhestrom ergab zwischen 50-70 mA

    Das ist zu hoch. Den Ruhestrom sollte man aber nach mindestens 1 Stunde Standzeit messen, wenn alles im Auto schläft. Manche Steuergeräte schlafen erst nach 20 Minuten ein.


    Damit hab ich tiefentladene Energyser+Varta 41 + 44 Ah ins Leben zurück geholt


    Kann es sein, dass die Klemmenspannung von 13,2V in Ruhe (2Std.nach Ladeende) darauf hinweisst, dass hier eine "Scheinladung" oder "Scheinspannung" aufgebaut wird?

    Durch die Entladung ist Säureschichtung entstanden, die die Leerlaufspannung und Säureanzeige verfälscht. Trotzdem ist der Spannungswert für eine richtig aufgeladene Batterie normal und geht nach 12-24 h langsam zurück.


    Du kannst die Batterien jetzt noch 12 h mit 16 V laden oder 4 Wochen mit 14,8 V, um die Schichtung zu beseitigen.


    Rainer

    Hallo René!


    Wenn das Auto nicht benutzt wird verliert die Batterie je Monat etwa 15-20 Ah durch den Ruhestrom des Fahrzeugs (Erhalt Uhr, Radio, Schließanlage, usw.). Entweder Du klemmst die Batterie in der Standzeit immer ab (oder Hauptschalter) oder steuerst mit einem Erhaltungsladegerät gegen. Also permanente Ladung. Ctek hat da eine schöne Ampel, eine passende Verbindung zum Ladegerät, wodurch Du alles ins Auto einbauen kannst und nur noch den Stecker in die Steckdose bringst.



    Rainer

    Ich teste nur mit Last: 44-60 Ah 200 A und 70-... Ah mit 300 Ah. Über eine Zeit von etwa 10 Sekunden beurteile ich dann anhand des Spannungsverlaufs den momentanen Zustand: Hält die Spannung und steigt leicht an = sehr gut, konstante Spannung = gut, langsam fallende Spannung (Zehntelbereich) = Kunde muß mal mit einer Neuen rechnen (speziell im Winter), fällt die Spannung langsam im 1-er-Bereich = Neukauf ratsam.

    Voraussetzung ist natürlich, daß der Ladezustand bekannt ist. Sehr gut geeignet sind die lastlosen Tester. Mit denen kann der Batterieumsatz gesteigert werden.



    Das waren einmal 2 neue 225 Ah, natürlich geladen. Nach dem Einbau in einem Bus mußte noch eine kleine Stelle geschweißt werden...

    Explodiert ist erst eine Zelle und in einer Kettenreaktion die anderen 5 auch noch. Ich durfte gleich noch mal 2 Neue liefern, was ich sehr gern getan habe.


    Wenn Batterien nicht von außen gezündet werden, dann eigentlich nur durch schlechte Brückenverbindungen, die Punktgelötet sind und nach einiger Zeit wegen schlechter Lötung beim Starten wegbrennen können. Bei 24 V entsteht dabei ein schöner Zündfunke. Geht aber auch bei 12 V.

    Gleicher Hersteller, gleiches Alter, kann eine Charge sein, die diese Schwäche aufweist.

    Knallgas kann immer in einer Batterie sein. Bei Arbeiten an einer Batterie (heutzutage nur noch Pol auflöten) werden zuerst die Stopfen herausgeschraubt und dann kurz mit der Flamme über jede Zellenöffnung kurz drüber gestrichen, die Batterie also entgast. Dabei rumst es manchmal ganz schön. Es ist auch Arbeitsschutzauflage und bei geschlossenen Batterien lehne ich jeglichen Polaufbau ab. Nicht mal elektrisch würde ich das löten.


    Rainer

    Von unten beginnende Sulfatierung der Plusplatte einer 3 Jahre alten EFB-Batterie.


    Von außen sichtbare Sulfatierung einer Motorradbatterie.


    Sulfatierter Plattenblock.


    Beginnende Sulfatierung am Gitter. Führt zu Passivität (Hochohmig).


    Die 3 linken Plusplatten zeigen Sulfatierungsschäden. Die 4. ist intakt, aber entladen (Bleisulfat). Die 5. geladen (Bleidioxyd).


    Das grobkristalline Sulfat überzieht die Oberfläche der Platte - sie kann nicht mehr atmen, wird hochohmig und fällt aus (Bild oben). Grobkristalline Sulfatkristalle (Bild unten).

    Hallo Tom,


    habe in diesem interessantem Forum mal herumgelesen und auch meinen "Senf" dazugegeben.


    Leider ist bei einigen Versuchen mit der "Hochspannungsladung" an alten, kaputten Batterien relativ oft (immerhin 5 von etwa 15 Batterien, mit denen ich bisher experimentiert habe) ein Zellenschluss aufgetreten.


    Das ist aber völlig normal. Diese Batterien waren schon vorgeschädigt und wären ohnehin ausgefallen. Daran kannst Du Dich nicht orientieren.

    Ich habe kürzlich eine 17 Jahre alte Batterie reinbekommen, die hatte 11,8 V. Eine Ladung mit 14,8 V hat sie zuerst gut vertragen, aber nach 24 Stunden stieg der Strom immer mehr an - eine Zelle ausgefallen. Es ist eine 100 Ah und tat im Mercedes Benziner Dienst. Deshalb auch diese hohe Lebensdauer. Ich werde sie aufschneiden und fotografieren.


    Das dürfte wohl auch der Grund sein, weshalb Ladegerätehersteller so extrem konservative Ladespannungen vorsehen: Die wollen einfach nicht in Haftung genommen werden

    Das ist auch ganz stark meine Vermutung. Als ich bei Amazon (Ctek-Ladegeräte) meine Meinung äußerte, hielt sich Herr Ctek (offensichtlich der Kundendienst) zurück, obwohl er immer auf andere Probleme antwortet.

    Zumindest die größeren Sonnenschein-Gel-Batterien lassen sich ganz gut mit Wasser nachfüllen, wenn man die Stopfen öffnet. Bei AGM geht das meistens auch ganz gut. Fraglich nur, ob sich die auf diese Weise künstlich geschaffene brutale Säureschichtung (Säure unten, Wasser oben) noch mal irgendwann "verläuft".

    Mit Gel habe ich insgesamt schlechte Erfahrungen gemacht, ich verkaufe die Dinger deswegen auch nicht und weiche lieber auf AGM aus. Nachgefüllt habe ich mit Säure, da ja kein Wasser verloren geht. Das Gel ist aber wie fettig und die Hohlräume, sind sie von Gel umschlossen, nicht erreichbar.

    Bei AGM geht das besser, das Vlies saugt gut auf. Ich fülle immer zuerst mit Wasser auf, bis das Vlies satt ist. Dann Säure hinterher auf einen Level der Naßbatterie, laden bis 16 V, zuschrauben und die Batterie läuft wieder. Ist natürlich keine echte AGM mehr, die ja leicht unter Druck stehen (wegen der Wasserrekombi), aber als Starter bestens geeignet. Auch Säureschichtung ist kein Problem.

    dieser Tage geht mit Bleiakkus eigentlich fast nichts mehr und alle Welt stürmt auf Lithium-Akkus zu.

    Aber nur beim Thema Akku insgesamt. Starter werden wohl noch ein weilchen Blei bleiben. In der Sparte Motorrad gibt es inzwischen schon fast das gesamte Programm in Lithium. Die haben nur noch knapp über 30 % Kapazität der Blei, dafür kosten sie dann bis zum Dreifachen. So stimmt das Verhältnis wieder.

    Die recht geläufige Motorradbatterie YTX9BS mit 8 Ah hat in Li nur 3 Ah. Deswegen sind die Dinger auch so leicht und man gibt lieber die Wattstunden an, das sieht für den Kunden nicht so doof aus: Also P=UxI, 3x12= 36 Wh. Die Angabe mit 3 Ah würde zu unnötigen Diskussionen führen und die Kunden vom Glauben abfallen lassen.

    Die Li bringt als Starter eine hohe Leistung, deshalb die geringe Kapazität. Im Bereich Antrieb&Beleuchtung ist die Kapazität gefragt und da werden die Dinger wieder schwerer.


    Inzwischen bietet Panther auch eine 70-er Starter an für, glaube zu meinen, über 500 Euronen. Ich verkaufe die 70-er Blei für 90 Euro. Bei guter Pflege hält sie 6-10 Jahre. Also hat sich eine Li-Starter in über 30 Jahren amortisiert???

    Danke nochmal! Ich hoffe, Du hältst uns weiterhin mit guten Infos und Erklärungen bei Laune.

    Bei Fragen einfach "afa-autobatterien(at)web.de" anfunken. Ich lese hier nicht immer mit und eine automatische Nachricht, wie in anderen Foren, schein es hier nicht zu geben.


    Rainer


    Werbung ist alles: Silber drin- muß doch gut sein. Calcium-Calcium-Technologie - wer weiß was das ist, aber 2x, das muß noch besser sein. Startet bis -50° - kann ja mal kalt werden im Winter. Made in EU - immer gut für den europäischen Gedanken. Und noch ein magisches Auge...

    Hersteller? Vielleicht Exide?

    Hallo Tom, ich antworte mal auf den "alten Schinken" hier:


    Soweit nahezu alles korrekt beschrieben.

    Die AGM-Batterie benötigt keine höhere, sondern eine niedrigere Ladespannung. Die Ladegerätehersteller vergleichen hier Äpfel mit Birnen. Spätestens seit 2010 ist die Blei-Calcium-Batterie Standard bei den Starterbatterien. Sie benötigt ca. 1 V höhere Ladespannung gegenüber der früheren Blei-Antimon-Batterie. Die 14,4 V beziehen sich auf die alte Antimonbatterie. Tatsächlich müßte die wartungsfreie Ladespannung 15,4 V betragen. Da die AGM auch eine Calcium ist, wird sie mit weniger Ladespannung betrieben, aus Sicherheitsgründen.


    Rainer