Hintergrund:
Ich will den Akkuzustand meines MG4 (mit 64kWh-brutto-NMC) u.a. durch möglichst bequeme Ri-"Messungen" überwachen.
Dazu habe ich in einem 1.Versuch in der Garage per Diagnosetablet bei einem ca. 10 minütigen Entlade-Ladezyklus hauptsächlich Akkuspannung und -strom aufgezeichnet:
1. bei aktiven Bordsystemen ohne sonstige Verbraucher
2. alle Starkverbraucher aktiv (hauptsächlich AC im Scheibendefrostmodus plus Akkuheizung) mit max. ca. 11kW Leistung
3. AC-Ladung mit mittleren 9,3kW
Dann habe ich den theoretischen Ruhespannungsverlauf berechnet (als U - I x Ri), wobei ich Ri manuell so gewählt habe, daß sich die berechnete Ruhespannung bei Laständerungen möglichst wenig ändert. Das beste Ergebnis bei ca. 60% SoC und 3,5°C Zelltemperatur zeigt sich bei Annahmen um Ri = ca.100mOhm:
Erläuterung:
Bei Ri-Annahmen in Richtung 0 mOhm nähert sich die orange Kurve immer weiter an die blaue Kurve an, bei höheren Ri-Annahmen nimmt sie die Form eines invertierten Verlaufs der blauen Kurve an.
Meine Frage: Sind die vermutlichen Ri = 0,1 Ohm die alleinige bzw. Hauptursache für den Peukert-Effekt? Oder spielen beim Peukert-Effekt noch wesentliche weitere Ursachen mit, wie z.B. chemische Nebenreaktionen?