Hallo Tom,
die von Dir angebotene Taxibatterie soll ja komplett eine Bleibatterie im Fahrzeug ersetzen, wenn ich das richtig verstanden habe. Das heißt, sie wird von der Lichtmaschine gnadenlos mit Konstantspannung geladen, auch bei Temperaturen unter 0 °C. Wenn das Fahrzeug im Winter eine Nacht im Freien gestanden hat, dann ist ja auch die Batterie so ausgekühlt, dass die Zellen durchgehend entsprechend kalt sind.
Nun soll man ja im Allgemeinen LiFePO4-Zellen unter 0 °C überhaupt nicht laden. Und beispielsweise gibt es für CATL-Zellen auch für oberhalb 0 °C eine Ladestrom-Derating-Tabelle, wie Du an anderer Stelle mal gepostet hattest (wenn ich mich richtig erinnere).
Ich könnte mir vorstellen, dass die Zellen in der Taxibatterie eine etwas andere chemische Zusammensetzung haben und daher nicht so empfindlich in Bezug auf Li-Plating sind?
Aber wenn man sich folgendes Szenario vorstellt: Die Batterie wurde über Nacht richtig ausgekühlt. Morgens läuft die Standheizung, die Batterie wird also ein Stück weit entladen. Dann fließt doch nach dem Motorstart ein erheblicher Ladestrom, der nur durch den Innenwiderstand der Batterie und die Leistungsfähigkeit der Lichtmaschine begrenzt wird. Die Lichtmaschinen in Autos werden immer größer und der Innenwiderstand einer Li-Batterie ist ja bekanntlich sehr gering. Er erhöht sich zwar bei niedrigen Temperaturen etwas, aber ist das so signifikant, dass der Ladestrom dadurch auf einen für Frost-Temperaturen erträglichen Wert begrenzt wird?
Gruß
Matthias