Tom,
schwerwiegenden Problemen durch Dauer-Erhaltungsladung an Bleiakkus kann ich nur bedingt zustimmen! Die sind in erster Linie abhängig von der Erhaltungsladespannung und der Betriebstemperatur. Der gute alte Audi 80 TDI von meiner Frau wird pro Jahr nur durchschnittlich 2000 Kilometer bewegt und steht immer (vor allem während der gesalzenen Wintermonaten) in der kühlen Garage. Die letzte neue (billigsdorfer) Starterbatterie habe ich im Frühjahr 2007 eingebaut und die startet den 1900er Dieselmotor noch immer problemlos. Allerdings beträgt die Leerlaufspannung meiner kompakten Tisch-Schaltnetzteile nur max. 13,4 Volt, womit auch nur wenige zehntel Watt Energie zur Starterbatterie fließen!

Von diesen kleinen Schaltnetzteilen habe ich schon hunderte umgebaute Exemplare verteilt, bisher erhielt ich nur positive Rückmeldungen von Leuten welche sie regelmäßig einsetzen.
Wenn allerdings die Betriebstemperatur von 8 Stück in Reihe geschalteten 12V 7,2Ah AGM Akkus beispielsweise an die 30°C und deren Erhaltungsladespannung bis zu 110 Volt betägt, denke ich nicht dass so einn Akkusatz nach 4 Jahren noch brauchbar wäre?
Vor ca. 6 Jahren brachte mal der Branschutzbeauftragte von unserer Gemeinde die "vermeintlich defekte" Steuerung für mehrere Dachluken zum überprüfen vorbei, weil sich die Motoren nicht mehr bewegten. Ein Servicetechniker wollte damals alles erneuern und sendete der Gemeinde einen Kostenvoranschlag von über 2500 Euro! Nachdem ich den Branschutzbeauftragten nach der Notstromversorgung fragte, brachte er mir noch einen kleinen PLastikkasten mit zwei Stück 12V 4,5Ah AGM Akkus, welcher ebenfalls im Dachstuhl neben der Steuerung montiert war. Obwohl diese in Reihe geschalteten Akkus erst knapp 3 Jahre im Einsatz waren, stellte sich einer als klinisch tot heraus. Der zweite war auch schon viel zu hochohmig und konnte mit Mühe noch bescheidene 1,5Ah speichern.
Die gemessene Erhaltungsladespannung (von einen veralteten Linearregler generiert) betrug stolze 27,5 Volt und im Dachstuhl kann es in den Sommermonaten auch sehr warm werden. Folglich änderte ich den Spannungsteiler an der Ladeschaltung für verträglichere 26,5 Volt Ausgangsspannung und es wurden zwei baugleiche WP L5-12-M/F2 12V 5Ah AGM Akkus von Reichelt angeschafft und eingebaut.
Letzten Sommer traf ich den Branschutzbeauftragten unserer Gemeinde zufällig und er bestätigte mir, dass die beiden "Kung-Long" Akkus nach mittlerweile 5 Jahren noch einwandfrei funktionieren. Deshalb unbedingt runter mit zu hohen Erhaltungsladespannungen, die sind nur kontraproduktiv und zerstören jeden guten Bleiakku!