Beiträge von Ewald

    "CE" Konfirmitätserklärungen sind im praktischen Leben weitgehend Wertlos und auch sicherheitstechnisch nicht wirklich relevant! Jeder Produzent ist berechtig auf seine Produkte diese lächerlichen Aufkleber überall draufzupappen, egal ob er damit die erforderlichen Prüfvorschriften einhält oder nicht! Vor allem passiert das auch bei allen minderwerigen "Chinakrachern" welche nicht annähernd den europäischen Prüfnormen entsprechen, würden die das nicht so bezeichnen meckert bekanntlich als erster der Zoll!


    Bei allen elektrischen Geräten welche mit Netzspannung betrieben werden oder erhebliche Ausgangsleistungen erzeugen können, sollte man eher auf vertrauenswürdige VDE oder ähnliche Prüfzeichen achten!

    Ein zweite Diode bringt nur zusätzliche Spannungsabfall in Flußrichtung, mehr nicht! Da wäre eine zusätzliche passende Schmelzsicherung sinnvoller, dann wird wenigstens das Netzteil nicht gnadenlos gegrillt falls man versehentlich Plus und Minus vertauscht.

    Balancer für 6 zellige Agm Batterien wären naturgemäß auch nicht der Überhit, weil die Unterschiede an deren Einzelzellen nicht berücksichtigt würden. Solche Balancer könnten bestenfalls dafür sorgen, dass die in Reihe geschalten 12V-Blöcke nicht nennenswert auseinanderlaufen. Bei meinem früheren Arbeitgeber hatten wir unter anderem einen Hochregal Elektrostapler von Jungheinrich mit 40 Stück einzelnen 2 Volt 560 Ah Nasszellen, welche alle in Reihenschaltung geladen und auch entladen wurden. Dort gab es kaum zwei wirklich identische Zellen, die Spannungsunterschiede betrugen immer mehrer hunderststel Volt im Leerlauf und unter Belastung (laden oder entladen) ein vielfaches davon.


    Bei USV Anlagen wäre das wesentlich unkritischer, weil es bei intakten Energiespeichern weitgehend nur um "Niedrigsstrom"-Erhaltungsladung geht!

    Um derartige Hardware-Komponenten auch fachgerecht zu reparieren, sollte man schon wissen wie das Netzteil zum laden funktioniert und ausreichend praktische Erfahrung mit Netzspannung haben. Du könntes zum (externen laden) auch ein Wanptek DPS1203U 120V 3A Labor Schaltnetzteil anschaffen, welches bei chinesischen Marktplätzen ab ca. 60 Euro gehandelt wird. So ein Gerät verwende ich überwiegend zum trocknen von Backlack, an neu gewickelten hochohmigeren Spulen.


    Aber unbedingt eine Gleichrichterdiode in Reihe schalten, damit sich die Akkus nicht rückwärts langsam entladen können, wenn das Netzteil mal längere Zeit ausgeschaltet wird!

    Ich würde die einzelnen Bleiakkus mal extern mit einem geeigneten Ladegerät (beispielsweise Modellbaulader) mal alle fachgerecht volladen, dann kann man diese mal problemlos mehrere Monate lagern und muss sich in dieser Zeit nicht darum kümmern. Anschließen die Ladeschaltung der USV Anlage reparieren, was in den meisten Fällen auch nicht wirklich schwer ist!

    Tom,


    schwerwiegenden Problemen durch Dauer-Erhaltungsladung an Bleiakkus kann ich nur bedingt zustimmen! Die sind in erster Linie abhängig von der Erhaltungsladespannung und der Betriebstemperatur. Der gute alte Audi 80 TDI von meiner Frau wird pro Jahr nur durchschnittlich 2000 Kilometer bewegt und steht immer (vor allem während der gesalzenen Wintermonaten) in der kühlen Garage. Die letzte neue (billigsdorfer) Starterbatterie habe ich im Frühjahr 2007 eingebaut und die startet den 1900er Dieselmotor noch immer problemlos. Allerdings beträgt die Leerlaufspannung meiner kompakten Tisch-Schaltnetzteile nur max. 13,4 Volt, womit auch nur wenige zehntel Watt Energie zur Starterbatterie fließen!



    Von diesen kleinen Schaltnetzteilen habe ich schon hunderte umgebaute Exemplare verteilt, bisher erhielt ich nur positive Rückmeldungen von Leuten welche sie regelmäßig einsetzen.


    Wenn allerdings die Betriebstemperatur von 8 Stück in Reihe geschalteten 12V 7,2Ah AGM Akkus beispielsweise an die 30°C und deren Erhaltungsladespannung bis zu 110 Volt betägt, denke ich nicht dass so einn Akkusatz nach 4 Jahren noch brauchbar wäre?


    Vor ca. 6 Jahren brachte mal der Branschutzbeauftragte von unserer Gemeinde die "vermeintlich defekte" Steuerung für mehrere Dachluken zum überprüfen vorbei, weil sich die Motoren nicht mehr bewegten. Ein Servicetechniker wollte damals alles erneuern und sendete der Gemeinde einen Kostenvoranschlag von über 2500 Euro! Nachdem ich den Branschutzbeauftragten nach der Notstromversorgung fragte, brachte er mir noch einen kleinen PLastikkasten mit zwei Stück 12V 4,5Ah AGM Akkus, welcher ebenfalls im Dachstuhl neben der Steuerung montiert war. Obwohl diese in Reihe geschalteten Akkus erst knapp 3 Jahre im Einsatz waren, stellte sich einer als klinisch tot heraus. Der zweite war auch schon viel zu hochohmig und konnte mit Mühe noch bescheidene 1,5Ah speichern.


    Die gemessene Erhaltungsladespannung (von einen veralteten Linearregler generiert) betrug stolze 27,5 Volt und im Dachstuhl kann es in den Sommermonaten auch sehr warm werden. Folglich änderte ich den Spannungsteiler an der Ladeschaltung für verträglichere 26,5 Volt Ausgangsspannung und es wurden zwei baugleiche WP L5-12-M/F2 12V 5Ah AGM Akkus von Reichelt angeschafft und eingebaut.


    Letzten Sommer traf ich den Branschutzbeauftragten unserer Gemeinde zufällig und er bestätigte mir, dass die beiden "Kung-Long" Akkus nach mittlerweile 5 Jahren noch einwandfrei funktionieren. Deshalb unbedingt runter mit zu hohen Erhaltungsladespannungen, die sind nur kontraproduktiv und zerstören jeden guten Bleiakku!

    An gut balancierten 4S LFP Akkus, sieht der Verlauf und die eingeladene Ladungsmenge erfahrungsgemäß so ähnlich aus.



    Schlechte Balancierung an länger herumstehenden LiFePO4 Akkus merkt man häufig an fehlender Gesamtkapazität imzuge von Lade/Entladezyklen. Das kann man wiederum in einem bestimmten oberen Spannungsbereich automatisch ausgleichen, wenn man das Labornetzteil mehrere Tage laufen lässt!

    An vielen USV Anlagen werden deren eingebauten Bleiakkus mit viel zu hohen Temperaturen betrieben und deren Ladespannung im Verhältnis zur überhöhten Betriebstemperatur ist auch häufig viel zu hoch.


    Nach meinen persönlichen Erfahrungen war deren Lebensende alleine schon vom Innenwiderstand, nach durchschnittlich 3 Jahren Dauerbetrieb erreicht! Auch Kapazitätsmessungen nach diesem Zeitraum ergaben eher selten noch deutlich über 2½ Ah gespeicherte Ladung, obwohl sie vorher randvoll geladen waren.

    Bei unseren alten Opel Kadett und Astra Kombi mit 1,7 Liter Isuzu Turbodiesel Motoren, waren defekte Didenplatten an deren Lichtmaschinen regelmäßige Schäden. Weil dann auch noch die Unterdruckpumpe angeflanscht war, war diese als "Orschnoool" Ersatzteil beinahe unbezahlbar, deshalb immer mühsam zerlegen und die defekten Dioden austauschen, weil auch komplette passende Diodenplatten Raritäten waren.

    Hallo Rainer,


    vor über 30 Jahren hatte ich an diversen Opel 1,7 Liter Turbodieselmotoren von Isuzu (damalige Firmenautos), öfter defekte Diodenplatten an deren Drehstromlichtmaschinen. Folglich habe ich auch berechtigten Respekt, vor sehr hohen Ladeströmen!

    Ich fahre aus persönlicher Überzeugung nur alte Selbstzünder, weil man damit am billigsten von A nach B kommt. Es gibt in meiner Gegend auch mehrere jüngere Leute, welche Golf 3 TDI mit wenigen hundert Euro Zeitwert fahren. Vor allem mangelt es denen nicht an der Zeit um die vielen Löcher zu schweißen usw. So habe ich im Sommer an einem 1997er Golf 3 TDI (Laterenparker) mit ca. 350000 Kilometer Laufleistung eine LFP Starterbatterie installiert. Weil dessen 90 Ampere Lima zu viel Ladestrom erzeugte, legte ich das LIMA Ladekabel zu einer großen Hauptklemme, wo auch alle abgehenden Versorgungsleitungen von der Batterie Plus Klemme dort dazugeklemmt wurden.



    Zusätzlich wurde von der Haupklemme noch ein weiteres einsames Ladekabel zur LFP Starterbatterie verlegt. Damit erhöhte sich der Schleifenwiderstand bis zur LIMA und der Ladestrom verringerte sich auf max. 40 Ampere. Somit wird die Lichtmaschine wirksam gegen Überlast geschützt und der LFP Akku fühlt sich auch wohler. Einziger Nebeneffekt (welchen ich sogar positiv finde) war die Tatsache dass nach dem anlassen des Motors das Licht schlagartig spürbar heller wurde, obwohl die Spannung an der dicken Hauptklemme unter 14,4 Volt lag.


    PS: Mit jüngeren Baujahren >2002 habe ich allerdings nichts am Hut und solche haben in meinen Garagen auch nichts zu suchen!

    Ich habe diesen Typ zum testen erworben, der passt von den Abmessungen mit den meisten VW Starterbatterien überein und die kleine Bosch Drehstrom-Lichtmaschine von alten Passat 35i, drückt nach dem Starten durchschnittlich 35 Ampere Ladestrom in den LFP Akku.



    In diesem Zusammenhang liegt eigentlich alles im grünen Bereich, somit sollte nicht unerwartet die Diodenplatte der Lima abrauchen.


    PS: Der noch weitgehend rostfreie Passat mit der LFP Batterie wird nicht auf gesalzenen Straßen bewegt, dafür nütze ich ein rostiges zweites Fahrzeug mit stärkerer 90 A LiMA. Deshalb auch keine Erfahrungswerte bei Minus-Temperaturen.

    Unter anderem kann man damit auch sofort erkennen, wie viel diverse Meßstrippen, Kabel, Steckeverbindungen, Banenenstecker, diverse Proben usw. aus asiatischer Produktion taugen. Auch der RDSON von statisch durchgesteuerten Powermosfet, lässt sich damit sehr genau analysierten uvm.



    Ich besitze mehrere verschiedene MilliOhmmeter, LCR Meter usw. aber das kostengünstigere von Fnirsi hat das bessere Display und ist ebenso sehr genau bei extrem niederohmigen Messungen.

    Richtige Kurzstrecken kenne ich gar nicht, in meinem Wohnort gehe ich zu Fuß und der nächste Ort (beispielsweise zum Lebensmittet einkaufen) ist schon wahlweise 5½ oder 10 Kilometer entfernt, mit dem Fahrrad wäre das zu mühsam weil auch mehrere steile Berge. Nicht selten fahre ich auch nach Polen (mindestens 1100 Kilometer hin und zurück) und da will ich einen sparsamen "Heizölbrenner" niemals missen.

    Solange es nur irgendwie möglich ist, werde ich meine guten alten und zuverlässigen Nutzfahrzeuge, mit AAZ TD und 1Z TDI Dieselmotoren fahren. Ich vertrete in diesem Zusammenhang aus persönlicher Überzeugung die Konfession "so viel Technik wie unbedingt nötig und so wenig wie möglich", dann geht erfahrungsgemäß auch viel seltener etwas kaput!8)

    Ich fahre schon seit 28 Jahren Passat 35i 1,9 Liter Turbo Diesel, überzeugt hat mich damals der niedrige Durchschnittsverbrauch von ca. 5 Liter Diesel, der überdurchschnittlich große 90 Lter Tank für bis zu 1800 Kilometer Reichweite, die lange Ladefläche womit man sogar Norm Türzargen und Türblätter einladen kann, ohne die Heckklappe einen Spalt offen zu lassen. Leider sind in den letzten 30 Jahren keine gleichwertig funktionellen Nutzfahrzeuge nachgekommen, welche in dieser Größe sparsamer vom Verbrauch oder zuverlässiger von der einfachen Technik wären! Der alte vollverzinkte Oktavia 1U5 TDI ist auch nicht schlecht, macht aber schon deutlich öfter Probleme wie der zuverlässige Passat 35i mit einfacherer Technik.

    Der gute alte Passat 35i hat theoretisch eine recht große Luftblase mit ca. 20 Liter, öffnet man aber gegen Ende des Tankvorganges mit dem Rüssel das Entlüftungsventil am Einfüllstutzen, dann passen fast 91 Liter in den großzügigen Dieseltank!


    Mit meinen beiden Passat 35i haben ich einen Jahresdurchschnittsverbrauch von ca. 5 Liter/100 Kilometer und der betagte Audi 80 B4 TDI nimmt sogar unter 5 Liter/100 Kilometer, obwohl meine Frau überwiegend nur Strecken bis max. 20 Kilometer damt fährt. Diese Verbrauchswerte sind bei vorausschauender und vorschriftsmäßiger Fahrweise, problemlos erreichbar!