AGM Batterie hoher Innenwiderstand

  • Hallo hier scheinen ja richtige Experten zu geben. Ich benutze 2 AGM Batterien in Reihe geschaltet für Garten PV. 140Ah C100

    Ich meine durch falsche Einstellungen bei IBN könnte sie vor 3 Jahren Tiefentladen sein.

    Spannungswerte sind meiner Meinung ok, aber diesen Jahr sind am nächsten Tag die Batterien leer mit eingeschaltet Kühlschrank.

    Mit einem Messgerät habe ich einen Innenwiderstand von 2,6mOhm und 13,1mOhm denke also daher eine Batterie hat auf jeden Fall etwas. Was kann ich hier alles feststellen oder versuchen? Ich würde mal eine Regeneration mit einem Bosch Gerät versuchen?

  • Die einfachste und zugleich informativste Art einer Bleibatterie-Prüfung ist zuerst die möglichst randvolle Ladung, am besten mit einem Netzteil, welches (für 12V-Batterien) 14,4 bis 15V Ladespannung abgibt und dann die Prüfung der Batterie-Kapazität über eine Entladung mit konstanten Strom, z.B. mit einer 12V-Lampe. Die Menge der Stunden bis zum Erreichen des Entladeschlusses, multipliziert mit der Höhe des Ladestroms in Ampere ergibt dann die Höhe der verbleibenden Batterie-Kapazität in Ah.


    Man kann auch einen Batterietester wie z.B. den Atorch DL24P nehmen, der ist sehr universell, preisgünstig und zeigt einem die Kapazität ganz genau in seinem Display an.



    Grüße, Tom

  • Ich denke ein Lampentest ist aufgrund der Überwachen schwierig.

    Das Gerät hat auch den Entladestrom von 199A und 945A gezeigt. Ich denke man sieht ja das die Kapazität schlechter geworden ist. Was kann man dagegen tun?

  • Leider kann ich Deine Angaben bzgl. der genannten Messwerte des Entladestroms nicht zuordnen.


    Wenn die Kapazität schlechter geworden ist, kann man eine Desulfatierung versuchen. Wenn Sulfatierung die Ursache für einen Kapazitätsverlust ist, kann man auf diese Weise einen Teil der verlorenen Kapazität wieder zurückholen. Allerdings wird man keine Wunder erwarten können. Besonders bei zyklischer Verwendung der Batterien - die Versorgung eines Kühlschranks ist eine solche zyklische Verwendung - verschleißen Bleibatterien relativ schnell. Verschleiß kann man nicht wegzaubern. Verschlissene Batterien müssen gegen neue ersetzt werden.


    Grüße, Tom

  • 2,6 MilliOhm Innenwiderstand klingt plausibel für eine intakte handelsübliche 12 100Ah AGM Starterbatterie, wobei auch der gemessene Kälteprüfstrom mit ca. 950 Ampere gut harmoniert.


    Bescheidene 13 MilliOhm Innenwiderstand und 200 Ampere Kälteprüfstrom passt eher zu einer kompakten 12V 14Ah AGM Motorrad Starterbatterie, welche nicht mehr ganz neu ist. In Reihenschaltung wird dieses ungleiche Gespann in keinem Fall auch nur irgendwann zufriedenstellend funktionieren, egal was man damit auch anstellt! Anhand von Innenwiderstand und Kälteprüfstrom alleine, kann man allerdings niemals auch nur annähernd die tatsächliche Speicherkapazität zuordnen. Der gemessene Inenwiderstand ist aber ein guter Indikator, ob man den jeweilgen Anlasser noch ausreichend bestromen kann oder nicht. Wer ein moderneres Modellbau Universalladegerät (so in der 50 Euro Liga) sein Eigen nennt, kann damit recht genau die mögliche Speicherkapazität durch einen Entladevorgang ermitteln, das dauert aber bei größeren Energiespeichern mit durchschnittlich 0,5 Ampere Entladestrom sehr lange. Ich habe in diesem Zusammenhang die offensichtlich mechanisch uversehrte 12 Volt 80Ah Billigbatterie von BSA aus dem Unfallwrack meines Sohnes gemessen, welche beifahrerseitig im Bereich vom Wasserkasten montiert war.



    Wegen des niedrigen Entladestromes führte ich allerdings nur eine Entladung bis geschätzt ungefähr 75% Entladetiefe durch, weil ich sie nicht vorsätzlich schädigen wollte. Mit den gewonnenen Messwerten von Entladung und anschließender Ladung mit max. 7,5 Ampere Ladestrom, konnte ich nach meiner Erfahrung ungefähr 50 Ah Speicherkapazität zuordnen. Mit einer Glühlampe als Belastung wäre man erfahrungsgemäß auch nicht so weit von realistischen Messwerten entfernt, allerdings muß man unbedingt beachten dass die Klemmenspannung zum Entladeschluß nicht zu weit absinkt!


    Den Entlader Atorch DL 24P von Tom finde ich vom Preis/Leistungs-Verhältnis als guten Kompromiss, vor allem kann dieser auch über einen handelsüblichen CH340/RS232 Converter mit klassischen Windows PC´s kommunizieren. Ich bin kein Freund von Mäusekinos wie Smartphones aller Art und abeite lieber mit soliden älteren Mainboard und Windows 7 als Steueroberfläche. Allerdings habe ich in dessen Beschreibung noch nicht herausgefunden, wie individuell man die erwünschten Entladeschlußspannungen einstellen kann und was das Windows Programm am Bildschirm alles graphisch darstellt.


    PS: Für zyklische Lade/Entladevorgänge waren und wären Bleiakkus niemals meine Favoriten, das sollte aber jeder für sich entscheiden! An Kraftfahrzeugen können sogar nasse Blei-Starterbatterien uralt werden, wenn man sie immer möglich vollgeladen hält und nur mit flachen Zyklen arbeiten lässt.

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