Kabelquerschnitt? Sicherungen?

  • Hallo,


    die Sicherungen sollen das Kabel gegen Kurzschluss absichern und werden zu diesem Zweck direkt an den Pluspolen beider Batterien montiert. Kommt es dann z.B. bei einem Unfall zu einem Kabelkurzschluss, lösen beide Sicherungen sofort aus und ein Brand bzw. eine potentiell tödliche Rauchentwicklung wird vermieden.


    Kabel und Sicherungen kann ich Ihnen (bei Bedarf auch passend konfektioniert) mitliefern.


    Grüße, Tom

  • Also bei der Verwendung eines Trenn-MOSFETS kommt zur Absicherung an jeden Batterie-Pluspol eine Sicherung (200A ANL?).


    Wie sieht es mit dem Anschluss z.B. einer Starthilfe-Steckdose (Nato-Steckdose) aus? Hier würde eine 200A Sicherung doch beim Starthilfeversuche durchbrennen, oder?
    Gleiches gilt für die Seilwinde. Im Anschlußdiagramm des Herstellers ist keine Sicherung vorgesehen.


    Gruß
    Benni

  • Wenn über ein Kabel sehr hohe Ströme fließen sollen, kann man oft keine Sicherung vorsehen. Das ist z.B. bei Batteriekabeln von Fahrzeugen so, die den Motor vorn, die Batterie aber aus Gewchtsgeründen hinten haben. Hier muss zwangsläufig das Batterie-Pluskabel einmal von vorn nach hinten laufen, ohne dass eine Sicherung eingebaut wäre. In solchen Fällen wird das Kabel durch seine Bauform und/oder Art seiner Verlegung noch einmal besonders gegen Kurzschlüsse geschützt.


    Die große 200A-ANL-Sicherung brennt aber weder beim Startversuch, noch bei Betrieb der Winde durch. Man darf sich eine Schmelzsicherung nicht so vorstellen, dass bis zum Nennstrom alle OK ist und bei Überschreitung des Nennstroms die Sicherung sofort auslöst. Da müssen schon erheblich höhere Ströme als der Nennstrom fließen, um die Sicherung zum Auslösen zu bringen. Hier spielt auch die Zeit, die ein hoher Strom anliegt, eine wichtige Rolle.


    Ein Kurzschlussstrom bei Bleiakkus liegt locker im Bereich von mehreren tausend Ampere, besonders bei Starterbatterien.


    Grüße, Tom

  • Bin im Moment dabei, die Verkabelung in meinem Defender zu überarbeiten.


    Aufgrund diverser Anbauteile wie Winde, Zweitbatterie, Starthilfesteckdose, etc. komme ich auf folgende Belegung am Pluspol:


    je 1 Kabel 70mm²(Seilwinde), 50mm²(Starthilfe-Steckdose), 25mm²(Lima), 15mm²(TrennMOSFET) und ca.1mm²(Ladesteckdose) + anderer Komponenten wie Zusatzscheinwerfer, Standheizung etc. Die Sachen wie Scheinwerfer etc. lagere ich am besten in einen separaten Sicherungskasten aus. Aber die anfänglich genannten 5 müssen wohl direkt an den Pluspol, oder?


    Kann ich aus Platzgründen weitere Anschlüsse an einen, etwas größer dimensionierten, Stromverteiler auslagern? Was muss wirklich direkt auf den Pluspol?


    Gruß
    Benni

  • Ich bin mal so frei diesen Faden zu kapern.
    Meine Lichtmaschine kann (unglaubliche) 180A liefern. Die Verkabelung läuft diagonal durchs Fahrzeug, 4-5m.


    Zitat:
    >
    >Hallo,>
    >bei einer Kabellänge von 4-5m und einer Lichtmaschinenleistung von max. 120A empfehle ich 35mm2-Leitung. Und, ganz wichtig: Denken Sie an die Absicherung >des Kabels durch zwei Sicherungen!
    >
    >Grüße, Tom
    >
    Zitat Ende.



    Mein Bauch sagt mir 2x35mm², abgesichert mit ANL Sicherungen 400A an jedem Ende.
    Frage: Kommt das hin? oder geht weniger? Kann ich diese Leitungen in Verbindung mit ner Saftschubse bei ihnen beziehen?



    Gruß Guido

  • Ich würde auch hier 35mm² verwenden, das reicht auch bei 180A aus.


    Kabel und Schubse könnte ich liefern, aber die Schubse hält keine 180A Ladestrom aus. Man kann das zwar kombinieren, aber dann müsste - ganz bewusst - dünneres Kabel zum Stützakku verlegt werden. So ein 1m langes Stück 6mm²-Strippe zwischen Saftschubse und Stützakku hat sich bei so starken Lichtmaschinen bewährt, um es nicht zu vollem Stromdurchfluss kommen zu lassen. Dann würde ich allerdings nur 100A-ANL-Sicherungen verwenden.


    Grüße, Tom

  • ....also einen Vorwiderstand von rund 4,8 mOhm bauen, wenn ich das richtig verstehe. Dann würde ich gern wegen der besseren Verlegbarkeit auf durchgehend 16² gehen. kommt bei 4,50m Leitungslänge auf den selben Widerstand, richtig?

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