Sammelthread Daly BMS Firmware & Tools

  • Ich vermute, du versuchst bei deinem BMS über den Button "Aktiver Ausgleich" in das Menü zur Konfiguration des BMS-internen Balancers zu kommen und dort diesen dann zu aktivieren. Aber das funktioniert so nicht!


    Bild 1: Dieses Menü ist ausschließlich dann funktionsfähig, wenn die App nicht mit einem BMS verbunden ist, sondern mit einem externen Equalizer (auch "Daly Active Balancer" genannt) verbunden ist. Ist die App mit einem BMS verbunden, ist diese Funktion ohne Funktion. Den passiven Balancer im BMS kann man damit nicht konfigurieren oder steuern. Drum steht da im Button auch "Aktiver Ausgleich", was ein Hinweis auf einen "Daly Active Balancer" sein soll und nicht auf den BMS-internen passiven Balancer. -|-


    Bild 2: Hier der Hinweis, dass diese Funktionalität nicht überall vorhanden ist.


    Bild 3: Die Konfigurationsmöglichkeiten des Daly Active Balancers. Sofern die App über das Smartfon über die Bluetooth-Verbindung mit einem Bluetooth-Transceiver eines Daly Equalizers verbunden ist.

    Bild 4: Im Vordergrund der Daly Active Balancer.


    Er kommt mit einem eigenen Bluetooth-Transceiver (meist "Dongle" genannt, weil er so schön am Kabel "baumelt") und ist mit dem BMS auch gar nicht verbunden, sondern nur mit den Zellenpolklemmen. Es werden also keine Daten zwischen dem Daly Active Balancer und dem BMS ausgetauscht, weshalb auch keine Daten über den Bluetooth-Transceiver des BMS mit dem Daly Active Balancer ausgetauscht werden können. Genau deshalb hat der Daly Active Balancer ja auch seinen eigenen runden Bluetooth-Transceiver. Ätschibätschi... 8o


    Wenn man mit der Smatfon App den Bluetooth-Transceiver des Daly Active Balancers verbindet, funktioniert natürlich nur noch dieses eine ausschließlich für ihn gedachte "Aktiver Ausgleich"-Konfigurations-Menue, aber der gesamte Rest der App nicht. Weil dann ja auch kein BMS verbunden ist. Jedenfalls ist es nicht nicht über den Bluetooth-Transceiver des Daly Active Balancers erreichbar.


    Bild 5: Das sind die beiden Konfigurationspunkte des BMS-internen passiven Balancers:

    Einmal der Spannungswert, ab dem der Balancer mit seiner Arbeit beginnen soll und zum zweiten den Differenzspannungswert, ab dem der passive Balancer von ausreichend ausgeglichenen Zellen ausgehen und seine Arbeit einstellen soll.


    Wenn Daly für die Konfiguration des Daly Active Balancers eine eigene App herausgebracht hätte, anstatt die Funktionalitäten von Daly BMS und Daly Active Balancer gemeinsam über dieselbe App anzubieten, wäre der Welt ein wirklich witziges Rätsel, an dem bestimmt tausende Menschen herumraten, verloren gegangen. :motz:


    Ich hoffe, ich habe dein "Problem" korrekt erkannt.


    Grüße, Tom

  • Guten Morgen


    Nach dem Update auf Version 41_260321_0323 sind die SOC-Werte inkonsistent. Ich suche eine ältere Firmware-Version zum Downgrade.


    Softwareversion: 41_241101_JCV3

    Hardwareversion: BMS-103VE-309E


    fügt ein Vorschaufoto hinzu:



  • "Inkonsistent" sind die SoC-Werte bei Daly-BMS meistens, soweit die Zellenspannungen nicht gerade an den Lade- oder Entlladeschluss anstoßen. ^^ Daher gestatte die Frage: Was genau passt denn nicht?

    Grüße, Tom

  • Im Moment des Fehlers tritt ein plötzlicher Spannungsanstieg auf, beispielsweise wenn die Sonne ausgeht und der Wechselrichter eine Spitzenlast erleidet. Der Ladezustand (SOC) springt dann abrupt von beispielsweise 65 % auf 100 %, obwohl der Ladevorgang weiterläuft. Mit der alten Firmware trat dieses Problem nicht auf.

  • Umgekehrt würde ein Schuh daraus: Wenn die erste Zelle beim Laden die maximal zulässige Zellenspannung erreicht,muss das BMS den Ladestrom unterbrechen, um eine Überladung dieser Zelle zu verhindern. Die Folge ist dann natürlich ein plötzlicher Anstieg der Ladespannung wegen des Wegfalls der Ladelast. Und wenn die erste Zelle ihre Ladeschlussspannung erreicht, wird natürlich der SoC auf 100% gesetzt, weil die Batterie dann randvoll aufgeladen ist. So funktioniert die Bilanzierung des Ladezustands bei LiFePO4-BMS.

    Derselbe Vorgang gilt für die Entladung, nur eben umgekehrt. Also ein völlig normales Verhalten. Was auch mit der vorherigen Firmware-Version kaum anders gewesen sein kann. -|-

    Grüße, Tom

  • Tut mir leid, aber ich bin anderer Meinung. Ich weiß, wie das BMS funktioniert. Mein SOC ist bei 3,550 V auf 100 % eingestellt. Sobald die Spannung 3,350 V überschreitet, springt der Wert sofort auf 100 %. Das Problem tritt nur beim Laden auf und wenn die Spannung bei Sonnenschein plötzlich auf 60 A ansteigt. Mit der alten Firmware war das nicht der Fall, ich habe also einen Vergleich.

  • Tut mir leid, aber zwei Dinge habe ich nicht verstanden:


    1. Du schreibst, dass Dein "SoC ist bei 3,55V auf 100% eingestellt" sei. Hast Du das so eingestellt und meinst Du wirklich den SoC, oder die Zellen-Ladeschlussspannung?

    2. Du schreibst, dass das Problem nur dann auftritt, "wenn die Spannung bei Sonnenschein plötzlich auf 60A ansteigt". Soweit ich weiß, wird die Spannung in Volt angegeben und der Strom in Ampere. Meinst Du hier, dass dieser Effekt nur bei hohem Strom auftritt?


    In der Kombination würde auch hier ein Schuh daraus:


    Viele Leute machen den Fehler, den Einstellwert der Zellen-Ladeschlussspannung zu vermindern (z.B. auf 3,55V statt auf 3,65V, wie von den meisten Zellenherstellern empfohlen) um die Lebensdauer der Zellen zu verlängern und stellen dann fest, dass sie bei hohen Ladeströmen vermehrt mit Fehlabschaltungen der Ladung seitens des BMS zu kämpfen haben. Ich sage dazu nur: Sowas kommt von sowas! Das BMS misst die an den Zellen anliegende Spannung und diese Spannung bezieht sich nicht nur auf die innere Spannung der Zellen, sondern ebenso auf innere und äußere Spannungsabfälle (bzw. bei Ladeströmen Spannungsanstiege) durch den elektrischen Widerstand der Akkuzelle selbst, sowie der Zellenanschlüsse und der Zellenverbinder. Je höher die Ströme werden, desto höher sind auch die an diesen Widerständen abfallenden (bzw. ansteigenden) Spannungen und in der Folge kommt es dann vermehrt zu Fehlabschaltungen, weil die gemessenen Zellenspannungen dann den Abschaltschwellen sehr nahe kommen und sie zeitweilig auch erreichen. Dann wird natürlich abgeschaltet.

    Empfehlung: Höhere Zellen-Ladeschlussspannung einstellen, um aus dem Bereich vermehrter Fehlabschaltungen wieder herauszukommen.

    Grüße, Tom

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