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Tom

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21

27.01.2020, 19:55

Es ist seit einer Weile ein ganz neuer Webauftritt in Arbeit, da lohnt sich die Überarbeitung des alten nicht mehr. Es ist auch völlig sinnfrei, einerseits die Artikel redaktionell zu beschreiben und dann noch mal extern einen Shop zu betreiben, wo sie dann noch mal beschrieben werden. Aber das ist halt über knapp 14 Jahre so gelaufen und mehrere Anläufe zur Neuerstellung des ganzen sind zwischenzeitlich gescheitert. Aber diesmal klappt es. Ich schätze, die neue Seite wird Ende Februar fertig sein.

Der Link zum Shop der neuen Ladegeräte ist dieser hier: https://www.microcharge.de/index.php?pag…cted=1&Itemid=1

Torsten hat im übrigen völlig recht, denn der Ladestrom muss aus der Sicht des Bleiakkus absolut nicht begrenzt werden, wenn die Ladespannung sinnvoll eingestellt wird. Wenn man nicht ständig große und völlig leere Akkus laden will, empfehle ich den kleinen Ladewutzel. Der schiebt zwar nur bis zu 24V/2,5A, ist aber wegen seiner äußerst servicefreundlichen Abmessungen mein persönlicher Favorit. Den nimmt man immer mal gern mit zum Auto und lässt ihn dann ein zwei Tage seine Arbeit machen. Dafür ist der Strom völlig ausreichend.

Ein Hinweis noch: Wenn man Ladegeräte benutzt, ist man leider ziemlich festgelegt auf das, was das Ladegerät tun will. Wenn der Lader die Arbeit einstellt, weil er meint jetzt reicht es, dann muss man das so hinnehmen. Nimmt man ein regelbares Netzteil, ist man da erheblich freier und kann durchaus auch mal Ladekuren über mehrere Tage bei höheren Spannungen durchführen, die sich meiner Erfahrung nach äußerst segensreich auf Leistung und Lebensdauer der Akkus auswirken. Einen Nachteil haben Netzteile gegenüber Ladegeräten aber: Ihnen fehlt ein Verpolungsschutz! Schließt man sie verkehrt herum gepolt an die Batterie an, ist der Lader kaputt. :wacko: Ich persönlich habe damit noch nie Schwierigkeiten gehabt, weil ich von Natur aus ein schusseliger Typ bin und es deshalb früh lernen musste, alles doppelt und dreifach zu überprüfen. Wenn ich schaue wie oft aber Power-Pulsare mit Verpolungsschäden zur Reparatur kommen, bin ich immer wieder erstaunt, dass es Leute gibt, die sogar noch schusseliger sind als ich. :P Dies nur als Hinweis, wenn man Ladergeräte zum laden größerer Batterien verwendet: Nicht falsch anschließen!

Rot ist Schwarz und Plus ist Minus... :D

Grüße, Tom

Torsten

Akku-Meister

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22

Gestern, 23:33

Hallo,
Bei elektronisch geregelten Ladern fliegt einem beim Versuch während der Ladung den Motor zu starten leicht der Lader wegen Überstrom auseinander. Programmgesteuerte Lader steigen bei solchen Startversuchen gleich aus, weil das Ladeprogramm dann den Überblick verliert.
Grüße, Tom

Hier möchte ich mal einhaken. Und gleich nochmal die offenbar sehr gute Qualität der Victron Blue Smart Lader loben. Aber der Reihe nach:
Habe heute einer Nachbarin geholfen, deren Kia Venga nicht startete. Das Voltmeter zeigte 10 Volt Klemmenspannung an, also war die Vermutung dass hier die Ursache für die Startunwilligkeit liegen könnte nicht zu weit hergeholt. Leider ist dieses Fahrzeug dermaßen konsumentunfreundlich konstruiert, dass es mir nicht gelungen ist die Batterie auszubauen :motz: (der Grund dafür fand sich nach kurzer Recherche im Netz: Zwei Schrauben der Batteriebefestigung liegen "hinter" der Batterie im Motorraum. An diese kommt man nur "blind" ran, das heißt hinten fummeln und dabei hoffen, dass die so gelöste Schraube(n) nicht im Motorraum verschwinden. Das war mir dann doch zu heiß und ich beschloss der Nachbarin zu empfehlen eine Werkstatt aufzusuchen).
Da sie meinte, sie möchte das Fahrzeug noch lange fahren und ich gerade keine passende Batterie mit hoher Kapazität da habe empfahl ich ihr, dass sie sich in der Werkstatt eine neue einbauen lassen soll.

Da das Fahrzeug vor einigen Tagen noch startete, ging ich davon aus dass ein kurzes aufladen hier wohl ausreichen müsste um den Motor zu einem nochmaligem Start zu überreden. Gesagt, getan. Kabel gezogen, Ladegerät angeschlossen und die Batterie ein paar Minuten laden lassen. Dafür dass sie so stark entladen war, ging der Lader ziemlich schnell in die Absorptionsladung/Konstantspannungstromphase über - ein Anhaltspunkt dass es mit der Batterie nicht mehr zum besten stehen kann (laut Aussage der Nachbarin auch schon 6 oder gar 7 Jahre im Dienst, bei regelmäßigem Kurzstreckenbetrieb ohne prophylaktische Nachladung oder längere Fahrten fast schon enorm lange). Da ich die Batterie trotzdem gerne zum testen haben wollte, fuhr ich in die Garage um ihr für die Werkstatt ein Exemplar mit Zellenschluss für das Pfand mitzugeben. Als ich wiederkam, traute ich meinen Augen nicht, denn die Nachbarin setzte sich auf einmal ins Auto und startete den Motor - natürlich ohne vorher mein Ladegerät abzuklemmen :wacko:
Aber der Lader flog nicht auseinander und tat auch sonst noch so wie gewohnt. Habe natürlich gleich gesagt sie möge das Fahrzeug sofort wieder ausmachen, da man den Motor nicht bei angeschlossenem Ladegerät startet, was sie dann auch unverzüglich tat. Insgesamt war der Motor somit nur ein paar Sekunden an - vielleicht eine rettende kurze Zeit? Jedenfalls werte ich das mal als gutes Zeichen. Das Studium der Bedienanleitung brachte dann auch erstaunlicherweise keinen Warnhinweis, dass man das starten des Motors mit an den Strom angeschlossenem Ladegerät tunlichst unterlassen soll...na das ist doch mal was ;)

Tom

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23

Heute, 07:41

OK, da muss ich mal etwas zurückrudern: "Auseinandergeflogen" ist mir natürlich auch noch kein Lader beim Startversuch. Noch nicht mal kaputt gegangen. Wenngleich man das natürlich auch nicht per se ausschließen kann. Aber die modernen Lader sind sicher alle gut genug gegen Überlast geschützt, dass sie einen Motorstart im angeschlossenen Zustand problemlos überleben.

Allerdings fliegen sie üblicherweise sofort aus dem Ladeprogramm. Was auch kein Beinbruch sein muss, denn diese Aneinanderreihung von irgendwelchen komischen Wellnessübungen für Batterien habe ich sowieso noch nie ernst genommen. Was soll man z.B. unter "Softstart" verstehen? Mag die Batterie die ersten paar Sekunden oder MInuten noch nicht die volle Ladespannung und muss erst mal zu sich kommen? In diesem Fall empfehle ich eine Tasse Kaffee auf die Zellen zu verteilen, damit die kleine Langschläferin in aller Ruhe wach wird. :whistling: Naja, soon Zeugs eben. Aber die Dinger verkaufen sich blendend, wie sie da einem drölfstufigem Masterplan zur Aufladung der Batterie folgen. Ich verstehe nur nicht, warum sie bei der Gelegenheit nicht gleich den Säurestand prüfen und ggf. ergänzen und mal den festen Sitz der Polklemmen checken. DAS wäöre doch mal was. Aber naja, keine Arme, keine Kekse. Die nächste Ladegeräte-Generation bestellt aber ziemlich sicher gleich mal über WLAN oder Bluetooth Ersatz bei Amazon, wenn die elektrischen Werte der zu ladenden Batterie zu wünschen übrig lassen.

So, genug rumgeätzt. ^^

Grüße, Tom