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Tom

Moderator

Beiträge: 2 143

Registrierungsdatum: 27.02.2010

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41

01.10.2013, 09:56

Zitat

Hast Du dafür eine andere Erklärung als eine "Desulfatierungs-Verjüngung", die auch den Ladeleckstrom deutlich gesenkt hat?
Aumann! "Desulfatierungs-Verjüngung". Klingt ja echt esoterisch. Angesiedelt irgendwo zwischen "Miracle-Young-Care"-Creme und Witchboard. :thumbsup:

Ich könnte mir jetzt natürlich irgendeine Erklärung ausdenken, nur schlauer würde das niemanden machen.

Grüße, Tom

ulf

Akku-Meister

  • »ulf« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 117

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42

01.11.2013, 11:08

HIer noch ein paar weitere Daten aus meiner Beobachtung.

Bei der besagten 3 Jahre alten 45Ah / 450A Batterie brachten weitere Pulsarbehandlungen letztlich einen Restladestrom von 40mA, vor den Pulsarbehandlungen waren es 110mA.

Eine 4 Jahre alte 75Ah / 680A Batterie, die ca. 1 Jahr in Betrieb war und danach größteils mit gelegentlichen Nachladungen auf der Reservebank stand, hatte einen Restladestrom von 140mA. Nach einer mehrtägigen Pulsarbehandlung zieht sie nun noch 70mA Restladestrom.

Eine als neu gekaufte 50Ah / /520A Batterie sah mir anfangs mit 60mA Restladestrom schon etwas überlagert = teilsulfatiert aus. Nach ein paar Wochen Fahrbetrieb (bevor ich den Pulsar bekam) zeigte sie überraschenderweise nur noch 36mA Restladestrom, nach einer Pulsarbehandlung sogar nur noch 26mA.

Ich finde besonders die Änderungen bei den älteren Batterien schon sehr bemerkenswert. Auch wenn Tom darüber lächelt, interpretiere ich ich sie als chemische (Teil-)Verjüngung meiner Batterien.
Gruß Ulf

Tom

Moderator

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43

01.11.2013, 14:01



:)

Torsten

Akku-Meister

Beiträge: 90

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44

20.12.2019, 00:03

Weshalb sich durch die alleinige Messung des Restladestroms praktisch nicht mehr viel über den Akku sagen lässt. Zur Abschätzung der verbleibenden Lebensdauer empfiehlt es sich heute, mehrere verschiedene Messungen wie Kapazitäts-, Innenwiderstands- und Selbstentladeratemessungen durchzuführen und deren Ergebnisse zu kombinieren. Das sagt letztlich noch am meisten über den Zustand eines Bleiakkus aus.
Ich habe in den letzten Tagen meine 45Ah / 450A Batterie nach gut 3 Jahren Betrieb im Fahrzeug ausgebaut und über mehrere Nächte an einen spannungsbegrenzten Thyristor-Trafolader (14,4V) gehängt. Letztlich zeigte mein Analogmultimeter 110 mA Ladeleckstrom an, weniger wurde es nicht mehr.
Dann kam die Batterie für ein paar Nächte an den Power-Pulsar und anschließend wieder an den Thyristor-Trafolader, und siehe da: nun zieht sie bei gleicher Ladespannung nur noch 65 mA Ladeleckstrom.
Hast Du dafür eine andere Erklärung als eine "Desulfatierungs-Verjüngung", die auch den Ladeleckstrom deutlich gesenkt hat?

Sehr interessanter und in die Tiefe gehender Beitrag, den ich bislang noch gar nicht hier im Forum gelesen habe :thumbup:

Man könnte hier sicher noch den einen oder anderen Beitrag zitieren und mit neueren Erkenntnissen ergänzen (mache ich vielleicht auch noch, aber jetzt nicht).

Hier soll es mir erstmal um den "Ladeleckstrom" gehen. Diese Bezeichnung habe ich so bislang weder gehört noch bei "normalen" Ladespannungsbedingungen" nach IU-Kennlinie beobachtet. Erst die Geschichte mit dem alten, erworbenen Bosch-Werkstattlader und die Sache mit dem Ladewutzel (bzw. hilfsweise Labornetzteil) hat mich derlei beobachten lassen: beim Bosch-Lader mit riesigem Trafo aber ohne Elektronik und einer "WoW-Kennlinie" aus den 80er Jahren habe ich versehentlich eine 12 Volt Batterie der 90Ah-Klasse etliche Stunden überladen. Die Ladespannung der vollgeladenen Batterie betrug deutlich über 16,0 Volt bei einer Stromaufnahme nach Stromzange von ca. 2,5 Ampere.

Nun habe ich ähnliches auch beim (geregelten) Überladen mit hoher Spannung festgestellt. Und zwar ist die Stromaufnahme immer umso höher, je stärker die Ladespannung angehoben wird. Beispiel: Bei einer Stromspannung von ca. 14,80 Volt beträgt der "Ladeleckstrom" einer ansonsten bereits proppevollen Batterie mindestens 300-400 mAh. Regelt man die Spannung noch weiter hinauf (15,50 Volt) steigt diese bis auf fast 1 Ampere an. Oben beim Werkstattlader waren es gar 2,7 Ampere bei etwas über 16 Volt. Stellt man der Batterie im Anschluss aber nur noch die üblichen 13,4 Volt für eine Erhaltungsladung zur Verfügung, wandert der Ladeleckstrom gegen null (unter 100mAh).

Aus meinen Erfahrungen möchte ich folgendes darauf ableiten: Die Stromaufnahme einer (vollgeladenen) Batterie steigt grundsätzlich beim anlegen einer höheren Ladespannung, je höher desto stärker ist dieser Effekt. Die Frage daraus ist: weshalb ist das so :?: :!:

Tom

Moderator

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45

20.12.2019, 05:47

Das ist nicht weiter verwunderlich, denn einerseits wird ein Teil des erhöhten Stroms bei der Gasung in chemische Energie und Wärme umgewandelt und andererseits laufen in den Zellen unter dem Einfluss erhöhter Spannung vermehrt chemische Nebenprozesse (Gitterkorrosion, Ionentransport von der positiven zur negativen Elektrode...) ab, die auch Energie benötigen. Diese unerwünschten Effekte sind ja der Grund dafür, dass die Ladung normalerweise bei Erreichen der Vollladeschwelle unterbrochen werden soll.

Grüße, Tom