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Muelix

Akku-Anfänger

  • »Muelix« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2

Registrierungsdatum: 14.12.2012

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1

14.12.2012, 14:41

Ladung einer GEL Batterie

Hallo,
kann ich bei dem Ladebooster die Abschaltspannung einstellen? In den Details habe ich bislang eine max. Spannung von 14.1 V gelsesen. Bei den bislang angesehenen Geel- Batterien ist eine Ladeschlussspannung von 14,3-14,5V angegeben.
Wird die Ausgangsspannung Temperatur-Geführt, oder ist die konstant?

Mein Plan sieht aktuell so aus:
- neue Verkabelung im Fahrzeug bis zur 2. Baterie mit Dauerplus (25A), Masse (30A), Messanschluss für Batterie, Signalleitung für Zündung
- Eine Geel-Batterie mit ca. 100Ah
- Ein Ladegerät zur Ladung mit 230V (wahrscheinlich Tom's Power-Lader 1kW, 12V-Ausführung)
- Ein Mess-Shunt wie z.B. Batteriemonitor 12V/200A
- Installation im Fahrzeug-Innenraum
- Kabellänge ca. 4-5m

Die Ladung mit dem Netzteil wird allerdings nur im Camping-Betrieb erfolgen, wenn mal ein Stromanschluss vorhanden ist. An der eigenen Haustür habe ich leider keine Möglichkeit, um die Batterie zwischen durch mal komplett zu laden.

Oder ist bei neuer Verkabelung eine andere Zusammenstellung sinnvoller?

Momentan geplante Nutzung:
- Waeco CF-35
- Diesel-Warmluft-Standheizung, im Winter auch mal die ganze Nacht durch.
- Der Wagen wird meist auf Langstrecken gefahren.

Grüße,
Muelix

Tom

Moderator

Beiträge: 2 039

Registrierungsdatum: 27.02.2010

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2

14.12.2012, 18:59

Hallo,

für Bleiakkus, egal ob mit flüssigem, mit eingedicktem ("Gel") oder in Glasvlies aufgesogenem ("AGM") Elektrolyten gelten letztlich immer dieselben physikalischen Gesetze, weshalb sich die Anforderungen an die Ladespannung auch gleichen (von Bleiakkus mit Speziallegierungen und aus diesem Grund abweichenden Ladespannungen mal abgesehen). Viel größeren Einfluss auf die Empfehlung der Ladspannung als die Art des Elektrolyten haben dagegen Lade-/Entladeschema (zyklisch oder Stand-By) und Akkutemperatur. Da letztgenannte Faktoren nur schwer von einem Ladebooster zu berücksichtigen sind, habe ich mit der Ladespannung einen Kompromiss gewählt, wie er in weiten Teilen der Akkutechnik üblich und erprobt ist: Etwa 14,1V für einen 12V-Bleiakku. Eine deutlich höhere Spannung könnte bei längerer Ladung zur schädlichen Überladung führen, weniger Spannung bei stark zyklischem Lade-/Entladeschema zur Sulfatierung. Dieser Wert hat sich über viele Jahre jedenfalls als besonders universell erwiesen.

Die Ausgangsspannung folgt einer IU-Kennlinie, wobei der U-Teil der Kennlinie konstant ist. Sie wird bei der Herstellung fest eingestellt und ist danach von außen nicht veränderbar. Eine Temperaturkompensation durch Außensensor ist mit Blick auf den eher geringen Ladestrom der Ladebooster nicht vorhanden und auch nicht notwendig.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, dass der MicroCharge-Ladebooster als Lösung für Anwendungsfälle gedacht ist, bei denen aus technischen Gründen ein hoher Spannungsabfall zwischen Lichtmaschine und Zweitbatterie auftritt, der nicht ohne weiteres zu beseitigen ist. Also z.B. bei Anhängerbatterien, Wohnwagenbatterie usw., wo der Ladestrom über die Anhängersteckdose des Zugfahrzeugs fließen muss. Bei normalen Installationen von Zweitakkus in PKWs macht die Anwendung des Ladeboosters kaum Sinn. Hier sollte man besser einen verlustarmen Trenn-MOSFET und ausreichnde Kabelquerschnitte zur Anbindung der Zweitbatterie verwenden.

Grüße, Tom

Muelix

Akku-Anfänger

  • »Muelix« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2

Registrierungsdatum: 14.12.2012

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3

19.12.2012, 19:13

Hallo,

danke für die ausführliche Information.

Der Grund für den Ladebooster bei meiner geplanten Anwendung ist die Möglichkeit der Strom-Begrenzung bei der Zuleitung. Der Akku soll in einer Einheit im Kofferraum unter gebracht werden, die ohne weiteres auch heraus genommen werden kann. Dafür habe ich Steckverbindungen vorgesehen. Diese sind, bei vernünftigen Kosten, nicht für die zu erwartenden hohen Ströme und auch nicht für die benötigten Kabel-Querschnitte bei der Verwendung eines Trennrelais erhältlich. Zudem soll das Kabel ja auch noch beweglich sein. Auch die Verlegung des hohen Querschnitts im Fahrzeug würde weitere Probleme verursachen.

Dass ich durch die Verwendung des Ladeboosters mehr Verlustleistung in Kauf nehmen muss ist mir klar. Ach das das Laden der Batterie entsprechend länger dauert. Dafür kann ich mit deutlich geringeren Kabel-Querschnitten arbeiten und handliche Stecker verwenden. Bei der geplanten Anwendung sollten zwischen durch immer wieder lange Fahrzeiten dabei sein, die auch dann noch für eine Voll-Ladung reichen müssten.

Grüße und frohes Fest,
Muelix