Kapazitätsmessgerät Test

  • Hallo,

    hab das neue Kapazitätsmessgerät getstet:

    Neue Optima Red Top 50Ah, aufgeladen mit CTEK, dann Test mit 2,5A (C20), Ergebnis 52AH, passt!

    Uralte 12V 8Ah-Block aus einer USV-Anlage, steht jetzt ca. 10Jahre herum, vielleicht 3mal geladen in der Zeit,

    aufgeladen und getestet, 4,9Ah, unglaublich.

    Der zweite Block selbe Bauart 2,1Ah.

    Habe noch 4 Optima Yellow Top 75Ah, die werden als nächstes getestet, sind seit 6 Monaten am Pulsar immer

    abwechselnd, bin gespannt.

    Also ein tolles Gerät das eine echte Aussage über den Zustand einer Bleibatterie zuläßt.


    Grüße Gerhard

  • Genau: Das sind Daten, anhand derer man endlich mal weiß, woran man ist. Eine absolute Aussage über die Speicherfähigkeit eines Akkus. Kein synthetischer Relativwert ohne praktischen Nutzen. Der Nachteil ist natürlich, dass man einen kompletten Zyklus fahren muss, um ein Ergebnis zu bekommen. Aber ohne das geht es nicht.


    Ich mache das mit unseren Akkus regelmäßig: Mit den Solarbatterien (Lithium-Polymer) einmal jährlich (was ich demnächst nur noch alle zwei Jahre machen werde, weil deren Kapazität trotz starker Zyklisierung kaum schwankt), mit USV-Batterien alle 6-12 Monate und mit Starterbatterien eigentlich nur bei auffälliger Schwäche, nachdem ein bis zwei Tage mit dem Ladewutzel bei 15,5V geladen wurde und die Batterie wirklich voll ist.


    Macht zwar etwas Arbeit, liefert aber belastbare Daten, ob ein Akku noch was taugt oder nicht.


    Grüße, Tom

  • Normal bei sehr kleinen Akkus mit sehr geringer Selbstentladerate. Da bleibt die Spannung zwischen den Pulsen höher als bei großen Batterien. Kannste aber so lassen. Er soll ja desulfatieren, das bedingt erhöhte Ladespannung. Erhitzen wird sich der Akku jedoch nicht, insofern ist es auch nicht gefährlich.


    Grüße, Tom

  • Hallo,


    jetzt der Test mit der Optima Yellow Top 75Ah.

    Eingebaut (neu) ins Womo 07/2015, wird geladen von Lichtmaschine und im Stand Solar.

    War jetzt 1 Jahr ausgebaut, aufgeladen mit CTEC, dann ca. 3 Monate mit Pulsar behandelt.

    Test mit 10,5V Entladespannung und 0.75A (C100).




    63Ah, fast unglaublich oder?


    Gruß Gerhard

  • Der Kapazitätswert ist nach knapp 5 Jahren in der Tat sehr gut, wenngleich ich bei Entladungen bis hinunter auf Entladeschluss lieber mit C10 oder C20 arbeite. Bei C100 ist die entstehende Bleisulfatmenge doch recht erheblich und weil Bleisulfat ein deutlich größeres Volumen einnimmt als die Aktivmaterialien Blei und Bleidioxid, wird das dann schon mal recht eng im Gehäuse. Prismatische Zellen neigen dann schnell dazu "dicke Backen" zu machen. Das geht bei Rundzellen naturgemäß nicht, nur muss das Volumen ja trotzdem irgendwo hin. Weshalb ich in solchen Fällen immer befürchte, dass die Separatoren unnötig leiden. Ob das wirklich der Fall ist lässt sich natürlich erst nach Öffnen der Zellen und abwickeln überprüfen...


    Hattest Du vor der langen Desulfatierungsphase mal einen Kapazitätstest gemacht, anhand dessen man die Wirkung des Pulsars vielleicht erkennen kann?


    Grüße, Tom

  • Hallo,


    leider nein, da hatte ich den Tester noch nicht.

    Ich habe noch zwei RED TOP als Startbatterien, da könnte ich den Versuch mal machen.

    Die Yellow können auch als Starter verwendet werden, zeitweise zumindest.


    Ich werde wieder berichten,


    Gruß Gerhard

  • Hab jetzt die RED TOPs ausgebaut und Kapazität gemessen, eine 2,2Ah, die andere 7,1Ah.

    Eingebaut wurden Sie in 2014, wenig benutzt, ab und an geladen mit den Aufbaubatterien.

    Ich hab jetzt die schlechtere an den Pulsar angeschlossen, hab aber wenig Hoffnung.

    Der Motor (4L Direkteinspritzer) springt nach einer halben Umdrehung an, deswegen ist mir

    der Zustand der Batterien nicht aufgefallen, Spannungsmessung zwischendurch war immmer gut.

    Die Yellow Top als vorläufigen Ersatz zu nehmen scheitert an der Bauhöhe, der Deckel des Sitzkastens

    kann nicht heruntergeklappt werden.

    Ich denk ich kauf neue im neuen Jahr,


    Gruß Gerhard

  • Hallo,


    ja, das wird interessant. Ich hatte auch mal ein paar Red Top-Batterien und muss sagen, besonders begeistert war ich davon nicht. Die haben recht schnell an Kapazität verloren.

    image.jpgUnter normalen Umständen entdeckt man im PKW meist recht spät, wenn die Starterbatterie fertig ist, da der Anlassvorgang selbst nur ein gutes Sechstel(!) der Energiemenge benötigt, die in einer kleinen 9V-Transistorradio-Batterie zu gespeichert ist. Glaubste nicht? Aber es stimmt wirklich.


    Kurze Rechnung: Ein durchschnittlicher Anlassvorgang dauert 1 Sekunde, der durchschnittlicher Anlasser nimmt dabei so etwa 250A Strom auf. Das sind also etwa 1 Sekunde x 250A x 11V = 2.75Ws = 0,76Wh.


    Eine 9V-Batterie besitzt etwa 550mA Kapazität, wenn man sie langsam entlädt. Das sind 9V x 0,55Ah = 4,95Wh. Das Verhältnis zwischen beidem beträgt also 4,95Wh / 0,76Wh = 6,5. Da muss eine Starterbatterie also schon wirklich schön völlig leer oder eben schrottreif sein, wenn sie einen Motor nicht mehr zu starten vermag...


    Dann also mal mit dem Power-Pulsar ein paar Wochen desulfatieren und noch mal die Kapazität messen. Vorher am besten so randvoll wie möglich laden, das beschleunigt den Desulfatierungsprozess. Man kann auch mit einem Netzteil 15,5V für mehrere Tage auf die Batterie geben, dass bringt meistens auch schon überraschend gute Kapazitätssteigerungen und geht deutlich schneller als eine Desulfatierung mit dem Power-Pulsar (der eher für völlig taube Batterien entwickelt wurde, die gar keine Spannung mehr halten und keinen Ladestrom annehmen).


    Viel Erfolg!


    Grüße, Tom

  • Aufgeladen mit der höheren Spannung hab ich schon, auch das CTEK macht sowas, wußte ich gar nicht:



    Was kann man einer Starterbatterie gutes tun, wenn sie die überwiegende Zeit im Jahr nichts zu tun hat?

    Einen Batteriehauptschalter hats schon, die Yellows im Aufbau werden über Solar und MOS-FET beim fahren geladen.

    Als Notstarthilfe ist ein Überbrückungsschalter am MOSFET angebaut.


    Gruß Gerhard

  • Viel mehr gutes tun als sie regelmäßig mal mit deutlich erhöhter Spannung (15,5V sind sehr gut) aufzuladen und sie während der Standzeiten vom Fahrzeug komplett abzuklemmen, kann man nicht. Aber unter den beschriebenen Bedingungen wird sie sehr alt werden.


    Grüße, Tom

  • Ich überlege die gelben als Startbatterie zu verwenden, die jetzigen haben nach Jahren noch ihre Kapazität,

    vertragen auch das laden mit der Solaranlage, Startsrom ist auch genug vorhanden.

    Einzig müsste ich den Batteriekasten tieferlegen, ist technisch möglich, drunter ist genug Platz.

    Spricht was dagegen??


    Gruß Gerhard

  • Wenn man den Herstellerangaben glaubt sind die gelben die besseren, der Preis ist auch etwas höher.


    RED TOP 55Ah, 1000A bei 0°C, Rest 100Min

    YELLOW TOP 75Ah, 1125A bei 0°C, Rest 155Min


    Und der Vorteil wäre die Tauschbarkeit untereinander, bei Ausfall oder Ausbau zur Wartung.


    Gruß Gerhard

  • Wenn man den Herstellerangaben glaubt sind die gelben die besseren, der Preis ist auch etwas höher.


    RED TOP 55Ah, 1000A bei 0°C, Rest 100Min

    YELLOW TOP 75Ah, 1125A bei 0°C, Rest 155Min


    Und der Vorteil wäre die Tauschbarkeit untereinander, bei Ausfall oder Ausbau zur Wartung.


    Gruß Gerhard

  • Wäre es sinnvoll diese Bauteil ins Womo einzubauen um hin und wieder die Batteriespannung auf 15,5V anzuheben,

    Strom und Spannung einstellbar.

    Versorung aus dem vorhandenen Ladegegät, Meanwell XXX, oder

    jeweils vom anderen Batteriesatz.

    Trennung vom Bordnetz ist auch vorhanden, wobei das Fzg keine Elektronik hat.



    Grüße Gerhard

  • Das sind reine Step-Up-Wandler, mit denen hab ich auch eine Weile experimentiert, auf der Suche nach geeigneten Gleichspannungswandlern für Ladebooster. Problem dabei: Wenn man die als B2B-Lader verwendet, kann es bei einem größeren Spannungsunterschied zwischen Batterie A und Batterie B zu unerwünscht hohen Strömen kommen, weil Step-Up-Wandler solche Ströme nicht begrenzen können. Außerdem ist dieser Wandler für eine reine Hochspannungsladung sowieso erheblich zu stark (eventueller thermal runaway, der sich wegen des hohen Wandlerstroms immer wieder selbst verstärkt.).


    Bei Speisung aus einem Netzgerät geeigneter Leistung bestehen diese Probleme nicht, aber da kann man ja gleich einen Ladewutzel verwenden.


    Grüße, Tom

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