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Kundenanfrage

Akku-Gott

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Über mich: Unter diesem Konto werden viele technischen Kundenanfragen und gegebenen Antworten zu Akkus, Installationen und MicroCharge-Produkten, die mich per eMail erreichen, in (anonymisierter) Kopie gepostet. So ist es möglich, einerseits die per eMail ankommenden Kundenanfragen direkt per eMail zu beantworten und andererseits die Forenuser an dem gegebenen Lösungsvorschlägen teilhaben zu lassen.

Thomas Rücker

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1

03.08.2014, 15:47

Autobatterie nach Einlagerung tot

moin tom,
keine angst, der letzte laderegler tut noch, wenn auch die spannung
gelegentlich etwas schwankig ist.
der pulser tut auch noch.;-)
trotzdem hätte ich nochmal ´ne frage:
kannste dir erklären, warum jetzt die 3. wasser-blei-batt trotz hängens
am erhaltungslader die grätsche gemacht hat?
vor ein paar wochen tat der pulser und ladegeräte noch mit der, nun
isses vorbei.
ev. mach ich nochmal ´nen ausgiebigen vorher-schütteln-versuch, aber die
chancen für rettung würde ich als eher nicht vorhanden beziffern.
ciao
ulf

Tom

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2

03.08.2014, 15:47

Hallo Ulf,

wenn ich wüsste, was Deiner Batterie fehlt und wenn ich die speziellen Betriebsbedingungen kennen würde, dann könnte ich Dir vermutlich auch sagen, wie es zu dem Defekt gekommen ist. Aber da ich das eben nicht weiß, könnte ich wahlweise nur Mutmaßungen abgeben, oder einen Vortrag über die verschiedenen Arten von Batteriedefekten halten. Ersteres wird Dir nichts nutzen, zweites ist mir zu aufwändig. Letztlich sind Batterien auf ihre Weise alle "Individuen", die in ihrem Leben alle eine ganz individuelle Behandlung erfahren haben und deshalb auch unter individuellem Verschleiß leiden. Der Pulser ist daher auch nicht als universeller "Jungbrunnen für Batterien" zu verstehen, sondern als Gerät, welches übergroße Bleisulfatkristalle abzubauen vermag. Mehr kann er nicht. Sulfatierung ist aber nur eine von vielen möglichen Batterie-"Krankheiten". Irgendwann ist dann halt ein Plattenbruch oder Zellenkurzschluss da und dann muss man sich eben von dem nichtsnutzigen Bleiklotz trennen und einen neuen kaufen.

Grüße, Tom

Tom

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3

03.08.2014, 15:48

Eine Möglichkeit fällt mir noch ein. Wird die Batterie zwar nicht wieder zum Leben erwecken, aber den Horizont erweitern: Elektrolyt ablassen, Deckel abtrenne und die Plattensätze zur Begutachtung rausnehmen.

Dann wirst Du innerhalb von 5 Minuten mehr über Bleiakkus lernen, als Du bis heute darüber zu wissen glaubst. :)

Grüße, Tom

Kundenanfrage

Akku-Gott

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Thomas Rücker

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4

03.08.2014, 15:49

die betriebsbedingungen sind ganz simpel, tom.
die stehen im keller, weil ich sie derzeit nicht brauche, und hängen am
erhaltungslader bei irgendwas unter 14v.
bei den erhaltungsladern hatte ich halt gedacht, ich tu den was gutes.
das scheint aber nicht der fall zu sein.
irgendwann hänge ich dann mal mein 10A ctek dran und das teil will die
nicht mehr laden.
da das nun mit der 3. batt. passiert ist, nervt es mich langsam.
ev. ist 3 monate stehen lassen, nachladen, wieder 3 monate stehen lassen
usw. besser als die an ´nen erhaltungslader zu hängen, keine ahnung,
wäre natürlich mühseliger.
ev. säg ich mal eine auf.
ciao
ulf

Tom

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5

03.08.2014, 15:49

Die Automatiklader benutze ich nur ungern, weil sie zumeist nicht das tun was sie sollen: Vollladen. Gerade wenn die Akkus älter sind, werden sie von diesen Automatikladern lange vor Erreichen der Vollladung "abgeworfen". Die Folge ist dann wenigstens Sulfatierung, meist auch noch die bekannte Säureschichtung. Aber die Kunden lieben diese CTEKs, weil sie billig sind und so schön simpel arbeiten, nunja... :wacko:

Was genau verstehst Du unter Erhaltensladung? Dauerhaft mit Ladespannung versorgen? Je nach Höhe der Ladespannung kann man die Gitterkorrosion damit in erhebliche Höhen treiben. Die Folge sind dann bröselige Gitter und bei der ersten mechanischen Beanspruchung (auch Zyklisierung ist eine mechanische Beanspruchung!) brechen dann die Gitter. Damit ist dann der Stromfluss zu dem abgebrochenen Teil des Gitters unmöglich und der Akku ist definitiv am Ende.

Besser ist, wie Du schon selbst schriebst, eine Aufladung mit einem 13,8V-Festspannungsnetzteil (z.B. ein modifiziertes Notebooknetzteil) über eine Woche und dann 4 bis 6 Monate Ruhe. Dann wieder für eine Woche anklemmen. Dadurch wird der Akku richtig voll aufgeladen und die reine Standzeit ohne Stromfluss ist die maximale Akku-Schonung. Wenn ich (kühl) gelagerte Autobatterien so behandelt habe, waren die noch nach vielen Jahren in hervorragendem Zustand, meist auch deutlich besser als zu Beginn der Einlagerung.

Dauerladung ist aber auf jeden Fall schädlich.

Grüße, Tom

Kundenanfrage

Akku-Gott

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Thomas Rücker

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6

03.08.2014, 18:00

du meinst mit festspannungsnetzteil so ein ladegerät, was immer mit
konstanter spannung ladung draufgibt?
diese erhaltungslader machen das eigentlich auch, nur halt mit sehr
geringem strom, nach meiner erinnerung was um 500mAh.
diese ctek finde ich gar nicht so billig. meins hat ca. 130,- gekostet.
für am auto laden für täglich benutzte autos find ich das super. mein
geregelter 6A-boschlader hat leider dank beginnenden sterbens einer der
drei toten batterien seinen temp.schalter verloren. schlauerweise habe
ich den ausgelöteten toten schalter verloren, als ich damit zu conrad
latschen wollte, um mir ´nen neuen zu holen. ich muß mich darum mal
kümmern. du weißt nicht zufällig, was da reingehört oder?
ich habe noch ein labornetzgerät. ev. sollte ich damit mal versuchen, da
noch ladung in die letzte wahrscheinlich tote natt. zu bekommen. wieviel
ampere hälste da für sinnvoll?
ciao
ulf

Tom

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7

03.08.2014, 18:05

Bleiakkus regeln ihren Ladestrom völlig selbsttätig. Man muss daher nichts weiter machen, als dem Akku eine passende Ladespannung anzubieten und der Akku wird dann einen zur Ladespannung und seinem Ladezustand passenden Strom fließen lassen. Einzig zur Gesunderhaltung des Ladegerätes ist eine Strombegrenzung nötig, damit dem Ladegerät vom Akku nicht mehr Strom entnommen wird, als das Ladegerät ohne zu überhitzen liefern kann. Aber das hat eben nichts mit dem Akku zu tun, sondern mit dem Ladegerät. Die meisten Netzteile und alle Ladegeräte verfügen über eine solche Strombegrenzung, die automatisch wirkt. Sobald der Strom den zulässigen Maximalwert zu überschreiten droht, wird die Spannung vom Ladegerät so lange herunter geregelt, bis der Strom im zulässigen Bereich bleibt (sogenannte "IU-Kennlinie", I=Strom, U=Spannung).


IU-Kennlinie

Allerdings ist es nicht ganz einfach, die richtige Ladespannung einzustellen, weil je nach Betriebsschema (zyklisch oder stand-by) und je nach Temperatur eine andere Ladespannung optimal ist. Es gibt also keine feste Ladespannung für sämtliche Gelegenheiten.

Insofern ist ein einstellbares Labornetzteil durchaus gut geeignet, um Bleiakkus damit zu laden. Damit hat man dann die Möglichkeit, die Ladespannung entsprechend der oben genannten Anforderungen zu variieren. Allerdings sind diese Netzteile meist ziemlich überdimensioniert und auch nicht wirklich preiswert. Daher verwende ich gern diese billigen Netzgeräte für Notebooks oder ähnliches, die dann von mir auf etwa 13,8V abgeglichen werden. Damit sind Erhaltensladungen für Zeiträume von ein bis zwei Wochen bei Temperaturen zwischen 0 und 25°C leicht und preiswert zu realisieren.

Deine tote Batterie schmeiß bloß weg, denn außer dass sie beim Kochen schwefligen Gestank und ätzende Säure absondert, kommt dabei nicht mehr rum.

Grüße, Tom

Denis_O

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8

07.12.2014, 19:32

Hum… Ich bin jetzt ehrlich gesagt etwas verwirr. Wie soll man nun am besten Starterbatterien behandeln, damit diese immer schön voll bleiben und möglichst lange halten?

Situation ist bei uns nämlich folgende. Wir haben mehrere Fahrzeuge mit unterschiedlichen Einzatzzwecken:

- Ein Hauptauto (MB w124 mit 100Ah Batterie) der jeden Tag mindestens 2 Stunden fährt und zusätzlich mit einer Saftschubse und 2 Gel-akkus ausgestattet ist
- Ein Zweitwagen (Polo 6N) der mittlerweile viel weniger gefahren wird, und wenn, dann eher kurzstrecken
- Ein Drittwagen (Polo 86C/2F), eigentlich ein “Standby-Auto” falls Arbeiten an einem der beiden anderen wagen anstehen.
- Einige Motorräder (alle mit 12V Elektrik, aber ohne Bussystem) für Freizeit und Sport. Die werden nur im Sommer bewegt.

Wie du weist benutze ich die Saftschubse im w124er und den 5A-Ladebooster in unserem Karavan (das Gerät ist wirklich toll). Nun war das mir aber wirklich zu blöd, den Ladebooster bis auf 2 Urlaubswochen pro Jahr unbenutzt in der Garage liegen zu lassen. Deshalb habe ich alle Fahrzeuge mit idiotensicheren 10A-Stecher versehen, und über ein Kabelsystem mit dem Ladebooster verbunden. Jede Nacht werden so alle Fahrzeuge zwischen
22Uhr und 6Uhr (Nachtstromtarif) am Ladebooster richtig vollgeladen.

Ich dachte, dadurch wären Alle Batterien immer schön voll und (das ist auch das wichtigste) immer einsatzbereit. Bei einer Spannung von
14,1V (Ausgangsspannung vom Ladebooster) ist es ja für die Batterien, als würde das Fahrzeug fahren und von der Lima geladen werden. Im letzten Post sagst Du nun, man solle eher mit 13,8V laden, und auch nicht dauernd am Ladegerät hängen sollte...

Hängt das damit zusammen, das bei unserem Nutzungsschema die Batterien als "Standby"-Batterien benutzt werden?

Habe ich da was falsch gemacht?
Gruss
Denis

Tom

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9

07.12.2014, 21:11

Hallo,

also erst mal: Bleiakkus sind ziemlich hart im Nehmen, die halten also auch eine Menge aus, was nicht so ganz optimal ist. Wäre es anders, würden wir heute wohl nicht immer noch so viele Bleiakkus benutzen. ^^

Aber es stimmt: Das Nutzungsschema hat den größten Einfluss auf den Ladespannungsbedarf von Bleiakkus. Eine Tatsache, die leider viel zu wenig bekannt ist. Leider lässt sich das Nutzungsschema bei vielen Anwendungen kaum oder gar nicht berücksichtigen, weil es kaum automatisch zu ermitteln ist oder weil die Ladespannung auch noch von anderen - nicht selten wichtigeren - Dingen, wie zum Beispiel von der KFZ-Bordspannung abhängt. Gerade bei Kraftfahrzeugen ist es daher kaum möglich, der Batterie die optimalen Ladebedingungen zu bieten, weil ansonsten andere wichtige Faktoren des Bordnetzes nicht erfüllt werden (z.B. die zulässigen Spannungsgrenzen). Aus diesem Grund belässt es die Fahrzeuglichtmaschine auch dabei, eine feste Bordspannung bereitzustellen.

Nun kann man natürlich beigehen und Batterie-optimierte Lima-Regler verwenden. Mein Regler ist so einer und er regelt die Bordspannung einerseits fein nach der Temperatur und andererseits sorgt er dafür, dass diese Spannung dann auch direkt an der Batterie in voller Höhe ankommt. Es ist mit ihm sogar möglich, die Ladespannung je nach Bedarf, natürlich nur innerhalb gewisser Grenzen, nach oben oder unten zu verstellen. So kann man den Regler bei Fahrzeugen, die im Kurzstreckenbetrieb laufen, auf eine deutlich erhöhte Spannung einstellen, während für Fahrzeuge im Langstreckenbetrieb meist eine niedrigere Spannung sinnvoller ist. Das Ganze findet seine sinnvolle Grenze aber bei Fahrzeugen, die in allen Betriebsarten unterwegs sind und hier wird man eine Kompromiss zwischen den Extremen wählen.

Zitat

...Ich dachte, dadurch wären Alle Batterien immer schön voll und (das ist auch das wichtigste) immer einsatzbereit....
Ja, das ist das bequemste. Aber leider nicht ohne weiteres möglich, ohne Batterielebensdauer zu verlieren.

Bei der Lagerung von Bleiakkus habe ich die besten Erfahrungen mit ein bis zwei Aufladungen jährlich, bei ansonsten kühler Lagerung im abgeklemmten Zustand gemacht. Also so, dass weder Lade- noch Entladestrom fließt. So sollte auch eine Lebensdauer von 20 Jahren möglich sein. Batterien ständig dauerzuladen ist dagegen zwar bequem, aber heikel, weil man bei nur geringfügiger Überschreitung einer verträglichen Ladespannung ganz schnell hohen Verschleiß durch Gitterkorrosion bekommt. Ist die Spannung dagegen zu niedrig, beginnt schnell die Sulfatierung. Hier wäre es noch das Beste, wenn man ein Ladegerät hätte, welches zeitgesteuert(!) nur wenige Male jährlich für kurze Zeit Ladestrom auf die Batterie gibt und sie ansonsten in Ruhe lässt. Sowas ist aber m.W. am Markt nicht erhältlich.

Grüße, Tom

Denis_O

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10

07.12.2014, 23:38

Ein besserer Limaregler bringt zwar Vorteile wärend der Fahrt, nicht jedoch wenn das Auto in der Garage steht (und da verbringt schliesslich fast jedes Auto die allermeiste Zeit). Ich sehe das halt so, das man täglich mindestens 10 Stunden vor sich hat, in denen das Auto in der Garage steht und man diese Zeit auch nutzen könnte, um die Batterie zu laden, wenn das der Limaregler wärend der Fahrt nicht 100% geschafft hat (ich meinen jetzt nicht überladen!)

Durch die Saftschubse wird die Starterbatteriespannung ja auch auf etwa 13,5V gehalten. Was ist also jetzt der Unterschied, ob man ein externes Ladegerät (zB Microcharge Ladebooster) an einem geparkten Fahrzeug angeschlossen lässt oder ob man die Saftschubse benutzt? Für mich ist der Effekt derselbe: die Batterie kann voll geladen werden und alle Verbraucher werden extern versorgt. Die batterie dürfte also 100% entlastet sein.

Dann ist nur noch die Frage offen, wie hoch diese "Erhaltungsspannung" sein sollte, und da wir es hier mit Standby-betrieb zu tun haben, wären 13,8V Konstantspannung doch ideal, oder? Und die Batterie könnte auch nicht überladen werden, da der Ladestrom 0mA beträgt, sobald die Batterie voll ist. Was meinst Du?

Zitat

Hier wäre es noch das Beste, wenn man ein Ladegerät hätte, welches zeitgesteuert(!) nur wenige Male jährlich für kurze Zeit Ladestrom auf die Batterie gibt und sie ansonsten in Ruhe lässt. Sowas ist aber m.W. am Markt nicht erhältlich.
Hast Du da nichts in Planung? Bald ist ja Weihnachtszeit, da haben wir alle wieder Zeit zum spielen und um Schaltungen zu entwickeln! :D
Gruss
Denis

Bandit1973

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11

08.12.2014, 07:13


- Ein Hauptauto (MB w124 mit 100Ah Batterie) der jeden Tag mindestens 2 Stunden fährt und zusätzlich mit einer Saftschubse und 2 Gel-akkus ausgestattet ist
DER braucht GAR KEINE externe Ladung (sofern die Bordeigene Ladetechnik in Ordnung)!!!!

- Ein Zweitwagen (Polo 6N) der mittlerweile viel weniger gefahren wird, und wenn, dann eher kurzstrecken
DER evtl. 3-4x/Jahr ordentlich Aufladen incl. Pulsen (Batterie ausgebaut) der 6N hat keine nennenswerten Standby Verbraucher
In den einen Hochleistungsregler einbauen, damit die Batterie auch bei Kurzstrecke nennenswerte Ladung abkriegt.

- Ein Drittwagen (Polo 86C/2F), eigentlich ein “Standby-Auto” falls Arbeiten an einem der beiden anderen wagen anstehen.
SEINE Batterie würd ich ausbauen, und auf die Werkbank stellen. Volladen, "Impfen", und einlagern.
Dann hast auch eine Starterbatterie falls der Zweitwagen wirklich mal Schlappmacht)


- Einige Motorräder (alle mit 12V Elektrik, aber ohne Bussystem) für Freizeit und Sport. Die werden nur im Sommer bewegt.

Die werden behandelt wie jedes Motorrad.
Im Frühling Laden, den Sommer über Fahren.
im Herbst Batterie raus, Volladen, "Impfen", einlagern.....

Warum einfach, wenns auch Kompliziert geht ;( ;( ;(

Denis_O

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12

08.12.2014, 10:27

Hallo Bandit,

Hauptauto: aber wie Tom schon gesagt hat werden die Stützakkus zyklisch belastet und müssen daher regelmässig extern aufgeladen werden

Zweitwagen: gerade unser 6N ist in Basisausstattung (sogar keine Servolenkung oder EFH), daher stimme ich auch zu, Standbyverbrauch ist fast vernachlässigbar. Ein besserer Limaregler würde natürlich schon eine schöne Lösung, aber für mich sieht's so aus, als könne man denselben Effekt mit einem externen Lader erreichen.

Drittwagen : gerade bei dem ist das nicht ohne weiteres möglich (leider). Wie gesagt, der Wagen steht immer 100% fahrbereit (Reifen aufgepumpt, Tank voll, alles drin und dran). Der Sinn ist ja, dass ich bzw meine Frau bei Bedarf einfach den Schlüssel reinstecke und losfahren kann. Und es dürfte schwierig sein, meine Frau zu überreden, die Batterie alleine einzubauen wenn ich gerade nicht da bin (leider).

Motorräder: Bis jetzt habe ich die im Herbst ausgebaut und über Louis Saiko Ladegeräte regelmässig geladen.

Zitat

Warum einfach, wenns auch Kompliziert geht
warum auch nicht? :D

Nee mal im Ernst, es ging mir hier wirklich darum rauszufinden, wie ich meine Batterien am besten warten/laden/erhalten kann mit den Geräten, die Ich schon zu Hause habe.

Gruss

Denis

Tom

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13

08.12.2014, 13:17

OK, Batterie ausbauen und kühl einlagern dürfte wohl etwas übertrieben sein. ;)

Ich wollte nur darauf hinweisen, dass eine Dauerladung zwecks permanenter Einsatzbereitschaft mit beachtlich hohem Batterieverschleiß einhergeht. Ich muss die Akkus in unseren USVs alle 3 Jahre austauschen und das, obwohl sie praktisch noch nie entladen wurden. Würde ich eine USV entwickeln, dann wären deren Akkus so kühl wie möglich (also nicht durch die Geräteelektronik zusätzlich aufgeheizt) und die Ladespannung würde auch nur regelmäßig kurzzeitig anliegen.

Und: Nein, ich habe da leider nichts in Planung. Dieses ewig wiederkehrende Gezerre um den Power-Pulsar, sei es nun wegen seines Preises oder seines Stroms, ist mir da eine echte Warnung. Neulich hat mir doch tatsächlich einer "Geldschneiderei" vorgeworfen. Ich glaube daher auch nicht, dass jemand für einen kleinen Erhaltenslader, der nichts weiter tut als alle paar Monate mal kurz Ladespannung an den Akku zu legen, in Zeiten von "Akku-Joggern" und "IUoU-Irgendwas" nenennswert Geld auf den Tisch legen würde. Und für die lächerlichen Preise, die die Chinesen für sowas aufrufen, kann ich es leider nicht herstellen.

Grüße, Tom

Denis_O

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14

08.12.2014, 13:36

Zitat

Neulich hat mir doch tatsächlich einer "Geldschneiderei" vorgeworfen
Ow. das ist aber wirklich hart. Lass dich aber durch solche Leute nicht den Tag versauen. Schliesslich zwingst Du ja auch niemanden, deine Produkte zu Kaufen. Vergiss aber auch nicht, das viele Leute deine Produkte toll finden!

USV's ist ja wirklich ein Thema für sich. Gerade bei den kleineren sind die 12V 7Ah Akkus total verbaut und immer schön warm (wenn nicht sogar heiss) gehalten. Bei den grösseren mit separatem Batterieschrank ist es bzg. Temperatur schon etwas bessser. Aber an einer richrigen Ladereglung für USV's hätte ich auch sehr grosses Interesse! Wenn's die Möglichkeit geben würde, die Spannung am Microcharge Ueberladeschutz einzustellen könnte es auch USV's betrieben werden!

Tom

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15

08.12.2014, 13:47

Es sind ja tatsächlich viele unsinnige Produkte im Bereich Akku-Pflege am Markt, da kann man schon mal den Eindruck bekommen, dass man als Kunde schnell über den Tisch gezogen wird.

Der Überladeschutz eignet sich leider nicht für den Anwendungszweck USV-Akkus. Zwar ist seine Einsatzspannung (intern) regelbar, aber es ergibt keinen Sinn, einem normalen Spannungsregler einen zweiten "querregelnden" Spannungsregler nachzuschalten. Entweder würde die Regelspannung gar nicht erreicht, dann wäre der Überladeschutz sinnlos. Oder der vorgeschaltete Regler würde gewaltsam versuche, seine Regelspannung auch gegen die steigende Regel-Last des Überladeschutzes konstant zu halten und dann würden beide gegeneinander regeln. Dann würde im besten Fall würde sinnlos Strom in Wärme verheizt, im schlechtesten Fall würden Schäden durch Überlastung eintreten.

Grüße, Tom